Reise durch Nordamerika März - November 2013

In diesem Reisebericht von unserem Trip durch Nordamerika im Jahr 2013 erfahrt ihr alles über unsere Reise von New York nach Miami. Die erste Nordamerikareise, meiner insgesamt drei Nordamerikatrips, startete für mich im November 2012.

Reisestart für's Mobby: 06.10.2012
Reisestart für Wolfgang und Regine: 03.03.2013
Reiseende: für Regine: 15.03.2013 für Wolfgang: 03.11.2013

Bericht Woche 44 - 28.10. bis 03.11.2013

In dieser Woche habe ich mich voll auf den Einbau des rechten Tanks konzentriert. Ich hatte zum neuen Tank auch drei neue Halter bekommen, die wir an den Rahmen anbringen mussten. Mit JJ's Maschinen haben wir in zwei dicke Platten (15mm stark) entsprechende Löcher gebohrt und die Träge dann grundiert und lackiert und dann an den Fahrzeugrahmen angebaut.

Die Tankträger für den großen Tank auf der rechten Seite sind angebracht und lackiert

Die Tankhalterungen habe ich dann mit dicken Schrauben in die eingebohrten Gewinde der Hilfsplatte montiert. Dies wird wohl halten.

Jeder Tankträger ist mit 4 Schrauben abgesichert - es sollte halten

Als die Lackierung dann richtig durchgetrocknet war, hob ich den Tank (ganz allein, er ist wirklich nicht zu schwer) auf die Träger und ich war mit dem Ergebnis zufrieden.

Der große Tank (über 300 L) passt unter das Fahrzeug Es fehlen nur noch die Haltebänder

Jetzt wurde der Tank noch zu Ende bearbeitet ( Tankuhr anpassen und einschweißen und JJ machte wieder alles sehr professionell und zu meiner Zufriedenheit).

 

Mitte der Woche brachte dann ein Freund von JJ seinen riesigen Anhänger vorbei, den wir mit alten Motorradteilen vollpackten. Wir wollten zu einem Motorrad-Flohmarkt fahren um diese Teile an den Mann zu bringen. Wir packten fast 100 Bananenkisten voll und verstauten sie. Der Wagen wurde randvoll.

Dieser Anhänger wird vollgepackt mit Teilen für das Connecticut Fall Motorcycle Swap Meet (eine Art Flohmarkt) Dieser Anhänger ist richtig voll (an die 100 Bananenkisten haben wir verstaut)

Am Samstag Abend fuhren wir dann so gegen 21:00 Uhr los und waren so gegen 02:00 Uhr angekommen. Es war schon recht frisch und wir hatten uns dicke Kleidung angezogen. Wir schliefen etwa 4 Stunden in JJ's Pick-Up.  Gegen 07:00 Uhr wurden wir dann als eine der ersten Beschicker auf den Platz gelassen. Wir packten alles ordentlich aus und JJ (er kannte alle seine Teile) ordnete und platzierte alles seine Teile nach seinen Vorstellungen. Dann frühstückten wir. Auch der zahnlose Malcom der mit dabei war, zeigte mir, wie er frühstückt. Er aß eine Bockwurst und zutschelte das Innere mit seinem Kiefer heraus. Als er dann ein Brot essen wollte, holte er sein  Gebiss aus einer Plastiktüte (war in seiner Hosentasche verstaut) und setzte es erst einmal ein. Nun sah er gleich doppelt gut aus und alle konnte nun auch ordentlich kauen.

Wir hatten noch gar nicht alles ausgepackt, als schon die ersten Schnäppchenjäger in JJ's Kisten herum wühlten und nach speziellen Teilen Ausschau hielten.

Es ist noch gar nicht alles ausgepackt, da sind schon die ersten Schnäppchenjäger zur Stelle

Mit gut 15 Metern gehörte der Stand von JJ zu den größten auf diesem Markt.

Unser Stand ist gut 15 Meter lang

 

Gegen 16:00 Uhr fingen wir an die verbliebenen Reste wieder in den Wagen zu verstauen. Ich glaube JJ war mit seiner Tageseinnahme ganz zufrieden.

Wir fuhren dann zurück und kamen gegen 21:00 Uhr an. Es war ein interessanter Tag gewesen aber ich war nun auch ordentlich müde und ging bald zu Bett.

 

Nächste Woche Dienstag unterbreche ich meinen Aufenthalt in den USA und fliege ich nach Deutschland zurück.

Ich hatte eine großartige Zeit diese 8 Monate und denke gerne an die Menschen zurück, die meinen Aufenthalt in dieser Zeit angenehm bereicherten (insbesondere die 3 Wochen mit meiner lieben Regine und meinen Kindern Nathalie und Steven).

 

Bis zur Weiterreise grüßt Euch ganz herzlichst

Euer Weltenbummler

Wolfgang

Bericht Woche 42 und 43 - 14.10. bis 27.10.2013

Am Montag - das Wetter war gemischt  - wurde ein Motorrad angeliefert, das nicht starten und anspringen wollte. Als der Mechaniker Winni den Luftfilter überprüfte, staunten wir alle: Hatte sich doch zwischen dem Luftfilter und der Plastikabdeckung ein Mäusepaar ein Nest eingerichtet. Das Nest sah richtig kuschelig aus und eine Vorratskammer mit entsprechendem Inhalt gab es auch. So etwas habe ich auch noch nicht gesehen.

Nach Abbau der Luftfilterverkleidung entdeckten wir ein Mäusenest

 

Wir waren noch am diskutieren, wie das Mäusepaar das Nest dort bauen konnte, als ein Mann bei  JJ vorsprach und nach einem Motorrad fragte. Als ich diesen Mann genauer betrachtete fiel mir auf, das er Sandalen und eine Fusfessel trug. Er lief so in kurzer Hose herum und machte sich nichts daraus, daß er dieses Teil trug. So etwas hatte ich auch noch nicht gesehen und staunte nicht schlecht.

"Kunde" mit Fusfessel

 

Liebe Freunde, seit einigen Tagen besitze ich nun ein neues Motorrad, dass auch äußerlich zum Mobbi past.. Es ist eine Yamaha-Maschine mit 196 ccm, 12 PS und riesigen Stollenreifen. Am Donnerstag konnten wir sie abholen. Wir fuhren mit JJ's Truck und Anhänger zum Yamahändler und holten das nagelneue Motorrad ab. Es ist leicht, wiegt nur ganze 120 Kg und läßt sich sehr gut fahren. Als wir bei JJ's Werkstatt ankamen kam seine Tochter sogleich angelaufen und wollte auf das Motorrad klettern. Ich half ihr hinauf und sie strahlte und war richtig glücklich als sie auf dem Bike saß. Hier kommen nun einige Bilder:

Mein neues Motorrad: Eine Yamaha TW200 Beide Stollenreifen sind gut geeignet für Off-Road-Strecken, aber auch für normale Straßen Samata strahlt und freut sich, daß ich sie aufs Bike gehoben habe

Was ich noch erleben werde: ich werde es euch berichten. Seid gespannt.

 

Bis bald

Euer Weltenbummler Wolfgang

Berichte Wochen 38 bis 41 - 16.09. bis 13.10.2013

Ich kam an einem Freitag gegen Mittag wieder in Freeport an. An der mir bekannten Nautical Mile parkte ich das Fahrzeug und setzte mich mit meinem Campingstuhl ans Wasser, denn es war noch richtig sonnig und warm. Ich beobachtete
die Menschen die hier spazieren gingen und holte mir nach einiger Zeit mein Buch und las es fast durch. Gegen 17:00 Uhr ging ich zurück zum Mobbi und machte mir mein Abendbrot und ließ dann den Tag ausklingen.

Am nächsten Tag fuhr ich zunächst zur Wäscherei. Da die Maschinen hier recht groß sind, konnte ich die überfälligen Schlafsäcke einmal waschen. Der Tümmler machte sie mir auch wieder trocken. Für nur 10 $  hatte ich dann die
gesamte Bettwäsche, meine Hosen und Hemden sowie alle Handtücher wieder sauber.

Danach fuhr ich zur Werkstatt von JJ und wurde freundlich von allen begrüßt.

JJ hatte den von mir gekauften zweiten Dieseltank gut nach Freeport gerbracht. Wir beratschlagten dann, wie wir ihn am besten anbringen können, und was wir dafür alles benötigen. Wir wollten mit der Arbeit so nach
und nach beginnen. Ich half JJ wieder ein bisschen bei seiner Arbeit und er kümmerte sich um den Anbau un d Umrüstung des Dieseltanks.
 
An einem Sonntag fuhren wir (JJ, Aron, Andrew und ich) nach Maple Grove in Pennsylvania zu einem Dragster Rennen. Wir fuhren bei Regen los, aber als wir ankamen hatten sich die Wolken verzogen, und die Sonne knallte vom Himmel.
Das Dragsterrennen oder Drag Race ist eine Motorsportveranstaltung.  Es handelt sich dabei um ein Beschleunigungsrennen, bei der eine gerade Strecke bei stehendem Start schnellstmöglich zurückzulegen ist.
Die traditionelle Renndistanz beträgt etwa 400 Meter (Viertelmeile).
Die Reaktionsschnelligkeit der Fahrer sowie ihre Fähigkeit, die enorme Leistung (bis zu 1000 PS) der Dragster auf den speziell präparierten Drag Strip zu bringen, entscheiden über Sieg oder Niederlage.

Wir kamen gegen 11:00 Uhr an. Der riesige Parkplatz war schon fast ganz voll und wir mussten eine kleine Strecke zum Eingang zurücklegen. Schon von weitem hörten wir die lauten Motorengeräusche. JJ lud mich ein und bezahlte den
Eintritt von 50 $. Vielen Dank noch einmal dafür.
 
Zunächst guckten wir uns aber erst einmal einige der Fahrzeuge an. Ich staunte nicht schlecht, als ich die langen Dragster aus nächster Nähe sah, hatte ich solche Fahrzeuge doch noch nie im Original gesehen.

Dragster mit langem Radstand Riesige profillose breite Antriebsräder übertragen die Kraft auf den Drag Strip (Beschleunigungsrennstrecke)



In einer Boxengasse bestaunten wir die Mechaniker und das Fahrzeug, dass gerade einen Testlauf absolvierte.

Testlauf eines Dragsters in der Mechaniker-Ecke


Bald danach gingen wir zur Haupttribüne und schauten uns einige der Rennen an. Mein Gott, sind die Fahrzeuge schnell - und laut. Der Geräuschpegel ist so hoch, dass einem die Ohren dröhnen und jucken. Viel der Zuschauer haben
Stöpsel in den Ohren. Auf den Burnout, bei dem der Fahrer die Räder durchdrehen lässt, um sie aufzuwärmen, folgt das Einnehmen der Startposition.
Dabei zeigen zwei durch Lichtschranken gesteuerte weiße Lampen die Position des Fahrzeuges an. Haben beide Rennwagen ihre korrekte Position erreicht, leuchten drei gelbe Lampen der Startampel auf, je nach Klasse nacheinander
oder gleichzeitig. Dann erfolgt nach einer zufälligen Zeitspanne oder durch den Rennleiter die Startfreigabe durch eine grüne Lampe.
Es kamen nicht nur Autos zum Einsatz, sondern auch Motorräder und ein Fahrzeug mit einem Raketenantrieb.

Wir besuchen ein Dragster Race (Beschleunigungsrennen) in Maple Grove - Pennsylvania Aufstellung zum Start über die Renndistanz von einer viertel Meile, etwa 402 Meter

Auch Motorräder (Drag Bikes) kommen zum Einsatz Dragster mit Raketenantrieb
 

Wir sahen uns einige der interessanten Rennen an und JJ erklärte mir den Ablauf der Rennen. Die Fahrer müssen im Rennen versuchen, möglichst nahe an eine vorgegebene Zeit heranzukommen. Eine Unterschreitung des Zeitindexes führt
zur Disqualifikation. Jeder Automotor ist als Antrieb erlaubt, zwecks Aufladung können Turbolader und Kompressoren eingesetzt werden. Die Motoren dürfen mit Benzin, Benzin-Alkohol-Gemisch, Methanol oder Lachgas betrieben werden.

Auf der Strecke wurden Geschwindigkeiten von 324 mp/h erreicht - was ungerechnet etwa 521 km/h beträgt oder 145 m pro Sekunde.

Damit eine Dragsterrennstrecke ausreichend Haftung für die Reifen bietet und Beschleunigungen von 0 auf 300 km/h in weniger als drei Sekunden möglich sind, werden die Strecken vor den Rennveranstaltungen mittels eines speziellen
Klebstoffes präpariert, von dem bis zu 800 Liter verteilt werden. Nach Abschluss der Rennen gingen wir noch auf die Rennstrecke und meine Schuhe klebten fast auf dem Asphalt fest und ließen mich nicht richtig weiterlaufen.

Zum Abschluss des Renntages betreten wir die klebriege Asphalt-Strecke

Wir erlebten einen herrlichen Tag und kamen spät am Abend wieder in Freeport an.

 

Liebe Grüße vom Weltenbummler

Wolfgang

Bericht Woche 37 - 09.09. bis 15.09.2013

Woche 37

Von diesen neuen Freunden ging es dann weiter Richtung Nordost, denn ich wollte mir noch die Städte Ottawa und Montreal ansehen. Da es noch früh am Morgen war, machte ich ordentlich Strecke. Kleine Straßen benutzend fuhr ich über St. Thomas, Hamilton vorbei an der Metropole Toronto. Hier herrschte ein Verkehr, wie ich ihn noch nie erlebt habe. Ich zählte mehr als 14 Spuren und alle waren voller Fahrzeuge. Und oft ging es nur im Schneckentempo voran. Gegen Abend war ich dann endlich hinter Toronto und fand einen geeigneten Übernachtungsplatz. Weiter ging es am nächsten Tag wieder über kleine Straßen und vorbei an Obstanbaugebieten. Immer wieder konnte man an kleinen Ständen an der Straße frisches Obst kaufen. Es ist wirklich schön, wenn man mit maximal 70 km/h über die Straße rollt und vieles sehen kann. Da kommt keine Hektik auf und man kommt trotzdem voran. Gegen Abend war ich dann in der Kleinstadt Perth, etwa 90 km vor Ottawa. Hier bekam ich übers Handy (in einem Supermarkt) heraus, wo sich die örtliche Bibliothek befindet. An der Library konnte ich nicht übernachten aber in der Nähe fand ich einen geeigneten Platz. Leider ging wieder einmal eine Eisenbahntrasse an meinem Übernachtungsplatz vorbei. Aber es hielt sich Gott sei Dank in Grenzen, wenn auch die Huperei der Bahn vor jeder Straßenüberquerung schon auf die Nerven drückt. Muss man durch... An einer Bank holte ich mir dann wieder einmal kanadische Dollar. Ist schon ein tolles Geld, diese bunten Plastikscheine. An einer Tankstelle tankte ich dann noch für umgerechnet Einen € pro Liter. Ist 20 Cent mehr als in den USA. Aber geht zu den deutschen Dieselpreisen auch noch.

Am nächsten Tag stand ich spät auf und nach dem Frühstückskaffee ergänzte ich meinen letzten Reise-Bericht und Fotos. Dann marschierte ich zur Bibliothek und aktualisierte meine Homepage. Ich brauchte dazu fast den ganzen Tag aber endlich war es vollbracht und ich geschafft. Ich suchte mir dann ein neues Plätzchen zum Übernachten, denn das mit der direkten Bahn und deren Gehupe wollte ich nicht noch einmal haben. Es gab ungefähr 500 Meter  weiter - an einem Flüsschen und hinter einem Häuschen - einen geeigneten Stellplatz. Hier parkte und übernachtete ich. Die Bahn - war jedoch auch hier präsent, wenn auch nicht aufdringlich. Und so hatte ich eine einigermaßen erholsame Nacht.

2 Tage dieser kleine Ort, das reichte. So fuhr ich dann nach dem Frühstück weiter gen Norden, Richtung Ottawa. Es waren vielleicht noch 70 km und so kam ich bald in der schönen Stadt Ottawa an. Viele Menschen liefen in dieser Stadt herum. Eine Menge Touristen sah ich mit ihrer Fotoausrüstung das Parlament ablichten. Das Parlament sah selbst aus dem Autofenster heraus schön aus und auch ich wollte es fotografieren. Leider konnte ich mit dem Mobbi hier in der Nähe des Parlaments nicht parken. Also beschloss ich, ein wenig die Hauptstraße zurückzufahren und bald schon nach etwa 5 km hatte ich einen Parkplatz gefunden.
Ich musste zwar einige meiner Can. $ opfern aber so konnte ich nun erst einmal parken. Die gesamte Strecke zum Parlamentsgebäude wollte ich nicht zu Fuß zurück gehen: So machte ich die Dax startklar und schon bald  brachte sie mich mit meiner Fotoausrüstung die 5 km zurück zum Parlamentsgebäude. Hier konnte ich das kleine Motorrad leicht und unaufdringlich abstellen. Dann ging auch ich auf Fotosafari. Zuerst, wenn man das Parlamentsgelände betritt, fällt einem die Centennial Flame auf. Sie wurde 1966 zum 100-jährigen Bestehen der Kanadischen Konföderation errichtet. Dann geht man den Weg weiter hoch und sieht vor das Hauptgebäude. Ein sehr schöner Anblick, insbesondere da ich gutes Wetter hatte.

Die Centennial Flame - sie wurde 1966 zum 100-jährigen Bestehen der Kanadischen Konföderation errichtet Parliament Hill - kanadisches Parlament mit 92 m hohem Peace Tower                                                               


Geht man dann weiter ums Hauptgebäude herum, sieht man einen Anbau am Parlamentsgebäude, fast wie eine eigenständige Kirche. Es ist die Bibliothek.


Die repräsentative Bibliothek liegt auf der Rückseite und ist Teil Parlamentsgebäudes

Von hier hat man auch einen guten Blick auf die Royal Alexandra Interprovincial Bridge. Und läuft man dann noch einige Schritte weiter sieht man nicht allzu weit entfernt linker Hand die National Gallery of Canada und rechts die Basilika Notre-Dame.


Die Royal Alexandra Interprovincial Bridge - sie ist eine Stahl-Fachwerkbrücke die über den Ottawa River führt Blick auf die Basilique-Cathédrale Notre-Dame und der National Gallery of Canada

Diese Kultur-Stätten wollte ich mir noch aus nächster Nähe ansehen. Also nichts wie 'rauf auf die Dax und mit 55 Stundenkilometern im Verkehr mithaltend - die gerade Hauptstraße schnell bewältigt. Dann noch einmal links abgebogen und nach gut 1 km sah ich dann die beiden Gebäude aus nächster Nähe. Die Basilika sah ich mir auch von innen an und die Inneneinrichtung gefällt mir sehr gut.


Notre Dame von vorne mit Haupteingang Die Basilika von innen

Dann fuhr ich fast die gesamt Strecke zurück, jedoch nicht ganz. Ich machte noch einen Halt am pittoresken Rideau Canal. Hier sieht man die Schleusen. Der Kanal verbindet die Hauptstadt Ottawa mit der Stadt Kingston am Ontariosee. Vor dem Kanal drängten sich die eine Menge Leute um den sich bietenden Eindruck mit der Kamera festzuhalten. Auch ich machte meine Fotos und fuhr dann - meine Parkuhr ging wohl dem Ende zu - zurück zu meinem Fahrzeug. 

 
Der Rideau Canal verbindet die Hauptstadt Ottawa mit der Stadt Kingston am Ontariosee

Als ich dort ankam, hatte ich gerade noch 3 Minuten auf der Parkuhr stehen. Ist doch gutes Timing oder?

Nach diesem schönen Nachmittag (Dax war wieder gut verstaut) fuhr ich weiter Richtung Montreal. Ich machte in Alfred (Kleinstadt) einen Übernachtungsstopp und fuhr am nächsten Tag weiter.  In einem Vorort von Montreal (die sauber und gepflegte Villige heißt Dorval) machte ich Station. Leider durfte man am Parkplatz und am Hafen nicht übernachten. Ich machte mich jedoch erst einmal auf um die nähere Umgebung zu erkunden. Als ich am Wasser ankam merkte ich einen relativ heftigen Wind. Den machten sich Kiter zu Eigen und ich beobachtete diese interessante Sportart und Sportler eine geraume Zeit.


Kiteboarder machen sich bereit Der Wind steht gut und so bekommen die Kiter eine rasante Geschwindigkeit

Als eine gut3 Stunde herum war, ging ich in den kleinen Ort zurück. An  der Wand eines Marktes sah ich ein interessantes Gemälde: Hier hatten Künstler ein imposantes Gemälde erstellt. Das Gemälde zeigt einige Eindrücke von der Gegend um Montreal herum. Hier einige Fotos, bei denen die Farben nur so leuchten:

Eine wirklich schön bemalte Hausseite in Dorval (einem Vorort von Montreal) Intensive Farben prägen dies Gemälde Leben am Sankt-Lorenz-Strom

Die Zeit war ins Land gegangen und es war etwa 17:15 Uhr. Ich brauchte einen Park- bzw. Übernachtungsplatz. Ich ging zurück zu meinem Fahrzeug und begutachtete noch einmal alle Hinweistafeln und Schilder. Ja, hier auf diesem Parkplatz durfte sich keiner in der zeit zwischen 12 pm und 06 am aufhalten. Also setzte ich mich ins Fahrzeug und fuhr weiter. Nach etwa einer guten halben Stunde Fahrzeit sah ich ein interessantes Gebäude auf der linken Seite.
Und hinter dem Gebäude gab es einen riesengroßen Parkplatz vor mehreren Fußballfeldern. Ich hielt hier an und erkundete die näheren Einrichtungen.  Es gab hier eine sogenannte City-Hall - und Begegnungsstätte. Und nicht weit entfernt, etwa 300 m links davon befand sich eine Library. Ich begutachtete nun auch noch alle Schilder und stellte zu meiner Freude fest, dass die öffentlich genehmigte Aufenthaltsdauer 24 Stunden beträgt. Ich richtete mich sofort häuslich ein. Dann - wie es meine Art ist - machte ich einen Spaziergang um die nähere Umgebung kennenzulernen lernen. Hinter den Sportstätten befand sich eine Schule. Auf der anderen Seite - in der Nähe zum Wasser - gab es einen Yachtclub. Der hatte leider schon geschlossen (es war mittlerweile 18:00 Uhr). Die Bibliothek nahm ich mir noch kurz vor und bekam von der Dame an der Rezeption die Öffnungszeiten. Dann ging ich zurück zu meinem Fahrzeug.

Als ich dort ankam, inspizierte es ein junger Mann. Wir kamen ins Gespräch und er erklärte mir, dass heute auf beiden Sportstätten Fußballspiele angesetzt sind. Und er sagte mir, wenn ich duschen möchte, konnte ich gerne das Sportlerheim aufsuchen und mich sozusagen bedienen. Dann sagte er mir noch, dass sich das Wetter morgen ändern wird: es wird Regen geben, aber am Tag danach soll es wieder trocken sein.

Nach meinem Abendessen hatte die Fußballspiele schon begonnen. Ich ging dann halt zur 2. Halbzeit an den Spielfeldrand und beobachtete die Szenerie: Auf dem linken Feld spielten junge Mädels und auf den rechten Feld kamen die Knaben zu ihrem Einsatz. Es war trotzdem interessant und abwechslungsreich. Gegen Ende des Spielzeit setzte dann Nieselregen ein. Ich ging zurück zum Fahrzeug und machte es mir darin gemütlich: Im Innenraum hatte ich  trockene 22° C und draußen waren es nasse 8°. Es hatte sich doch merklich abgekühlt.

Am nächsten Morgen ging ich mit dem Laptop zur Library und machte wieder einmal alle meine Einträge, so dass ihr auch gut über mich informiert seit. Ich fragte dann noch einmal den Platzwart bezüglich der 24 Stunden-Regelung - er meinte jedoch ich könne gerne noch einen Tag auf diesem doch leeren Parkplatz stehen bleiben. Und das tat ich dann auch. Und ich sah mir am Abend dann wieder ein Fußballspiel an: diesmal von jungen Männern. Der Schiri war der Herr der gelben Karten. Er hatte wohl eine Karten-Manie. Es  gab über zwanzig gelbe und zum Schluss dann auch noch eine rote Karte.

Auch die zweite ruhige Nacht verbrachte ich hier ohne das irgendjemand etwas gesagt hätte.

Tags darauf ging es dann weiter. Ich hatte mir - schon die Sehenswürdigkeiten von Montreal herausgesucht. So konnte ich mit meinem Navigationsgerät die einzelnen für mich interessanten Sehenswürdigkeiten direkt anfahren. Es war sogar nicht mehr weit bis zum ersten Highlight: Das St.-Josephs-Oratorium, eine römisch-katholische Basilika.

Das St.-Josephs-Oratorium ist eine römisch-katholische Basilika

Vom Innenraum dieser Kathedrale war ich ein wenig enttäuscht, aber als Ersatz sozusagen: Die kleine Kapelle von Bruder André (Original erbaut 1904) fand ich richtig liebenswert.

Die kleine Kapelle von Bruder André (Original erbaut 1904)

Danach ging es weiter.  Es gab wieder Parkplatzprobleme, aber letztendlich erwischte ich einen Parkplatz in der Nähe von der City Hall. Ich hielt an  und versuchte mit meiner EC-Karte die Parkplatzgebühr zu entrichten. War nicht möglich. Nun, dann holen wir eben mal die Wallet heraus, äh -  ich meine das Portemonnaie - so viel französisch muss jeder drauf haben, sind wir doch in der französisch sprechenden Ecke Kanadas.Aber da war nur ein 5-$-Schein drin. Also dann zum Wechseln gehen. Keiner in der näheren Umgebung konnte mir Münzen für den Automaten geben. Es war zum Verzweifeln. Letztendlich an einem anderen Parkplatz mit Wächter erhielt ich 5 $ in Münzen.
Zwischenzeitlich war fast eine halbe Stunde vergangen. Am Fahrzeug eintreffend - war aber  kein Ticket an der Frontscheibe. Dann löste ich das Parkticket. Dabei habe ich mich wohl mit der Parkplatznummer vertan: Parkplatznummer war P544. Auf meinem Ticket stand jedoch P455. So'n Mist. Ich änderte alles schriftlich dokumentierend auf dem kleinen Schein ab und heftete ihn an die Frontscheibe. Dann ging ich die Sehenswürdigkeiten aufzusuchen. Auch hier in der Nähe der City Hall herrschte reger Tourismus-Betrieb. Danach besuchte ich noch den Bonsecours-Market, aber es war vielleicht schon zu spät, denn hier war nicht mehr viel los. Nachdem meine Aufnahmen fertig waren, ging es weiter.

Ein stattliches Bauwerk Der Marché Bonsecours ist eine ehemalige Markthalle in Montreal

Zu meiner Freude waren nur einige Kanadier direkt an meinem Fahrzeug - interessiert - und ich hatte keinerlei Strafmandat, obwohl jetzt nach einer relativ stark überzogenen Zeit - das Ticket schon längst abgelaufen war. Die machen doch hier auch Kontrolle oder? Na ja, ich war zufrieden und nahm mein nächstes Ziel ins Visier - in der Nähe des Hauptbahnhofes - und es war schon wieder eine Kirche: Die Marie-Reine-du-Monde Basilika. Sie ist eine verkleinerte Abbildung des Petersdom in Rom. Im Innenraum, den ich mir näher betrachtete, fiel mir der Bogen über den Altar besonders auf. Ein richtig gutes Meisterwerk.

Die Marie-Reine-du-Monde Basilika, ist eine verkleinerte Nachbildung des Petersdoms Unter der Kuppel spannt sich ein Baldachin über den Hochaltar, ein Werk von Gian Lorenzo Bernini Kunstvolle Arbeit


Wiederum ging es weiter - denn ich wollte noch die Basilika Notre Dame von Montreal ansehen. Schnell brachte mich das gut funktionierende Navi in die entsprechende Straße. Ich wollte trotz vorgeschnittener Zeit (es war 18:00 Uhr) noch die Basilika Notre Dame von Montreal sehen. Ich kam vor Sonnenuntergang an besagter Kirche an. Ich machte meine Außenaufnahmen - jedoch war die Kirche (die im Innern sehr schön sein soll) schon geschlossen. Schade auch, denn die Innenarchitektur dieser Kirche hätte ich mir gerne angesehen.

Die Basilika Notre Dame von der Seite


Mit Montreal war ich, nun schon wieder sehr Nahe am Grenzgebiet der USA. Da es nun schon recht spät war (17:30 Uhr) fuhr ich nur noch aus der Stadt heraus. Am Stadtrand gab es auch einen Wal Mart, wo ich eine ruhige Nacht verbrachte. Nach einem Morgenkaffee fuhr ich dann Richtung USA-Grenze. Dort angekommen schauten sich 3 Grenzbeamte gleichzeitig mein Mobbi von Innen an und waren sehr beeindruckt. Dann musste ich noch eine kleine Weile im Aufenthaltsraum warten - es war gerade Mittagszeit und danach bekam ich - nachdem meine Fingerabdrücke gemacht waren - meine Aufenthaltsgenehmigung für die nächsten 180 Tage. Dann durfte ich mit meinem Fahrzeug in die USA einreisen. Als nächsten Ort steuerte ich Malone an. In meinem Atlas war ab dort die Strecke von Malone nach Amsterdam als besonders schön markiert. So fuhr ich dann los. Leider änderte sich nicht nur die Landschaft, sondern auch das Wetter. Es fing erst an zu nieseln und dann begann es kräftiger zu regnen. Und es hörte den ganzen Tag nicht mehr auf. So fuhr ich nur bis Malone und übernachtete dort.

Am nächsten Tag - der Himmel hing noch immer voller Wolken, aber es regnete nur vereinzelt fuhr ich bis Tupper Lake. Es ging durch reizvolle Landschaft immer bergauf und bergab. Ich fuhr an wunderschönen Seen vorbei und sah vereinzelt mal einige Rehe (hier in USA deers genannt). In Tupper Lake hielt ich an und unternahm eine 2 Stunden lang dauernde Wanderung um einen See herum. Außer einigen anderen Wanderern und einigen Pilzen und Vögeln bekam ich keine weiteren Lebewesen zu sehen.

Im Andirondack Park: Hinweistafel für Wanderer Schöner, sehr sauber aussehender Pilz, ob er essbar ist - ich weis es nicht


Nach dieser unspektakulären Wanderung fuhr ich noch weiter durch diesen sonst reizvollen Andirondack Park. In diesem Park hätte ich mich gerne länger aufgehalten, jedoch machte mir das nasskalte Wetter einen Strich durch die Rechnung. Eigentlich wollte ich am nächsten Tag noch eine zweite Wanderung machen, aber bei Dauerregen macht so etwas auch nicht gerade Spaß. So fuhr ich denn weiter und übernachtete an einem See. Als am nächsten Morgen die Wolken aufrissen, dachte ich schon, dass sich nun das Wetter ändern wird. Aber zu früh gefreut: Die Wolken verschlossen schnell wieder die blaue Himmelslücke und das trostlose dunkelgrau der Wolken erhellte nicht meine Stimmung. So beschloss ich dann weiter zu fahren. So kam ich dann am Abend in Amsterdam an. Hier stellte ich mich auf den riesigen Platz vor einem Heimwerkermarkt mit Namen Lowe. Da ich hier eine gute Internetverbindung hatte, konnte ich wieder mal meine Post und Homepage sichten bzw. aktualisieren. Am nächsten Tag ich fuhr nur bis zum nächsten Wal Mart - denn ich musste noch meine Vorräte ergänzen - lernte ich Marlyn und Thomas Voght kennen. Thomas bat mich mit zu ihnen nach Haus zu kommen, denn er wollte mir sein altes Honda Bike - ein Militär-Motorrad - zeigen. Ich folgte den beiden bis nach Hause und wir machten dann einige Foto-Aufnahmen.

Marlyn und Thomas Voght - mit ihrem alten Militär-Bike Ich - auf dem alten Militär-Bike

Bei diesen netten Menschen konnte ich mein Trinkwassertank wieder auffüllen, der doch schon fast leer war (Tankanzeige stand schon auf Reserve). Dann verabschiedete ich mich von den beiden und fuhr weiter Richtung Albany. Dort angekommen stellte ich mich bei Home Depot auf den Parkplatz und ließ den Sonntag ausklingen.  

Liebe Grüße vom
Weltenbummler Wolfgang

Bericht Wochen 35 und 36 - 26.08. bis 08.09.2013

Fast jeden Tag  (einen heftigen Regentag auslassend) cruiste ich mit der kleinen Dax durch die Stadt, machte meine Einkäufe und fuhr an den Strand am Lake Michigan. Die Sonne brannte so manchen Tag vom Himmel herab und so war es eine Freude sich den Wind um die Nase wehen zu lassen. Immer mehr Biker (Männer und Frauen) füllten die Straßen von Milwaukee.

Am Dienstag Abend kam dann von Steve (Tanc-Corperation) ein Anruf, dass er mir gegen 19:00 Uhr den bestellten Tank liefern wird. Wir trafen einander am Harley Museum, dass kannte er auch gut und er übergab mir den neuen Tank. Er sieht genauso aus wie der andere auf der linken Seite, ist nur etwas länger. Etwa 340 Liter Dieselkraftstoff passen hinein. Steve, herzlichen Dank für deine Mühe und deinen Einsatz, mir den Tank zu beschaffen. Wir verstauten dann den Tank ins innere des Fahrzeugs. Er passte gerade so durch dir Tür und hätte nicht größer sein dürfen.


Die Harley Davidson Celebration in Milwaukee begann am Donnerstag um 18:00 Uhr. Auf den Wiesen vor dem Museum standen schon viele Bike's und ich gesellte mich mit der kleinen Dax dazu. Manch bewundernden Blick konnte ich wahrnehmen und gar mancher Daumen - nach oben gestreckt - wurde mir gezeigt. Direkt vor dem Museum und in den Verkaufszelten war schon reges Treiben, aber ich bewunderte erst einmal eine 10-sitzige Harley, wie es sie wohl kaum ein zweites Mal auf der Welt gibt. Die würde ich ja gerne mal fahren sehen...

Diese Harley ist ausgelegt für 10 Menschen


In einem der vielen Zelte standen besonders originelle und wertvolle Bikes. Hier hatten Künstler tolle Motorräder aufgebaut. Da gab es wieder mal viel anzusehen. Hier einige Beispiele der schönen Bikes:

Ein Bike für Off-Road-Strecken - würde zu mobbi extra III passen Wundervoll verarbeiteter Sattel beeindruckt mich - neben den Kupferaplikationen "Alte Feuerwehrausrüstung" wurde hier gekonnt verbaut An diesem Bike beeindruckt mich die Lackierung


Am Freitag kam dann auch JJ nach Milwaukee und so fuhren wir mit unseren beiden Maschinen durch die Stadt.

Am Samstag fuhr ich dann zu einem anderen Harley Standort. Auch hier herrschte reges Treiben. Ich kaufte mir eine neue Lederweste und ließ mir gleich einen silbernen Adler auf den Rücken nähen. Nun sehe ich  fast aus wie ein Harley-Fahrer, nur die Maschine stimmt nicht. Aber das macht gar nichts, denn die kleine Dax bringt mich ja auch fast überall hin. Am Abend gingen wir dann zusammen in die Discothek von Robert. Da ich mit dem Sicherheitspersonal von Robert schon bekannt war, kamen JJ und ich ohne Problem in die Tanzhalle. Hier war schon jede Menge los. JJ und ich gingen dann in die neben an liegende Werkstatt. Robert war hier gerade an einem neuen Rennwagen (hatte er sich mal schnell besorgt, weil er mit dem "alten" Fahrzeug nicht zufrieden war) zu Gange. Da JJ auch über diese Technik genug wusste, kamen er und Robert schnell ins fachliche Gespräch. Ich verstand immer nur Bahnhof, denn die ganzen technischen Details und deren englische Worte kannte ich nicht. Später gingen wir dann in die Disco zurück und bekamen von Robert einige Getränke ausgegeben. Robert verschwand bald wieder und so blieben JJ und ich dann allein zurück. Auf der Tanzfläche war viel los, jedoch waren diese amerikanischen Rapper-Gesänge nicht meine Welt. Außerdem war es heftig laut und einfach zu warm. Aber wir überstanden diesen Abend und gegen zwei Uhr lag auch ich im Bett. Da die Disco nun aus war wurde es auch in meiner Fahrzeugecke ruhig. So konnte ich die Fenster öffnen und frischen Wind ins Fahrzeug lassen.
 
Am Sonntag kam dann JJ zu meinem Fahrzeug und gemeinsam bugsierten wir den Tank aus meinen Fahrzeug. Wir banden ihn mit Strapsen auf seinem Anhänger fest. Er nimmt ihn mit nach Freeport, wo ich ihn dann ans Fahrzeug bauen werde. Darauf verabschiedete er sich und fuhr los. Auch ich machte das Fahrzeug dann bald startklar und gegen Mittag (ich wollte mich noch richtig von Robert verabschieden, aber er war nicht aufzufinden) fuhr ich dann in aller Ruhe zurück Richtung Chikago. Ich muss ja am 03. Sept. das Land verlassen und hatte gut 900 km vor mir bis zur Grenze bei Detroit. In 2 Abschnitten aufgeteilt hatte ich also ca. 450 km jeweils vor mir.
 
Ruckzug war ich aus Milwaukee heraus und auf der Autobahn. Auf dieser fuhren schon sehr viele Motorräder, die mich teilweise staunend überholten. Nach gut 200 km Autobahn brachte mich das TomTom gut um Chicago herum. Hier herrschte Sonntagsverkehr und die riesigen Autobahnen waren gefüllt mit Fahrzeugen. Immer wieder gab es staunende und freundlich-begeisterte Menschen, die mir zuwinkten und alles Gute signalisierten. Nachdem ich Chicago passierte ging es weiter Richtung Indiana Dunes. Da ich hier schon war, kannte ich mich aus. An der für mich preiswerten Tankstelle (die Gallone gab es hier für 3,79 $, d.h. umgerechnet kostet der Liter = 0,80 €) tankte ich noch einmal Rand-voll, denn in Kanada ist der Diesel teurer und kostet pro Liter 20 €-Cent mehr. Dann verbrachte ich die Pause - das Wetter war schön und die Sonne schien noch kräftig vom Himmel herab - am Strand des Lake Michigan. Gegen 17:00 Uhr fuhr ich dann weiter und hatte gegen 19:00 Uhr einen ruhigen Stellplatz am Rand der Stadt Kalamazoo gefunden. 

Nach einem Müsli-Frühstück (ich hatte kein Brot mehr) ging es dann weiter. Heute am 2. Sept. wollte ich bis Detroit zu Grenze kommen. Ich hielt noch schnell an einem Apfelbaum-/busch an und deckte mich mit einigen
seiner schmackhaften Früchte ein. Dieser anscheinend herrenlose Apfelbaum-/busch hing noch einigermaßen voll von Äpfeln doch viele von ihnen lagen schon angefault und verdorben auf der Erde.  

Gegen Nachmittag kam ich in Detroit an. Hier sah es nicht besonders einladen aus, nur vielen mir die vielen Einrichtungen von Ford auf. Dieses Unternehmen hat hier wohl mehrere Produktionsstätten. Dann führte mich das Navigationsgerät zu einer riesigen Brücke, denn um nach Kanada zu kommen muss hier die schmale Stelle des Erie Sees überquert werden. Die Dame am Schalterhäuschen betrachtete misstrauisch das Fahrzeug, aber als ich ihr erklärte, woher ich komme und das es sich bei dem Fahrzeug nicht um einen Transport-LKW handelt, brauchte ich nur die PKW-übliche Gebühr von 5 $ zu bezahlen. Nachdem ich die Brücke passiert hatte, kam ich auch schon an die kanadische Grenze. Die USA-Ausreise wurde wohl von den Kanadiern mit bearbeitet. Wiederum eine weibliche Person fragte mich nach meinen Absichten bezüglich Kanada, dann weiter, was ich bisher gemacht hatte und wohin ich nun wollte. Dann kamen die Fragen nach: Habe Sie Waffen und Alkohol dabei und ob ich auch genügend Geld bzw. Zahlungsmittel dabei habe. Als ich alles zu ihrer Zufriedenheit beantwortet hatte, entnahm sie den Abschnitt auf den das Ausreisedatum aus den USA stand und setzte einen kanadischen Einreisestempel in meinen Pass. Ich durfte nun nach Kanada einreisen.   


Inzwischen war es schon so etwa 17:00 Uhr und ich schaute mich nach einem Stellplatz um. Kurz hinter der Grenze gab es noch einen Baumarkt Home Depot. Da ich bei Home Depot schon gute Erfahrungen mit der Übernachtung gemacht hatte, fuhr ich auf diesen Platz. Hier standen nicht viele Fahrzeuge und ich stellte den Motor ab. Ich wollte gerade mein noch offenes Fenster schließen, als ein Volvo neben mir hielt. Ein junger Mann und eine junge Frau  stiegen aus und kamen auf mich zu. Guten Tag sagte der junge Mann auf deutsch - jedoch mit ein wenig osteuropäischem Akzent. Beide machten auf mich einen sehr sympathisch Eindruck. Der junge Mann war an meinem Fahrzeug interessiert und hatte wohl mein deutsches Nummernschild erkannt. Wir kamen ins Gespräch und bald stellten wir uns einander vor. Emmi und Dan waren aus Osteuropa vor etwa 7 Jahren ausgewandert und hatten hier in Kanada ihr neues Zuhause gefunden. Bald darauf luden sie mich dann auf ein Bier bei ihnen zu Hause ein. Ich sagte zu denn es waren nur 10 km zu fahren. Bei ihnen zu Hause angekommen fragten sie mich ob ich Zeit hätte, denn sie würden mich sehr gerne zum Essen einladen.


Ich bedankte mich herzlich dafür und nahm sie gerne an. Dann zeigten sie mir ihr Haus und alles was so dazu gehört. Sie hatten sich hier in Kanada gut eingelebt und hatte beide gute Arbeitsbedingungen. Wir unterhielten uns aus einem Gemisch aus deutsch und englisch, denn Dan sprach und verstand noch gut deutsch - er hatte das in der Schule gelernt, und Emmi verstand das Deutsche meistenteils, aber antwortete fast immer auf englisch. Ihr Englisch war sehr perfekt, war sie doch nun schon eine geraume Zeit in Kanada. Bald gingen wir in ihren Party-Keller, wo Dan mir seine ganze Schnaps-Sammlung zeigte. Er zeigte mir noch einige gute Pflaumenschnäpse aus Rumänien, die wir später dann probierten.  Jetzt bekam ich ein gutes Pilsner Urquell zu trinken und es hat vorzüglich geschmeckt.

Ich stehe auf dem Parkplatz von Emmi und Dan Wir drei verbringen einen fröhlichen Abend miteinander Hier bekam ich sogar ein richtig gutes Bier: Pilsner Urquell

Emmi ging dann in ihre Küche und bereitete ein Abendessen vor. Dan und ich kosteten dann einen seiner vorzüglichen Pflaumenschnäpse und dann gingen wir nach draußen wo Dan seien Grill vorbereitete. Nach einem reichhaltigen und leckeren Abendessen unterhielten wir uns noch lange bei einem guten Tropfen Wein. Es war ein wirklich Klasse Abend. Dann bereiteten sie mir noch ihr Gästezimmer vor, denn ich musste in ihrem Haus mit übernachten. In dem Gästebett schlief ich ausgezeichnet.   

Am nächsten Morgen hatten wir noch ein gemeinsames Frühstück mit frischen Spiegeleiern und allem, was sonst noch zu einem guten Frühstück dazu gehört. Dann musste Emmi zur Arbeit und wir verabschiedeten einander. Liebe Freunde: Auf diesem Wege möchte ich mich ganz ganz herzlichst für eure Gastfreundschaft und die Zeit die ihr mir gabt herzlichst bedanken. Es war ein unvergesslicher Abend. Kommt mich einfach mal in Deutschland besuchen, ihr seid immer herzlichst eingeladen.     

Von diesen neuen Freunden ging es dann weiter Richtung Nordost, denn ich wollte mir noch die Städte Ottawa und Montreal ansehen. Da es noch früh am Morgen war, machte ich ordentlich Strecke. Kleine Straßen benutzend fuhr ich über St. Thomas, Hamilton vorbei an der Metropole Toronto. Hier herrschte ein Verkehr, wie ich ihn noch nie erlebt habe. Ich zählte mehr als 14 Spuren und alle waren voller Fahrzeuge. Und oft ging es nur im Schneckentempo voran. Gegen Abend war ich dann endlich hinter Toronto und fand einen geeigneten Übernachtungsplatz. Weiter ging es am nächsten Tag wieder über kleine Straßen und vorbei an Obstanbaugebieten. Immer wieder konnte man an kleinen Ständen an der Straße frisches Obst kaufen. Es ist wirklich schön, wenn man mit maximal 70 km/h über die Straße rollt und vieles sehen kann. Da kommt keine Hektik auf und man kommt trotzdem voran. Gegen Abend war ich dann in der Kleinstadt Perth, etwa 90 km vor Ottawa. Hier bekam ich übers Handy (in einem Supermarkt) heraus, wo sich die örtliche Bibliothek befindet. An der Library konnte ich nicht übernachten aber in der Nähe fand ich einen geeigneten Platz. Leider ging wieder einmal eine Eisenbahntrasse an meinem Übernachtungsplatz vorbei. Aber es hielt sich Gott sei Dank in Grenzen, wenn auch die Huperei der Bahn vor jeder Straßenüberquerung schon auf die Nerven drückt. Muss man durch... 

An einer Bank holte ich mir dann wieder einmal kanadische Dollar. Ist schon ein tolles Geld, diese bunten Plastikscheine. An einer Tankstelle tankte ich dann noch für umgerechnet einen € pro Liter. Ist 20 Cent mehr als in den USA. Aber geht zu den deutschen Dieselpreisen auch noch.
Am nächsten Tag stand ich spät auf und nach dem Frühstückskaffee ergänzte ich meinen letzten Reise-Bericht und Fotos. Dann marschierte ich zur Bibliothek und aktualisierte meine Homepage.

Wie wird es weitergehen? Seid gespannt auf meine nächsten Abenteuer.   

 

Liebe Grüße vom

Weltenbummler Wolfgang

Bericht Wochen 33 und 34 - 12.08. bis 25.08.2013

In Fairmont besuchte ich mehrere Plätze, die mit James Dean in Verbindung zu bringen sind. Als ich in Fairmont eintraf - übrigens ein nicht allzu großer Ort - besuchte ich zuerst das James Dean Museum.
Im Museum gefiel mir eines der ausgestellten Motorräder (die er besessen und gefahren hat - eine alte englische Triumph) besonders gut. Würde ich auch gerne einmal fahren...

Danach machte ich noch einen Abstecher ins zweite Museum (hier wurde ich auch sehr herzlich begrüßt) und danach fuhr ich noch zu seiner letzten Ruhestätte. Hier verweilte ich einen Moment und gedachte dieses jungen Mannes, dem es bestimmt war, nur kurze Zeit auf der Erde zu verweilen. Wir sind doch alle nur Gast auf Erden (aber muss es denn so kurz sein?)...

Museum in Fairmont mit Auststellungen u.a. zu James Dean Die britische Triumph T-110

Nach dem Besuch von Fairmont ging es weiter Richtung Lake Michigan. Immer nordwestlich. Nach ca. 130 Meilen war ich dann endlich am Lake Michigan, einem riesigen Wasserspeicher mit glasklarem Wasser. Und auch vil Natur, denn bekannt sind die Indiana Dunes. Hier verbrachte ich gleich ein ganzes Wochenende. Jedoch ist der Ort links und auch rechts von den Dünen eingegrenzt von Industrie-Stätten. Doch das Wasser des See's war sauber und klar.Somit stand dem Badevergnügen nichts im Weg. Über herrlich feinen weißen Sand ging ich zum Wasser und bewunderte den Horizont des See's. Linkerhand sah ich die Silhouette von Chicago in der Luft schimmern. Wieder einmal riesige Wolkenkratzer...

Vor dem See war ein kleines Refugium, das wirklich zum Verweilen einlud. Ich machte einige Aufnahmen und ging dann zum See zurück. Der Sonnenuntergang stand kurz bevor. Sonnenuntergang am Lake Michigan hatte ich noch nicht 
erlebt. Hier die Fotos:

Am Lake Michigan erlebe ich einen herrlichen Sonnenuntergang Im vorgelagerten Biotop "geht auch die Sonne unter"

Am Sonntag-Morgen ging es weiter. Ich hatte drei tolle Tage in dieser Ecke mit Übernachtungen an einer Schule. Und ruhig war es allemal.

Am Sonntag früh - nach einem guten Morgenkaffee (Tchibo-Kaffee schmeckt mir immer wieder gut) ging es weiter Richtung Chikago. Unterwegs wurde ich aufmerksam auf einen voll geparkten Platz, auf dem ältere - aber hochinteressante Fahrzeuge standen. Ich hielt natürlich sofort an. Und das war gut, denn ich sah einige bemerkenswerte Fahrzeuge: unter anderem einen riesigen Monster-Truck (in Natura doch etwas anderes als im Fernsehen) und eine ganze Menge alter, aufgemotzter aber gut gepflegter Fahrzeuge.

Auf dem Weg nach Chicago komme ich an einer Auto-Show vorbei und sehe einen Monstertruck Hier können die Kinder alles hautnah erleben

Darauf ging es weiter - am Rand der Metropole Chicago - in Richtung Darien, einem Ort etwas nordwestlich von Milwaukee gelegen, zur "Tankcraft Corporation Manufactures Fuel Tanks", denn hier wollte ich meinen zweiten, etwa 300 Liter fassenden Tank, der nun auch durch gerostet war, erneuern. Am Sonntag Abend kam ich bei besagter Company an und übernachtete erst einmal in ruhiger Lage auf einem erhöhten Hügel. Es war doch tagsüber recht warm geworden, bestimmt 32° Celsius und so war ich froh, daß am Abend ein etwas frischer Wind durchs Mobbi zog.
Von einer Eingangsdame wurde ich begrüßt. Nach dem ich ihr mein Anliegen geschildert hatte holte sie den Chef der Company. Ein sehr aufgeschlossener Herr hörte sich meinen Wunsch nach einem neuen Tank an und bedauerte dann - im ersten Moment seiner Überlegung - mir nicht helfen zu können.Sie sind ein Großhandelsunternehmen und verkaufen nicht direkt an den Endkunden. Ich schilderte ihm meine Situation - und irgendwie sah er dann doch eine Möglichkeit (alle amerikanischen Gesetze respektierend) mir helfen zu können. Zwischenzeitlich hatte er Steve gerufen. Steve - sein Sohn - war als Austauschschüler in Deutschland und sprach daher sehr gut deutsch. Er übersetzte mir dann alles noch einmal, was ich vom Vater schon gehört und auch meistenteils richtig verstanden hatte. Zwischenzeitlich trat auch noch ein Cousin dazu und zu dritt kamen sie dann zu dem Ergebnis, mir einen Tank herzustellen. Ich war äußerst glücklich und Steve sagte mir zum Abschluss dann noch, dass er mir den Tank nach Milwaukee bringen wird. Ich bedankte mich sehr herzlichst und schüttelte allen kräftig die Hand. Mal sehen, ob und wann ich den Tank bekommen werde und was er mich kosten wird.

Bei der Tancraft Corperation (Mobbi braucht auch auf der rechten Seite einen neuen Tank)

Ich fuhr dann zufrieden weiter Richtung Milwaukee. Es lagen noch etwa 90 Kilometer vor mir. Das Navi wollte mich auf die Autobahn führen, aber ich blieb auf der "kleinen" Landstraße, denn ich hatte ja genügend Zeit. Bummelnd kam ich in Milwaukee an. Zunächst fuhr ich zum Hafen, denn die Landkarte zeigte mir, daß über den Michigan-See eine Fähre fährt, die Milwaukee mit Muskegon verbindet. Leider stellte sich heraus, daß sie nur Pkw's mitnimmt. So muss ich denn, wenn ich nach Detroit will (wieder eine große Stadt, und in Nähe der Grenze zu Kanada - mein USA-Visum läuft am 03. September ab) um den Michigan-Lake südlich herumfahren.

Weiter ging es dann Richtung Innenstadt (ich wollte zur örtlichen Library) und gab den Straßennamen gerade ins Navigationsgerät ein, als neben meinem Fahrzeug ein Pkw anhielt. Zwei junge Männer saßen darin und fragten mich, was mein Fahrzeug darstellt.

Als ich ihnen alles erklärt hatte, fragten sie noch, was ich als nächstes machen wollte. Ich sagte, ich will gleich zur Library fahren, ich will mal eine Internet-Verbindung haben. Darauf sagte mir der Fahrer, ich kann in seinem Office - es sei nicht weit weg - das Internet benutzen. Also folgte ich den Männern und nach etwa 5 Minuten kamen wir in die Barcley Street, wo er einen Night-Club hat. Robert so der Besitzer schloss dann sein Büro auf und ich folgte ihm in sein Büro. Kurz darauf gab er mir seinen Netzwerkschlüssel, so daß ich ins Internet konnte. Ich fragte dann noch, wie sein Freund heißt und Jacob stellte sich dann auch noch einmal vor. Jacob gab mir seine Visitenkarte auf der zu lesen war: Jacob Dolhun, President von Wisconsin Steel Industrie. Auch nicht schlecht, dachte ich im Stillen. Robert sagte dann ich könne mein Fahrzeug neben dem Nachbarhaus parken und dort stehen, denn der Platz gehört ihm. Nach einem gemeinsamen Drink (ich trank ein Bier) verabschiedete ich mich und stellte mein Fahrzeug auf dem Parkplatz ab. 

Danach machte ich das kleine Motorrad startklar (es sprang sofort an) und ich erkundete die nähere Umgebung.

Am nächsten Tag fuhr ich zum Harley Davidson Museum. Beim Museum fiel mir die Bronze-Statue eines Motorradfahrers auf. The Hill Climber so der Name dieser Figur ist ein Geschenk von der Familie von Willie G. Davidson, einem Enkel des Firmengründer, William A. Davidson.

Bronze Statue am Haley Museum: The Hill Climber

Den Besuch des Museum (18 $) schenkte ich mir, denn ich hatte im Internet schon Bilder der ausgestellten Motorräder gesehen. Am nächsten Tag fuhr ich erneut zum Museum , denn hier konnte man wunderbar die ankommenden Harley-Fahrer beobachten. Irgendwie kam ich mit einem netten Biker ins Gespräch und als er mich fragte ob ich das Museum schon besucht habe musste ich verneinen. Darauf hin sagte er mir, dass er mich ins Museum bringen kann (kostenlos), denn er sei ein Mitglied dieses Museums. So kam ich also doch noch in den Genuss, mir die Ausstellungsstücke und deren Historie, ansehen zu können.

Am Freitag kam Robert zu mir und fragte mich, ob ich zu einem Autorennen - bei dem er mitfährt - mitkommen will. Da ich ein Sandbahnrennen noch nicht gesehen hatte, sagte ich sofort zu und etwa um 15:30 fuhren wir mit einem großen Lkw (auf diesem stand ein Rennwagen) etwa 1 1/2 Stunden nördlich zu einer Sandbahn-Arena. Den Eintritt von 30 $ übernahm Robert. Nochmals vielen Dank dafür.

Racing-Car auf dem alten Truck - ich begleite Robert zu einem Racing Event

Als das Rennen dann begann, lief ich zu den anderen Zuschauern und stellte mich dazu. Die Fahrzeuge machten einen Höllenlärm und immer, wenn sie um die Kurve fuhren, wurden wir vom Sand und einigen Lehmbrocken getroffen. Entsprechend schmutzig sahen wir nach dem Rennen aus. Leider hat Robert an diesem Tag mit seinem Fahrzeug nicht so viel Glück gehabt und belegte nur einen der hinteren Plätze.

Robert checkt nochmal alle Einzelheiten Aufstellung aller Fahrzeuge Mit Höllemlärm und High-Speed driften alle Fahrzeuge durch die Kurve

Nach dem Rennen gab es noch zu Essen und zu trinken - alles kostenlos. Es war für mich ein sehr schöner und interessanter Abend.

Nun freue ich mich auf das nächste Wochenende, denn dann beginnt das Harley-Weekend in Milwaukee. Mal sehen, was ich dann noch erleben werde.

Bericht Wochen 31 und 32 - 01.08. bis 11.08.2013

Erneut am Baumarkt kümmerte ich mich um den Keilriemen. Er hing ganz schön durch. Deshalb auch immer das Quietschen. Es gelang mir allerdings, den Keilriemen ordentlich zu spannen und so konnte ich bald darauf weiterfahren.

Für einen Ausschnitt der geplanten Reiseroute auf dem Weg nach Fairmont - über die Staaten Gorgia, North Carolina, Tennessee, Kentucky, Ohio, Indiana siehe Reiseroute.


Nach einer ruhigen Fahrt war ich am frühen Nachmittag in Atlanta. Wieder mal ein Koloss von einer Stadt. Der Verkehr macht das Fahren nicht leicht. Doch mein World-TomTom-Navigationsgerät half mir durch die Stadt zu kommen. Ich fuhr an der Philips-Arena und dem Coca-Cola-Gebäude vorbei. Es gab jedoch so viel Verkehr und keine Parkplatzmöglichkeit, das ich beschloss, Atlanta schnell den Rücken zu kehren und weiter zu fahren.


Es soll 15 Meilen weiter östlich einen Park geben, wo es einen Monolithen gibt, ähnlich wie der Uluru (Ayers Rock) in Australien. Das Navigationsgerät führte mich zu diesem State Park und ich fuhr (nach bezahlen meiner 10 $ Eintrittsgebühr) hinein. Der State Park hat auch einen Campground. Dort erkundigte ich mich nach Übernachtungsmöglichkeit aber es gab nur noch 2 kleine Plätze. Die Gebühr für das Übernachten ohne Strom und Wasser sollte dafür 37 $ betragen.
Sind die denn ganz verrückt hier dachte ich? Eigentlich hatte ich vor hier das Wochenende zu verbringen. Aber nur für das Stehen auf den Campground so viele Dollar zu bezahlen sah ich nicht ein. Ich zog also von dannen und fuhr auf den nächsten Parkplatz in der Nähe des Felsens. Ich wollte mich umsehen und alles erkunden. Der Park hatte ja bis Mitternacht auf. Und ich wusste auch schon, wo ich übernachten werde. So stellte ich mein Fahrzeug ab und lief zu Fuß los. Kurze Zeit war ich dann auch bei diesem Monolithen. Der Gipfel des Felsens liegt 513 m über dem Meeresspiegel und rund 250 Meter über dem umgebenden Plateau. An der Basis hat er einen Umfang von mehr als acht Kilometern. 


Der Felsen besteht in der Hauptsache aus Granit. Dann sah ich auch sein Markenzeichen, ein in den Felsen gehauenes Relief. Das Relief an der Nordseite des Felsens zeigt die drei Persönlichkeiten der Konföderierten Staaten von Amerika: Präsident Jefferson Davis und die Generäle Thomas "Stonewall" Jackson und Robert E. Lee. Es befindet sich etwa 130 Meter über dem Fuß des Felsens und hat insgesamt etwa die Größe eines Fußballfelds.
Es ist etwa sieben Meter tief in das Gestein abgesetzt. Die Figurengruppe misst etwa 30 mal 60 Meter und ist an der tiefsten Stelle etwa vier Meter tief eingeschnitten.


Im Stone Mountain Park Zu sehen sind Präsident Jefferson Davis, General T. Jackson (Stonewall) und General Robert E. Lee

Mit dem Sky-Lift fuhr ich auf den Berg. Innerhalb kurzer 3 Minuten war ich auf den Felsen. Dort oben wehte eine angenehme erfrischende Brise. Ich schaute mich um, viel gab es nicht zu entdecken und in der Ferne konnte ich schemenhaft die Skyline von Atlanta erkennen.

Nach dem einige Fotos gemacht waren machte ich mich auf den Abstieg, denn ich sah, wo einige Wanderer den Weg nach unten fanden. Dann sah man auch schon die gelbe Orientierungslinie auf den Felsen. Nach gut einer Stunde kam ich - froh, den Abstieg gemacht zu haben - unten an. Doch wo war ich? Es gab einen Parkplatz in der Nähe und eine Art Museum. Ich ging dort hinein und fragte nach dem Weg zu "meinem" Parkplatz. Letztendlich stellte sich heraus, das ich noch gut eine Meile in die östlich Richtung laufen muss. Als ich dann endlich bei meinem Fahrzeug war, taten mir die Knochen doch ein bisschen weh. Und ich hatte einen riesigen Durst. Den löschte ich erst einmal und dann machte ich mich daran den Park noch ein wenig weiter zu erkunden. Ich hatte gehört, dass es hier am Abend eine Laser-Show geben soll. Die wollte ich mir ja noch ansehen. So machte ich mich - nach einer Rast im Mobbi - bald wieder auf den Weg.
Bald kam ich zu einer großen Wiese, die sich vor dem Felsen befand. Es waren hier schon eine ganze Menge Menschen, die sich ein Plätzchen gesichert hatten und ihre Decken und Stühle ausbreiteten bzw. aufstellten. Nachdem ich mich umgesehen hatte, beschloss ich, mir auch meinen Stuhl zu holen und mir ein Plätzchen zu sichern. Es war jetzt erst 19:30 Uhr und die Show sollte um 21:30 Uhr beginnen. Also lief ich zum Fahrzeug zurück, waren zum Glück nur einige Hundert Meter und schnappte mir meine Kamera, mein Stativ und einen Campingstuhl und zog erneut los. Auf der Wiese angekommen suchte ich mir ein Plätzchen (noch hatte man die freie Wahl) und machte es mir bequem. Dann konnte ich die Szenerie des sich langsam füllenden Platzes beobachten. Nach gut einer halben Stunde kamen dann Massen von Menschen und füllten die Wiese auf. Die Leute brachten teilweise ihr Abendbrot mit und ein richtiges Picknick war zu beobachten. Bald war der ganze Platz gefüllt aber es kamen auch noch die Nachzügler. Zum Schluss war auf der Wiese jedes Fleckchen ausgefüllt. Dann startete auch die Laser-Show und sie hat mir gefallen. Sie dauerte eine gute halbe Stunde und zum Abschluss (mit dem kleinen Feuerwerk) wurde noch die Nationalhymne gesungen.


Die Wiese vor dem Felsen füllt sich - alle warten auf die Lasershow Die Lasershow begann erst um 21:30 Uhr

Es ging danach gesittet und ohne Hektik zum Fahrzeug zurück. Ich fuhr dann aus dem Park heraus und fand an einem stillgelegten Supermarkt ein ruhiges Plätzchen für die Nacht. Kostenlos.

Mein nächstes Ziel war Cherokee. Cherokee liegt in der Nähe vom Great Smoky Mountains National Park. Es ging zu erst auf flachen Straßen Richtung Clayton und Franklin und allmählich veränderte sich die Landschaft. Ich fuhr durch Wälder und es ging stetig bergauf. In Cherokee angekommen stellte ich das Fahrzeug ab. Der Hauptort besteht eigentlich nur aus der Main Street, entlang der sich kitschige Souvenirshops aneinander reihen. Ich ging in einige dieser
Geschäfte aber ich fand kein geeignetes Souvenir.

Dann fuhr ich weiter durch den Nationalpark. Richtung Gatlingburg. Nun ging es erst richtig in die Berge (Apalachen). Das  Mobbi hatte ganz schön zu tun. Etwa nach der Hälfte der Strecke machte ich an einem Parkplatz eine Verschnaufpause. Hier war auch die State-Line von Tennessee und North Carolina. Und hier traf ich auf den Apalachian Trail (eine Wanderstrecke die sich durch mehrere Staaten hindurch zieht).

Parkplatz am Apalachen-Trail Am Parkplatz ist die Statengrenze zwischen Tennessee und North Carolina Standort am Apalachen-Trail

Bald darauf fuhr ich weiter und kam nach Gatlingburg. Mein Gott, was war denn hier los? Ich fuhr durch einen touristisch überfrachteten Ort und machte, dass ich schnell weiterkam. Nächstes Ort war dann Pigeon Forge. Auch hier Tourismus ohne Ende. Ich fuhr auch hier schnell weiter und fand dann auch bald wieder eine geeignete freie Stelle, wo ich übernachten konnte.

Am nächsten Tag ging es dann weiter Richtung Westen. Leider hatte sich das Wetter geändert. Dauerregen setzte ein. Ich fuhr über Knoxville nach Nashville. Eigentlich wollte ich in Nashville Station machen, aber des Wetter spielte nicht mit. Dauerregen nennt man so etwas wohl. Und es schüttete richtig kräftig. So beschloss ich nicht in Nashville auszusteigen (ohnehin wieder eine riesige Stadt) sondern fuhr weiter Richtung Westen zum Lake Barkley und Kentucky Lake. Das Land zwischen diesen Seen hat den sprechenden Namen: Land between the Lakes. Ein Höhepunkt hier ist die Hirsch- und Bison-Prärie. Wenn nur des Wetter besser wäre. Es regnete immer noch als ich in dieses Gebiet fuhr - jedoch nicht mehr ganz so stark. Gleich zu Anfang des Parks sah ich mehrere Rehe und Hirsche und nach einiger Zeit kam ich an eine Wiese, auf der friedlich Bisons grasten. Nur, sie waren so weit weg. Und das Gelände war eingezäunt und überall gab es Hinweisschilder, dass man sich hinter dem Zaun aufhalten muss. Ich parkte mein Fahrzeug so dicht wie möglich am Zaun. Endlich hörte der Regen mal auf. Ich schnappte mir meine Kamera und mein Stativ und stieg auf das Kabinendach. Von dort konnte ich mit dem Teleobjektiv die Bisons etwas heranzoomen. Schon schön anzusehen, diese massigen Tiere in freier Natur.

Ich beobachte eine Bison Herde Diese großen Tiere sind schon beeindruckend
 
Nachdem ich Aufnahmen gemacht hatte, setzte auch schon wieder der Dauerregen ein. Richtig kräftig ging es wieder zur Sache. Schnell verzog ich mich ins Fahrzeug und trocknete mich und die Kamera ab. Eine ganze Weile beobachtete ich die Tiere noch aus dem Fenster aber sie kamen nicht näher. Genervt von diesem regnerischen Wetter entschloss ich mich zur Weiterfahrt. Ich wollte mal wieder Sonnenschein. Mein nächstes Ziel war Bowling Green. Und allmählich hörte auch der Dauerregen auf.

In Bowling Green am Auto-Museum hatte ich dann auch mal wieder einen kleinen Sonnenstrahl. Die Corvette war und ist der Traum vieler Männer. Hier dreht sich alles um diesen uramerikanischen Sportwagen.
Vor dem Museum war eigentlich schöner ruhiger Stellplatz. Nur leider überall das Hinweisschild: No Overnight, no Camping. Hier konnte ich also nicht übernachten, obwohl der Platz groß und ruhig war. Ich schaute mich im Museum um und sah einige recht schöne Fahrzeuge.


Besuch des Corvette-Museum in Bowling Green Diese flachen Flitzer sehen schon gut aus Die amerikanische Flagge sieht gut aus auf dem weißen Fahrzeug

Von Bowling Green ging es 250 km zurück Richtung Osten (über Somerset). Ich schaute mir die Cumberland Falls an. Sie sind die Niagarafälle des Südens. 18 m stürzt der 28 m breite Vorhang aus Wasser donnernd herab. Ich wanderte hier ein bisschen herum und genoss den Sonnenschein, denn das Wetter hatte sich geändert und der blaue Himmel war eine Wohltat.

18 Meter stürzt er in die Tiefe Gewaltige Felsbrocken engen den Fluß an dieser Stelle wieder ein

Am nächsten Tag fuhr ich nördlich in den Daniel Boone National Forest. Hier spannt sich einsam eine 23 m lange natürliche Brücke aus Sandstein 20 m hoch über den lichten Wald. Ich stellte das Fahrzeug ab und machte mich fertig zu einer mehrstündigen Wanderung. Festes Schuhwerk wurde empfohlen und so zog ich auch die entsprechenden Wanderschuhe an. Da es sehr sehr warm war tauschte ich noch die T-Shirts. Das leichte olivfarbene Fjäll-Räven T-Shirt war für die Wanderung geeignet. Und dann machte ich mich auf den Weg. Es ging zunächst am Wasser entlang in dem ich ab und zu eine Schildkröte (nach Luft schnappend) auftauchen sah. Über den Fluss spannte sich eine wackelige Hängebrücke. Da musste ich rüber. Das war alles noch einfach. Und dann zog sich der Weg richtig steil nach oben. Jedoch gab es hier Erleichterungen: Holz- und Stein-Treppen machten das Aufsteigen leichter.
Jedoch zog sich der noch eine drei-viertel-Meile lange Weg stetig nach oben. Ich kam aus der Puste und fing an zu schwitzen. Trotz dessen, dass ich mich vorher mit Mückenschutzmittel eingesprüht hatte, schwirrten die Viecher um meinen Kopf herum. Endlich nach gut einer Stunde war ich oben und konnte die Brücke sehen. Schon imposant.

Die Natur Brücke im Natinal Forest Daniel Boone Die Natur Brücke ist 23 Meter lang


Um ganz auf die Brücke zu gelangen musste ich noch durch einen wirklich schmalen Gang. Dieser zog sich direkt an der Brücke entlang. Es passte von der Breite her eine normale Person gerade so durch. Dann ging es noch einige weitere Steintreppen hinauf und ich war auf der Brücke angekommen. Von hier oben hatte man eine gute Aussicht auf weitere Steinbögen und konnte die bizarren Felsformationen gut sehen.

Der Gang hat die Breite von nur einer Person Auf der Brücke gibt es kein Geländer oder ähnliches Von der Brücke hat man einen schönen Blick auf die gegenüber liegenden Felsen

Ich wanderte dort oben noch weiter und sah auch eine Schlange, die sich an einem Felsvorsprung sonnte. Wie ich von einem Wanderer erfuhr handelt es sich um eine leicht giftige Cupperhead-Snake (nordamerikanische Kupferkopf). So hielt ich denn einen ausreichenden Sicherheitsabstand ein, man kann ja nicht wissen...

In diesem Gebiet leben 18 verschiedene Schlangen. Eine von ihnen ist die Cupper-Head-Snake

Allmählich merkte ich doch meine Knochen und so machte ich mich auf den Rückweg. Bergab ging es zwar etwas leichter, aber trotzdem noch anstrengend genug. Man musste sich ab und zu am Treppengeländer festhalten, da einige Natursteine einen ziemlich hohen Abstand zu einander hatten, Und einige Steine waren durchaus glitschig. Bloß nicht ausrutschen. Also vorsichtig den Abstieg durchgeführt. Glücklich und zufrieden, aber auch ein wenig k.o. kam ich am Fahrzeug an. Ich zog mein nasses T-Shirt aus und duschte mich erst einmal ab. Dann gab es was ordentliches zu trinken. Ich machte mir einen Magnesium-Trank mit 2 Tabletten (sonst nehme ich immer nur eine), um irgendwelchen Krämpfen vor zu beugen.

Die 3 stündige Wanderung ließ mich ganz schön schwitzen. Das T-Shirt ist klitsche-nass

Nach einer guten Stunde Pause machte ich mich dann auf den Weiterweg Richtung Maysville und suchte mir dort einen Stellplatz für die Nacht. Nach dem Abendessen ging ich rasch zu Bett und schlief schnell ein und die Nacht durch. Und alles ohne Krämpfe. Wie schön.

Ich orientierte mich jetzt wieder nördlich und fuhr durch landschaftlich schöne Gebiete auf kleinen schmalen Nebenstrecken. So tuckerte ich denn nördlich über Chilicothe und Columbus. Ab und zu kamen mir Kutschen entgegen, in denen Amish bzw. Mennoniten sich befanden. Sie haben sich ganz einem ursprünglichen weitgehend auf neuzeitliche Technologie verzichtenden Leben verpflichtet. Es gibt direkt ein Amish Country in Fort Wayne im Norden, aber da fahre ich im Moment nicht hin (zu weiter Umweg). Von Columbus fahre ich dann ein Stück westlich Richtung Richmond und dann nach Fairmont, aber da komme ich erst am nächsten Montag an. In der kleinen Fairmont-Gemeinde lebt weiterhin die Legende James Dean. Mal sehen, was ich da interessantes zu sehen bekomme.

Liebe Grüße vom

Weltenbummler Wolfgang

Bericht Wochen 27 bis 31 - 01.07. bis 31.07.2013

Wochen 27 bis 31

Am 01. Juli fuhr ich zum Flughafen Miami, um einen Teil meiner Familie abzuholen. Regine, Nathalie und ihr Mann Steven hatten sich von Deutschland auf den Weg nach Florida gemacht, um mit mir einige Zeit zusammen zu reisen. Wir wollten zusammen bis nach Key West fahren und uns dann noch einige schöne Ecken in Florida an zu sehen.

Ausschnitt der geplanten Reiseroute auf dem Weg nach Key West (StepMap)

Karte 

Beim Baumarkt Home-Depot in Homestead hatte ich mein Fahrzeug abgestellt und ließ mich dann in einem Taxi für 40 $ zum Flughafen kutschieren. Am Flughafen dauerte es dann aber noch ein geraume Zeit bis da Flugzeug gelandet war und eine weitere gute Stunde, bis ich meine Lieben in den Arm nehmen konnte. Die Freude war auf beiden Seiten riesig, denn wir hatten uns seit März nicht mehr gesehen.

Wir zogen dann mit dem Gepäck zum Autovermieter (das Fahrzeug hatte Steven schon in Deutschland geordert) und nach den üblichen Formalitäten konnten wir zurück nach Homestead fahren. Dort verfrachteten wir Regines Gepäck ins Mobbi und dann kaufte ich im Home-Depot einen Ventilator für 17 $. Er sollte uns noch nützliche Dienste leisten. Darauf fuhren wir ins nächste technische Kaufhaus und kauften dort eine Klimaanlage für 90 $. Auch sie kam auf Campgrounds zum Einsatz und kühlte unser Fahrzeug richtig gut auf angenehme Temperaturen.

Provisorische Klimaanlage von Home-Depot - hat den Innenraum vom Fahrzeug gut herunter gekühlt

Nachdem wir uns bei einem Aldi noch mit Fleisch, Gemüse und Getränken eingedeckt hatten, ging es Richtung Key Largo auf den Campground, wo ich schon gestanden hatte. Hier schlossen wir erst einmal die Klimaanlage und den Lüfter an, denn es hatte wieder karibische Temperaturen: Im Fahrzeug herrschten 33° C. Dann machten Gine und ich das Abendessen. Steven und Nathalie gingen derweil an die Pier, um das Angeln der dortigen Leute zu beobachten. Nach dem Essen gingen wir alle nochmals an den Pier und nahmen auch die Flasche Bacardi und Cola mit um dort den Sundowner zu genießen. Die Flasche Bacardi wurde diesen Abend noch leer.

Der nächste Tag begann mit einem gemeinsamen Frühstück. Dann beratschlagten wir, was wir tun wollen. Zur Auswahl stand Glasboden-Boot fahren oder Deep Sea-Fishing-Tour. Wir entschieden uns für letzteres.

Erste Angelversuche im türkisblauem MeerSteven hat gut Lachen und freut sich - hat er doch einen sehr schönen Fisch aus dem Meer geholtNathalie hat noch mit der Sehne zu kämpfen, aber der Fisch ist gefangen

Aber die eigentliche Ausbeute war leider sehr gering, da zwei von den Fischen untermaßig waren und wieder ins Meer zurück gegeben wurden. So kauften wir für das Abendessen noch Fisch dazu. Es war eine leckere Abendmahlzeit, denn es gab zum Fisch gut gekühlten Weißwein und eine Kräuter-Dill-Soße.

Im weiteren Verlauf des Urlaubs fuhren wir dann nach Key West. Steven und Nathalie hatten dort ein Hotelzimmer für uns 4 gebucht. Die Strecke geht auch über eine 7-Meilen Brücke die schon imponierend ist. Und überall an den Brücken und Gewässern stehen die Menschen und versuchten ihr Angelglück.

Das Zimmer in Key West hatte 2 Räume und so konnten wir alle gut nächtigen. Am Abend bummelten wir dann noch durch das touristische Städtchen am Ende des südlichen Zipfels von Florida und da sich wieder einmal der Hunger zeigte, beschlossen wir Essen zu gehen. In einer Pizzeria war viel Andrang: Hier gingen die frischen Pizzen relativ schnell an den Kunden. Und die eine Riesen-Pizza hatte es uns angetan. Wir bestellten sie und nach 10 Minuten brachte Steven uns das Riesenrad. Wirklich: Fast einen halben Meter im Durchmesser. Wir wurden alle mehr als satt (ich musste mir das letzte Stück - wir wollten nichts liegenlassen - richtig rein zwingen. Und sie war richtig gut. Nach einem Abschlusseis setzten wir uns dann in ein Taxi und ließen uns zum Hotel zurück fahren.

Am nächsten Tag gingen Regine und ich ins hauseigene Schwimmbad und anschließen setzten wir uns an die Schwimmbad-Theke und frühstückten. Nathalie und Steven kamen bald dazu und wir beschlossen gemeinsam, noch eine Busfahrt mit dem Conchtrain durch Key West zu machen. Wir fuhren mit dem Auto nach Key West rein und hatten Glück, an einer Seitenstraße noch einen freien kostenlosen Parkplatz zu finden. Dann marschierten wir Richtung Touristenmeile und kamen bald auch an den Endpunkt der Route mit Nummernbezeichnung 1 an. Hier endet und beginnt diese Nord-Südstrecke gleichermaßen.

An dieser Kreuzung ist mit der Nr. 1 endgültig Schluss

Mit dem Bummeltrain machten wir dann eine zweistündige Stadtrundfahrt. Dabei kamen wir dann auch an den südlichsten Teil der USA. Von hier nach Kuba sind es dann auch nur noch 90 Meilen Entfernung.

Mit diesem Fahrzeug (Conch Tour Train) machen wir eine recht lange Stadtrundfahrt durch Key WestHier sind wir am südlichsten Zipfel von Florida - nur noch 90 Meilen nach Cuba

Danach ging es zurück zum Campingplatz. Unterwegs kaufte sich Steven noch eine Angel und Köder, denn er wollte vom Camping-Pier aus auch nochmal sein Angelglück versuchen. Steven und Nathalie wechselten sich beim Angeln wohl ab, denn wie wir am nächsten Tag erfuhren, hatte Nathalie noch einen Fisch gefangen. Dieser wurde des Nachts - unter Mitwirkung des Nachbarn - noch ausgenommen, gegrillt und verspeist.

Wir verabschiedeten uns dann von diesem Campground, der mit 50 $ pro Tag auch nicht gerade preiswert war, und fuhren dann in Richtung Everglades. Als wir dem Ausflugsort immer näher kamen, sahen wir mit mal am Straßenrand ein recht großes Krokodil entlang laufen. Es lief eine ganze Zeit lang neben uns her, ohne sich für uns zu interessieren.

In den Everglades lief am Straßenrand dieses Krokodil eine ganze Zeit lang neben uns her

Da es ein wenig zu regnen begann, beschlossen wir keine Paddeltour zu machen, sondern eine Bootsfahrt. Diese Bootsfahrt vergisst man so schnell nicht: Zuerst kutschierte uns der Kapitän an die Mangroven heran, denn hier lag irgendwo ein Krokodil, was aber nicht so recht ins Blickfeld kam. Dann erzählte uns der Hilfskapitän noch, das es hier Manetees gibt. Zu Gesicht bekamen wir keines. Doch einige Wasservögel entdeckten wir. Na immerhin was. Die Mangroven hinter uns lassend gab der Kapitän mit mal Vollgas und die beiden 125 PS-starken Motoren brachten das Alu-Boot auf eine beträchtliche Geschwindigkeit. Aha dachten wir: Der fährt mit uns jetzt zu einem anderen Platz. Und so fuhren wir (inzwischen durfte der Hilfskapitän das Ruder übernehmen) etwa 25 Minuten lang in eine Richtung. Da nicht passierte gingen Regine und Nathalie auf Bremsen-Jagt. Danach begannen sie vor langer Weile mit den Fliegenklatschen ein kleines Gefecht auszutragen (beide hatten gewonnen).

Aber es passiert auf dieser Bootstour rein gar nichts

Endlich machte der Hilfskapitän eine Kehrtwendung und wir rasten die gesamte Strecke mit wieder relativ hoher Geschwindigkeit zurück. Ja, das war sie die Abenteuer-Seefahrt. Und dafür haben wir sogar etwas bezahlt. Im Hafen wurden wir von einem Paar angesprochen ob wir die Tour empfehlen können: Wir gaben die richtige Antwort.

Sozusagen als Entschädigung zeigten sich dann im Hafenbecken noch einige Krokodile, von denen das eine ganz schöne Ausmaße hatte.

Dies Krokodil ist schon recht groß

Wir fuhren nach dieser "großartigen" Erlebnistour dann nach Florida-City zurück und dort nächtigten wir auf einem Campground für 45 $. Schon preiswerter, da nicht mehr Noble-Ort Key Largo. Nathalie und Steven hatten sich in neben an gelegene Hotel zurückgezogen. Jedoch trafen wir uns gegen 19 Uhr wieder und gingen gemeinsam essen. Das war ein schöner Ausklang dieses Abenteuer-Tages.

Weiter ging die Urlaubsreise Richtung Westen. Wir wollten nach Sarasota, Fort Myers und dann weiter über Kissimmee Richtung Orlando zum Seaworld-Park. 

Zunächst ging es aber erst einmal auf die Strecke nach Westen. Immer gerade aus, Stunde um Stunde. Es ging an einem Kanal entlang, in dem wir ab und zu schon Krokodile sahen. Irgend wann hielten wir an einem Indianerdorf an: Miccosukee (Name kaum auszusprechen) aber für einen Eintritt von 10 $ konnten wir Alligatoren, Krokodile und Wildschweine sehen. Und ein kleines Krokodil durfte sogar in die Hand genommen werden.

Wir besuchen das Miccosukee Indianer DorfSchweine-Grube mit den in den Everglades vorkommenden Wild-SchweinenNathalie traute sich zu guter letzt auch noch ein Baby Krokodil in die Hände zu nehmen

Gegen Nachmittag kamen wir an einen Campingplatz am Gulf of Mexico. Dort gingen Nathalie und Steven in ein nettes Motel und wir bezahlten halt diesen etwas teureren Platz mit 65 $. Nach einem gemeinsamen Bad im lauwarmen Meer gingen wir abends dann noch gemeinsam essen. Im Mobbi hatte ich schon die Klimaanlage angeschlossen und so kamen wir in ein gekühltes Mobbi zum Schlafen. War ein schöner Tag. Wir lagen mit den 65 $ noch ganz gut dar, denn ein Platz direkt am Strand und Wasser sollte 100$ kosten.

Die Tage gingen weiter mit dem Besuch von T. A. Edison, dem Besuch der Insel Anna Maria, wo wir ganz hoch an die Nordspitze fuhren. Dort sollte man gut Angeln können. Vorher brachten wir jedoch unser Fahrzeug auf einem in der Nähe gelegenen Campground unter. Steven und Nathalie gingen wieder in ein Motel.

Edison unter einem Baum mit gigantischen Luftwurzeln (banyan tree)Steg in die Tampa Bay bei Anna Maria Island (gute Angelmöglichkeit)Buttonwood RV Resort - in der Nähe von Anna Maria Island (unser Campingplatz für 2 Tage)

Am Mittwoch fuhren wir dann vom Campingplatz in Kissimmee mit dem Mietfahrzeug Richtung Orlando zur Seaworld-Wasser-Park. Ein großes Highlight dieser Florida-Tour. In Park angekommen fielen mir gleich ein paar schön geformte Büsche auf, die die Form eines großen Orcas mit Baby-Orca darstellten. Wir liefen vorbei an farbenprächtigen Flamingos und sahen von weitem die Manta- und Kraken-Achterbahn.

Besuch Seaworld bei Orlando. 2 Orcas aus PflanzenWir kommen an einer größeren Gruppe von farbenprächtigen Flamingos vorbeiDer "Manta" (US-amerikanische Achterbahn)

Wir besuchten die beiden Shows bei den Ottern und den Delphinen und waren vollauf begeistert. Regine, Nathalie und Steven fuhren dann noch mit der aufregenden Wildwasserbahn. Ein kleiner Nervenkitzel. Die Boote erkunden die versunkene Stadt Atlantis und werden dann über eine Rutsche ins unten wartende Gewässer den Gewässern geschleudert. Dabei spritzt das Wasser dann entsprechend hoch und die Insassen des Bootes bekommen eine kräftige Dusche ab.

Riesiger KolossHerrlich nasse Bootstour

Zum Abschluss des Tages wagte auch ich mich dann in die Kraken-Achterbahn und war hellauf begeistert. Man wird ganz schön in den Sitz gedrückt - und die Kräfte, die auf einen wirken sind enorm. Zum Glück ist man gut und sicher angeschnallt.
Viel zu schnell ging dieser herrliche Tag herum.

Wir kauften dann auf dem Rückweg noch ein und ließen mit einer "Grille" den Tag ausklingen.

Am nächsten Tag war Shoppen angesagt. In einem riesigen Outlet-Center kauften alle richtig gut und preiswert ein. Endlich bin ich im Besitz von 2 Badehosen mit längerem Hosenbein, wie sie hier in den USA üblich sind.

Am Abend gingen wir dann noch gemeinsam Mini-Golf spielen. Diese Anlagen sind sehr gepflegt und das Spielen macht richtig viel Spaß. Viel zu schnell ging auch dieser Abend vorbei. Und es war auch schon der letzte Abend mit Nathalie und Steven, denn die 2 verabschiedeten sich am nächsten Morgen nach dem Frühstück und fuhren zurück Richtung Miami. Ihr Urlaub näherte sich schon dem Ende. Es war eine schöne Zeit mit euch beiden.

Regine und ich machten uns auch bald auf den Weg und gegen Abend kamen wir in Juniper Springs an. Hier gingen wir auf den Statepark, der mit 20$ pro Übernachtung richtig preiswert erscheint. Leider gibt es hier keinen Strom und so hofften wir auf frischen Wind, der unser Mobbi ein wenig abkühlen sollte. Trotz des einsetzenden Regens machten wir noch einen Rundgang und ich zeigte Gine die wunderschönen Quellen. Dann erkundigten wir uns noch nach einer Paddeltour. Die anfallenden Kosten betragen 34,- $ pro Kanu und 40 $ Kaution. Die Fahrt flussabwärts geht bis zu einer Brücke, von dort besteht dann ein stündlicher Abholservice. Der letzte Transport ist um 16:30 Uhr.Wer diesen Zeitpunkt nicht einhält muss pro angefangene viertel Stunde 5 $ extra zahlen.
Am nächsten Tag gingen wir dann früh morgens erst einmal schwimmen. Wir waren die ersten und einzigen, die ihre Schwimmrunden im herrlich klaren und frischem Wasser drehten. Nach dem gemütlichem Frühstück ging es sofort zur Kanuvermietung. Wir wurden aufgeklärt, dass wir keine Glas- und Plastikflaschen mitnehmen dürfen und während der Fahrt nicht aussteigen dürfen. Und dass man nur in eine Richtung fahren darf. Und das sich am Nachmittag das Wetter ändern wird.
Wir hinterlegten 40$ Kaution und bekamen unsere Kanunummer (Nr. 19), mussten dieses auf einen Trolly legen und etwa 300 m über einen Holzpfad zum Fluss fahren. Danach brachte ich im Laufschritt den Trolly zurück und erhielt von der netten Dame 2 Paddel, 2 Schwimmwesten und eine Trillerpfeife. Einen wasserdichten Behälter für Wertsachen bzw. Fotosachen gab es nicht. Ich hatte meine Kamera in der Kameratasche. Gine war mit meinem Fjäll-Raven-Hemd und ihrer langen Hose gegen Moskitos geschützt.Zusätzlich schmierten wir uns mit Sonnencreme und Mückenmittel ein. Die Dame am Schalter hatte uns mit der Zeit ein wenig beunruhigt. Sie sagte andauernd, dass wir uns beeilen müssten, da wir sonst die Strecke bis zum Abholpunkt zeitlich nicht schaffen würden. Also beeilten wir uns. Schnell noch ein Foto gemacht und dann bestiegen wir gegen 12:00 Uhr das Boot.

Noch eine herrliche Bootstour (wir sind 2mal gekentert und wurden richtig nass)

Beim Besteigen merkten wir man, dass das Kanu doch sehr hoch aus dem Wasser ragte und hatte dadurch keinen guten Schwerpunkt hatte. Es war auch fast schon zu groß für diesen schmalen Wasserlauf. Also ruderten wir langsam los, das Wasser war glasklar, flach und man konnte auf dem hellen Sandboden die Fische schwimmen sehen. Es kam die erste Biegung, und die ersten überhängenden Zweige streiften durch das Gesicht. Wir legten (da unter vermeintlichem Zeitdruck) richtig los und paddelten wild drauf los. Bald hatten wir es raus, wie zu steuern war und wir machten Strecke. Aber wir schwitzten auch ganz schön, denn die Sonne strahlte vom Himmel. Wir überholten Kanuten und halfen einem Paar, das gekentert war beim Aufrichten des Bootes. Ab und zu drückte uns die Strömung in Richtungen, die wir gar nicht ansteuerten. So kam es, das wir schon mal einen Baum rammten, der mitten im Wasserlauf lag. Gott sei Dank war nur das erste Stück des Wasserlaufs recht eng. Der Bach wurde allmählich etwas breiter und es lagen immer mehr Bäume über oder unter Wasser. Ab und zu sah ich eine Schildkröte die sich sonnte. Bis jetzt hielt das Wetter und es gab nur vereinzelte Wolken am Himmel. Vielleicht hält es ja durch, bis wir an der Anlegestellen ankommen - so hoffte und dachte ich. Dann kam mit einem Mal eine kleine Stromschnelle. Da mussten wir durch. Mit Mut machten wir uns daran sie durchzustehen, aber irgend wie - ganz schnell - lagen wir im Wasser. Ich riss gedankenschnell noch die Kameratasche an mich und hielt sie hoch. So trieben wir ans Ufer und auch das Boot lag verkehrt herum am Ufer. Zum Glück war der Wasserlauf hier nicht sehr tief, nur hüfthoch. Klitschnass wie wir waren versuchten wir das Boot wieder um zu drehen. Wir allein schafften dies nicht. Kurze Zeit später kam ein Paar angepaddelt, die uns halfen, das Boot wieder flott zu machen. Da hatten wir ja noch Glück gehabt, das alles heil war und nichts verloren gegangen war. Und auch die Kamera hatte dieses Abenteuer unbeschadet überstanden. Weiter ging die Paddeltour. Der Fluss wurde wieder schmaler und wir fuhren wieder über und unter Bäumen her, immer weiter. Bald kamen wir an eine Stelle, wo ein so Baum quer lag, dass er für uns unüberwindlich schien. Wir fanden direkt am Ufer dann eine Stelle von 20 cm breite, die uns passierbar schien. Wir manövrierten ganz langsam und vorsichtig und nach mehreren Versuchen haben wir es dann tatsächlich geschafft diese Stelle zu passieren. Wir waren nun schon 2 Stunden unterwegs und am Himmel fing es an zu Grummeln. Dann öffnete der Himmel seine Schleusen und es fing an zu regnen. Erst wenig dann immer stärker werdend. Wir paddelten wieder etwas schneller denn die ersten Blitze zeigten sich am Himmel. Wir wollten schnellstmöglich zur Abholstelle. Irgendwie nahm uns mit einem mal die Strömung mit und drückte uns direkt ins Uferdickicht. Ich versuchte rückwärts zu paddeln und Regine - die vorne saß - drückte mit ihrem Paddel an die Uferböschung. So kamen wir in eine Schieflage und ganz schnell kippten wir mit dem Boot um und fielen erneut ins Wasser. Die Strömung nahm mein Paddel mit, es schien verloren und auch das Boot wurde von der Strömung unter Wasser gedrückt. Meine Kameratasche wurde ganz unter Wasser gezogen und ich griff gedankenschnell danach und hielt sie schwimmend hoch. Jedoch konnte ich meine Brille nicht mehr festhalten, sie rutschte mir von der Nase und wurde von der Strömung unter Wasser gedrückt und war verloren. Wiederum zum Glück hatte ein junges Paar unser Missgeschick mit bekommen und kam direkt zu uns gepaddelt. Ich drückte der jungen Frau meine tropfende Kameratasche in die Hand und irgendwie gelang es uns dann mit dem Boot ans Ufer zu kommen. Da standen wir nun noch einmal klitschnass und fluchten vor uns hin. Auch einige Schürfwunden hatten wir abbekommen die uns im Moment aber nicht störten. Gott sei Dank gab es hier gerade keine Krokodile... Das junge Paar half uns dann beim Aufrichten des Bootes. Wie sollte das jetzt bloß weitergehen mit nur einem Paddel? Aber die junge Frau hatte gesehen, wohin mein Paddel fortgetragen war und sagte das es 50 Meter weiter im Ufergestrüpp hängengeblieben ist. Wir paddelten vorsichtig dahin und Regine konnte das Paddel bergen. So konnten wir denn unsere Tour fortsetzen, die uns jetzt nicht mehr so viel Spaß bereitete. Nach nur 3 Stunden erreichten wir pitschnass die Anlegestelle. Ich stellte meine Kamera sofort in den bereitstehenden Pick-Up um sie sofort von der Klimaanlage trocknen zu lassen. Nachdem auch andere Paddler eingetroffen waren ging die Fahrt zurück zum Kanuverleih. Wir gaben die Ausrüstungsgegenstände zurück und gingen dann zurück zum Wohnmobil. Wir zogen uns trockene Kleidung an und fühlten uns nun schon viel besser. Nun nahm ich da Akku aus der Kamera und trocknete gründlich an den Stellen, wo noch kleine Wassertröpfchen zu sehen waren. Nach dem Einsetzen des Akkus schaltete ich die Kamera an, doch auf dem Display erschien gar nichts. Nur die rote Aufnahmelampe leuchtete, obwohl ich gar nicht den Filmknopf gedrückt hatte. Ja, es schien so, dass die Kamera nicht mehr funktionierte. Ich nahm den Akku wieder heraus und stellte die Kamera zu Seite. Ich ließ sie erst einmal richtig austrocknen. Dann wollte ich weitersehen. Dann mussten wir noch das Portmonee mit den Dollarnoten trocknen und unsere Schürfwunden untersuchen. War halt 'ne richtige Abenteuertour.

Vom Juniper Spring State Park ging es dann weiter Richtung Daytona. Hier verbrachten wir einen ganzen Tag am Strand. Wir hatten das schönste Wetter und nutzten den Atlantik zum ausgiebigen Schwimmen, Sonnen, Relaxen und Lesen. Nach einigen heißen Tagen im Wohnmobil war meine Kamera nun gut getrocknet. Ich schaltete sie ein und siehe da, sie funktionierte wieder. Welch eine Freude und Glück, kann ich doch nun wieder Aufnahmen machen. Auch die vorhandenen Videofilme und Fotos auf den SD-Karten sind unversehrt. Freude über Freude oder Glück im Unglück...

Am Tag darauf fuhren wir zum Kennedy Space Center (KSC). Dort angekommen durften wir erst einmal 15 $ fürs Parken bezahlen. Nach dem lösen der Tickets schauten wir uns auf dem Gelände um und waren doch beeindruckt. Was es hier alles zu sehen gibt ist schon beeindruckend. Interessant ist eigentlich alles aber sehr beeindruckend fand ich einen 3 D Film über die 20-jährige Lebensdauer von Hubble (Weltraumteleskop - entstand in Zusammenarbeit von NASA und ESA und wurde nach dem US-Astronomen Edwin Hubble benannt) und deren Wartung. Es gibt wunderbare 3-D-Ansichten von Hubble selbst und die Qualität der 3 D-Aufnahmen ist beeindruckend. Insgesamt ist der Besuch des KSC doch lohnenswert.

Diese Rakete hat schon eine gewaltige GrößeGigantisch dieser Teil der RaketeVorderer Teil vom Space Shuttle AtlantisRegine lenkt das Shuttle ins Weltall (hoffentlich verfliegt sie sich nicht)

Schnell ging auch dieser Tag vorbei und wir machten uns am Abend auf die Suche nach einem Campground. Leider gab es den Campingplatz der im Reiseführer angegeben war nicht mehr. Ab in der Nähe vom KSC hatte ich ein RV-Schild gesehen. Dort hin fuhren wir fanden aber nur einen abgerissenen Campingplatz vor. So ein Mist. Es war nun schon dunkel und so beschlossen wir, einfach an diesem Ort zu nächtigen. Wir störten keinen und uns störte keiner außer den lästigen Krabbeltierchen und Kleinstfliegen, die scheinbar durch unsere Moskitonetze geschlüpft waren. Wir hatten wegen der Hitze die Fenster offen (nur die Netze hielten die größeren Moskitos ab) aber diese kleinen Beißfliegen belästigten uns (Regine litt besonders darunter) enorm. Es war wohl die schlimmste Nacht dieses Urlaubs. Regine hatte wohl einige Dutzend Biss-Stellen. In einem Supermarkt besorgten wir uns eine Salbe, die etwas Linderung brachte.

Wir machten noch einen Abstecher an den Lake Okeechobee. Auf dem dortigen Campground installierten wir wieder die Klimaanlage und hielten die Fenster geschlossen. Hier gab es auch richtig große schwarze Mücken. Als wir aus dem Fenster schauten sahen wir in Nähe des Ufers mehrere große Krokodile schwimmen.

Campground am Lake OkeechobeeIn diesem großen See sahen wir riesige Krokodile in Ufernähe

Am vorletzten Tag fuhren wir dann Richtung Miami und Key Biscayne und wollten dort baden gehen. Jedoch fanden wir den Strand und das Wasser nicht so schön (wir waren vom Atlantik verwöhnt) und da man hier auch nicht übernachten konnte, fuhren wir zurück nach Florida City auf den uns bekannten Campground. Da neben dem Campground noch eine Outlet-Center war nutzen wir den darauf folgenden Tag noch einmal zum Einkaufen. Um 16:30 fuhr ich dann in die Nähe des Flughafens und an einem Lokal bestellte uns die nette Kellnerin ein Taxi. Dann mussten wir uns leider verabschieden und die schöne Zeit mit meiner lieben Gine war vorbei. Ich fuhr an diesem Nachmittag noch weiter und nächtigte auf dem Parkplatz einer riesigen Sport-Anlage. Ich werde nun das heiße Florida verlassen und mich gen Norden orientieren.

Heute ist Montag der 29. Juli und ich bin etwa 40 km vor Atlanta. Sitze den ganzen Tag schon an der Homepage um sie auf den neuesten Stand zu bringen. Mit Hilfe der örtlichen Library konnte ich nun den Bericht vom Juli und die dazu gehörenden Bilder hochladen.

Liebe Grüße vom

Weltenbummler Wolfgang

Bericht Woche 26 - 24.06. bis 30.06.2013

Woche 26

Ich bin in Key Largo angekommen.

Ausschnitt der geplanten Reiseroute auf dem Weg nach Key West (StepMap)

Karte

Es ging über die Städte Fort Lauderdale, Miami Beach und Key Biscayne bis nach Key Largo. Da ich erst am kommenden Montag meine Familie in Miami Airport abhole, und schon am Mittwoch in Miami Beach eintraf, beschloss ich, mir noch Key Biscayne und Key Largo an zu sehen. So fuhr ich denn über eine Brücke (hier mussten 2 $ bezahlt werden) Richtung Key Biscayne und hielt am nächstmöglichen Parkplatz an. Dort beobachtete ich die amerikanischen Wassersportler bei ihren verschiedensten Aktivitäten. Besonders fiel mir eine Aktivität auf, die ich so noch nie gesehen hatte: Eine Sportlerin wurde durch Wasserstrahl irgendwie in die Höhe gehoben, und versuchte nun dort das Gleichgewicht zu halten. Was die Menschen auch alles erfinden!

Parkplatz am Wasser (bei Key Biscayne)Wassersport der besonderen Art

In Key Biscayne war ich gegen Abend auf dem dortigen State Park. Leider konnte ich dort nicht übernachten, dafür war der Park nicht vorgesehen. So musste ich wieder zurückfahren und fand dann irgendwo in Miami einen Übernachtungsplatz.

Am nächsten Tag führte mich das Navigationsgerät aus Miami heraus (sehr angenehm) und bald war ich wieder auf der Bundesstraße Nr. 1, die bis nach Key West führt. Es waren noch ca. 100 km bis nach Key Largo. Dort wollte ich den John Pennekamp Coral Reef State Park besuchen. Als ich gegen Mittag da eintraf, sagte mir die Rangerin, das dieser Park ausgebucht ist. Da habe ich aber Pech gehabt... In der Nähe befand sich ein privater Campingplatz. Hier ergatterte ich zum Glück einen Platz direkt an der Florida Bay. Leider zu einem sehr stolzen Preis: 50 $ für eine Übernachtung. Ich beschloss 2 Tage zu bleiben und richtete mich häuslich ein. Gegen Abend gab es eine richtig schöne Stimmung am Wasser; mit folgendem Titel: Unter Palmen am Meer.

Abendstimmung in Key Largo in der Florida Bay

Liebe Grüße vom

Weltenbummler Wolfgang

Bericht Woche 25 - 17.06. bis 23.06.2013

Woche 25

Von den erfrischenden Quellen ging es weiter nach Daytona Beach. Ich habe mir Zeit gelassen, denn es fuhr sich auf der Bundesstraße Nr. 40 wunderbar und gegen Abend kam ich in Daytona Beach an.

Ausschnitt der geplanten Reiseroute auf dem Weg nach Miami (StepMap)

Karte

Jetzt musste ich nur noch einen geeigneten Übernachtungsplatz finden. Hier in Daytona war schon der ganze touristische Rummel zu erkennen. Ich blieb einstweilen noch auf dem Festland und fuhr noch nicht über die vorhandenen Brücken auf die vorgelagerte Insel. In der Nähe eine Parks mit herrlichem Blick auf das Wasser und die Brücken die das Festland mit der Insel verbinden zweigte eine Seitenstraße ab. Die fuhr ich hinein und kurze Zeit später hatte ich einen Übernachtungsplatz. Zuerst erkundete ich zu Fuß meine nähere Umgebung. Ich lief an einem Yachtclub vorbei und beobachtete das Treiben von einer Parkbank aus. Es lagen Segelschiffe und Motoryachten im Hafen und einige wurden offensichtlich zu einer Fahrt beladen. Dann marschierte ich zum Park zurück, wo etliche Angler standen und ihr Glück versuchten. Leider habe ich keinen Fisch zu sehen bekommen. Dafür sah ich im Wasser einen Delfin. Aber nur ganz kurz bekam ich seinen Kopf zu sehen - die Fluke dagegen zeigte er mir länger. Es dunkelte allmählich und es grummelte am Himmel. Irgend wann sah ich einen ersten Blitz und ganz langsam fing es an zu regnen. Die Angler verließen den Park, und so ging auch ich zum Mobbi zurück. Kaum das ich im Fahrzeug saß, fing es auch richtig kräftig an zu regnen und Blitze und Donner waren wohl direkt über mir. Ich macht mir mein Abendessen und danach ging es auch bald zu Bett.

Nach einer ruhigen Nacht fuhr ich am nächsten Morgen über eine riesige Brücke und war bald schon im Zentrum des touristischen Daytona. Hochhäuser reihten sich aneinander und ich musste eine ganze Zeit lang fahren, bis ich einen Parkplatz (hinter einem geschlossenen Haus) fand, der in der Nähe eines öffentlichen Zugangs zum Strand befand. Ich nahm Campingstuhl, Sonnenschirm und ein Buch mit und verbrachte den Tag mit Lesen, Baden und faulenzen. Gegen Abend füllten sich die Straßen und Bars und ich schaute mir alles genau an. Da ich aber noch keinen Übernachtungsplatz hatte fuhr ich zurück (wieder über die Brücke) zu meinem ersten Übernachtungsplatz und hatte somit wieder eine ruhige Nacht.

Ich hatte gesehen, dass man mit dem Fahrzeug an den Strand fahren konnte. Dies tat ich und an einer geeigneten Rampe zahlte ich für das Benutzen des Sandes 5 $. Ich stellte mein Fahrzeug in die Nähe des gestrigen Platzes und machte es mir wieder gemütlich. Wir hatte wieder blauen Himmel und tagsüber kletterte das Thermometer auf 35° C. Zum Glück wehte hier eine leichte Brise und machte die Hitze ein wenig erträglicher.

Auf dem feinen weißen Sand von Daytona Beach

Am Nachmittag stellte sich wieder ein Gewitter ein und zwang mich ins Mobbi zurück. Es gab zwar nur ein wenig Regen und auch nur ganz kurz. Doch war ich durch den Aufenthalt im Fahrzeug klitschnass nass und musste erst einmal ins Wasser. Das hat hier eine geschätzte Temperatur von 25 ° C. Nichts wie hin ein und ein wenig abkühlen. Danach machte ich es mir wieder im Campingstuhl gemütlich und saß gar nicht all zu lange, als ein älterer Herr auf mich zu kam und mir erklärte, dass sein Auto - etwa 1000 Meter weit entfernt - nicht anspringen will. Er bat mich, ihn anzuschleppen, wozu ich mich bereit erklärte. Wir fuhren zu seinem Fahrzeug und zuerst versuchte ich - über meine Starthilfekabel - Starthilfe zu geben, aber anscheinend war sein Anlasser defekt, denn der sagte nicht einen Ton. Also Abschleppseil heraus, das Fahrzeug mit meinem verbinden und im nu lief der Motor wieder. Er bedankte sich herzlichst, und bot mir Geld an - was ich aber ablehnte, denn ich mach solche Aktionen ja sehr gern. Er sagte, dass er mir dann wenigstens ein Bier geben möchte und so erhielt ich ein eine Dose Budweiser.

Ich schleppe ein Fahrzeug an, der Anlasser war defekt

In den nächsten Tagen fuhr ich an der Küste weiter. Über die Orte Titusville (Übernachtung auf einem freien Feld in der Nähe eines LKW's), Cocoa Beach (2 x Übernachtungen in den Nähe von Supermärkten), Melboure Beach, Indian River Shores und Fort Pierce. Diese Strecke an der Küste entlang ist schon gekennzeichnet von Anwesen, die sich reiche Leute leisten können. Meistens gelegen direkt in der Strandnähe. Für öffentlichen Strandzugang bleibt da wenig Platz. In Fort Pierce fand ich in der Nähe des Hafens eine Straße, die am Wasser endete. Hier angelten die Leute wieder aber ohne viel Erfolg, wie ich so beobachten konnte. Die kleinen Reiher waren da viel erfolgreicher und pickten sich einen kleinen Fisch nach dem anderen aus dem Wasser. Von hier könnte man auch gut eine Deep-Sea-Fishing-Tour buchen. Mal sehen, wenn Nathie, Gine und Steven da sind, dann werden wir solch eine Tour mal machen. Ich übernachtete hier und wurde nicht gestört.

Weiter ging es dann am nächsten Tag über die Orte Juno Beach, North Palm Beach und West Palm Beach und Boca Raton Richtung Süden. Hier sah ich meine ersten Kokosnuss-Palmen. Aber alle Orte einfach touristisch erschlossen mit privaten Anwesen und riesigen Touristenburgen und es bestand keine Möglichkeit, mal an das Meer zu kommen. Hier wollte ich einfach nur weg, denn den ganzen Touristenrummel brauche ich im Moment noch nicht. Ich entschied mich, Richtung Parkland zu fahren einem kleinen Ort etwas außerhalb der Touristenstädte. Aber es war nicht leicht einen geeigneten Parkplatz zu finden und einen Campground fand ich auch nicht. An einem Hundeauslaufplatz hielt ich an, denn ich hatte einen hübschen Baum in orangefarbener Blütenpracht gesehen. Herrlich, wenn die Bäume ihr schönstes Gewand anhaben.

Baum in Blütenpracht

In der Nähe dieses Hundeparks fand ich einen Platz der "Coummunity of Parkland" und da es allmählich eindunkelte stellte ich mich hin und übernachtete. Hier wehte auch eine herrlich angenehme Brise und so hatte ich eine ruhige Nacht.

Liebe Grüße vom

Weltenbummler Wolfgang

Bericht Woche 24 - 10.06. bis 16.06.2013

Woche 24

Am späten Nachmittag erreichte ich die Nähe von St. Augustin.

Ausschnitt der Reiseroute auf dem Weg nach Miami (StepMap)

Karte

Die Fahrt verlief ohne Probleme und ich suchte die ganze Fahrzeit über nach einem geeigneten Stellplatz. An einem öffentlichen Parkplatz, der auch noch einen Weg zum Atlantik hatte, hielt ich an. Die Schilder waren eindeutig: kein Overnight-Parking erlaubt. Nun gut, ich ging trotzdem erst einmal zum Strand hinunter und schaute mir das Wasser an. Die Wellen waren zwar nicht all zu groß, trotzdem stürzte ich mich bald darauf in das kühle Nass. Nach etwa 20 Min. war ich erfrischt und ging zum Fahrzeug zurück. Der Parkplatz war mit einer ordentlichen Toilette und einer Frischwasser-Dusche ausgestattet. Ich spülte das Salz (eingetrocknet durch die warme Sonne) vom Körper und fühlte mich wie neu geboren. Dann fuhr ich mit dem Fahrzeug in die nächste Seiten-Straße und stellte es auf einem Grünstreifen ab. Dann lief ich etwa eine Stunde alle nächstgelegen Straßen ab, immer Ausschau haltend, wo denn ein geeigneter Übernachtungsplatz ist. Ich fand auch einen Platz und hatte eine ruhige wenn auch etwas stickige Nacht (leider wehte an dieser Stelle kaum Wind). So wachte ich denn am nächsten Morgen schweißgebadet auf und musste sofort ans Meer zurück, denn ich brauchte unbedingt eine Abkühlung. Die Nacht über ging das Thermometer zwar auf 29° C zurück, aber ohne eine frische Brise oder Air Conditioning ist es im Mobby kaum auszuhalten.

Am Parkplatz stellte ich mich neben das Toilettenhäuschen und entleerte gleich meinen Toilettentank. Da ja hier Frischwasser vorhanden war, machte ich die Toilette gleich mal richtig sauber. Dabei lief mir jetzt noch mehr Schweiß vom Körper und ich freute mich auf ein erstes erfrischendes Bad. Danach ging ich zum Auto zurück und machte mir ein gutes Frühstück mit frischem Kaffee. Danach - so dachte ich, fährst du weiter.

Ich setzte mich hinter das Steuerrad und wollte schon starten, als ich die Worte hörte: Guten Tag und herzlich Willkommen. Ich blickte aus dem Fenster und schaute auf eine Lady, die mit ihrem Hund vor meinem Fahrzeug stand und zu mir hoch lächelte. Ich sagte: Hallo und wieso werde ich denn auf deutsch begrüßt? Die Lady sagte mir, dass sie gerade die deutsche Sprache wieder erlernt und diese Worte schon gut beherrscht. Sie wechselte aber dann ins englische und so unterhielten wir uns. Ich sagte ich bin auf dem Weg nach St. Augustin und möchte mir die Stadt ansehen. Sie sagte mir, dass sie mir Tipps geben kann, was ich mir denn alles ansehen soll und so stieg ich aus und wir begrüßten uns erst einmal richtig. Tracy so ihr Name, wohne in der Nähe und wenn ich Zeit habe, lade sich mich gern auf ein Bier ein. Ich sagte, die Einladung nehme ich gerne an und so gab sie mir ihre Adresse und ging dann mit ihrem Hund an den Strand. Also holte ich meinen Campingstuhl heraus, hängte mir den Sonnenschirm um und ging wieder zum Strand hinunter. Dort machte ich es mir am Strand gemütlich. So weit es ging bei 33° Celsius und nur kleiner Brise.

Gegen Abend fuhr ich dann zu ihrem Haus und sie zeigte mir auch, wo ich da parken konnte. Etwa 50 Meter von ihrem Haus entfernt war eine freie Stelle und hier passte der Truck gut hin. Außerdem wehte hier ein Wind und so hatte ich einen luftigen Übernachtungsplatz. Sie holte dann zwei Flaschen Bier und ich meine Campingstühle aus dem Wagen. Dann prosteten wir einander zu und unterhielten uns über meine Reise und einige andere Themen. Ich lud sie für den nächsten Abend dann wieder auf ein Bier ein - wieder am Fahrzeug, aber sie wusste nicht ob sie kommen kann, denn sie hatte schon eine Verabredung. Als uns die Mücken zu lästig wurden verabschiedete sie sich und auch ich ging ins Mobbi und bald zu Bett. Heute hatte ich eine wirklich erholsame Nacht, denn durch die Fenster wehte ein angenehm kühlender Wind. Am nächsten Tag machte ich die Dax startklar und fuhr dann nach St. Augustin.

Ein luftiger Platz - kurz vor St. Augustin

Ich besuchte zuerst das Visitor-Center, holte mir eine Straßenkarte und fuhr dann als erstes zum Alligator-Park. Fast den gesamten Mittag und frühen Nachmittag verbrachte ich hier. Der Besuch hatte sich gelohnt.

Alligator-Farm in St. AugustinVorsicht ist immer angebracht, denn diese Zähne können zupacken

Ich sah eine Vorführung der Alligator-Fütterung und sah viele schöne Vögel.

RaubtierfütterungEine FarbenprachtDer Reiher-Baum

Zurück fuhr ich dann noch ins Colonial Viertel und schlenderte durch die reizenden kleinen Straßen. An einem Restaurant hörte ich Countrysänger-Musik und ging hinein auf ein Glas Bier. Genüsslich trank ich diesen Saft: Es war Bier der Marke Königs-Pilsener. Die Musik war auch sehr schön und so verbrachte ich wohl eine gute Stunde in diesem offenen Lokal. Dann ging es zurück zum Mobbi. Jetzt schnell die Badehose angezogen und dann nichts wie an den Strand und hinein in den erfrischenden Atlantik.

Gegen Abend kam dann Tracy und sagte mir, dass sie heute keine Zeit hat. Aber morgen ist ihr Geburtstag und da können wir dann ein Bier zusammen trinken. So setzte ich mich allein vor mein Fahrzeug, genoss noch ein Bier und die luftige Brise und ging bald zu Bett.

Der nächste Tag war ein Strand-, Lese- und Badetag und gegen Nachmittag fuhr ich mit der Dax zum Einkaufen. Ich wollte Tracy eine Flasche Wein zum Geburtstag mitbringen, denn sie hatte mich zum Essen eingeladen. Ich besorgte also meine Dinge (Obst, Milch, Eier, Bacon und Bier - sogar australisches hatten sie hier) im nächsten Supermarkt und kaufte noch ein Flasche Rotwein für Tracy. Am Auto empfing mich Tracy und sagte ich könne dann bald zum Essen kommen. Ich machte mich frisch, und folgte der Einladung. Es gab Nudeln mit Tomatensoße und Scollaps-Muscheln. Lecker-lecker-lecker...
Sie zeigte mir dann noch ihren Arbeitsplatz - sie stellt kleine Figuren wie Turtle, Delphins usw. aus Glas her (eine kleine feine aber anstrengende Kunst) und es beeindruckte mich sehr. Gegen neun Uhr verabschiedete ich mich dann und sagte, dass ich am nächsten Tag weiterfahren müsse. Sie fragte mich noch, ob ich noch etwas benötige - worauf ich sagte, dass ich frisches Wasser gebrauchen könnte. Das sei kein Problem und so verabschiedeten wir uns auf den nächsten Morgen.

Ich stand recht früh auf und verzurrte das Motorrad ordentlich. Bald kam auch Tracy mit einem Glas deutschem Rotkohl und einem kleinen Seestern aus Glas (diesen hat sie selbst gemacht). Beides überreichte sie mir zum Abschied. Ich bedankte mich recht herzlich und dann tankte ich das Fahrzeug noch mit frischem Wasser voll auf. Tracy, für die 3 tollen Tage auf diesem Wege noch einmal Danke schön. Und viel Spaß und Erfolg beim Lernen der deutschen Sprache. Wenn du mal in Oststeinbek (in der Nähe von Hamburg) bisst, solltest du mich und meine Frau besuchen. Ich würde mich freuen.

Nach diesen erlebnisreichen Tagen fuhr ich dann auch weiter. Es ging auf einer Bundesstraße Richtung Ocala. Ich wollte mir die Juwelen von Ocala (dortige Frischwasser-Quellen wie Juniper Springs, Salt Springs und Silver Glen Springs) ansehen. Also fuhr ich weg von der Küste ins Landesinnere.

Ich kam vorbei an einem Campground wo ich anhielt, und mich umsah. Der Park war nicht groß belegt und so entschied ich, für eine Nacht hier zu kampieren. Außerdem wollte ich wieder mal Feuer machen und ein Brot backen. Ich fuhr also auf den Delancy West Campground und traf dort 2 Ranger, die mich informierten, dass der Platz 6 $ pro Übernachtung kostet. Ich bezahlte sofort und konnte mir dann einen Platz aussuchen.

Ein wirklich einfaches Campground - aber mit FeuerstelleIch campiere mal in einem Campground (6 $ für die Übernachtung)

Als Erstes kam die Orientierung an die Reihe: Ich stand super gerade und brauchte nicht zu rangieren. Dann inspizierte ich meinen Platz: Feuerstelle, Tisch und Bank alles war vorhanden. Als Zweites kam die Bewegung an die Reihe: So schnappte ich mir meine Filmkamera und marschierte los. So durchlief ich einmal den Campground in die eine Richtung - er war aber auch nicht groß - und dann wieder zu meinem Fahrzeug zurück. Dann ging es in die andere Richtung. Unterwegs rauschte es über meinem Kopf hinweg richtig kräftig. Ich blickte sofort nach oben und jubelte innerlich: hatte ich doch einen Greifvogel gesehen (Uhu öder ähnliches). Welch ein Anblick. Er saß etwa 50 Meter von mir entfernt in der Baumkrone. Schnell machte ich mit der Kamera und dem größten Zoom eine Aufnahme. Ich wollte noch näher heran, aber der Vogel ließ dies nicht zu und flog davon. Also machte auch ich kehrt und ging - innerlich zufrieden - zum Mobbi zurück.

Bei der Wanderung zufällig entdeckt - leider zu weit in der Baumkrone

Am Mobbi angekommen beobachtete ich einen kleinen Vogel, der immer an der Seitenscheibe auf und abflog und dann einen Schwenk zum Spiegel machte. Als ich die Kamera parat hatte flog er davon. Dafür entdeckte ich einen anderen Artgenossen, der noch mehr Farbe im Gefieder hatte. Ihn konnte ich mit dem Teleobjektiv der Kamera heranzoomen und aufnehmen.

Mir gefiel dieser rote Vogel - aber er war meistens weit weg und so flink

Danach kümmerte ich mich um das Brot backen und bereitete den Teig dafür vor. Nachdem das getan war musste das Feuer in Gang gebracht werden. Die vorhandenen Zweige waren durch einen vorangegangenen Schauer noch recht nass und das Feuer wollte einfach nicht "anspringen". Ich griff zu härteren Maßnahmen. Mit Unterstützung eines Grillanzünders hatte ich das Feuer endlich soweit, dass eine einigermaßen brauchbare Glut einstehen konnte. Im Dutchoven ging das Brot gut auf. Ich holte mein Dreibeingestell und hängte den Dutchoven dann übers Feuer. Ab und zu schaute ich nach dem Brot und ganz allmählich nahm auch die obere Brotseite eine gute Farbe an, denn ich hatte ordentlich Glut auf den Deckel getan. Als die gewünschte Farbe vorhanden war, nahm ich das Brot heraus und legte es auf den Tisch. Als ich es dann umdrehte war ich zutiefst geknickt, denn ich hatte eine Kohlenseite produziert. Nun, zum Glück konnte ich die verkohlte Schicht abschneiden und hatte trotzdem noch ein gut genießbares Brot. Ich holte etwas frische Butter und schnitt von meinem Elefanten-Knoblauch einige dünne Scheiben ab und legte sie aufs Brot. Welch ein Geschmack, meines ersten selbst hergestellten Knoblauch-Brots.

Auch ein Brot hat 2 Seiten (zum Glück ist die eine genießbar)Kannte ich bisher noch nicht: Elefantenknoblauch

Ich verbrannte dann noch einige Baumstämme (natürlich nur Bruchstücke davon) und ging nach dem Eindunkeln dann unter die Dusche und bald ins Bett. Sehr gut habe ich geschlafen und am nächsten Tag weckte mich ein herrlicher Vogelgesang. Schnell stand ich auf und machte mir einen frisch aufgebrühten Kaffee. Dann aß ich einen Teil meines Brotes und gut gestärkt setzte ich meine Reise fort.

Die Weiterfahrt ging Richtung Silver Glen Springs. Zwischenzeitlich kam ich an einem Abzweig vorbei, auf dem stand: Wasser-Rampe für Boote. Da fuhr ich hin, denn wo Wasser ist, ist sicherlich auch ein wenig Wind und somit Abkühlung von der täglichen Gluthitze zu erwarten. Als ich dort ankam wurden gerade Propeller-boote herausgezogen. Ich kam mit einem Herrn ins Gespräch und er lud mich auf ein Bier ein. Ich sprach ihn auf die Quellen an, die ich sehen wollte und er gab mir den Tipp, zu Juniper Springs zu fahren. Diese Quelle wollte ich mir am Montag ansehen. Bald verabschiedeten wir uns von einander, denn mein Essen duftete aus dem Wohnmobil heraus. Nach der Mahlzeit ging ich nochmals ans Wasser, denn die Sonne ging unter. Der Anblick war so richtig nach meinem Geschmack: Wasser und Noch-Sonne, zwei Elemente, die ich sehr liebe.

Herrlicher Sonnenuntergang am Lake George

Als ich mich im tiefsten Schlaf befand wurde ich durch einen realistischen Höllenlärm aus den Träumen gerissen. Ich schaute auf die Uhr und es war 01:00 Uhr. Irgendwelche Leute starteten ihre Propeller-Boote. Der Motorenlärm war so was von heftig, wie ich ihn noch nie vernommen habe. Gott sei Dank fuhren die Leute mit ihren Booten schnell davon und es herrschte wieder Ruhe. Am nächsten Morgen kamen dann die ersten Ausflügler so gegen 08:00 Uhr mit ihren Booten und Familien und ich ließ es mir nicht entgehen, dies einmal aufzunehmen.

Diese Boote gleiten übers WasserDie ganze Familie wird eingeladen

Gegen Mittag fuhr ich von dieser Wasserrampe weg und direkt zu Juniper Springs. Die Quelle liegt in einem Campground und die Übernachtung kostet 20 $. Ich opferte das Geld, denn hier sollte es wirklich schön sein.

Von über 40 Plätzen konnte ich mir den schönsten aussuchen. Ich fuhr langsam 2 Runden und wurde von den vorhandenen Gästen bestaunt (vielmehr das Fahrzeug). Endlich hatte ich einen Platz gefunden (er wurde gerade verlassen) und das Ehepaar überließ mir auch noch kostenlos einen Stapel Feuerholz. Vielen Dank.

Übernachtungsplatz im Park Juniper Springs

Dann machte ich mich auf, das Gelände zu erlaufen. Zunächst ging es zum Mühlenhaus und gleich dahinter entdeckte ich das sauber klare Naturschwimmbad. Sehr schön angelegt. Hier herrschte natürlich Hochbetrieb und alle Grillstellen waren belegt und es duftete nach Holz-/bzw. Grillkohle.

In diesem Wasser kann man sich herrlich erfrischen

Vom Mühlenhaus ging ein Wanderpfad direkt in den Urwald hinein. Dieser Pfad war ein Holzweg im wahrsten Sinne des Wortes, denn auf Holzbrettern ging man erhobenen Hauptes durch manchmal sumpfiges Terrain. Gleich hinterm Mühlenhaus war auch die Ablegestelle für die Kanus, denn den kleinen Flusslauf konnte man mit eigenem oder gemietetem Kanu befahren. Schon hier sah man deutlich, wie sauber und klar das Wasser ist. Irgendwann entdeckte ich eine Schlange, die sich auf einem umgefallenen Baum in der Sonne aufwärmte.

Wirklich sauberes und klares Wasser aus den Quellen von Juniper SpringsAuf diesem Flußlauf dürfen Boote (Kanus/Kajaks) benutzt werdenDie schwarze Schlange heizt sich in der Sonne auf

Am Ende des hölzernen Pfades angekommen staunte ich nicht schlecht über die wunderschönen Quellen. Türkisfarben leuchteten sie mir entgegen. Hier fühlten sich Schildkröten und Fische wohl und ich war sehr beeindruckt.

Hier bringen (an den hellen Stellen) die Quellen frisches, sauberes und glasklares Wasser zu TageDie Schildkröten fühlen sich bestimmt wohl

Deutlich konnte ich den vom austretenden Wasser aufgewirbelten Sand erkennen. Dieser kleine einstündige Ausflug hat mir so gut gefallen, dass ich ihn am späten Abend noch einmal gemacht habe.

Diese Quellen spülen frisches Wasser in riesigen Mengen in den Fluß

Fazit: Ich verbrachte einen herrlichen Tag und eine ruhig Nacht und konnte am nächsten Tag auch noch mein Frischwasser (gespeist aus diesen Quellen) ergänzen.

Am nächsten Tag verabschiedete ich mich von Juniper Springs und es ging wieder zur Küste zurück - Richtung Daytona Beach.

Liebe Grüße vom

Weltenbummler Wolfgang

Bericht Woche 23 - 03.06. bis 09.06.2013

Woche 23

Heute am Dienstag bin ich in Myrtle Beach Nord gelandet. Es sieht hier am Atlantik aus wie in Italien. Es sieht hier am Atlantik aus wie in Italien.

Ausschnitt der geplanten Reiseroute auf dem Weg nach Florida (StepMap)

Karte

Leider hat sich das Wetter vom Sonnenschein auf Regen geändert. Außerdem war hier Betrieb ohne Ende. Leute in Massen und eine "Bude" (hier kannst du essen und trinken solange du Geld hast) nach der anderen. Ich kaufte an einem Food Lion (inzwischen mein Lieblingsladen für den täglichen Bedarf) ein. Ich fand hier sogar einen Park- und Übernachtungsplatz und richtete mich entsprechend ein. Nach einem Aufenthalt am Strand fand ich auf einer Wiese einen ruhigen Übernachtungsplatz. Nach einem Abendessen ging ich noch in die "City" und schaute mir den Trubel an. Neben Karussells und Trampolin gab es natürlich Restaurants und Fritten-Buden - aber das brauchte ich nach meinem guten Essen nicht mehr.

Leider änderte sich das Wetter sehr. Es fing an zu regnen und der Wind war auch bestimmt Stärke 7. Also beschloss ich weiter zu fahren. Das ist ja ein Vorteil, wenn man mobil ist. Als nächstes steuerte ich Savannah an. Hier kam ich nachmittags an. Es war nun wieder sonnig , dafür aber mit 33° C richtig warm. Zum Glück fand ich gleich den Vistor-Parkplatz und buchte eine preis ermäßigte Stadttour im Shuttlebus.

City-Toutren-Bus von Savannah

Savannah ist eine schöne Stadt und ich habe die Bus-Tour genossen. die bunt-farbenprächtig angemalten Häuser gefielen mir richtig gut.

Lila-Haus, das passt hier herHaltestelle (für einen Trolli-Bus) in Savannah

Nachdem ich Savannah abgehakt hatte fuhr ich weiter und machte unterwegs in der Nahe der kleinsten Kirche Amerikas Station. Ich fuhr ein wenig abseits in die Büsche und fand einen ruhigen Übernachtungsplatz. Am nächsten morgen fuhr ich das kleine Stück zurück und besuchte dieses kleine Gotteshaus.

Die kleinste Kirche mit ihrem Glockenturm (gleich nebenan)...Sieht nicht nur von außen wie eine Kirche aus - auch von innen ist sie voll und ganz ein Gotteshaus

Nach einem kurzen "Innehalten" ging es weiter. Bald kam ich an die Grenze und am Visitor Point war ich nun schon in Florida (dem Sonnenstaat).

Mit mal bin ich im Sonnenstaat Florida

Der nächstgelegene Ort am Atlantik war meiner Karte nach der Ort Fernandina Beach. Ich durchfuhr die Einkaufsmeile und bald danach war ich in der historischen Altstadt mit kleinem Hafen. Dieser kleine Ort gefiel mir sofort. Ein richtiges kleines Piratennest. Aber zunächst galt es, einen Übernachtungsplatz zu finden. In der Nähe des Hafens fand ich eine ruhige Sackgasse und hier stellte ich das Fahrzeug ab. Kurz danach war die Dax abgelassen und ich fuhr die erste abendliche Runde (sehr angenehm bei 30° C) durch Fernandina Beach und erkundete "alles". Ich fand sofort, dieses kleine Städtchen hat etwas besonderes. Ich fühlte mich selbst als Ausländer sofort wohl. Ich schaute mir noch einen Teil des Hafens an und fuhr dann zurück (vorbei an Musik-ausspuckenden Kneipen) und beschloss, tags darauf wieder zu kommen.

Der nächste Tag begann - wie so oft in den letzten Tagen - mit Sonnenschein und morgendlichen 28°C. Nach dem Frühstück machte ich die Dax startklar und fuhr als erstes einmal zu diesem kleinen Hafen. Ein Boot hatte angelegt und die Passagiere (eine Anglertruppe) stiegen aus. Sie hatten Fisch gefangen und für den interessierte ich mich und fotografierte ihn.

Die Reste eines ausgeschlachteten Fanges

Sogar einen Haifisch hatten sie gefangen und ich bekam ein Stück davon zu kosten.

Der Haifisch hat dran glauben müssen...

Und danach wurde ich eingeladen. Schon wieder... Zur Geburtstagsparty von Richard. Er wohnt in der 18.ten Straße und ich folgte dem vorausfahrenden Fahrzeug mit der Dax und stand bald vor dem Haus. Ich parkte die Dax vor Richards Garage und wurde dort von seinem besten Freund begrüßt. Richard hatte sich zwischenzeitlich schon die Badehose angezogen und rutschte mit den Kindern auf der aufblasbaren Rutsche herunter.

Die treue Dax hat mich hier zum Haus geführtDas Geburtstagskind auf der hauseigenen Rutsche

Im Haus wurde ich herzlichst aufgenommen und wurde vielen anwesenden Freunden vorgestellt. Viele Hände habe ich geschüttelt, aber die Namen konnte ich mir nicht alle merken. Ich musste einige Fotos machen und einige der anwesenden Damen stellten sich dazu sogar richtig auf.

Im Pool ein enger Freund des GeburtstagskindsEingeladen auf einer Geburtstagsfeier - die Ladies machen 'ne wirklich tolle Figur...

Ich erlebte einen wirklich herrlichen Geburtstagsnachmittag und bedanke mich jetzt noch einmal recht herzlich.

Nach diesem erlebnisreichen Tag fuhr ich dann auch weiter. Nächster Ort ist Saint Augustin.

Bis bald...

Liebe Grüße vom

Weltenbummler Wolfgang

Bericht Woche 22 - 27.05. bis 02.06.2013

Woche 22

Am späten Nachmittag machte ich mich dann auf den Weg und fuhr Richtung Virginia Beach. An einem Wal-Mart fand ich einen Übernachtungsplatz und habe ungestört genächtigt.

Nach einem einfachen Müsli-Frühstück ging es weiter. Ich kam nicht ganz nach Virginia Beach, denn an einem Golfplatz machte ich Station. Hier lud die Umgebung ein zum verweilen. Auf dem Golf-Parkplatz wurde ich dann angesprochen von Kenny Gresham. Er machte Steinöfen und ganze Fassaden an Häusern. Alles aus Natursteinen. Die Bilder, die er mir zeigte sahen fantastisch aus. Naturstein hat irgendwie eine besondere Ausstrahlung. Er verabschiedete sich bald und wünschte mir eine gute Weiterreise. Ich lief ein bisschen in der Gegend herum und fand eine Tankstelle, die den Dieselkraftstoff für $ 3.55/Gallone verkaufte. Am nächsten Morgen fuhr ich zur Tankstelle und für 90 $ war mein Tank wieder fast randvoll mit dem notwendigen Saft.

Ich fuhr eine ganze Zeit und kam an ein Hinweisschild: Dismal Swamp State Park. In der Nähe ist der Dismal Canal. Ich wollte da übernachten. Am Parkplatz angekommen fand ich ein Schild das übernachten auf eigene Gefahr hin erlaubt. ist. Ein einziges Auto stand auf diesem großen Parkplatz und ein kleines Toilettenhäuschen gab es auch. Nach dem ich meine Toilette entleert hatte, machte ich mich auf, am Kanal entlang die Straße abzuwandern. Viele Walderdbeeren standen am Wegesrand und im nu hatte ich eine Schüssel davon voll gepflückt.

Wilde Erdbeeren - innerhalb kurzer Zeit - selbst gepflückt

Unterwegs sah ich noch eine schwarze Schlange, aber sie verschwand so schnell im Gebüsch, dass ich nicht sehen konnte, um was für eine Art es sich handelte. Ich lief etwa eine Stunde lang in die ein Richtung und kehrte dann um, da die Gegend sonst nicht viel hergab, was sich anzusehen lohnte. Nur 2 mal konnte man an den Kanal und so machte ich mich dann wieder auf den Rückweg. Das Abendessen hatte ich mir also verdient und richtig hungrig kam ich dann auch am Fahrzeug an. Ich war der einzige Parkplatzbenutzer und hatte eine wirklich ruhige Nacht. Bis zum nächsten Morgen - so gegen 07:30 - wurde ich geweckt von lautem Motoren-Geräusch. Ich lugte aus dem Fenster und sah "Fäkalien-Joe" an seiner Arbeitsstätte. Er machte das Toilettenhäuschen sauber und nach 15 Minuten war er fertig. Da ich nun einmal wach war machte ich mich startklar und weiter ging es Richtung Süden.

Ich fuhr bis New Bern und kam an einen kleinen Hafen, wo vor den Bootsanlegestellen eine große freie Rasen-Fläche war auf der einige Fahrzeug parkten.

Das Mobbi vor dem Yachthafen

Ich stellte das Fahrzeug ab und wurde sofort von interessierten Amerikanern angesprochen, um was es sich bei meinem Fahrzeug handelt, Nach den nun schon üblichen Fragen und Antworten sagte mir der eine Mann, dass ich das dazugehörende Haus mit seinen sanitären Einrichtungen gerne Benutzen könnte. Ich schaute mir alle an: Dusche, Waschmaschinen und Toiletten alles ordentlich und sauber. Hier durfte ich auch übernachten und frei stehen. Ich richtete mich häuslich ein und erkundete dann die Umgebung. Nicht weit entfernt von diesem Hafen gab es einen riesigen Wohnmobil-Stellplatz und ich war schon beeindruckt, mit was für riesigen RV's die Amerikaner unterwegs sind. Mit jeglichem Komfort. Und die Klimaanlagen liefen alle auf Hochtouren, es hatte ja so um die 30 ° C. Auf dem Rückweg zu meinem kleinen Fahrzeug sah ich auf der Straße ein Schlange. Ein Auto fuhr über sie, jedoch konnte sie sich noch ins nähere Gebüsch und zu einem Wasserlauf retten, wo sie dann verschwand.

Gegen Abend wurde ich dann von Ron eingeladen auf sein Schiff, um ein Glas Rotwein zu trinken. Ted sein Schiffsnachbar war schon an Board und ich gesellte mich dann zu den beiden. Ron zeigte mir seine etwa 12 Meter lange Yacht und ich war sehr beeindruckt von so einem riesigen Schiff. Da gab es Platz ohne Ende. Und das Schiff hatte 2 Motoren jeweils zu 500 PS. Da war das kleinere Schiff von Ted (Segelschiff) ja fast ein Winzling. Wir verbrachten einen netten Abend, sprachen über die Schiffe und eine Kleinigkeit zu essen gab es dann auch noch. Herzlichen Dank Euch beiden für den netten Abend.

Die Yacht von Ron (Ted und ich sind auf ein Glas Rotwein eingeladen)Das Segel-Schiff von Ted (er ist direkter Nachbar von Ron)Ich lasse mir den Rotwein auf der Yacht schmecken

Der nächste Tag war angefüllt mit Wäsche waschen. Ich benutzte allerdings nicht die Waschmaschine, sondern wusch die Teile wie T-Shirts, kurze Hose und Kopfkissen alle von Hand. Wurden auch richtig sauber, da ich hier warmes Wasser zur Verfügung hatte. Nachdem ich ich bei mir an Board wieder Klar Schiff hatte, verabschiedete ich mich und setzt meine Reise fort. Ich fuhr von New Bern Nach Minnesott Beach und gelangte mit der kostenlosen Fähre in den Croatan National Forest. In Navi hatte ich eingegeben Morehead City und kam auch bald in dieser Stadt an. Hier war aber zu viel Getümmel und so fuhr ich auf einer Nebenstrecke weiter nach Beaufort. Hier stellte ich das Fahrzeug auf einer grünen Wiese ab und lief runter zur Waterfront. Vorbei an kleinen Restaurants und Boutiquen und Geschäften lief ich weiter und fand ein Schifffahrtsmuseum. Ich ging hinein und brauchte nicht zu bezahlen. Es war nett aufgebaut und das Skelett eines Holzwals sowie der Nachbau eines Schiffes (Annes Revenge) aus alter Zeit beeindruckten mich.

Waterfront von BeaufortWalnachbau aus Holz - im Museum zu BeaufortAnne's Revenge Holznachbau des Schiffs - im Museum zu Beaufort

Auf dem Weg zurück sah ich noch einige Kakteen in vollster Blütenpracht. Da musste ich ein Foto machen.

Sehr schöne Blüte auf einem Riesen-Kaktus

Am nächsten Tag ging es weiter nach Surf City, einem kleinen Ort direkt am Strand. Der Zufall hatte mich hier hergebracht und die Neugier, den Atlantik zu sehen und baden zu gehen denn es war mit 32° C doch recht warm. Außerdem ist am Meer immer eine Windbrise vorhanden. Ich durchfuhr Surf City und parkte in einer kleinen Bucht direkt neben einem Haus mit einem Swimming-Pool und türkisfarbenen Sonnenschirmen.

Das Haus von neuen Freunden

Der Atlantik war gar nicht kalt und ich war auch mit den Beinen in Wasser. Ich hatte zwar eine Badehose mit, aber solche kleinen und kurzen Badehosen trägt hier kein Mensch. Also ließ ich dass mit dem Baden sein. Werde mir demnächst beim Walmart eine lange Badehose kaufen. So lief ich mit meiner relativ langen Boxer-Shorts den Strand hinauf zur Brücke. Dort musste ich einen Dollar Gebühr bezahlen um die Brücke betreten zu können. Ich hatte dort diverse Angler gesehen und wollte wissen, was so gefangen wird. Als ich an der Spitze der Brücke ankam hatte ein Angler einen etwas größeren Hering gefangen. Alle anderen badeten wohl ihre Köder. Ich betrachtete mir das ganze eine Weile und ging dann zurück.

Als ich an dem Haus mit dem Pool und Sonnenschirmen vorbeikam war da richtig viel Betrieb. Als ich dann meine Fahrerhaustür öffnete rief jemand von oben und wollte wissen, was das für ein Truck ist. Ich rief ihm zurück: Ein RV. Er fragte sofort, ob er ihn ansehen könne und ich sagte ja, komm runter ich zeig dir alles. Nicht nur er kam herunter sondern zusätzlich noch 8 junge Männer. Alle wollten den Innenraum sehen und so hatte ich einmal mein Haus voll. Als sie wieder herauskamen waren sie mehr als beeindruckt. Ich kam näher mit ihnen ins Gespräch und er sagte mir seinen Namen: Kevin. Dann fragte er mich, ob ich ein Bier bei ihm oben auf der Dachterrasse trinken möchte. Ich sagte zu und schon war ich oben mitten zwischen anderen lustigen und angeheiterten Gästen. Kevin brachte mir das Bier und sagte mir dann, dass morgen seine Tochter Kelly den Brandon hier am Strand heiraten wird.

Eine Party mit wirklich netten Leuten, die mich einluden dabei zu seinKelly am Abend vor ihrer Hochzeit

Nach einem 2. Bier wollte ich mich verabschieden. Erfragte mich daraufhin, ob ich morgen bei der Hochzeit seiner Tochter dabei sein möchte. Ich sagte zu, denn ich hatte noch keine weiteren Pläne und bei einer Hochzeit in den USA und dann noch am Strand war ich auch noch nicht.

Die Nacht war sehr warm und ich ließ die ganze Zeit die Fenster offen. Glücklicherweise wehte eine Brise durch mein Schlafzimmer, so dass es immerhin sich auf 25° C abkühlte. Der nächste Tag versprach puren Sonnenschein und wieder recht hohe Temperaturen. Die Hochzeitsfeier begann um 12:30 Uhr und ich nutzte die Zeit und ging in meiner Boxersthorts am Strand entlang. Heute war schon viel Betrieb denn schließlich war es Samstag. Ich ging zurück zum Auto und zog meine helle lange Hose und ein ordentliches Hemd an. So konnte ich mich dann bei der Hochzeitsgesellschaft, die nach und nach eintraf, sehen lassen. Und dann erschien Kevin mit seiner Tochter. Hübsch, wirklich hübsch anzusehen. Kevin strahlt eine herrliche Freude aus und Kelly sieht bezaubernd aus.

Die Hochzeitsgäste treffen einBrautvater Kevin mit Tochter Kelly

Am Strand, kurz vor dem Meer wurde dann die Hochzeitsfeier durchgeführt. Als Brandon dann seine Braut küsste war der Höhepunkt der Zeremonie erreicht und es wurde kräftig geklatscht. Ich hatte dann auch noch die Möglichkeit, die Brauteltern zu beglückwünschen und sie zu fotografieren.

Jetzt darf er die Braut küssenDie stolzen und glücklichen Brauteltern

Danach ging es dann mit einem gut gekühlten Bus ins nächste Gasthaus. Dort fand dann die anschließende "Party" statt. Zunächst aber gab es zu trinken (was jeder wollte) und dann ein gemeinsames Essen. Ich wurde einfach an dem Tisch der Brauteltern untergebracht und habe mich richtig wohl gefühlt. Auch den Tanz des Brautpaares beklatschten alle Gäste und immer wieder musste Brandon seine Braut küssen (auf ein bestimmtes Klopfen an den Gläsern). Zum Abschluss wurde dann noch der wohl auf der ganzen Welt bekannten Ententanz gespielt und alle groß und kleine machten mit. Es war eine sehr schöne Feier und ich bedanke mich bei euch allen, dass ich an dieser Feier habe teilnehmen dürfen. Die großartige Feier und ihr alle werdet mir in lebhafter Erinnerung bleiben. Danke, meine neuen Freunde.

Die Brauteltern mit Wolfgang, dem Gast aus dem kleinen DeutschlandKelly und Brandon beim Hochzeitstanz

Am Sonntag saßen wir dann alle noch ein bisschen am Strand und am Nachmittag - nachdem ich mich noch von Branden und seiner Schwiegermutter verabschieden konnte - machte ich mich auf den Weiterweg. Ich fuhr bis Southport und übernachtete dort vor dem Visitor-Center (nachdem ich mir noch den hübschen kleinen Ort angesehen hatte).

Liebe Grüße vom Weltenbummler

Wolfgang

Bericht Woche 21 - 20.05. bis 26.05.2013

Woche 21

Ich fuhr am Sonntag über NY (City) weiter Richtung Virginia (State). In Baltimore (bis dahin waren es ca. 400 km) suchte ich mir in einem Industriegebiet einen ruhigen Stellplatz für die Nacht. Am nächsten Spät-Morgen ging es dann weiter über Washington Richtung Richmond. Ich hatte seit langem mal wieder ausgiebig lange geschlafen. Deshalb kam ich relativ spät los. Aber ich wollte eh nur bis Richmond fahren und mir die Stadt ansehen. Das waren bis dahin vielleicht noch gut 250 km.

Karte

Ausschnitt der geplanten Reiseroute auf der der Long Island Karte (StepMap)

Als ich dann in der Stadt eintraf, kam ich direkt am Visitor Center vorbei. In dem gut gekühlten Gebäude besorgte ich mir geeignetes Info-Material, was denn in Richmond alles an zu sehen ist. Eingedeckt mit Kartenmaterial verließ ich das Gebäude und ging tanken. Ich hatte von Freeport bis hier her 650 km zurück gelegt. Auf der Karte sah ich das am James River sich ein größerer Park befindet. Da es heute sehr heiß war (29°C)fuhr ich an das Wasser und wurde von einem kühlen Windchen begrüßt. Ich stieg aus und lief über Foot Bridge direkt auf die Insel Belle ISLE. Hier machte ich eine Nachmittagswanderung zwischen großen vom Wasser frei gelegten abgerundeten Felssteinen zwischen denen so manches Wasser murmelte und gurgelte. Nach diesem Spaziergang ging ich zum Fahrzeug zurück und fuhr Richtung William Byrd Park. An einer geeigneten Stelle hielt ich an und hielt den Platz als Übernachtungsplatz für geeignet.

Heute ist Dienstag der 21. Mai. Ein besonderer Tag, denn mein lieber Schwager der Reinhard hat Geburtstag. Lieber Reinhard, da ich dich leider nicht tel. erreichen kann über diesem Wege alle Liebe und Gute zu deinem neuen Lebensjahr. Möge - wie heute hier auch - die Sonne das ganzen Jahr für dich scheinen. Bleib so wie du bist, so bist du genau richtig...

Ich machte mich nach einem guten Frühstückskaffee daran, die Stadt zu besichtigen. D. h. ich wollte all die Punkte ansehen, die mir die Dame vom Visitor-Center in der Karte angezeichnet hatte. Das war vor allen Dingen die Monument AVE. Entlang des Prachtboulevards finden sich zahlreiche Monumente und Denkmäler sowie aufwändige Villen vom Ende des 19. Jahrhunderts. Ich fuhr zur besagten AVE (gar nicht weit entfernt) und hatte zum Glück einen Parkplatz gefunden. In dieser AVE sind folgende Monumente/Statuen zu sehen:

  • Matthew F. Maury (Spitzname "Pathfinder of the Seas", er leistete wichtige Beiträge zur Bestimmung von Wind- und Meeresströmungen. Mit dem Ausbruch des US-Bürgerkriegs wurde er US Navy Kommandeur und schloss sich der konföderierten Seite an) 
  • Robert E. Lee (Die konföderierte Armee wurde von ihm kommandiert) 
  • James Ewell Brown Stuart (war bis 1861 Offizier des US-Heeres und danach General des konföderierten Heeres im Amerikanischen Bürgerkrieg) 
  • Thomas Jonathan Jackson (genannt Stonewall - General im Heer der Konföderierten Staaten) 
  • Arthur Ashe Jr. (geb. hier in Richmond, war er der erste dunkelhäutige Tennisspieler, der für das Daviscup-Team der USA nominiert wurde. Im Jahr 1968 gewann er die US Open. 1970 gewann er die Australian Open. 1975 gewann er auch noch Wimbledon) 
  • Jefferson Davis (er war Politiker und von 1861 bis 1865 der einzige Präsident der Konföderierten Staaten von Amerika und damit Führer der Südstaaten im Sezessionskrieg).

Die lief ich alle zu Fuß ab. Hinterher taten mir auch gewaltig die Füße weh. Ich hatte mir in den Sandalen eine Blase gelaufen. Augen zu und durch.

Maury - Pathfinder Of The SeasRobert E. Lee Monument in Richmond VAJ.E.B Stuart Monument in Richmond VAStonewall Jackson Stuart Monument in Richmond VAArthur Ashe Jr.-Statue in der Monument AVE - Richmond VAJefferson Davis Monument in Richmond VA

Dann besuchte ich am Nachmittag noch die Virginia Historical Society. Ein kostenloses Museum. Sehr anschaulich und schön alles gemacht.Hier konnte ich auch mal sitzen und meine Füße ein wenig schonen. Als ich das Museum verließ, war es schon wieder 15:30 Uhr. Ich ging zurück zum Wagen und fuhr zurück zum William Byrd Park. Dort schaute ich mir die vielen Gänse und deren Nachwuchs an. Putzig.

Gänseeltern mit ihren Nachwuchs tummeln sich auf dem Swan Lake"Gänseklein" mal nicht im Kochtopf

Da ich hier leider nicht übernachten durfte fuhr ich direkt in die Stadt und in einer kleinen Seitenstraße und fand einen geeigneten Übernachtungsplatz. Die Nacht war sehr warm und im Wagen fiel die Temperatur nicht unter 25°C. Trotzdem schlief ich endlich ein. Da am nächsten Morgen schon um 5:00 Uhr früh der Straßenverkehr einsetzte war von ruhigem Schlaf keine Rede mehr. Um 8:00 Uhr machte ich mich startklar und fuhr mit dem Mobbi Richtung Williamsburg (1633 wurde die Stadt mit dem Namen Middle Plantation als Teil von Jamestown gegründet. 1699 benannte man sie zu Ehren König Wilhelms III. von Oranien um. Von 1699 bis 1776 diente Williamsburg als Hauptstadt der königlich britischen Kolonie von Virginia.). Auf der Route 64. An einer Raststätte war auch ein Visitor Center. Dort deckte ich mich ein mit Infomaterial für Williamsburg und wollte mir einige an der Nebenstrecke Nr. 5 gelegenen James River Plantations (kolonialen Anwesen) ansehen. Also fuhr ich direkt zum John Tylor Memorial Highway so die Bezeichnung dieser Nebenstreckenroute. Bald kam ich nach Charles City. Ich schaute mir die Westover Plantation an und war ein wenig enttäuscht. Das Gebäude hatte nicht geöffnet und so gab es nicht all zu viel zu sehen. Außer, dass ab und zu über den Bäumen ein Weißkopf-Adler (Bald-Eagle) seine Kreise zog. Ich versuchte das im Film festzuhalten, aber das war gar nicht so einfach. Zu Hause muss ich die Aufnahmen erst einmal sichten und auswerten.

Ein Gruppe Freiwilliger traf sich an diesem Abend genau an dieser Stelle, wo ich mit meinem Fahrzeug stand, um im James River Wasserpflanzen zu erneuern. Viele junge Leute und Schüler waren dabei. Aber auch einige ältere Damen und Herren, die mich direkt nach dem Woher und Wohin fragten und mir dann ihre Tipps für die Weiterreise gaben. Eine junges Mädel kam direkt auf mich zu und sagte mir, dass sie die Reifen des Fahrzeugs richtig toll findet und sie wollte auch wissen, was ich mache und wohin die Reise weiter geht. So gut es ging erzählt ich ihr von meinem Vorhaben und sie staunte nicht schlecht, dass ich das alles "in meinem Alter" noch mache.

Am James River (WESTOVER Plantation) beobachtete ich Weißkopf-AdlerEine Gruppe von Freiwilligen setzten in den James River neue Wasserpflanzen ein

Mit meiner Kamera sah ich aus wie vom Fernsehen und so fragte mich doch tatsächlich das gleiche Mädel, wann und auf auf welchem Kanal denn der fertige Film ausgestrahlt wir. Ich klärte sie entsprechend auf, dass ich nicht vom Fernsehen bin und enttäuscht zog sie ab. Da ich auch hier nicht übernachten konnte (wäre ein sehr ruhiger Stellplatz gewesen), fuhr ich an die Straße Nr. 5 zurück. Dort hatte ich einen Parkplatz mit Grilleinrichtung, Tisch sowie Bänken gesehen. Hier konnte ich stehen und übernachtete so einigermaßen denn der Verkehr am frühen Morgen war doch zu vernehmen.

Weiter ging es am nächsten Tag zur wohl bekanntesten Plantation: Der Shirley Plantation (gegründet 1613). Das Herrenhaus stammt allerdings aus dem frühen 18. Jahrhundert.

2 Eingangssäulen mit Löwen vor dem "Great House"

Ich bezahlte den ermäßigten Seniorenbetrag von $ 10 und nahm an einer Führung teil. Dann schaute ich mir noch die Nebengebäude an. Alles sehr gepflegt und in Schuss gehalten. Beeindruckt hat mich auf diesem Gelände allerdings am meisten der weit über 370 Jahre alte schön gewachsene Baum (die Willow Oak). Wenn der erzählen könnte.

Rechts vom Great House steht seit mehr als 375 Jahren der riesige Baum - die Willow Oak. Wenn er erzählen könnte...

Von der Shirley Plantage fuhr ich weiter 35 Meilen nach Williamsburg. Williamsburg ist die 2. Hauptstadt von Virginina (nach Jamestown). Am Visitor Center ist ein riesiger Parkplatz (ein extra-Platz ist für RV's geschaffen) und hier stellte ich mein Fahrzeug ab. Ich ging ins Visitor Center hinein und sah mich ein wenig um. Danach fuhr ich mit dem kostenlosen Shuttle-Bus nach Williamsburg hinein und machte mit diesem Bus ein 10 Minuten dauernde Tour. Ich wollte mir erst einmal einen Überblick verschaffen denn Williamsburg ist ganz schon weitläufig. Darauf setzte ich mich in den 2. kostenlosen Shuttle und dieser transportierte mich (Fahrtdauer ca. 20 Minuten) nach Yorktown, der ältesten britischen Siedlung in den USA. Hier stieg ich um in einen kleinen Trolli-Bus, der etwa 20 Minuten durch Yorktown fährt. Ich wollte mir dann alles am nächsten Tag bei besserem Wetter (es fing leider ein wenig zu regnen an) genauer ansehen. Nach dieser Trolli-Rundfahrt stieg ich wieder in den Bus nach Williamsburg. Unterwegs musste der Busfahrer die Fahrgeschwindigkeit erheblich reduzieren, denn es fing wie wild an zu regnen. Sturzbäche - nein es waren fast schon Wasserfälle - fielen vom Himmel, wie ich es noch nicht erlebt hatte. Schnell waren die Straßen voller Wasser und Bäche flossen plötzlich durch die Landschaft. Ach die meine Güte, dachte ich: Ich hatte die Dachluke in unserem Schlafbereich ein kleines Stückchen offen gelassen. Hoffentlich habe ich nicht zu viel Wasser in der Koje. Angekommen beim Visitor Center erkannte ich trotz des immensen Regenschauers sofort zum Mobbi und kam klitschnass dort an. schnell stieg ich tropfender weise ins Mobbi und sah das meine Schlafdecke angefeuchtet war. Gott sei Dank nicht mehr. Schnell machte ich die Dachluke zu und zog das nasse T-Shirt und die Hose aus und stieg in einen trocknen Hausmanns-Anzug. Jetzt noch den Schlafsack so hingelegt, dass er wieder trocknen konnte und meine Welt war einiger Maßen in Ordnung. Ich bereitete mir dann mein Abendessen und fuhr danach zurück zur nächstgelegenen Shoppingcenter-Mall, denn am Visitor war übernachten nicht gestattet.

Gegen 23:30 ging ich zu Bett. Der Regen hatte nachgelassen und kurz bevor ich einschlief hörte er auch ganz auf. Der nächste Tag brach an. Leider regnete es den ganzen Vormittag wieder - wenn auch nicht so stark - aber um mir nun die Stadt anzusehen, war es doch zu nass. Also nutzte ich diese Zeit um mein Tagebuch zu vervollständigen. Mal sehen, wann sich das Wetter bessert, denn ein wenig will ich von diesen beiden Städtchen doch sehen.

Schon am nächsten morgen schien mir wieder einmal die Sonne ins Gesicht. Nach meinem Frühstückskaffee ging es dann sofort ins Visitor-Center. Hier war schon großer Andrang. Menschen - jung und alt, Familien mit Kindern und viele Globetrotter standen an, um sich zu informieren und ggf. Eintrittskarten zu kaufen. Ich ging sofort zu denn Shuttle Bussen und ließ mich nach Williamsburg chauffieren. Auch hier war schon ordentlich Betrieb. Ich schaute mir das Kapitol an und marschierte dann weiter.

Kapitol von Williamsburg

Vorbei ging es an bunt angemalten Häusern und die Menschen hatten sich auch entsprechend angezogen. Einige der Besucher ließen sich in hübschen Kutschen durch den Ort kutschieren.

In den "alten" Straßen von Williamsburg...Hier passt die Pferde-Kutsche richtig gut her

Bei drei hübschen jungen Ladies blieb ich stehen und lauschte ein wenig. Sie sangen gerade ein Lied und es klang reizend.

Die Damen herausgeputzt und singen munter ihre Lieder

Nachdem ich die Hauptstraße auf- und abgegangen bin und mir alles näher angesehen hatte, setzte ich mich wieder in den Bus und ließ mich zurück zum Visitor-Center fahren. Danach stieg ich in den anderen Shuttle-Bus und dieser fuhr mich noch einmal nach Yorktown. Dort, direkt vor dem Visitor-Center, hatte sich eine Gruppe in Uniformen aus der früheren Zeit des Civil War "angesiedelt". Sie hatten Zelte aufgebaut, in denen sie auch übernachteten und auch einsatzbereite Pferde, Kanonen, Gewehre und vieles mehr aus der damaligen Zeit gab es zu bewundern.

Gewehre ordentlich abgestelltFunktionstüchtige GewehreMilitär-camp wie es früher einmal ausgesehen hat

Nachdem ich alles ausgiebig bestaunt und bewundert hatte (so gar eine Vorführung der einsatzbereiten Kanonen - das war vielleicht ein Knall, als die größere der Kanonen ihr Feuer verschoss) fuhr ich mit dem Trolli-Bus durch Yorktown. Vorbei ging es an der sehr schönen Säule ( Lady Victory).

Shuttle-Bus von YorktownDas Victory Monument in Yorktown

Der nächste Trolli brachte mich dann hinunter ans Wasser. An der großen Brücke, die ins Wasser hinein reichte, hatten die Angler alle Hände voll zu tun und es wurde so mancher Fisch herausgeholt. Ich glaube, ich muss mir auch mal eine Angel zulegen und mein Glück versuchen.

Angelpier in Yorktown

Yorktown hat ein kleines Schifffahrtsmuseum. Das wollte ich mir noch anschauen, aber es hatte nicht geöffnet. Im Garten befindet sich der kleine Nachbau "The Betsy" (ein ehemaliges Handelsschiff). Es wurde 1772 in Whitehaven in England gebaut und eingesetzt für den Kohle-Transport.

Mit dem letztes Bus fuhr ich dann gefüllt mit vielen Eindrücken zurück nach Williamsburg und kam glücklich und zufrieden beim Mobbi an. Da ich hier im Nationalpark nicht übernachten durfte, fuhr ich zum heutigen Williamsburg zurück und stellte mich hinter einem Restaurant auf den riesigen Parkplatz und hatte anschließend eine ruhige Nacht.

Hier im Visitor-Center konnte ich auch das Internet nutzen (ich hatte mal gefragt und siehe da: WIFI war vorhanden). So konnte ich alle gemachten Bilder übertragen und den Bricht einmal updaten. Zusätzlich schaute ich in meine Post und in das rewola-Gästebuch. Für all eure liebe mail, die ich zu meinem Geburtstag bekommen habe bedanke ich mich auf diesem Wege: Recht herzlichen Dank dafür.

Am Sonntag war das Wetter immer noch schön, und so beschloss ich noch nach Jamestown zu fahren. Hier fand die Pocahontas-Statue mein Interesse: Pocahontas war eine amerikanische Ureinwohnerin und sie unterstützte und begleitete die englischen Kolonisten in ihren ersten Jahren in Virginia. Pocahontas war ihr Spitzname. Er bezog sich auf ihre ausgelasse Natur und heißt übersetzt etwa "kleine Mutwillige". Nach ihrer Taufe, bekam sie den Namen Rebecca und heiratete später einen Engländer mit Namen Rolfe. Sie ist also auch unter Rebecca Rolfe bekannt.

Auf dem Rückweg sah ich dann sogar noch einige Schildkröten im Wasser und - ich traute meinen Augen kaum - einen Weißkopfseeadler.

Pocahonta-StatueWeißkopfseeadler von der Seite

Liebe Grüße vom Weltenbummler

Wolfgang

Bericht Woche 20 - 13.05. bis 20.05.2013

Woche 20

Irgendwie scheint diese Woche das kalte April-Wetter zurück gekommen zu sein. Nach dem wir am Muttertag abends noch gegrillt hatten wurde es schnell kälter. Im Mobbi brauchte ich die Heizung aber nicht mehr anzustellen, denn es war warm genug. Am Montag zogen ich noch einmal die warme Winter-Arbeitsjacke an. Für ein einfaches Arbeitshemd war es mit 12° C einfach noch zu kalt. Außerdem wehte ein unangenehmer Wind. Diese Woche soll nun der Tankeinbau abgeschlossen werden. Da der Tank 70mm höher als der alte ist, müssen die Träger tiefer an den Rahmen angeschraubt werden. Wir besorgten eine 70mm lange Platte und sägten sie jeweils auf Trägerlänge zurecht. JJ schweißte sie dann oben an die vorhandene Trägerplatte an. Da wir nun die vorhandenen Löcher nicht mehr einsetzen konnten, wurden neue gebohrt. Dies machte JJ an einer seiner professionellen Bohrmaschinen.

JJ bohrt mit einer seiner professionellen Maschinen ein Loch in die Trägerplatte. Größe des Bohrers: 33mm

Der größte Bohrer, der dabei zum Einsatz kam - sah für mich mehr als gewaltig aus. Immerhin 33mm stark. Was für ein Kavensmann. Größe des Bohrers: 33mm

Aber das Endergebnis war perfekt. Ich schraubte den Träger sofort an. Die neu gebohrten Löcher passten auf Anhieb. Danach legte ich den Tank mal provisorisch auf diese Halterung. Der Abstand nach oben zur Grundplatte der Kabine war (für die Verwindung des Fahrzeugs) ausreichend und fast genauso wie bei dem vorherigen Tank. Danach begann ich die Träger mit der zink-versetzten Grundierung einzupinseln. Morgen (nach dem Trocknen dieser Grundierung) baue ich die Träger und den Tank noch einmal an und schaue mal, ob und wie die alten Spannbänder, die den Tank befestigen einzusetzen bzw. zu verlängern sind.

Der neue Tank ist vorbereitet zum Einbau

In JJ's Fundus an "alten" (bei einigen war die durchgeführte Reparatur nicht bezahlt oder der Kunde hatte die Maschine nicht abgeholt) Motorrädern sah ich ein Bike, dass mir sofort ins Auge stach.

Die Yahama TW 200 gefällt mir. Eine gut erhaltene gebrauchte Maschine

In diese Maschine habe ich mich sofort verliebt. Er gestattete mir, dieses Bike einmal zu fahren. Sie sprang sofort an und zog ganz schön schnell ab.Das machte richtig Spaß, mit diesem Motorrad zu cruisen. 200 ccm sind doch etwas anderes, als 79 ccm bei der Dax. Mit diesem Bike kann mal auch ins Gelände gehen oder durch Sand am Strand fahren. Es ist eine richtiges Touren-Bike. Ich fragte JJ, was denn mit dieser Maschine ist und er sagte mir, dass der Kunde die Maschine wahrscheinlich verkaufen wird. JJ versprach mir dieses Bike, bei einem angemessenen Preis (1000 $ hielt er für angemessen), dem Kunden ab zukaufen. Der Kunde wollte am Wochenende kommen und seine Motorräder (er hatte mehrere zur Reparatur) abholen. Leider kam der Kunde, als ich noch bei JJ weilte, nicht. JJ will mich aber auf dem Laufenden halten, was mit der Maschine wird.

JJ meinte das mein Tank wunderbar passt und alles soweit o.k. ist. Bis auf eine Kleinigkeit: Der Tankdeckel ist nicht abschließbar. Jeder kann aus dem Tank den Diesel abzapfen. Das gefiel ihm gar nicht. Er versprach für Abhilfe zu sorgen. Am nächsten Tag schweißte JJ zuerst an den Tank einen Steg und bohrte durch diesen ein Loch. Dann nahm er sich den Tankdeckel vor und sagte, dass das Mittelstück wahrscheinlich beim Schweißen aus dem Deckel herausfallen wird, denn es ist nur eingepresst. Aber dass sei nicht so schlimm, denn er wird dafür schon eine passende Lösung finden. Und richtig: Wie vorausgesagt fiel das Mittelstück heraus, und der neue Tankdeckel hatte ein Loch.

Das Loch im Tasnkdeckel wird noch geschlossen

Nach dem Abkühlen des nun mit Steg versehenen geschweißten - aber lochbehafteten Tankdeckel - wurde dieser erneut heiß gemacht. JJ nahm dann den Durchmesser und erstellte an seiner Drehmaschine ein passendes Teil. Diese Metallscheibe wurde dann in den Tankdeckel eingesetzt. Nach dem Erkalten diese Teils blieb es tatsächlich an seiner Stelle. Zusätzlich wurde jedoch von unten noch eine Gegenscheibe in den Tankdeckel eingeschraubt. Nun ist dieses Loch wieder weg und der Tank kann mit einem Schloss gesichert werden.

Am Sonntag bauten wir dann alles wieder ordnungsgemäß zusammen und schon am Nachmittag konnte ich meine Reise fortsetzen. Neuen Abenteuern entgegen...

Liebe Grüße vom Weltenbummler

Wolfgang

Bericht Woche 19 - 06.05. bis 12.05.2013

Woche 19

Das Highlight dieser Woche war für mich, daß der neue Tank geliefert worden ist. Schnell war er ausgepackt und ich staunte nicht schlecht, als ich den Tank alleine aus der Verpackung heraus heben konnte. Ist ja irre, wie der Tank ist. Der "alte" Tank war so schwer, dass ich ihn nur mit einer Sackkarre transportieren konnte. Kurzerhand baute ich die beiden Tankträger provisorisch an und brachte den neuen Tank zum Mobbi. Dann hob den Tank auf die Träger, um zu sehen, wie er passt. Er machte sich ganz gut dort.

Der neue Tank ist aus 35mm Aluminiumblech gefertigtDer neue Tank - passt doch ganz gut

Jetzt überlegten wir, wie wir die alte Tankuhr anschließen konnten. Dazu sägte ich aus dem alten Tank großzügig ein viereckige Blech heraus, wo die alte Tankuhr war.

Aus dem alten Tank säge ich die Fassung für die Tankuhr heraus

JJ drehte dann aus diesem Blechteil - auf einer seiner Maschinen - einen Rundlung. Zusätzlich erstellte er noch 2 Zwischenträger, so dass später die Tankuhr fest eingebaut werden kann, sicher sitzt und auch dicht ist. Provisorisch sägte er ein kleines Loch in den Tank, wo später die Tankuhr sitzen wird. Die amerikanischen Tankanschlüsse werden stillgelegt

Ich erweiterte dann dieses Loch zu einem runden Ausschnitt, wo die Tankuhrhalterung später hinein kommt.

Mit einer kleinen, luftbetriebenen Stichsäge habe ich einen ordenlichen Kreisausschnitt hinbekommen

Das Wetter diese Woche war launisch. Wir hatten Sonnenschein, blauen Himmel und Sommertemperaturen. Aber auch wieder Kälte, Regengüsse - ich dachte die Welt geht unter - und Gewitter. Und auch warmen Regen. Die Natur blühte richtig auf: Büsche, Bäume und alle anderen Pflanzen standen mit mal richtig in Blüte und es war schön, diese Veränderung zu erleben. An den 2 Regentagen half ich JJ, den Motor einer Harley Davidsen auseinander zu bauen und eine Auspuffanlage zu installieren. War gar nicht so schwer. Und es hat mir sogar richtig Spaß gemacht. Abends war ich allerdings immer geschafft (ist das Frühjahrsmüdigkeit oder etwa mein Alter? - ich weiß es nicht).

Am Muttertag wurde ich dann wieder mitgenommen zu einem gemeinsamen Frühstück. Gestärkt von zwei Stücken Fischfilet auf Spinat mit Knoblauchbrot ging es zurück zur Werkstatt. Wir zogen wieder Arbeitsklamotten an und JJ machte sich daran, den Zwischenträger für meine Tankuhr ein zu schweißen.

JJ schweißt den Trägerring für die Tankuhr ein

Ich finde, das Endprodukt kann sich sehen lassen. Wieder ein Stückchen weiter.

Eingeschweißter Trägerring

Ich hoffe, dass ich nun bald weiterfahren und wieder auf Reise gehen kann. Zu erledigen sind noch: Der eigentliche Tankeinbau (erfolgt aber ganz zum Schluß), Tankträger-Verlängerung, Verlängerung des Dieselentnahmerohrs sowie Anschluss des Diesel-Rücklaufs. Mal sehen, wann wir dies gebacken bekommen.

Liebe Grüße vom Weltenbummler

Wolfgang

Bericht Woche 18 - 29.04. bis 05.05.2013

Woche 18 beginnt

Heute ist Montag der 29. April. Ich stand früh auf und schaute mir meine e-mails an. Nur Schrott. Keine Nachricht von der Tankfirma. Ich rief bei der Fa. an und die Lady am Tel. sagte mir das sie keine Mail erhalten hat. Auch das noch. Also schickte ich meine Bestellung erneut zur Tankfirma mit der Bitte um Reservierung des Tanks und Lieferung per Luftfracht an JJ's Bike-Shop.

JJ fuhr mit mir die Träger abholen. Wir nahmen die schweren Teile in Empfang. Sie sahen fast wie neu aus. Das Reinigen und Sandstrahlen dieser 6 Teile hat gerade mal 150 $ gekostet. Da das Wetter wieder schon war, machte ich mich daran, den Rahmen des Fahrzeugs vom Rost zu befreien. So weit wie ich an die entsprechenden Stellen herankam. JJ hatte mir dafür für 10 $ eine Flex gekauft und zusätzlich dafür noch die entsprechenden Drahtbürsten besorgt. Mit Blaumann, Schutzbrille und Atemschutzmaske legte ich mich unter den Wagen und schrubbelte den Rost ab, wo es nur ging. Danach behandelte ich die nun rostfreien Metallteile mit einer rostschützenden Zinkfarbe.

Ich entferne gründlich - mit einer elektrischen Drahtbürste - rostige Stellen

Zwischenzeitlich hatte JJ an einem amerikanischen LKW, der vor seiner Fa. parkte, einen Tank gesehen, bei dem er meinte, der könnte für mein Fahrzeug geeignet sein. Wir nahmen die Maße des Tank und verglichen sie mit meinem alten Tank. Ergebnis ist: Der Tank ist geeignet und passt an die alte Stelle. JJ und ich handelten sofort: "Alte" Bestellung in Deutschland canceln und versuchen, diesen geeigneten Tank hier in den USA zu kaufen. JJ rief bei der entsprechenden Fa. an: Der Tank ist innerhalb einer Woche lieferbar. Kostet ca. 500 $ (JJ ist Unternehmer, und bekommt einen Rabatt). Ich schickte dann eine weitere mail an die deutsche Tankfirma mit der Bitte, meine "angebliche" Tankbestellung zu canceln.

Am 1. Mai fuhren JJ und ich zur Hino-Vertretung (Hino ist die Marke des amerikanischen LKW's) und bestellten dann den Tank. Der ist nun nicht mehr aus Stahlblech, sondern aus Aluminium. Und somit viel leichter. Am Donnerstag rief ich dann am frühen Morgen in Deutschland an und bat noch einmal um Stornierung meiner Bestellung. Die Dame am Tel. sagte mir, dass sie diesmal meine e-mail erhalten hat. Zusätzlich teilte sie mir mit, dass allein die Speditionskosten von der Fa. zum Flughafen schon 300 € betragen hätten. Das wäre sicherlich eine kostenintensive Angelegenheit geworden.

Am Freitag Morgen legte ich mich wieder in entsprechender Ausrüstung unters Auto und entfernte weiteren Rost am vorderen Chassi. Da ich nun schon unterm Wagen lag, besah ich mir einmal die Kabel, die von der 2. Lichtmaschine zu den Batterien führen. Da sah ich zwei abgebrochene Kabel. Sollte das vielleicht die Ursache der Fehlfunktion der Lichtmaschine sein? Ich klemmte beide Kabel wieder zusammen und der Schaden war tatsächlich damit behoben. Also keine größere Angelegenheit. Wieder ein Punkt meiner To-Do-Liste abgearbeitet.

Am Nachmittag setzt ich meine Arbeit fort und begann am hinterem Chassiteil den Rost zu entfernen. Dabei ist mir trotz Schutzbrille ein rostiges Eisen- oder Farbpartikelchen ins rechte Auge geflogen. Anfangs hatte ich es gar nicht so recht war genommen aber am nächsten Morgen schmerzte mein Auge ein wenig und Tränenflüssigkeit trat ununterbrochen aus. JJ's Freundin kannte einen guten Augenarzt. Sie fuhr mich zu ihm. Er befreite mich von diesen Rostsplitter und bald ging es mir wieder besser. Ich bezahlte meine Rechnung von 125 $ und war heilfroh, dass nicht mehr passiert war.

Das Fahrzeug wurde nach der Rostbeseitigung von mir mit einem Rostschutzlack angestrichen. Nun hat der Rost für die nächsten Jahre (hoffentlich) keine Chance.

Nach der Rostbeseitigung ist ein Rostschutzlack aufgetragen

Danach habe ich dann die silbern behandelten Teile des Chassies zusätzlich mit einer schwarzen Rostschutzfarbe endlackert. Das sollte für die nächsten Jahre den Rost ab halten. Jetzt kann der neue Tank kommen und angebaut werden.

Auch der Endlack enthält noch einen Rostschutz

Liebe Grüße vom Weltenbummler

Wolfgang

Bericht Woche 17 - 22.04. bis 28.04.2013

Woche 17 beginnt

Nach meiner "Urlaubswoche" im östlichen Teil von Long Island wollte ich noch eine Woche bleiben und das Mobbi ein wenig für die lange Reise nach Florida vorbereiten. Die ersten 2 Tage der Woche half ich JJ noch ab und zu bei der Instandsetzung seiner Motorräder. JJ hatte sich an einem sonnigen Tag einmal mein Fahrzeug von unten angesehen und festgestellt, dass nach 13 Jahren der Rost das Chassie des Fahrzeugs angegriffen hatte. Am linken Tank zeigte er mir eine Roststelle und sagte mir, dass ich diese unbedingt behandeln und wegmachen sollte.

Diese rostige Stelle mußte ich behandeln, um größerem Schaden vorzubeugen

Dieses rostige Krebsgeschwür wollte ich wegmachen. Fröhlich und guter Dinge machte ich mich an die Arbeit.

Der rostige Fleck muß weg, auch wenn das Schweiß kosten wird

Zusätzlich schaute ich mir den Tank auch von unten an. Da sah ich auch noch eine rostige Stelle direkt an der Tankhalterung. Die war leider etwas größer. Um auch diese richtig behandeln zu können, löste ich beide Tankhalterungen. Daraufhin schob ich den Tank ein wenig zur Seite und bemerkte zu meinem Entsetzen, das Dieselkraftstoff in einem kleinen Strahl auf den Boden lief. Ach die meine Güte, dachte ich und handelte sofort: Zügig holte ich einen Eimer und stellte ihn unter den austretenden Kraftstoff.

An der linken unteren Ecke ist der Tank so durchgerostet - (Fahrzeug und Tank sind 13 Jahre alt) dass mir der Diesel entgegen kommt

Ich füllte einen ganzen 20 L Kanister voll mit Diesel und füllte dann noch 3 Eimer in den noch heilen 2. Tank. Also waren noch gut 50 Liter in dem von mir leer gefahrenen Tank. Im Anschluss daran baute ich den Tank ab.

Tankausbau

Er sah an der unteren Seite wirklich sehr verrostet aus. Auch die Tankhalterungen sahen stark verrostet aus. Die Träger hätte ich alleine gar nicht abbauen können, aber mit JJ's Hilfe und seiner Druckluft-unterstützten Schlagbohrmaschine war die Tank-Träger ruckzuck abgebaut. Zusätzlich baute ich dann noch den Abwassertank ab, denn deren Halterungen sahen auch sehr verrostet aus. Die erste Halterung war wieder rucki zucki abgebaut. Beim 2. Träger bekamen wir die 2 Schrauben mit der Maschine nicht ab - zu verrostet. So brannte sie JJ kurzerhand ab.

JJ entfernt eine angerostete Mutter (sie ließ sich nicht mehr abschrauben) - mit einem Schweißgerät. Das ging super flott

Am nächsten Tag brachten wir die Träger gleich zu einer Fa. die die Träger sandstrahlt und mit einem Schutzlack behandelt. Das hätten wir schon mal erledigt. JJ hatte in der Zwischenzeit eine deutsche Fa. aufgetan, die genau meine Tanks in ihrem Lieferprogramm hatten. Per Telefon fragte ich an, ob sie diese Tanks vorrätig haben.Die Lady sagte mir, dass nur ein Tank dieser Größe war auf Lager sei. Ich bat um Reservierung dieses Tanks und versprach, eine Bestellung per e-mail zu senden. Dies machte ich noch am gleichen Tag. Am nächsten Morgen suchte ich vergeblich in meinem Postkorb nach einer Antwort von dieser Fa. Als auch am nächsten Tag keine Antwort von der Fa. da war kam mir dies Sache verdächtig vor, und ich schickte noch einmal eine e-mail an diese Firma.

Diese ganze Tankangelegenheit drückte irgendwie auf meine Stimmung. Da auch das Wetter von Sonnenschein auf Bewölkung wechselte und es dazu wieder kalt wurde, tendierte meine Stimmung fast gegen Null. Dazu stellte ich noch fest, dass die 2. Lichtmaschine, die die Kabine mit Strom versorgt nicht mehr funktioniert. So mit werden die Batterien nicht mehr aufgeladen. Auch das noch. Liebe Leute, ist das Mobbi-da-Sein nicht schön? Aber ich sagte mir gleich: Dies ist alles zu lösen und zu managen, und zu Hause geht auch so manches zu Bruch - oder? (be positiv).

Am Sonntag änderte sich dann meine Stimmung auch sofort wieder. Ich wurde morgens von der warmen Sonne geweckt. Zusätzlich sagte mir JJ, dass er überlege, die Tanks selber herzustellen. Vorsichtshalber sagte ich, dass ich in Deutschland bei der Tankfirma noch einmal anrufen werde. Wir verbrachten den Sonntag mir schrauben an Bikes und erste Reinigungsarbeiten am Mobbi. Nach einem gemeinsamen Grillen verabschiedete ich mich in mein Mobbi und ging bald zu Bett. Die Batteriekapazität war wieder voll erreicht, dank der Solarpanel auf Mobbi's Dach.

Fortsetzung erfolgt im Monat Mai.

Liebe Grüße vom Weltenbummler

Wolfgang

Bericht Woche 16 - 15.04. bis 21.04.2013

Woche 16 beginnt

Wieder startet eine neue Woche. Das Wetter ist deutlich besser geworden: manchmal schon richtig warm und sonnig. So liebe ich das... Ich bereitete das Fahrzeug (ein wenig aufräumen und saubermachen) für die Weiterfahrt vor. Es soll soll auf Long Island weiter nach Osten gehen. Folgende Strecke habe ich mir vorgenommen: Start Freeport, dann auf dem Sunrise Highway Nr. 27 über die Städte Patchogue, Shirley Riverhead, Mattituck, Southold, Greenport, Orient, Shelter Island Sag Harbor, East Hampton nach Montauk und dann nach Freeport zurück. Im nördlichen Osten von Long Island gibt es eine renommierte Attraktion, eine Weinstraße, mit vielen Wineries. Die wollte ich mal langfahren. Nachdem das Fahrzeug klar war fuhr ich Dienstag vormittags los.

Karte

Ausschnitt der geplanten Reiseroute auf der der Long Island Karte (StepMap)

War der Sunrise Highway Verkehr zuerst noch recht stark befahren, so ließ er nachdem ich nach Riverhead abgebogen war doch nach. Kurz nach Riverhead machte ich eine Mittagspause und fuhr dann erwartungsvoll auf der Route weiter Richtung Nord-Ost. Es war deutlich zu erkennen, daß der Frühling das Land erreicht hatte: Überall standen die Bäume schon mit ihrer vollen Blütenpracht da und leuchteten mir entgegen. Auch die Osterglocken, Tulpen und viele andere Pflanzen zeigten ihre herrlichen Blüten. An einer Gärtnerei hielt ich an. Hier konnte ich die dutzende von Körben bepflanzt mit Stiefmütterchen bewundern.

Der Frühling 2013 ist endlich da, ich halte an einer Gärtnerei und bewundere die Blütenpracht

Ich kam an etlichen wineyards (Weingütern) vorbei, aber viele der Kellereien hatten noch geschlossen. So fuhr ich weiter und sah bald darauf das Meer (Long Island Sound). Am Trumans Beach hielt ich an und machte das folgende Foto.

Kurze Rast am Trumans Beach

Weiter ging es auf dieser relativ kleinen Straße bis zum Orient Beach State Park. Dieser hatte aber noch nicht auf, und so parkte und übernachtete ich an einer Seitenstraße, die an einem Ende an das Meer grenzte, und auf der anderen Seite vom Hafen begrenzt wurde. Hier gab es einen ruhigen Schotterplatz und ich beobachtete die aus- und einlaufenden Fähren und Boote.

Der nächste Tag versprach Sonnenschein pur, denn ich wurde direkt von der Sonne geweckt. Nach einem guten Frühstück (mal ohne Kaffee, sonder mit Milch) fuhr ich ein Stück zurück Richtung Greenport. Auf einer Nebenstrecke entdeckte ich einen Park/Trails mit kaum aussprechbarem Namen (Arshamomaque Preserve), der mich zum wandern einlud. Hier sollte es Vögel zu beobachten geben. Man hatte dafür auch eine observation platform gebaut. Ich nahm meine Kamera und los ging es. Nach einer 3/4 Stunde hatte ich die Plattform erreicht. Leider hab ich außer einigen Amseln und Spatzen nichts besonderes gesehen. Allerdings herrschte auf und in den Gewässern reges Leben: Ich hörte Frösche quaken und Enten schnattern.

Bei schönem Wetter mache ich eine Wanderung durch den Park Arshamomaque Preserve

Zu einem schönen Sand-/Kieselstrand mit herrlich kaltem aber sauber klarem Wasser wurde ich geführt. Ich stand an der Straße und wollte mich auf der Karte orientieren. Da hielt gegenüber ein kleiner Truck und fragte mich, was ich denn suche. Ich sagte, dass ich einen ruhigen schönen Übernachtungsplatz am Wasser suche. Da bot sich der Fahrer an, mich zu einem solchen Platz hin zu bringen. Dem Fahrzeug folgte ich einige Kilometer und dann kam ein recht großer Strandabschnitt mit Wasser in mein Blickfeld. Der Fahrer (Gregory) und nun auch sein Beifahrer (Name habe ich leider vergessen) stiegen aus und wir machten einander bekannt. Nach der üblichen Besichtigung des Fahrzeugs bot Gregory mir noch seinen Parkplatz zu Hause an, denn der Beach ist nur bis Mitternacht geöffnet. Ich gab seine Adresse in mein Navi ein und nachdem die beiden sich verabschiedet hatten, genoss ich einen ersten richtigen Sommertag am Meer. Mit den Füßen war ich im Wasser, aber es war zum Baden einfach noch zu kalt.

Erfrischend ist hier am Beach das doch noch kalte Wasser

Gegen Abend fuhr ich dann zu Gregory's Haus und traf ihn mit einem Teil seiner Familie an. Ich durfte direkt neben seinem Haus auf seiner Einfahrt stehen und dort machten wir dann auch die folgenden Aufnahmen:

Gregory Occhiogrosso (hier mit einem Teil seiner Familie) lud mich zu sich nach Hause einEin Teil der Occhiogrosso-family am Gewässer vor ihrem Haus

Ich verbrachte hier eine sehr ruhige Nacht. Liebe Familie Occhiogrosso - vielen Dank das ich auf eurer Einfahrt sicher und ruhig stehen und übernachten durfte.

Der nächste Morgen war unglaublich schnell da. Das lag wohl auch daran, daß ich hervorragend geschlafen hatte. Nach einem leckeren Frühstück versuchte ich mal mein TomTom-Gerät zu aktualisieren. Der download dauerte über 1 1/2 Stunden (ich hatte doch keine so schnelle Leitung). Am Ende des downloads tat sich aber gar nichts, nur die TomTom-eigene Eieruhr rannte wild vor sich hin. Kein Hinweis, das ich etwas tun sollte oder ähnliches. Am Ende verließen mich die Kräfte (der Geduldsfaden) und ich beendete die Prozedur, in dem ich das Gerät vom Laptop nahm. Als ich das Gerät dann das nächste Mal einschaltete, sagte es mir auch, daß die aufgespielte Version nun schon gut 21 Monate alt sei. Na Bravo, so viel zum 1 1/2 stündigen Update.

So etwa gegen 11:30 Uhr fuhr ich dann weiter. Ich fuhr noch einmal zum Orient Beach Park und stellte das Fahrzeug (wieder an der alten Stelle) ab. Es hatte sich inzwischen eingetrübt und auch die Außentemperatur lag gerade so bei 12° C. Ich packte mich warm ein und unternahm dann einen Spaziergang an der Küste entlang direkt zum Leuchtturm. Leider durfte man das letzte Stück nicht ganz zu Ende gehen, aber es machte mir trotzdem Spaß, über wunderbar rund geformte Kieselsteine und abgestorbenen Muscheln zu laufen. Zwischendurch zeigte sich an einigen Stellen sogar Sand. Dieser war teilweise richtig dunkelrot gefärbt. Etliche Muscheln bestanden aus rotem Muschelkalk. Vielleicht daher der rote Sand.

Als ich zurückging kam gerade eine Fähre an die Anlegestelle und ich beobachtete eine Weile dieses Treiben. Dann ging ich wieder zum Mobbi und fuhr zurück nach Greenport. Dort gibt es eine nördlich Fähre, die die Fahrzeuge und Personen auf die kleine Insel Shelter Island bringt. Es begann bereits zu dämmern und so beschloss ich mir einen Übernachtungsplatz zu suchen. Ich fuhr 3 Seitenstraßen weiter und kam an eine Straße, die am Ende in eine Sackgasse mündet. Der Platz sah viel versprechend aus, groß und geräumig, hier konnte ich übernachten. Von weitem sah ich schon mehrere Deers, die aber, als ich näher kamen im Unterholz verschwanden. Nichts mit Foto. Ich verbrachte eine größtenteils ruhige Nacht, kamen doch ein paar wenige Fahrzeuge an diesen Waldrand und ?..ich hörte sie jedoch nicht allzu lange, denn ich schlief bald ein.

Nach einem rel. kleinen Einkauf (ich kaufte gleich 2 Brote, denn es wurde frisches europäisches Baguette angeboten) frühstückte ich ausgiebig. Dann fuhr ich zur Fähranlegestelle und beobachtete die Fähren. Mit dem Fernglas konnte ich sehen, wie sie auf der Inselseite so manövrierten und anlegten. Da ich noch Zeit hatte, nahm ich die Fähre am Nachmittag. Die Zwischenzeit nutzend kramte ich noch einmal mein Navi hervor. Wieder wurde mir von Tom Tom ein herunterladen der Software angeboten was 3 Stunden dauern sollte. Letztendlich wurden aus diesen 3 Stunden aber nur etwas mehr als eine Stunde und endlich sagte auch das Gerät, daß die Installation erfolgreich durchgeführt wurde. Halleluja. Endlich ist die neueste Kartensoftware auf den Gerät.

Ich reihte mich ich die wartenden Fahrzeugkolonne ein und auf dem Schiff musste ich 16 $ bezahlen, da das Fahrzeug 24 Fuß lang ist. Bis 21 Fuß beträgt die Gebühr nur10 $. Der Kassierer hatte das Fahrzeug abgeschritten und die 24 Fuß damit festgestellt. Die einfache Fahr-Strecke ist, so schätze ich, etwa 2 Kilometer lang. Inzwischen hatte es angefangen zu regnen und Schelter Island lag eingehüllt in einem Regen-Nebelschleier. Ich fuhr weiter zur Südseite. Auch hier musste ich wieder auf eine Fähre um nach Sag Harbour zu kommen. Die Fährstrecke beträgt so schätze ich etwa 800 Meter. Für diese Strecke wurde eine Fähr-Gebühr von 17 $ berechnet. Die beiden Mädels, die die Gebühr erhoben, hatten das Fahrzeug sogar mit einem Maßband ausgemessen: Ergebnis: Das Fahrzeug hat 25 Fuß. Ich fragte noch, warum für die kurze Strecke mehr zu bezahlen ist, als an der nördlichen Fähre, aber das angesprochene Mädel konnte mir keine Erklärung dazu geben. Es ist ja wie es ist... Manchmal macht man besser die Augen zu und durch geht's.

In Sag Harbor (im Sommer ein sicher überfüllter Ort) suchte ich mir zunächst einen vorübergehenden Parkplatz. Dann marschierte ich los, und schaute mir die Einkaufsstraße an. Viele Geschäfte haben noch nicht auf, aber in einigen Läden war durchaus Betrieb. In einen - von außen kaum zu erkennenden - Super-Market trat ich ein. Er war etwas verwinkelt aufgebaut, aber ich fand die Gemüse- Theke als erstes und kaufte mir Tomaten, die waren alle und Knoblauch - schon geschält. Die eine Knolle von letzter Woche war schon wieder alle und so freute ich mich über diesen Fund. Und gleich geschält. Jetzt kann ich nun endlich mal 'ne richtige Knoblauchkur machen. Hihihi... In diesem hervorragend ausgestatteten Markt fand ich auch etwas, was ich schon lange vermisst hatte: Camembert. In mehren Ausprägungen. Sogar französischen. Ein großes Stück wanderte sogleich in den Einkaufskorb und ich freue mich schon jetzt auf das kommende Frühstück. Vom Preis rede ich lieber gar nicht erst. Lieber Leser, du kannst dir auch so vorstellen, daß hier halt alles seinen entsprechenden Preis hat. Ich muss mich wiederholen: Augen halt zu und dann durch...

Gesunde Kost braucht der Körper. Knoblauch als Gemüse - mal was anderes

Zurück am Fahrzeug verstaute ich meinen Einkauf und lief per Pedes die nächsten Straßen am Wasser ab. Nach längerem Suchen fand ich eine sehr geeignete Stelle (sackgassenähnlicher Drive-Way zum Wasser), wo ich mit Mobbi Extra III übernachten werde.

Nachts wurde ich durch stärkeren Regen, der aufs Mobbi prasselte und kräftigem Wind, der es kräftig hin und her ruckeln ließ, auf geweckt. Ich schaute mit halb geöffneten Augen aus dem Fenster und sah, daß der Himmel ganz mit dunkelgrauen Wolken bedeckt war. Ich kuschelte mich wieder in mein Bett zurück und ließ das Unwetter einfach Unwetter sein. Als der Morgen anbrach hatte es zwar aufgehört zu regnen, aber der kräftige Wind war immer noch spürbar. Ein leckeres Frühstück erfreute mein Herz und ich ließ mir dabei ausgiebig Zeit. Als ich dann weiterfuhr - Richtung Montauk - wurde das Wetter besser und ab und zu gelangte sogar ein Sonnenstrahl durch die Wolken auf die Erde.

Bald war ich auf der Hauptroute 27 und fuhr den Montauk Point Sate Pkwy Richtung Osten weiter. An einer Gabelung bog ich rechts auf den Old Montauk Hwy ab. Es ging direkt an der Küste entlang und ich konnte ab und zu sogar das Meer sehen. An einem State Park (28 $ die Übernachtung) der sehr gepflegt aussah hielt ich an und sah mich ein bisschen um. Im Moment benötigte ich jedoch keinen Platz und machte mich auf den Weiterweg. Kurze Zeit später durchfuhr ich dann Montauk. Es gab einige Geschäfte und Restaurants zu sehen. Direkt am Wasser waren teilweise hässlich aussehende, gleichartig gebaute Ferien-Apartements gebaut worden. Ich stellte das Fahrzeug kurz ab und marschierte ans Meer. Eine richtig tosende Brandung erinnerte mich an die Nordseeküste bei Hennestrand in Dänemark. Es war hier am Meer jedoch recht frisch und so fuhr ich bald weiter. Nächstes Ziel war die äußerste - östlichste Stelle von Long Island. Kurz nach Mauntauk kam ein Parkplatz, wo man einen Überblick über die weitere Gegend bekommen konnte. Auf diesem Parkplatz befindet sich auch eine gute Hinweistafel, die ich mir näher betrachtete.

Hinweistafel Montauk Point

Mit dem kleinen Motorrad fuhr ich die gut 3 km zum östlichsten Leuchtturm von Long Island.

Eingang zum Long Island Head Lighthouse

Ich umrundete den Leuchtturm und beobachtete eine Weile die Surfer, die mit ihren Händen aufs Meer hinaus paddelten und sich von den Wellen dann zurück ans Land bringen ließen. Am Nachmittag fuhr ich dann noch nach Montauk Harbor. Auf einem einen riesigen Parkplatz stellte ich das Fahrzeug ab. Die wenigen Straßen die es hier gibt, schritt ich schnell ab. Es gibt zwar einige Geschäfte und Souvenirläden und eine Menge an Restaurants jedoch war alles noch wie ausgestorben. Die Saison hat hier noch nicht angefangen. Im Hafen lagen eine ganze Reihe von Schiffen und Booten, und von hier aus kann man auch mehrtägige Angeltouren buchen bzw. Schiffe chartern. In einem Prospekt lass ich folgendes Angebot: Halber Tag von 6:00 Uhr bis 11:00 Uhr $ 625. Ganzer Tag im Verhältnis preiswerter - nur $ 1000. Es handelt sich dabei vermutlich um die Chartergebühr für das gesamte Boot. Mir ist es für eine Boots-Angeltour im Moment jedoch noch zu kalt. Ich übernachtete auf dem riesigen Parkplatz und wurde von der Kälte der Nacht so gegen 5:00 Uhr wach. Das Thermometer zeigte mir 3° C Außentemperatur. Innen hatte ich immerhin noch 13° C. Aus dem Fenster blickend kam Freude in mir auf: Keine Wolke am blauen Himmel. Das verspricht doch einen sonnigen Tag.

Ich ging nach einem ausgiebigen Frühstück noch einmal ans Wasser. Viele Menschen waren schon mit ihrem Fahrzeug hierher gefahren und schauten sich um. Aus dem Auto. Auch eine Art, die Gegend zu erforschen. Da ich gut Internetverbindung hatte, skypte ich mit Regine und Johnny. Nach anfänglichen Schwierigkeiten stabilisierte sich alles. Es war schon, Teile meiner Familie wieder zu sehen. I love you all... Am frühen Nachmittag machte ich mich dann auf den Weg zurück nach Freeport. Ich musste meinen Weinvorrat auffrischen und etwas zu essen einkaufen. Ich hielt noch einmal in Montauk an und lief an den Strand. Der Wind hatte nachgelassen und das Meer hatte sich beruhigt. Ich war fast allein am Strand, denn es war empfindlich frisch - trotz der Sonne.

Am Strand von Montauk

Die Rückfahrt verlief ohne Probleme, nur das am Sonntagnachmittag eine ganze Anzahl von Menschen in ihren Fahrzeugen zurückfuhren. So war mancher Stau vorprogrammiert. Ich hatte jedoch Zeit und habe alle meine Dinge, die ich heute noch erledigen wollte, erreicht.

Liebe Grüße vom Weltenbummler

Wolfgang

Bericht Woche 15 - 08.04. bis 14.04.2013

Woche 15 beginnt

Heute - am Montag Morgen war es schon richtig schön warm. Tommi und ich machten uns auf den Weg nach New York. Ich hatte noch eine Fahrkarte "über", und Tommi kaufte sich seine Fahrkarte am Schalter. Gut gelaunt machten wir uns auf den Weg. Dann im Taxi fuhren wir zum Times Square. Er ist berühmt für seine zahlreichen Leuchtreklamen, die uns sofort beeindruckten.

Tommi (JJ's Bruder) - am Times SquareReklame (ohne Ende) - am Time Square

Weiter ging es dann zur Intrepid - einem ehemaligen Flugzeugträger. Auf diesem Museumsschiff stehen neben diversen Flugzeugen der amerikanischen Luftwaffe auch das Space Shuttle "Enterprise".

Die Intrepid (ehemaliger Flugzeugträger) ist heute ein MuseumsschiffDas ausrangierte Space Shuttle auf dem Flugzeugträger Intrepid

Das Mittagessen ließen wir uns in Chinatown schmecken. Ich hatte mir ein halbe Ente bestellt. Sie war zwar klein geschnitten, aber mit allen Knochen und sonstigen Teilen wurde sie mir serviert. Leider war die Haut gar nicht knusprig, eher klapperig und sie hatte einen - mir nicht so schmeckenden - durchdringenden Kräutergeschmack. Aber man muss alles probieren.

Wir liefen dann weiter durch Chinatown und Tommi kaufte sich noch 5 wirklich tolle T-Shirts für 50 $. Mir wollten die flüchtigen Händler andauernd eine "Lolex"-Uhr verkaufen. Wirklich echt und super günstig. Hier ist wirklich alles zu bekommen...

Seitenstraße - mit den Häuser und ihren Leitern - in China-Town

Bald waren wir in "Little Italy" und hier saßen an diesem Frühlingstag schon die ersten Restaurant-Gäste an den bereitgestellten Tischen im Freien.

Ein weiteres Taxi brachte uns dann noch zur Anlegestelle der Fähren, die nach Staten Island schippern. Wir gingen an Bord einer dieser kostenlosen Fähren und genossen die Überfahrt.

Die Fähren nach Staten Island sind richtig großAuf der kostenfreien Fähre - nach Staten Island

Nach zwei Feierabend-Bieren in einem Restaurant brachte uns die Long Island Railroad in 40 Minuten zurück nach Freeport. Ich fiel - von der Metropole NY geschafft - in mein Bett.

Bis jetzt war es Nachts immer noch recht kalt. Die Heizung musste immer noch ihren Dienst verrichten. Am Dienstag jedoch war mit einem Mal der Sommer da. Wirklich. Tommi und ich fuhren in die nächste Shopping Mal und kauften uns kurze Hosen. Als wir aus dem amerikanisch gekühlten Einkaufsparadies zum Parkdeck zurückkamen, wurden wir von der Hitze direkt erschlagen. Am Wohnmobil angekommen las ich a meinem Thermometer sage und schreibe 30° Celsius ab. Am Nachmittag reparierte ich am Mobbi dann die Warnblinkanlage. Letztendlich hat sich dann herausgestellt, das weder der Schalter der Warnblinkanlage noch das Relais defekt waren, sondern nur die Sicherung. 75 € - im Moment - "umsonst" investiert. Ich hatte zwar die Sicherung kontrolliert (der Sicherungsstreifen war weder durch geschmolzen noch sonst irgendwie defekt - aber an der Sicherung oben war das Metall korrodiert und ließ keinen Strom durch. Nun habe ich 2 Ersatzteile für später dabei...

Dienstag fuhr uns GG zu Malcolm. Malcolm ist ein wahres Unikat. Er ist mit Mitte 70 - zwar zahnlos, aber trotzdem immer noch ein unvergleichbar arbeitender Tiger und Sammler. Seine Garage ist riesengroß und richtig voll. Voll von Gerümpel. Was Malcolm da alles so hat - ist nicht zu beschreiben. Er repariert auch für Kunden (meistens alte englische MGs-Fahrzeuge), jedoch weiß ich nicht, wie lange die so durchschnittlich auf eine Reparatur warten müssen. Er ist auf jeden Fall ein netter Geselle und jeder liebt ihn dort so, wie er ist. Mir gefällt er...

"Unikat" MalcamFahrzeuge und Gerümpel in Malcoms riesieger Garage

Am Mittwochabend - fuhren GG, Tommi und ich nach New York. Wir trafen dort einen Kumpel von GG. Zusammen gingen wir in ein Restaurant, wo uns GG zum Essen einlud. Der Abend verlief relativ schnell - bei lustigen Männer-Gesprächen.

"Kneipenbesuch" in New York

Tommi's letzter Tag ist angebrochen. Wir gingen noch einmal in ein nahe gelegenes Kaufhaus und Tommi schaute sich nach einer Gepäcktasche um. Er fand indes keine. So meinte er nur lapidar: Dann wir es wohl ohne gehen. Auf dem Rückweg kauften wir noch bei Compare Food Rinderhackfleisch ein. Ich hatte mich angeboten, zum Abschied von Tommi einmal Frikadellen zu machen. Zum Mittagessen gab es also die deutschen Fleischküchle und dazu servierte buntes Paprikagemüse. GG gab mir noch Spätzle, denn er wollte keine Kartoffeln. So kümmerte ich mich um das Mittagsmahl, was uns dann auch gut schmeckte. Am Nachmittag machten wir dann noch die obligatorischen Fotos - und danach brachten wir ihn zum Flughafen und verabschiedeten uns. Wie schnell doch eine Woche vergeht...

Tommi, JJ und ich - an einem Custom-BikeEine "Bike-Crew"

Heute ist der "April-Winter" zurückgekehrt. Nach 2 super-tollen Sommer-/Frühlingstagen (ich brauchte nicht mal mehr heizen) ist der Winter wieder da. Es sind draußen 4° C und es regnet auch noch. Also Heizung sofort wieder an. Im Mobbi sind ohne Heizung nur 13° C. Mit ist es angenehm bei 22 °C. Es ist Freitag-Abend, wo ich diesen Bericht erstelle. Grad schau ich mal aus der Dachluke: Der Himmel ist noch immer bewölkt, aber der Regen hat aufgehört. Und lt. Wetterbericht soll es morgen wieder sommerlich werden. Mal sehen, was kommt...

Ich halte euch auf dem Laufenden.

Liebe Grüße vom Weltenbummler

Wolfgang

Bericht Woche 14 - 01.04. bis 07.04.2013

Bericht, der ersten April Woche

Seit Ostern traut JJ mir noch mehr zu. Er erklärte mir, wie eine Nabe und Felge mit Speichen versehen wird. Insgesamt - bei diesem Rad - verarbeitete ich 40 Speichen.

Ich soll diese Nabe und Felge einspeichenWenn einem gezeigt wird - wie es geht...

Hier könnt ihr das Ergebnis sehen.

Meine Feinabstimmung - die letzte Feinabstimmung machte JJ

Nebenbei erweiterte ich die elektrische Lichtanlage um mehrere Leuchtstofflampen.

An dem blauen Bike hatte ich ja schon in den letzten Wochen gearbeitet. Nur an den Motor hatte ich mich noch nicht herangewagt. Aber mit Unterstützung von JJ schaffte ich es, den Motor stückweise zu demontieren.

Erster Zylinderkopf ist abIch baue wirklich alles auseinander - hoffentlich bekomme ich das auch wieder zusammen

JJ hatte mir erzählt, dass am Donnerstag sein Bruder zu Besuch kommt. Also fuhr er mit mir zum Flughafen und dort holten wir den Tommi ab. Tommi brachte mir einen Schalter und Relais (für meine ausgefallene Warnblinkanlage) aus Deutschland mit. Ich fragte Tommi nach dem Preis aber JJ sagte sofort, daß er die beiden Teile bezahlen und mit seinem Bruder abrechnen will. Ich danke euch beiden ganz herzlich dafür (waren es doch immerhin 75 €). Am späten Abend (21:30) fuhren wir 3 dann noch 2 Motorräder zu einem Kunden und danach lud JJ uns noch in ein Pasta-Lokal zum Essen ein. Leider war der Chefkoch und Besitzer nicht anwesend und der kleine Angestellte war mit dieser Situation (das wir 3 nun um diese Zeit noch ein Essen haben wollten) völlig überfordert und sagte zu JJ immer wieder, dass der Chef nicht da ist und er auch nicht wisse, wann der Chef kommt. Da griff JJ kurzerhand zum Handy und sprach persönlich mit dem Chef. Kurze zeit später kamen der Chef und der Koch und bereiteten uns noch eine hervorragend schmeckende Pasta in einer leckeren rosafarbenen Soße mit leckerem Hähnchenbrustfilet. Müde und satt fiel ich am Abend in mein warmes Bett. Es war zwischenzeitlich doch wieder recht kalt geworden, aber ich hatte vorausschauend schon bevor wir losfuhren die Heizung angemacht.

Am Freitag fuhren Tommi und ich in JJ's 500er Mercedes zum Shoppen in die nächstgrößere Mall. Wir schauten uns in diesem Einkaufszentrum um und es gab viel zu sehen. Bei Tomi Hilfiger erstanden wir beide einige recht moderne Hemden und in der Hosen-Abteilung kaufte sich jeder von uns auch noch 2 Jeans für nur zusammen 80 $. Nun bin ich für die nächste Zeit wieder "Klamotten-technisch" auf dem Laufenden.

Am Samstag fuhren wir (JJ, Tommi, Aron und ich) über New Jersey nach Pennsylvania. Dort gab es eine Motorrad-Händler Veranstaltung in einem Hotel. Wir kamen nach 2 stündiger Fahrt im Hotel an. JJ hatte vom Veranstalter ein Zimmer reserviert bekommen: Für 4 Mann. Im großen Zimmer standen 2 riesige Betten. JJ und seine Sohn Aron belegten das eine Bett, Tommi und ich das andere. Wir machten uns frisch und gingen dann zum gesponserten Abendessen. Es gab herrlich schmeckendes Roastbeef und jeder von uns hatte w Getränkecoupons bekommen. Der Weißwein, den ich mir ausgesucht hatte schmeckte wirklich gut. Ein Besucher, der am Nebentisch saß, gab mir seine Coupons mit der Begründung, er trinke nur Whiskey. Also hatte ich nun statt 2 mit mal 4 Gläser Wein. JJ und Tommi und ich gingen nach dem Essen ins Spielcasino. Aron durfte nicht mit, da er noch nicht alt genug war. Wir schauten uns den Abend um, wie die Amerikaner so spielten - wir selbst spielten allerdings nicht. Trotzdem war es hoch interessant, die Menschen beim Spielen zu beobachten. Gegen Mitternacht gingen wir dann alle zu Bett - nach diesem Tag waren alle müde.

Nach einem unspektakulärem Frühstück besuchten wir nun die Händlermesse für Motorräder (speziell Harleys). Etwa um 12:30 gingen wir (wiederum eingeladen von den Händlern) dann gemeinsam zum Mittagessen und fuhren dann zurück nach Freeport. Ein hoch interessantes Wochenende ging zu Ende.

Liebe Grüße vom Weltenbummler

Wolfgang

Bericht Wochen 12/13 - 18.03. bis 31.03.2013

Bericht, der letzten 2 März Wochen

Nach Regines Abreise sind nun schon wieder 2 Wochen wie im Flug vergangen. In dieser Zeit habe ich JJ nach meinen Kräften - wo ich es denn konnte - unterstützt. Dabei habe ich neben der "Arbeit" von JJ so manchen guten technischen Rat und sogar eine gewisse "Ausbildung" in Mechanik bekommen. Ja auch diese 14 Tage waren - für mich aufregend. Am Samstag haben wir: JJ, Nadja (JJ's Freundin) und ich - uns herausgeputzt. JJ hat uns zum Essen eingeladen, und uns nach New York chauffiert. Dort trafen wir noch einen weiteren Deutschen New Yorker, in dessen Auto wir umwechselten und dann ins Lokal EDI & THE WOLF (unter Leitung eines Österreichers) fuhren. Wir speisten vorzüglich und tranken guten Wein. Danach ging es noch in eine nette Bar, in der wir noch einige Long Drinks zu uns nahmen. Wir hatten einen wirklich unterhaltsamen und netten Abend. JJ, auf diesem Wege herzlichen Dank dafür. Nadja fuhr uns dann nach Freeport zurück, und ich fiel müde in mein warmes Bett (da es kalt war, hatte ich schon vorher die Heizung angemacht). Am Sonntag ging JJ mit seiner ganzen Familie zum Frühstücken. Und ich durfte mit. Im Lokal konnten wir nach -herzenslust bestellen. Es gab für mich neben dem Pott Kaffee auch noch ein riesiges Eieromlette mit Gemüse und Fleisch. Das hatte für mich schon den Charakter einer Mittagsmahlzeit. Es war echt lecker. Gesättigt gingen wir zur Garage zurück und ich kümmerte mich um meine defekte Warnblinkanlage. Ich konnte nicht feststellen, ob der Schalter oder das Relais der Warnblinkanlage defekt ist. JJ meinte aber, dass das Relais wahrscheinlich defekt ist. Vorsichtshalber bestellte er für mich (über seinen Bruder, den ich später noch kennen lernen werde) den Schalter und das Relais. Sobald ich die Teile habe, werde ich sie einbauen und sehen, ob die Anlage dann wieder funktioniert. Die "Arbeitswoche" verlief unspektakulär, aber wir fuhren einige Male zum Werkzeug- und Tool-Laden Harbor Freight, wo JJ mir einige neue Werkzeuge kaufte. Es lag wohl auch daran, dass er mit meiner Arbeit zufrieden war. Ich habe an der Elektroinstallation seiner Garage gearbeitet, und sie ein wenig erweitert: Er brauchte an vielen Ecken und an der Decke neue Schalter, Steckdosen und Lampen. Die Kabel werden dabei in Metallrohren verlegt. Alles ist aus Metall und Kunststoff gibt es nicht.

Von mir verlegte Steckdose mit Kabelrohr

Neben dieser Elektroinstallation zeigte er mir die Bedienung einer seinen vielen Maschinen. Ich durfte an seiner riesigen Drehbank Teile für ein Motorrad drehen. Mein Gott, für mich als Kaufmann war das doch mal ganz was Anderes. Aber ich hab es hinbekommen.

Am Montag (alle Kinder hatten Ferien) überraschte mich JJ mit einem Straßen-Schild. Er hatte tatsächlich ein Straßenschild mit dem Namen Wolfgang Street gefunden und schenkte es mir. Die Kinder Aaron,  Andrew und Ana stellten sich damit vors Mobbi, so das ich sie aufnehmen konnte. Die 3 sehen nicht nur echt toll aus, ich mag sie auch wirklich gerne. Schön, das es sie gibt.

Aaron, Andrew und Ana - mit meinem neuen Straßenschild

Wir hatten immer wieder davon gesprochen, dass ich hier in USA doch eigentlich auch ein Motorrad fahren sollte. Und das, da ich doch den Bike-Freak und Unternehmer JJ kennengelernt habe. Also kümmerten wir uns als nächstes um meinen Motorrad-Führerschein. JJ fragte seinen netten Helfer Ricki - der sich in diesen Dingen perfekt auskannte - ob er sich "meiner annehmen" würde. Ricki zögerte gar nicht lange und bald darauf fuhr er mit seiner Frau (Richterin über Verkehrsangelegenheiten) und mir zu einer behördlichen Dienststelle. Ergebnis war letztendlich, dass ich mit meinem internationalen Führerschein auch Motorrad fahren kann. Ricki und seine Frau fuhren mich dann noch zum AAA (amerikanischer Automobilclub - wie unser ADAC) und dort bekam ich noch Kartenmaterial und weiteres  Informationsmaterial (es wurden tatsächlich 2 Plastiktüten voll - unglaublich). Danach luden die beiden mich noch in ein Lokal zum Mittagessen ein. Lieber Ricki, liebe Frau .... euch beiden danke ich auch von ganzem Herzen für die großartig/liebe Gastfreundschaft, die ihr mir erwiesen habt. Und für das nette Gespräch am Mittagstisch.

Ricki und seine Frau

Der nächste Tag der Woche (es war wieder sehr kalt und regnerisch) verlief schnell. Ich durfte in JJ's Garage dabei mitarbeiten, ein Motorrad auseinander zu bauen.

In der Hand halte ich einen Bremssattel

Als Endergebnis hatte ich tatsächlich einen fast leeren Rahmen (an den Motor hatte ich mich nicht gewagt - da fehlte mir doch das Know How) vor mir.

An diesem Bike (von mir zerlegt) - muss nur noch der Motor ausgebaut werden

Am Samstag strahlte zum Glück dann mal wieder die Sonne von einem herrlichem Himmel herunter. Nach dem Aufstehen - JJ hatte seine Garage kaum geöffnet, kamen sie auch schon an: die ersten Biker. Alle (Winni - JJ's Mechaniker und Aaron - sein Sohn) hatten die Hände voll zu tun. Schließlich liegt sein Bike-Shop ja günstig am Sunrise Highway - und hier fahren eine Menge motorisierte Menschen vorbei. Auch ein Polizist war unter den vielen Kunden. Er kam sogar mit seinem Polizeifahrzeug vorbei.

Vor JJ's Bike-Shop

An diesem Tag fiel mir eine besonders schönes Bike auf: Eine Harley Davidson mit toller Lackierung. So eine Harley hat schon was. Am Nachmittag machten wir in JJ's Garage "Klar Schiff" und dann fuhren JJ, Nadja, die kleine Samanta und ich in ein Lokal, wo wir Scampies, Scollops und diverse andere Meeresfrüchte nebst gutem Weißwein serviert bekamen. Ich habe - so glaub ich - in den letzten Wochen deutlich zugenommen.

Eine schöne Harley

Der Ostersonntag verlief - für mich - diesmal das erste bewusste Mal in meinem Leben - ganz anders. JJ und Familie luden mich wieder zum Frühstück ein. Ich kannte mich ja nun aus und bestellte mir ein etwas kleines Omelett. Serviert wurde mir aber neben dem obligatorischen Pott Kaffee - wieder ein wirklich riesiges Omelett ( geschmacklich kaum zu überbieten) - aber die Menge... Nun ja, wir ließen uns Zeit mit den Frühstücken. Danach fuhren wir zur nächstgelegenen Kirche. 

Ein kleines Kirchenhaus befindet sich zwei Straßen weiter - hinter JJ's Bike-Shop im Industriegebiet - wenn man so will. Um kurz vor 10:00 Uhr betraten wir die Baptist-Church. Es ist ein wirklich kleines Kirchlein. Es waren doch schon ca. 10 Menschen in dieser kleinen Kapelle. Mit uns wurden es dann 17 Leute. Und dann ging der Predigt-behaftete Gottesdienst los. Ich verstand zwar zu wenig - aber herausgehört habe ich, "dass Christ the Lord auferstanden ist und man an ihn glauben soll - dass diese Gläubigen aber kein Schweinefleisch essen sollen. "Jedem seine Religion“ wurde jedoch auch akzeptiert. 2 volle Stunden haben wir den predigten Frauen zugehört, dann wurden wir entlassen. Vermisst habe ich allerdings, ein bisschen amerikanisch-christliche Musik (darauf hatte ich mich gefreut) so doch die Geräte (wie Schlagzeug und ähnliches) vorhanden waren.

Nach diesem doch anderen trotzdem interessanten Gottesdienst fuhren JJ und ich noch einmal zu Harbor Freight und er kaufte erneut Werkzeug für mich ein.

Liebe Grüße vom Weltenbummler

Wolfgang

Bericht Woche 11 - 11.03. bis 17.03.2013

Rückfahrt nach-/und Besuch der Metropole New York

Auf der Bundesstraße 95 fuhren wir 56,5 Meilen und kamen bald in Philadelphia an. Es wurden zwar einige Dollar an Mautgebühren fällig, aber das Navi brachte uns problemlos in die Nähe der Altstadt von Philadelphia. An einer großen (am Wasser gelegenen Str.) fanden wir einen Parkplatz mit Parkuhr. Diese nahm leider nur Dollar-Münzen die wir nicht hatten. Ich fragte mehrere vorbeigehende Passanten, ob sie uns Münzen tauschen könnten, aber keiner hatte Hartgeld bei sich. Suchend fanden wir aber einen Häuserblock mit einer offenen Tür. Wir gingen hinein und fanden eine Art Büro, indem eine Frau ihren Dienst tat. Wir fragten diese Lady ob sie uns Münzen eintauschen konnte und sie bejahte dies. Sie wolle nur gerade ihren Safe öffnen - und bald hatten wir genug Hartgeld für die Parkuhr in der Tasche. Sie hatte sogar noch einige Ratschläge für den Besuch der Altstadt und nachdem wir uns für den netten Service bedankt hatten,gingen wir zur Parkuhr zurück und fütterten sie. Danach machten wir uns fertig und gingen los.

Als erstes besuchten wir die Christ Church - eine schöne aber einfache Kirche mit viel Historie. Sie liegt in der Mitte der Altstadt. Auf den Kirchenbänken dieser 300 Jahre alten Kirche saßen schon Menschen wie: Benjamin Franklin, William Penn, Betsy Ross und George Washington.

Nach diesem Besuch gingen wir weiter und kamen bald zu einem historisch wichtigem Gebäude: der Independence Hall. Wir nahmen an einer Führung teil und konnten bald das Gebäude mit den Räumen besichtigen. Das Gebäude wurde im Jahre 1741 unter dem Namen Pennsylvania State House fertiggestellt und diente als Sitz der Regierung von Pennsylvania. Im Jahre 1775 traf sich der zweite Kontinentalkongress in der Independence Hall und nahm dort im Jahre 1776 die von Thomas Jefferson ausgearbeitete Unabhängigkeitserklärung an. Dieses Ereignis führte zu der heute geläufigen Bezeichnung Independence Hall. 1787 traf sich dort die Philadelphia Convention, welche die Verfassung der Vereinigten Staaten hervorbrachte.

Historische Independence Hall in Philadelphia - in ihr wurde die US-Unabhängigkeitserklärung 1776 unterzeichnetIn diesem Raum wurde am 4. Juli 1776 die Unabhängigkeitserklärung der USA unterzeichnet. Mit Original-Sessel von George Washington. Für viele Amerikaner ein Nationalheiligtum

Die ganze Führung dauerte etwa eine gute Stunde und war sehr interessant.

Als nächsten Höhepunkt schauten wir uns die City Hall an. Sie ist das Rathaus der Stadt. Sie steht mitten auf dem Penn Square, wo sich die beiden historischen Hauptstraßen der Stadt, die Broad Street und die Market Street, im rechten Winkel kreuzen. Damit bildet sie den geografischen Mittelpunkt des historischen Stadtkerns. Auf seiner Spitze steht eine Statue des Koloniegründers Pennsylvanias, William Penn.

Die "City Hall", mit 167 Meter hohen Turm, auf der Spitze steht die elf Meter hohe Statue von William PennDie "City Hall", mit 167 Meter hohen Turm, auf der Spitze steht die elf Meter hohe Statue von William Penn

Inzwischen war die Zeit schon voran geschritten und deshalb machten wir uns auf den Rückweg zum Auto. Wir waren froh im Auto zu sitzen, denn es fing auch noch an zu regnen. Wir machten uns nun auf den Rückweg nach Freeport; das bedeutete, es lagen noch ca. 120 Meilen (190 km) Strecke vor uns. Es war gar nicht so einfach, die Strecke zu bewältigen, denn das Navigationsgerät wollte uns immer auf den Park- und Beltway führen, der aber für Trucks gesperrt ist (niedrige Brücken und nur Schnellstraße für PKW's. Aber irgendwie schafften wir es, den "Truckway" zu finden und müde und geschafft kamen wir am Abend in Freeport an. Wir gingen noch schnell einkaufen, machten uns etwas zu essen und gingen müde zu Bett.

Der nächste Morgen versprach uns Sonnenschein, denn als wir noch im Bett lagen und aus dem Fenster schauten blickten wir auf einen herrlich blauen Himmel. Den wärmenden Sonnenschein benötigten wir auch, denn es war windig und bitter kalt. Wir wollten uns heute New York ansehen. Mit dem Mobbi fuhren wir zu einem Parkplatz der in der Nähe von JJ's Garage sich befindet und parkten dort. Zu Fuß liefen wir ca. 5 Minuten zum Bahnhof und besorgten uns dort Bahntickets für 2 Fahrten zur NY-City und zurück. Bald darauf kam auch schon die Bahn und brachte uns in die Innenstadt. Zu der mir bekannten Penn-Station. Als wir aus der Bahnstation kamen, tobte um uns herum schon das New Yorker Leben.

New York - hier tobt das Leben

Von der Penn-Station liefen wir in die 11. Straße zu einem richtig großen Fotoladen. Dort kaufte ich mir eine 2. Speicherkarte. Wir gingen dann weiter und wollten in einer Fachwerkstatt für unseren Johnny ein Reparaturteil für sein Fahrzeug kaufen. Leider ohne Erfolg. Von dieser Fachwerkstatt gingen wir dann Richtung Rockefeller Plaza. Dieser Platz ist stets flaggen geschmückt. Schon seit 1936 kann man hier unter den Augen der Prometheus Statue Eislaufen gehen. Die bekannte Eisbahn am Rockefeller Center, wird auch "The Rink" genannt.

Die Eisbahn am Rockefeller Center, wird auch "The Rink" genannt - schon seit 1936 kann man unter den Augen der Prometheus Statue Eislaufen gehen

Weiter ging es stramm zum Diamond District. Er befindet sich an der West 47th Street zwischen der Fifth Avenue und Sixth Avenue in Midtown Manhattan. Hier bewunderten wir die fantastischen Diamant-Auslagen in den Schaufenstern.

Im Diamond District (hier die größte Einkaufsstraße für Diamanten weltweit) - schaut Regine sich eifrig um. Schöne Stücke hat es allemal...

Geblendet von dieser herrlichen (und auch teuren) Pracht ging es weiter zum Empire State Buildung. Da wollten wir hinauf und alle Diamanten aus unseren Köpfen bekommen. Das E.S.B liegt an der Fifth Avenue, zwischen der 33. und 34. Straße. Schon von weitem hatten wir es gesehen. Einige technische Daten: Es gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt und jeder hat schon von diesem Wolkenkratzer gehört. Mit einer Höhe von 443 m gehört es zu den höchsten Gebäuden der Welt. Es ist in 102 Stockwerke unterteilt in dem über 70 Fahrstühle täglich in Betrieb genommen werden können. Die Baukosten betrugen einst 41 Millionen US$. 1931 wurde das Empire State Building nach über einem Jahr Bauzeit (rasant) fertig gestellt und war 40 Jahre lang das höchste Gebäude der Welt. Die Fahrt hinauf kostete pro Person 25 $ die wir gerne bezahlten um einen ungehindert herrlichen Blick auf NY zu haben. Bei guten Wetterverhältnissen kann man bis zu 100 km weit sehen.

Das Empire State BuildingNew York ist einfach gigantisch

Nach diesen gewaltigen Ausblicken ging es zurück zur Penn-Station, denn es war zwischenzeitlich schon nach 18:00 Uhr. Um 18:35 bekamen wir die Bahn nach Freeport und kamen dort nach 45 minütiger Fahrzeit an. Wir gingen in Freeport noch in den Supermarkt und den Liquor store. Nach dem Essen spielten wir noch eine Weile und fielen dann doch endlich recht müde ins Bett.

Am nächsten Tag parkten wir unser Fahrzeug an JJ's Garage. Wider ging es mit dem Long Island Zug zur Penn-Station. Heute wollten wir innerhalb von NY einmal mit der U-Bahn fahren. Unsere Fahrt ging zunächst zur nationalen 9/11-Gedenkstätte. 2003 wurde ein Bauplan genehmigt, der sowohl den Wunsch, diesen Standort in eine permanente Gedenkstätte zu verwandeln, als auch den Willen, die Türme stärker und größer als vorher wieder aufzubauen, enthielt. Das neue WTC wird einmal aus 5 Türmen und einem Verkehrsknotenpunkt rings um die nationale 9/11-Gedenkstätte bestehen. Sie besitzt zwei gewaltige, quadratische Wasserbecken, die auf den Standflächen der Twin Tower errichtet wurden und die Namen der mehr als 3.000 getöteten Menschen tragen. Das Wasser fällt jeweils neun Meter tief in weiteres  Unterbecken. Auf dem Platz befindet sich auch ein Museum (war leider geschlossen) und er ist mit hunderten von Eichen bepflanzt. Von all diesen Bäumen unterscheidet sich jedoch einer von all den anderen: Der "Überlebensbaum". Es ist eine Chinesische Wildbirne. Dieser Baum stand zuvor auf dem Gelände des WTC. Er wurde inmitten der Gebäudetrümmer - schwer beschädigt – gefunden und gesund gepflegt. Ende 2010 wurde er zwischen die anderen Bäume gepflanzt. Jetzt steht er aufs Neue stolz auf dem Platz und blüht sogar wieder. Dieser Baum sollte allen Menschen eine gewisse Hoffnung geben und ist ein Symbol für wieder kehrendes neues Leben.

Über 10 Jahre nach der Zerstörung der Zwillingstürme wird das World Trade Center wieder der höchste Punkt NYsDas 9/11 MemorialDer "Überlebensbaum"

Nach dem Besuch dieser ergreifenden Gedenkstätte liefen wir zügig Richtung Wall-Street und dann weiter Richtung Hafen. Regine kaufte sich noch eine Mütze, denn hier unten am südlichen Wasser war es noch kälter und zugiger als in den Straßen New Yorks.

Es hat nur 3° Celsius - Regine kauft sich eine NY-Mütze

Wir gingen an Bord eines der dort anliegenden Schiffe und machten eine 90 minütige Hafenkreuzfahrt um das südliche Manhattan herum. Der imposante Blick auf das südliche Manhatten mit dem Tower "One" ist beeindruckend. Natürlich ging es auch wieder an der Freiheitsstatue vorbei, die bei diesem kalten aber sonnigen Wetter - sich uns in ihrer ganzen Schönheit zeigte.

Tower "One" (Freiheitsturm genannt)Miss Liberty

Nach dieser herrlich kalten Schiffstour gingen wir zurück in die Straßen von NY. In einem Kaffee wärmten wir uns erst einmal tüchtig auf. Danach gingen wir per Pedes Richtung China-Town und Little Italy. Wir sahen noch einige interessante Prachtbauten und kamen erschöpft bei der Penn-Station an. Wir bekamen wieder den Zug um 18:35 der immer recht voll ist (rush hour) und bald waren wir wieder bei unserem Auto.

Heute ist Freitag. Leider fliegt Gine heute nach Hamburg zurück. Sie packte nach dem Frühstück all ihre Habseligkeiten und war bald ab fahrbereit. JJ organisierte einen netten Fahrer (Rikky - von ihm wird später noch berichtet) der Regine und mich zum KLM-Departure-Port am JKF-Airport brachte. Rikky, vielen Dank für deine Mühe. Nach einem wehmütigen Verabschieden von Gine fuhren Rikky und ich zu JJ's Garage zurück.

Liebe Grüße von den Weltenbummlern

Regine und Wolfgang

Bericht Woche 10 - 03.03. bis 10.03.2013

Weiterreise am Sonntag, den 03. März 2013

Heute ist nun der Tag, an dem ich meine Nordamerika-Reisen fortsetzen werde. Doch dazu muss ich ja zunächst einmal nach New York kommen. Schon im Oktober vergangenen Jahres hatte ich einen recht preiswerten Flug von Frankfurt nach New York über Reykjavik gebucht. Auch die günstige Bahnfahrkarte hatte ich schon übers Internet gekauft. Die Abflugzeit von Frankfurt war um 13:40 Uhr. Das bedeutete, dass ich rechtzeitig in Frankfurt sein wollte. Ich hatte mir den geeigneten Zug herausgesucht: Start vom Hauptbahnhof war 07:00 Uhr, geplante Ankunft in Frankfurt 11:16 Uhr.

Also standen wir um 06:00 Uhr auf und Regine brachte mich zum Hauptbahnhof. Pünktlich fuhr der Zug los. Nachdem gut eine Stunde Fahrzeit hinter uns lag, kam der Zug bei Verden zum Stehen. Nach etwa 5 Minuten kam vom Zugpersonal folgende Durchsage: Wegen eines Notarzteinsatzes und Leichenfunds auf unsere Strecke kann die Fahrt nicht fortgesetzt werden. Der Zug werde nach Hamburg Harburg zurück fahren und dann über die Lüneburger Strecke die Fahrt nach Frankfurt fortsetzen. Na bravo dachte ich, das fängt ja gut an. Wir fuhren also zurück nach Harburg und dann weiter Richtung Frankfurt. Unser Zug hatte nun fast 2 Stunden Verspätung. Endlich um 12:47 Uhr waren wir in Frankfurt Hauptbahnhof. Aber der Zug wurde hier beendet und fuhr nicht - wie geplant - nach zum Flughafen. Also umsteigen. Der nächste Zug zum Flughafen ging aber erst um 13:05 Uhr. Ich stieg in diesen Zug und um 13:20 war ich endlich am Flughafen. Der Icelandair-Schalter hatte schon geschlossen. Somit war der geplante Flug für mich nicht mehr erreichbar. Ich war allerdings nicht der einzige, der den Flug nicht erreichte: 2 junge Mädels, die eine Islandreise gebucht hatten, standen auch vor dem geschlossenen Schalter.

An einem Schalter in der Nähe saß ein junger Mann und fragte, ob er uns helfen kann. Wir erzählten unsere Situation und er schaute in den Computer wegen Umbuchungsmöglichkeiten. Erst hieß es, einen anderen bekommen zu können (Aufpreis ca. 350 €); aber dann kam er auf die Idee, bei Icelandair anzurufen. Die sagten ihm dann, dass er auf Grund des Unfalls eine kostenfreie Umbuchung auf den nächsten Tag vornehmen kann. Also buchte er uns ein für den nächsten Tag zur gleichen Uhrzeit. Die Mädels und ich fuhren dann zurück zum Hauptbahnhof. Bei der Touristeninformation fragten wir nach einem Hotel. Ich bekam für 39 € ein sauberes, ruhiges Hotelzimmer incl. Frühstück. Na, diese Zusatzkosten hielten sich ja noch in Grenzen.

Somit kam ich am 03.03. nicht mehr nach New York. Mal sehen, was Regine in der Zwischenzeit so alles erlebt hat.

Also mit meinem Flug hat alles gut geklappt und so gab es also: Regine allein in New York. Zum Glück hatte Wolfgang mir JJs Handy-Nummer gegeben und so meldetet ich mich bei ihm und erzählte ihm gleich, dass Wolfgang in Frankfurt hängen geblieben war. JJ sagte, er käme mich mit einem schwarzen Pick-up abholen und fragte, wie ich denn aussehen würde. Auch das klappte super und unterwegs erzählte er mir, dass er das Mobby nicht aus der Halle fahren konnte, weil die Batterien leer seien. So brachte er mich zu einem Hotel, wo ich für 155 $ unterkommen konnte. Am nächsten Morgen holte er mich wieder ab und nahm mich mit in seinen Bike-Shop. Mir gefielen gleich zwei Motorräder, eine schwarze Harley und eine rote Suzuki.

In diese rote Suzuki hat sie sich wohkl verguckt

Ansonsten wurde mir schnell langweilig, so dass ich ein wenig herumgeputzt habe: Die Glasvitrine mit seinen Auslagen, die Spüle, die Mikrowelle und den Kühlschrank brachte ich auf Hochglanz. So ging die Zeit wenigstens herum und den Erfolg konnte man sogar sehen.

So gegen 19:00 Uhr traf denn endlich auch mal Wolfgang ein. Nach einem kurzen Hallo und dem Austausch der wichtigsten Neuigkeiten brachte JJ uns wieder zu dem Hotel, wo die Dame an der Rezeption mich wiedererkannte und wir für den gleichen Preis zu zweit übernachten konnten und auch ziemlich bald damit begannen.

Der nächste Tag begann mit einem Frühstück, mit dem Wolfgang sich nicht so recht anfreunden konnte: Donuts, Kuchen, Waffeln, Toastbrot mit einem starken Geschmack nach Pappe - weder Wurst noch Ei und als einziger Käse, Frischkäse, und ansonsten Sirup und Gelee. Aber der Kaffee war gut. Um 9 Uhr holte JJ uns ab und brachte uns direkt zum Wohnmobil. Das Fahrzeug war so dicht an der Wand geparkt, dass das Batteriefach kaum aufging. Somit musste Wolfgang in den Wohnbereich um von Innen an die Batterien zu kommen. Sicherheitshalber hatte er aber vor seiner Abreise die Durchgangstür von Innen zugeschraubt. Wie also jetzt in den Wohnteil gelangen? Die Außentür ging wegen der Wand auch nicht auf. Als einzige Möglichkeit kam die schmalste Kofferklappe unter der Sitzgruppe in Frage. Wir holten einen Stuhl und Wolfgang zwängte sich mit dem Oberkörper durch die schmale Öffnung ins Mobbi. Regine drückte die Füße nach und alsbald war Wolfgang im Innenraum. O, das hat ja gerade mal so geklappt. Er konnte die Schraube schnell lösen und somit war der Durchgang wieder zugänglich. Dann wurden die Batterien ausgebaut und mit einer Sackkarre zum Biker-Shop gefahren. Dort versuchten wir sie zu laden, aber sie hatten durch die Tiefentladung so großen Schaden genommen, dass sie nicht mehr einsatzfähig waren.

Die Batterien ließen sich zwar noch etwas laden - aber unter "Last" brach die Spannung total zusammen

Über einen Bekannten von JJ wurden uns innerhalb einer knappen Stunde zwei neue Batterien (125 $ pro Stück) angeliefert. Wolfgang baute sie relativ schnell ein und bald klang der vertraute Sound des Motors.

Nachdem wir unsere Sachen eingepackt sowie Wasser getankt hatten, verabschiedeten wir uns und unser Urlaub, der mit Hindernissen begonnen hatte konnte nun endlich losgehen.

Wir fuhren zunächst an eine Tankstelle, wo wir für relativ viel Money (4,55 $ /Gallone) unser Fahrzeug auftankten. Dann ging es zum Family Market, wo wir unseren notwendigen Proviant ergänzten. Danach lenkte ich das Fahrzeug zur Freeport Nautical Mile, wo wir den Übernachtungsplatz nahmen, den ich im vergangenen Jahr oft benutzt hatte.

Am nächsten Morgen - nach einem leckeren Frühstück - ging es dann Richtung Washington.

Das Frühstück wird uns schmecken

Gut 450 km lagen vor uns, die wir aber nicht in einem Stück bewältigen wollten, sondern wir planten noch verschiedene Städte zu besuchen. Das Navi lenkte uns und so kamen wir gut voran. Am Abend kamen wir bei richtigem Sturm in Atlantic City an. Hier standen die Straßen teilweise richtig unter Wasser. Wir hatten Mühe, einen Platz zu finden, denn nicht nur das Wasser war problematisch, sondern auch der wahnsinnige Sturm. Auf einem freien Platz versuchten wir uns einzurichten, aber der Wind schüttelte unser Fahrzeug hin und her, so dass an eine Übernachtung nicht zu denken war. Wir fuhren weiter durch Atlantic City. Vom Meer führten immer kleine Straßen weg, an denen wunderschöne Häuser standen. In solch einer Straße stellten wir uns hin und hier waren wir vor dem Sturm doch ziemlich geschützt.

Seitenstraße am Meer - in Atlantic-City

Gegen morgen ließ der Sturm etwas nach und so machten wir - nach dem Frühstück - einen kleinen Spaziergang am Wasser entlang. Die Brandung hier war enorm und die Wellen rauschten mit immenser Kraft an den Strand. Da es recht kühl war und es auch noch anfing, ein wenig zu schneien, machten wir uns startklar und fuhren weiter. Es ging per Navigationsgerät weiter Richtung Cape May.

Am frühen Nachmittag kamen wir in Cape May an. Hier bringt eine Fähre die Fahrzeuge über die Delaware Bay nach Lewes. Uns war wegen des Sturmes nicht so ganz wohl - aber es ging alles gut und nach gut 90 Minuten kamen wir in Lewes an. Gegen Abend fanden wir in einem State Park - der noch nicht geöffnet hatte - einen wunderbar ruhigen Übernachtungsplatz.

Wir hatten noch gut 50 km bis nach Washington. Das Wetter hatte sich geändert: von Wind und Wolken hatten wir genug und der Himmel klarte auf. Bald hatten wir sogar herrlichen Sonnenschein und die Temperatur kletterte in Washington auf über 10 Grad Celsius. Jetzt machten wir uns mit dem Mobbi auf die Suche nach einem Parkplatz. In der Nähe des Kapitols fanden wir einen super tollen Parkplatz. Wir stellten das Fahrzeug ab und machten uns zu Fuß auf, das Kapitol zu besuchen. Viele Controllern mussten wir über uns ergehen lassen, aber bald standen wir im Besucherzentrum des Kapitols.

Capitol in WashingtonVisitor Center im Capitol

Wir nahmen an einer Führung durch Kapitol teil und waren sehr beeindruckt. Besonders schön fanden wir die Kuppel.

Kuppel vom Capitol in Washington

Im Anschluss an diesen informativen Besuch buchten wir eine Sightseeing-Tour durch Washington. Pro Person 45 $ (allerdings für 24 Stunden. Es war zwischenzeitlich nun schon 14:00 Uhr und wir entschieden uns für die rote Tour. Der Bus hatte ein offenen Dach und so kamen wir in den Genuss von frischen Wind aber auch richtigen Sonnenschein. Wir kamen unter anderem am Washington Memorial vorbei (ägypt. Obelisk), am weißen Haus und diversen Museen.

Washington Monument (agypt obelisk)Das "Weiße Haus"

Als wir gegen 17:00 Uhr unsere Sightseeing-Tour beendeten und an unserem Fahrzeug wieder ankamen, hatten wir einen roten Zettel an der Windschutzscheibe. Unautorisierten Parken. Au weia, da haben wir irgend etwas beim Einparken übersehen. Mal sehen, wir wir da nun wieder raus kommen. Solche Zettel liegen mir sofort auf dem Magen. Wir beschlossen, raus aus Washington zu fahren und das nächste kleine Städtchen nach einer Übernachtungsmöglichkeit aufzusuchen. In dem kleinen Ort Largo fanden wir - trotz Dunkelheit - einen ruhigen Stellplatz an der öffentlichen Library.

Nach ruhiger Nacht suchten wir am nächsten Tag (mit Hilfe eines netten Autofahrers) die Bahnstation dieses Ortes. Wir hatten heute einen richtig goldnen Frühlingstag erwischt, denn es war schon relativ warm und die Sonne knallte sogar vom Himmel. Wir stellten unser Fahrzeug ab (kostenlos) und fuhren für 16 $ nach Washington rein. Da unser Sightseeing Ticket ja noch gültig war, brachte uns die blauen Linie zum Hauptfriedhof, zum Pentagon und wieder zum weißen Haus. Dort angekommen wechselten wir in die gelbe Linie und wurden von dort durch die wirklich schöne Georgetown kutschiert. Gegen 14:00 Uhr verließen wir den Bus und gingen zur Metro zurück. Die brachte uns wohlbehalten zu unserem Fahrzeug. Wir brauchten für heute noch was zum Abendbrot. Wir wollten mal frischen Fisch kaufen. Leider hatte der nächst angesteuerte Wal-Markt keinen Frischfisch und auch kein frischen Fleisch. Also in den nächsten Markt, keine zweihundert Meter von Wal-Markt entfernt. Für geringes Geld hatten wir am Abend die Pfanne voll frischen Fisch. Wir verbrachten die folgende Nacht wieder an der Library von Largo.

Nach einer kleinen Reparatur meines Einstiegstritts (das dicke Gummi war an der einen Seite abgerissen) und eines Sonnenbades von Regine fuhren wir wieder Richtung Norden. Nächster Abstecher war die Stadt Baltimore.

Wir hatten das Navi auf eine Straße in der Nähe des Hafen eingestellt und es führte uns auch super dahin: nur leider gab es hier einen Marathon, so dass die Hauptstraße abgesperrt war. Trotzdem fanden wir glücklich einen Parkplatz an eine Parkuhr. Heute musste nichts bezahlt werden, es war ja Sonntag. Wir liefen dann zurück zum Hafen und sahen die Wasserseite mit dem Segler USS Constellation und die Skyline von Baltimore.

3-Master/Sailing-Ship USS-Constellation

Wir marschierten weiter Richtung Fell's Point wo in dem National Historic District die Kneipe John Stevens Ltd unser nächstes Ziel war. Hier sollte es gute Crab Cakes (Krabbenbuletten) geben. Wir liefen eine gute halbe Stunde, kamen an einer ersten Parade des St. Patricks Days vorbei und fanden schließlich die besagte Kneipe. Hier gab es ein frisches Bier und den den besagten Cake. Sehr delicious.

Das Keipeneck-Restaurant - John Stevens Ltd.So läßt es sich aushalten: bei Sonnenschein und 20° C gibt's gleich ein frisch gezapftes BierKleine Stärkung muß auch noch sein: sehr sehr schmackhaftes Crab Cake mit Sandwich und (mußte nicht sein) French Fries

Da es schon recht spät war, beschlossen wir, nicht mehr all zu weit zu fahren. Nächstes Ziel war also der kleine Ort North East. Nach einer Stunde Fahrzeit kamen wir dort an und suchten uns einen geeigneten Stellplatz für die Nacht. Wie schnell doch eine Woche vergeht. Wie es weitergeht erfahrt ihr im Bericht der Woche 11.

Liebe Grüße von den Weltenbummlern

Regine und Wolfgang

Ausschnitt der geplanten Reiseroute auf der der USA Karte (StepMap)

Karte

Reiseroute unserer Nordamerikareise