Reise nach Dänemark im Juli 2006

Ein Reisebericht über Seehunde, Krabbenbrötchen und Softeis – alles zusammen ein gelungener Urlaub im Juli in Dänemark.

Reisestart: 10.07.2006
Reiseende: 22.07.2006

Urlaubsbericht von Wolfgang:

Wir fuhren mit unserem Mobbi Extra III - bei schönstem Sonnenschein - durch die Hamburger Stadt in nord-westlicher Richtung vorbei an den Landungsbrücken und über die Elbchaussee und kamen dann in Brunsbüttel an. Hier benutzten wir die Fähre um den Nord-Ostsee-Kanal zu überqueren.

Unsere erste Übernachtung hatten wir dann im Fischereihafen von Friedrichkoog. Hier konnten wir für 4 € in aller Ruhe übernachten. Am nächsten Tag nach herrlichem Frühstück (Gine besorgte beim nächsten Bäcker frische Körnerbrötchen) besuchten wir die Seehundstation, die sich in diesem Ort befindet.

Interressant war, wie dort die Seehunde (unter anderem auch ein blindes Tier) gefüttert wurden. Es ist schon erstaunlich, wie schnell diese Tiere im Wasser sich bewegen können, dann wieder auftauchen und zur Trainerin schauen, wann endlich der nächste Fisch geworfen wird. Der Besuch dieser Seehund-Station ist allen Naturfreunden sehr zu empfehlen und kostet auch nicht allzu viel. Auch die sich im Obergeschoss befindende Ausstellung lohnt einen Besuch.

Seehund-Gebiss wird gleich untersucht

So gegen Mittag verließen wir dann diesen Ort und fuhren weiter in Richtung Büsum. Es fing bald heftigst an zu regnen, so dass wir zum Spaziergang unser Regenzeug anziehen mussten. Leider versagte bei meiner Regenjacke der Reißverschluss und zwar derart, dass ich die Jacke hinterher in den Mülleimer warf. Vom Regen ließen wir uns aber nicht abschrecken und so wanderten wir dann gemütlich durch die Einkaufspassage und hier schenkte mir Regine eine weiße Muschelkette, die ich von diesem Tag an trage. Zum Mittagessen gingen wir in ein Lokal und ließen uns die Büsumer Krabbengerichte gut schmecken. Ist schon ein Genuss - so frische Krabben. Auf dem Rückweg zum Mobbi kauften wir - in einem Fischladen - noch 300 g Krabben, so zum Mitnehmen und noch einige andere kleine Fisch-Leckereien. Gegen Abend fanden wir einen ruhigen Stellplatz hinterm Deich und ließen uns die Krabben mit einer guten Flasche Weißwein dann auch noch schmecken. Ja, dass war trotz Regen ein schöner Tag. Am nächsten Morgen machten wir uns weiter auf 'gen Dänemark. Beim nächsten Bäcker kaufte Regine frische Körnerbrötchen. Bei dem kleinen Örtchen Rosenkranz gingen wir dann über die Grenze. Gleich hinter der Grenze fanden wir einen Parkplatz mit Toilettenstation. Ich entsorgte unsere Toilette (ohne chemische Zusätze) sauber und unproblematisch. Regine hatte zwischenzeitlich Kaffee gekocht und den Tisch im Mobbi gedeckt. Wir ließen uns die frischen Körnerbrötchen und den frisch gebrühten Kaffee richtig gut schmecken. Zwischenzeitlich kam ein PKW dessen Fahrer mit einem Fernglas in die Richtung schaute, aus der wir gekommen waren. Ich dachte erst: hallo, was hat das zu bedeuten - aber, nachdem ich aus dem Fahrzeug gestiegen war, bemerkte ich, wo er hinsah: auf ein Storchennest am Ende des Parkplatzes.

Regines - Krabbenmahlzeit - frische Nordseekrabben  auf Folienkartoffel Storchennest in Dänemark

Wir fuhren dann weiter immer an der Küste lang, bis wir über den langen Deich nach Römö kamen. Hier suchten wir den Campingplatz auf - denn "Freies Stehen" ist in Dänemark kaum mehr möglch. Überall stehen sie die Schilder, die zwischen 21:00 bis 07:00 Uhr keine Übernachtung erlauben. Na ja, so meldeten wir uns also auf dem, sich in der Nähe des Strandes befindenden Campingplatz, an. Obwohl wir an der Reception sagten, dass wir ein etwas größeres Fahrzeug hätten, wurde uns sofort ein Platz zugeordnet. Wir bekamen dann noch eine Plastik-Karte für die Schranke. Danach holten wir unser etwas abseits geparktes Fahrzeug und wollten durch die Schranke fahren. Hier jedoch versagte diese Plastikkarte ihren Dienst. Dass wir nicht durch die Schranke kamen, merkte auch bald die Person, die uns an der Reception bedient hatte. Wir sollten zu ihr kommen und sie teilte uns mit, dass sie nicht gedacht hätte, dass unser Fahrzeug so groß sei. Also suchte sie in ihrem Computer einen anderen Stellplatz, den sie uns dann auf einer Roadmap kenntlich machte. Dann machte sie uns auch noch die Schranke auf und wir suchten diesen Stellplatz auf. Nachdem wir alles für eine Übernachtung eingerichtet hatten, machten wir uns auf, durch die - dem Campingplatz angeschlossenen - Geschäfte zu bummeln.

Unser Stellplatz auf dem Campingplatz von Römö

Nach einer sehr ruhigen Nacht besorgten wir uns am nächsten Morgen dann die Dinge, die wir für ein gutes Frühstück brauchten. Wir fuhren dann an den Strand und frühstückten erst einmal ausgiebig. Es war richtig toll: Die Sonne schien, durch den angenehmen Wind war es nicht zu heiß und wir waren fast allein - der Strand hier ist einfach riesig. Dann fuhren wir mit dem Auto bis fast ans Wasser (der Boden hier war sehr fest) und genossen die nächsten Stunden mit ausgiebigem Sonnenbaden und einigen Schwimmübungen in der nicht zu kalten Nordsee. Nach dem Baden kam dann unsere Außendusche zum Einsatz: Wir konnten uns mit unserem warmen Wasser das Salz vom Körper abduschen - dies ist ein wahrer Genuss, denn man fühlt sich danach doppelt wohl. Zusätzlich nutzten wir die Zeit, um in unseren mitgebrachten Büchern ein gutes Stückchen weiter zu lesen.

So am frühen Abend hatte sich dann auch noch ein Van im Weichsand festgefahren, und ich durfte/konnte das erste Mal unser Mobbi etwas "mehr arbeiten" lassen; ich fuhr vor diesen Van und da sein Fahrer kein Abschleppseil hatte, kramte ich meins heraus und befestigte es an beiden Fahrzeugen. Dann stieg ich in unser Mobbi und fuhr los. Ich habe nicht gemerkt, dass ich nun einen "Anhänger" dran hatte; ruckzuck war der Van befreit.

Am späten Abend - so gegen 10:00 Uhr - ging dann am Strand die Sonne unter und wir guckten uns dieses Schauspiel aus dem Fahrzeug heraus an, denn es war zwischenzeitlich ein etwas stärkerer Wind aufgekommen. Danach fuhren wir auf den Campingplatz zum Übernachten zurück.

So blieben wir denn 3 Tage auf dieser schönen Insel und genossen das Fahren auf und durch dem/n Sand.

Wir hangelten uns dann an der Küste nördlich weiter und kamen nach Blavand. Da hier nur Tourismus pur zu sehen war - Ansammlungen von Geschäften nebst vielen Touristen - fuhren wir gleich weiter und landeten in Veje-Strand.

Auf der Hauptstraße fahrend bemerkte ich - bevor wir an den Strand kamen - auf der linken Seite ein Schild mit dem Hinweis Campingplatz am Südstrand. Wir folgten diesem Abzweig und kamen schließlich auf einen Parkplatz, der wohl zum Campingplatz gehörte. Auf diesem Parkplatz sahen wir dann ein Schild mit folgender Info: einmalige Übernachtung gegen eine Gebühr von 100 Kronen (ca 13 €) erlaubt. Das war ja gut, brauchten wir doch am Abend dann nicht auf den Campingplatz. Danach fuhren wir dann direkt zum Strand in das sich dort befindende Chaos: wir merkten schon - als wir in das Örtchen kamen - dass viele Menschen durch den Ort bummelten oder an den Cafe's bzw. Eisdielen saßen. Ich muss dazu bemerken, dass ein Wochenende vor der Tür stand. Danach - noch ca. 300 m bis zum Strand - ging es heftigst los: an beiden Straßenseiten standen/parkten Autos und die Menschen strömten in Richtung Dorf bzw. Strand. Es war alles ziemlich eng. Ich musste höllisch aufpassen und Regine warnte mich oftmals , den Abstand auf ihrer Seite zu den Fahrzeugen nicht zu eng werden zu lassen. Dann, auf einmal ein herrlicher Anblick: das blaue Meer mit seinen weiß-schäumenden Wellen. Aber auch ein chaotischer Anblick drängte sich dem Betrachter auf - denn Massen von Fahrzeugen parkten wild neben der einzigen für PKW befahrbaren Spur, die sich am Strand langzog. Eine Handvoll Fahrzeuge hatte sich in den Weichsand - und wenn, dann nur ganz wenig - hineingewagt. Auch "normale" Wohnmobile standen neben dieser Spur und zwischen allen diesen Fahrzeugen bewegten sich die Menschen. Auf dieser einzigen Spur fuhren vor uns mehrere Pkw's - aber auf der gleichen Spur kamen auch Fahrzeuge entgegen. Ich hielt erst einmal an und beobachtete, was passieren würde. Zunächst ging erst einmal gar nichts. Dann stiegen die Fahrer - die sich unmittelbar gegenüberstanden - aus und beratschlagten wohl, wass denn nun zu tun sei. Kurz danach stieg der junge Fahrer des einen Fahrzeugs wieder ein und mit hoch aufheulendem Motor versuchte er aus der Spur herauszukommen und durch den Weichsand auszuweichen. Schnell hatte er sich aber festgefahren und stieg wieder aus um sein Werk zu begutachten. Viele helfende Hände schoben dieses Fahrzeug dann irgendwie durch den Sand und wieder auf den festen Untergrund. Da ich mit unserem Fahrzeug noch nie eine längere Strecke im weichen Sand gefahren war, wollte ich eigentlich auch auf der befestigten Spur weiter am Strand entlang fahren; das hätte nach diesen Verhältnissen zu urteilen aber noch gedauert. Auf einmal sah ich - links kurz vor den angrenzenden Dünen - einen Unimog ohne Probleme durch den weichen Tiefsand fahren. Da habe auch ich mir ein Herz gefaßt und bin durch den weichen Sand diesem Fahrzeug praktisch gefolgt. Hierbei zeigte sich, dass unser Fahrzeug genauso wenig Probleme mit diesem Weg hatte und locker und leicht auf diesem Teil des Strandes lang fuhr.

Ja, es machte sogar richtig Spaß. Somit ließen wir das Chaos "links" liegen und kamen nach - ca. 500 m wieder auf die tiefe, aber befestigte Spur und fuhren noch ein Stückchen weiter - fast bis ans Ende des Strandes. Es tauchten bald einige eingerammte Pflöcke auf, die besagten, dass hier für die Fahrzeuge Schluss ist. Es begann dann der Militär-Strand und da haben Zivilisten ja nichts zu suchen.

Irgendwann kam dann auch noch ein Fahrer eines Wohnmobils und bat um Bergungshilfe; also fuhr ich wieder zurück - diesmal aber fast gerade am Meer entlang. Am eingesackten Fahrzeug angekommen sah ich, dass dieses Fahrzeug (ein Dettlefs auf Basis Fiat) allein nicht herauskommen konnte und mit schieben war auch nicht viel zu bewirken. Also setzte ich mich vor dieses Fahrzeug, befestigte mein Abschleppseil und zog es ohne viel Aufwand aus seiner misslichen Lage.

So genossen wir die Tage an diesem Strand und nach 2-maligem Übernachten machten wir uns weiter auf, denn wir wollten unbedingt nach Hvide Sande kommen. Der nächste Aufenthalt war dann auf einem Campingplatz, der sich in den Dünen befand. Hier wurde keinem Besucher ein Platz zugewiesen, sondern man suchte sich einen geeigneten Platz mitten in den mit relativ festem Untergrund (so eine Art Grasbewuchs) vorhandenen Dünen. Nach der Übernachtung fuhren wir dann an den sich in unmittelbarer Nähe befindenden Sandstrand. Wir hatten uns gerade zum Frühstück eingerichtet, als 2 junge Leute in unsere Nähe kamen und fragten, ob ich ihren im Weichsand festsitzenden Wagen herausziehen könnte. Ich fragte, ob das Zeit hätte - bis nach unserem Frühstück - und sie sagten: na klar...

Ich fuhr dann zum eingesandeten Fahrzeug und holte es unspektakulär heraus. Alle zum Fahrzeug gehörenden Personen waren natürlich happy und ich bekam als Dankeschön eine gute dänische Flasche Bier, die ich jedoch nicht sofort trank, sondern mir bis zum Abend aufhob.

Befreien eines eingesandeten Fahrzeugs

Zwischenstopp machten wir noch in Henne Strand, das ich noch in sehr guter Erinnerung aus Kindertagen her hatte. Als wir dann am Parkplatz ankamen, stellten wir mit Ernüchterung fest, dass wir hier keinen Zwischenstopp einlegen konnten, denn der Parkplatz war bis zum Bersten voller Fahrzeuge.

So fuhren wir denn über Blabjerg Richtung Nymündegab und letztendlich dann auch nach Hvide Sande. Hier kauften wir uns leckeren Fisch für das Abendessen und besorgten uns für den nächsten Tag eine Angelerlaubnis. Eigentlich wollte ich mit einem Kutter zum Makrelen-Angeln hinausfahren, aber letztendlich kaufte ich dann doch nur eine Angellizens für den nächsten Tag.

In der Nähe von Hvide Sande suchten wir dann den nächstgelegen Campingplatz auf und erlebten abends auf dem Dünenkamm einen wunderschönen Sonnenuntergang nebst Meeresrauschen.

Wir beschlossen - so das Wetter mitspielt - am nächsten Tag das Schlauchboot auszuprobieren. Dazu fuhren wir nach dem Frühstück wieder zurück Richtung Nymündegab. 2 km vor dem Ort fanden wir linksseitig einen wunderschönen Rastplatz - direkt am Wasser des Fjords. Hier bauten wir unser Schlauchboot auf und fuhren dann damit nach Nymündegab. Wir wollten dort Würmer zum Angeln besorgen. Nachdem das erledigt war, versuchte ich mein Glück mit dem Angeln, aber außer einem kleinen Barsch - den wir wieder ins Wasser zurücksetzten - hatte ich keinen Erfolg und badete lediglich die Würmer. Aber Spaß hat es trotzdem gemacht. Am frühen Nachmittag fuhren wir dann wieder zurück nach Hvide Sande und erstanden nochmals den gleichen Fisch, den wir vorgestern schon gekauft hatten - denn dieser war so lecker, dass wir beschlossen, ihn nochmals zu essen. Wir machten auch noch einen Abstecher zur Mole und dort versuchte ich nochmals mein Glück mit der Angelei. Aber ich hatte einfach kein Glück und verlor noch eine Pose und einige Angelhaken nebst Bleigewichten.

Er hat angebissen - der kleine Barsch

Am nächsten Morgen nach einem leckeren Frühstück - bummelten wir dann durch die Geschäfte von Hvide Sande und ich konnte an 2 kleinen Laternen für die Terrasse nicht vorbeigehen. Also nahmen wir sie mit. Wir gönnten uns noch ein Eis und gingen dann zur Angelstelle hinter der Hebe-Brücke. Dort standen die Angler an beiden Seiten des Wassers und zogen einen Hornhecht nach dem anderen heraus. Die hatten ein Petri Heil - einfach nicht zu fassen...

Nach dem wir diesem Schauspiel einige Zeit zugeschaut hatten, machten wir uns am frühen Nachmittag auf den Rückweg nach Deutschland. Kurz nach überfahren der Grenze kam ein Lidl-Markt, wo wir unsere Vorräte ergänzten. Auf einem Privat-Wohnmobil-Platz konnten wir dann für nur 6 € unser Fahrzeug für eine Übernachtung abstellen. Wir legten uns nach einer ausgiebigen Kniffelrunde bald zu Bett. Da zwischenzeitlich das Wetter umgeschwenkt war, genossen wir das Regengeprassel auf unserer Dachluke. Wir lagen ja warm und trocken in unserem Bett.

Es folgte wieder eine ruhige Nacht und als wir mit dem Frühstück fertig waren, fuhren wir an diesem Freitag weiter Richtung Büsum. Hier angekommen parkten wir auf dem riesigen Behelfs-Wohnmobilplatz. Hier kann man für 11 € auch übernachten - was wir aber nicht machen wollten. Wir machten uns nun aber erst einmal auf, um durch die Stadt zu bummeln, denn diesmal - im Gegensatz zum ersten Besuch - spielte das Wetter mit und bescherte uns viel Sonnenschein. Wir hatten genügend Zeit und so genossen wir es (ich glaube Regine mehr als ich) durch die Geschäfte zu schoppen. Irgendwann hörten wir eine Musik, die mich sofort ansprach: es war eine Künstlertruppe aus Südamerika - die mit Flöten und anderen Instrumenten - eine tolle Musik machten. Wir setzten uns eine Weile dazu und genossen diese indianische Folklore. Ich kaufte mir auch gleich die angebotenen CD's, denn es waren sehr schöne Titel dabei.

Dann schlenderten wir erneut durch die Einkaufspassage - wir wollten uns noch richtiges dunkel/körniges Schwarzbrot besorgen - und danach, am Ende dieser Straße, gönnte Gine sich ein riesiges weiß-grünes Soft-Joghurt-Eis. Sie fragte mich, ob ich denn auch eins wollte, jedoch sagte ich: eigentlich nicht. Irgendwann bat Sie mich einmal das restliche Eis zu halten - welches sie bis dahin genüßlich aufschleckerte. Sie wollte schnell noch mal in ein Geschäft gehen und was kaufen. Da in der unmittelbaren Nähe eine Sitz-Bank war, setzte ich mich auf diese und betrachtete ihr restliches Eis. Da es ja warm war, fing es an zu tropfen. Ja, und was macht man in einem solchen Fall: man bedient sich seiner Zunge und bereinigt dieses Tropfen. Ja und da überkam es mich: ich schleckte ihr Eis fast auf; es schmeckte mir derart gut - Waldmeister mit Vanille - dass ich nicht widerstehen konnte. Als Regine aus dem Laden kam, hatte ich schon gut zugelangt. Ich sagte zu ihr: wir müssen zurück, denn ich wollte nun doch auch dieses Eis haben. Da fing sie an zu schmunzeln, wo ich doch zuerst par tout keines wollte. Ja und so habe ich an diesem Tag eineinhalb Softeis genossen.

Ich genieße ein irre gut schmeckendes Joghurt-Softeis

Auf dem Rückweg zum Wohnmobil kauften wir uns natürlich noch einmal frische Krabben und fuhren dann weiter Richtung Friedrichskoog, denn hier wollten wir noch ein letztes Mal übernachten. Als wir ankamen, staunten wir nicht schlecht: die im Hafen liegenden Boote waren alle mit Fähnchen und Flaggen geschmückt. Wie wir feststellten, fand an diesem Wochenende die sogenannte Kutterregatta in Friedrichskoog statt. Wir suchten uns einen Stellplatz und parkten unser Fahrzeug so, dass es für die Übernachtung gleich richtig stand.

Kutterregatta in Friedrichskoog

Danach spazierten wir durch das Hafengebiet und schauten uns die geschmückten Boote etwas näher an. Sie waren alle gesäubert und geschmückt und boten wirklich einen sehr pittoresken Anblick.

Gegen Abend ließen wir uns dann die mitgebrachten Krabben schmecken und Regine zauberte aus unseren letzten Vorräten noch ein gut schmeckendes Rührei. Dazu gab es noch die letzte gut gekühlte Flasche Weißwein und wir fühlten uns wieder wie im siebenten Himmel.

Auch dieses Mal hatten wir hier eine ruhige Nacht und am nächsten Morgen weckte uns die Sonne und geschäftiges Treiben. Heute am Samstag war ja der Haupttag der Regatta und die letzten Arbeiten an den Booten wurden vorgenommen. Wir konnten beobachten, wie an einem Boot der zweite Seitenausleger mit einer Girlande - bestehend aus Tannenzweigen - umwickelt wurde. Dies war eine gewaltige Aktion; sah aber als es fertig war sehr gut aus.

Boots-Ausleger werden mit Tannenzweig-Girlande umwickelt

Ein anderes Boot gehörte wohl einem HSV-Fan. Es war nur mit HSV-Flaggen geschmückt. Allmählich kamen auch die ersten Besucher und das Hafengebiet füllte sich mit den Menschenmassen. Jedoch hörte man ab und zu, dass die Geschäfte der Schausteller nicht so liefen, wie diese sich das so vorgestellt hatten.

Boot vom HSV - oder nur von einem HSV-Fan?

Ja, mit einer staulosen Heimfahrt am frühen Nachmittag ging dann dieser Urlaub zu Ende.

Fazit: Wir haben uns gut erholt, sind nicht zu viel gefahren und hatten mit dem Wetter wirkliches Glück, denn es war am Meer nie zu heiß, sondern eher angenehm. Schade ist nur, dass in Dänemark das freie Stehen mit dem Fahrzeug nicht gestattet ist. Unser Mobbi hat sich gut bewährt, es ging nichts zu Bruch und das durchfahren des Sandstrands hat uns erste positive Erkenntnisse über die Geländegängigkeit des Fahrzeugs gegeben und riesigen Spaß gemacht.

Alles in allem 14 Tage erholsamer Sommerurlaub.