Reise nach Schweden & Finnland im November 2009

Schnee, Kultur Abenteuer und ganz viel unberührte Natur, das alles zeichnete unsere Wintereise nach Schweden/Finnland in 2009 aus.

Reisestart: 28.10.2009
Reiseende: 27.11.2009

Reisebericht von Wolfgang:

Bericht vom 28. Oktober 2009

Heute am Mittwoch fuhr ich bei schmuddeligem/regnerischem Herbstwetter mit unserem Mobbi extra III von Oststeinbek los und somit begann also meine Herbst-/Wintertour 2009.

Nachdem ich mich bei unserem Discounter noch mit Verpflegung und Getränken für die nächsten Tage eingedeckt hatte, fuhr ich gegen 15:30 Uhr auf die Autobahn Richtung Flensburg. Ich hatte genügend Zeit, denn erst am Donnerstag gegen 01:00 Uhr musste ich auf der Fähre in Grenå sein, die mich dann nach Varberg in Schweden bringen sollte. Über die Autobahn ging es zügig Richtung dänischer Grenze und schon nach 6 Stunden erreichte ich den Hafen von Grenå und hatte nun schön Zeit, mir ein gutes Abendbrot zu machen.

Die Fähre starte um 01:00 Uhr und verlief ruhig und ohne Probleme, obwohl es beim Einchecken doch sehr stürmisch war; und am Morgen genau wie geplant um 06:30 befanden sich Mobbi und ich auf schwedischem Boden. Es versprach ein schöner Tag zu werden, denn am noch dunklen Himmel waren keinerlei Wolken zu sehen, und in östlicher Richtung zeigte sich ein leicht rötlicher Schimmer. Das zwar rechtzeitig eingeschaltete Navi brauchte wie immer - wieder einmal - recht lange, um die Satelliten zu finden; zwischenzeitlich fuhr ich einfach den Lkw's hinterher und befand mich bald auf der Autobahn Richtung Göteborg. Dann hatte auch das Navi Empfang und ich fuhr auf einen Lkw-Parkplatz, um den Ort Jönköping am Vätternsee einzugeben. Dabei bemerkte ich einen lästigen Dieselgeruch. Ich stieg aus, um mal nachzusehen, warum es so roch. Und siehe da, (mein Gott wie aufregend) unterhalb des Fahrzeuges tropfe Diesel auf den Parkplatz und bildete eine größere, dunkel gefärbte hässliche Diesellache auf dem Asphalt. Dieselfleck auf Asphalt

Ach du meine Güte, was ist da denn los - so fragte ich mich. Aber es tropfte und tropfte. Jetzt erst einmal schnell den Motor ausmachen und dann die Ursache suchen. Zwischenzeitlich war der helle Tag mit einer noch kräftigen Sonne da und ich zog mich erst einmal um. Arbeitsklamotten wieder mal an...

Das Fahrzeug stand wirklich "schlecht" - mit den beiden Reifen links auf den Sandstreifen und hier roch es penetrant nach Urin. Aber, es nutzte nichts, ich musste unter das Fahrzeug. Die ganze Unterseite war eingedieselt. Da der Motor jetzt nicht lief, konnte ich die Ursache des Lecks nicht erkennen. Also Führerhaus abklappen und Motor starten. Am Motor selbst scheint keine Leitung defekt zu sein

Nach Abbau diverser Verkleidungsteile sah ich dann die defekte Stelle: die Dieselleitung war an zwei Stellen - vor und hinter einem Verbindungsstück angebrochen. Ich habe dann dieses Verbindungsstück herausgeschnitten und ein neues Teil eingesetzt. Nun war die Dieselleitung wieder "trocken". Jetzt aber schnell die stinkende Hose aus und mich erst einmal waschen. Die Hose steckte ich erst einmal in eine Plastiktüte und werde sie bei der nächsten Möglichkeit auskochen!!! Dieselleitung mit diesem messingfarbenen Teil verbunden

Gegen 13:00 Uhr konnte ich dann meine Fahrt fortsetzen. Kurz vor Jönköpping suchte ich mir einen ruhigen Stellplatz und machte mir ein herrliches Abendessen: Zur Stärkung/Aufhellung meines etwas lädierten Gemütszustands gab es Lammfilets mit frischen Champignons.

Am nächsten Morgen fuhr ich dann nach Jönkopping und suchte mir einen Parkplatz. Ein Bummel durch die Stadt war angesagt. Also die kurze Einkaufspassage einmal auf und ab - und das war's. Einkaufsstraße von Jönkopping

Da mir das noch zu wenig Bewegung war, ging ich einfach mal in die andere Richtung. Dabei fand ich eine herrliche Kirche (Sofiakyrkan), die ich mir näher betrachtete. Eine herrliche Kirche (Sofiakyrkan) in Jönkopping

In der Kirche war es mollig warm, und nicht nur die Kirchenfenster hinter dem Altar waren prächtig anzusehen, auch die Orgel fand ich beeindruckend. Prächtige Fenster zieren esWie mag die Orgel wohl klingen?

Nachdem ich noch kurz einkaufen war, machte ich mich weiter auf den Weg Richtung Stockholm. Unterwegs sah ich ein Schild: Göta-Kanal. Das wollte ich mir ansehen. In der Kleinstadt Berg gibt es eine größere Schleuse (CARL JOHANS SL) mit diversen Stufen. Hier suchte ich mir einen Übernachtungsplatz und sah mir am nächsten Morgen die Schleuse genauer an. Am Götakanal ist um diese Jahreszeit kein BetriebMehrere Schleusenkammern an der Carl Johans-Schleuse

Hier in dem kleinen Ort sah ich mir noch die Kirche und Klosterruine "Vetra Kloster Schweden" an. Es ist ein interessantes Gebäude aus dem Mittelalter - genauer gesagt aus dem 11. Jahrhundert. Zu erwähnen ist auch, dass das Kloster viele Jahrhunderte eines der vornehmsten Nonnenkloster in Schweden war. Auch hier bemerkte ich - nach Eintritt in die Kirche, die angenehme Wärme in diesem Raum. Die Kirchgänger sollen es wohl mollig und warm haben. Kirche "Vetra Kloster Schweden"Eine Kirche mit interssanten Anbauten

Am Samstag kam ich gegen 15:00 Uhr in Stockholm an. Ich hatte Glück, denn genau vor mir an einer Ampel hielt ein finnischer Lastwagen. Ich sagte mir, dass der doch wohl zur Fähre fährt und ich beschloss, mich an diesen Lkw 'ranzuhängen. Und richtig, er brachte mich direkt zum Fährhafen. Hier kaufte ich mir eine Ticket für die nächste Mögliche Überfahrt nach Turku. Sonntag den 01.11. soll die Fähre um 07:10 Uhr ablegen. Da ich nun noch genügend Zeit hatte, machte ich mich auf den Weg in die Innenstadt. Ich sah mir die Einkaufspassage mit ihrem quirligem Leben an, und vor einem Geschäft mit Halloween-Artikeln standen gut 100 Menschen, die wohl alle noch dringend derartige Artikel benötigten.

Nachdem ich mir die Beine müde gelaufen hatte fuhr ich zum Fähranleger zurück und machte mir mein Abendbrot. Es gab Sahnegeschnetzeltes. Da ich mich unglücklicher Weise bei den Lkw's mit eingereit hatte, gab es auch für mich eine unruhige Nacht, denn es herrschte auf diesem Parkplatz ein recht starker Betrieb und die Motoren der Brummis dröhnten so manches mal auf.

Seid nun herzlichst gegrüßt von eurem Reisenden und Weltenbummler

Wolfgang

Berichte vom 01. bis 03. November 2009

Pünktlich um 07:10 Uhr legte die Fähre (ein doch recht großes Schiff) ab und mit ruhiger Fahrt ging es in die vielen Schären, die der Stockholmer Stadt vorgelagert sind. Auf dem Fahrwasser herrschte Großbetrieb, denn innerhalb kürzester Zeit kamen uns mehrere - ebenso riesige Fähren entgegen. Es war jedes mal ein prächtiger Anblick. ... bunt angemalt

Mehrere Stunden fuhr das riesige Fährschiff durch das von Felsen gesäumte Fahrwasser auf schwedischer sowie finnischer Seite. Endlich nach mehr als 10 Stunden Fahrzeit legten wir um 19:00 Uhr finnischer Zeit in Turku an. Alle fuhren zügig von Board und nach kurzer Zeit befand ich mich auch schon auf finnischem Boden. Ich folgte wieder mal den Lkw's (auch mein Navi zeigte in die richtige Richtung: Helsinki) und was mir sofort positiv auf fiel war die ruhige Fahrt aller Verkehrsteilnehmer. Es gab kein Gedränge, kein Hupen und nichts dergl. Und noch etwas fiel mir auf: Wir hatten ja wieder den Euro, denn an den Tankstellen, die ich so passierte, wurde der Liter Diesel für 1,009 € angeboten. Ach wie schön, denn in Schweden hatte ich noch für günstige 1,179 € meinen kleinen halb leeren Tank vollgefüllt.

Ich suchte mir im nächsten Ort einen einigermaßen ruhigen Übernachtungsplatz (was im Dunkeln leider gar nicht so einfach ist) und richtete mich häuslich ein. Da ich keinen großen Hunger hatte, machte ich mir ein paar Brote mit Marmelade und trank meine restliche schwedische Milch aus

Am nächsten Morgen sah ich dann, dass ich auf einem riesigen Parkplatz (aufgeteilt in einem Asphalt- und Schotterplatz) stand. Ich hatte natürlich am Abend - natürlich den Schotterplatz ausgewählt. Ich erschrak allerdings, als ich mich am Morgen auf den weiteren Weg machte, über ein "riesiges" Loch auf der rechten Seite dieses Platzes, welches ich im Dunkeln überhaupt nicht gesehen hatte - obwohl ich eine komplette Runde hingelegt hatte, um richtig schön gerade zum Stehen zu kommen.

Recht fröhlich fuhr ich weiter, ich hatte mir vorgenommen, die südlichste finnische Stadt Hanko zu besuchen. Schon bald zeigte sich im nächsten Ort ein Einkaufszentrum. Hier erstand ich eine halbe Forelle Sie war geräuchert und so lecker - denn ich habe sie sofort gekostet. Allerdings sah ich erst jetzt, wie schön groß sie war. Am Abend machte ich mir dann gebratenen Lachs mit Butterreis an Karotten in Kokusmilch. Mir hat es vorzüglich geschmeckt. Meine Augen waren wohl wieder größer als der Hunger, denn es blieb noch einmal die gleiche Portion über bis auf den Lachs. Da war nur noch ein mikrieges Stückchen vorhanden. (In Gedanken sagte ich mir schon: Na, du hast ja noch die geräucherte Forelle!).

Etwa gegen 10:30 Uhr erreichte Hanko. Die Stadt liegt an einer entzückenden kleine Riviera. Sie wurde 1874 gegründet und sollte zu einer Großstadt an der Südküste zwischen Helsinki und Turku werden. In Mitteleuropa war es ab Mitte des 19. Jahrhunderts bei den wohlhabenden Stadtbürgern üblich geworden, sich Sommervillen bauen zu lassen. Hanko ist für seine schönen Villen in repräsentativer Holzbauarchitektur bekannt; sie geben dieser Stadt doch eine individuelle Note. Um das Kurbad von Hanko wurde ein Park im englischen Stil angelegt. In der Nähe stand auch der Mareograph der Finnischen Gesellschaft für Wissenschaften, eine Messstation für den Wasserstand des Meeresspiegels. Ich kann allen Besuchern dieses Landes dieses schöne Städtchen nur empfehlen... Der Mareograph, eine Messstation für den Wasserstand des Meeresspiegels

Dieses Städtchen schaffte es auf die Nummer eins unter den Kurstädtchen im hohen Norden. Dieses Kurbad - von den Villen her vergleichbar mit Binz auf Rügen - wurde 1879 fertig gestellt. Ich suchte mir einen Parkplatz und schaute mir die prachtvollen Villen und das Kasino an. 

Casino von HankoAlle haben einen Namen: z. B. hier die Villa Elisabeth... und alle sehr gepflegt

Am Nachmittag suchte ich dann die öffentliche Bibliothek auf, in den Hoffnung, ins Internet zu kommen. Leider ist an meinem Laptop etwas nicht in Ordnung oder nicht "richtig" eingestellt, denn ich kann mich nicht ins weltweite Web einloggen. Somit kann ich im Moment auch keine Bilder und Berichte auf die Homepage setzen und bitte Euch um Verständnis.

Erst einmal wieder liebe Grüße vom Weltenbummler

Wolfgang

Berichte vom 04. bis 07. November 2009

Ich bin ich nun seit einer Woche unterwegs und es gab zum Abendmahl die 2. Hälfte der von mir schon erwähnten Forelle. Dieser schmackhafte Fisch kam dann am Abend in der Pfanne. Ich wurde mindestens 2 mal satt. Reste-Essen

Heute Nacht war es schon recht frisch, denn wir hatten -1° C. Und die Heizung tat gut ihren Dienst und hat mir dann auch gleich wieder den Motor vorgewärmt, so dass es das Dieselaggregat leicht hatte, anzuspringen. Bei meiner Weiterfahrt dann über kleine Straßen Richtung Helsinki kam ich an einen See. Direkt am Wasser gelegen war eine kleine hübsche Kappellenanlage die sich - obwohl schon recht alt - in einem sehr guten Zustand befand. Es hatte den Charakter eines Museumsdorf, denn es viele eine ganze Menge roter Holzhäuschen, von außen zu bestaunen. Aber es wirkte alles irgendwie leblos. Ein einsamer Gärtner blies motorgetrieben Laub zusammen, aber das war außer dem rauschenden Bach auch alles. Leider hatte das Museumsdorf nicht geöffnet und so fuhr ich bald weiter. ... am See

Die Weiterfahrt - über kleinste aber asphaltierte Wege - führte mich an einen sehr schön gelegenen See. Hier machte ich es mir recht häuslich: Ich parkte zwischen zwei schönen Birken und stellte den Motor ab. Nach Erkunden der unmittelbaren nächsten Umgebung beschloss ich, hier zu verweilen. Stellplatz für mehrere Tage. Es fängt leicht an zu schneien

Zum Abendessen gab es genüsslich angereichertes Knoblauch-Lauchgemüse mit gekochten Schinken und frischen Kartoffeln. Die Lauchstangen waren so gut, das ich auch noch für den nächsten Tag genügend Gemüse vorrätig hatte. Nach einem Film aus Johnnys Filmbox und später einigen Seiten von Ken Follet ging ich um 23:30 zur Ruhe.

Es ist heute 8 Tage her, dass ich losgefahren bin. Es war zwar immer schon recht kalt und ungemütlich, aber heute zeigte sich zum ersten Mal der finnische Winter. Während des morgendlich Kaffees schaute ich aus dem Mobbi und wollte es noch nicht gar nicht richtig wahrhaben: Es fing ja ganz leise - wenn vorerst auch recht wenig - an zu schneien. Nach dem Frühstück ein erneutes aus dem Fenster schauen: Der Schneefall wurde intensiver und bald schneite es so, wie ich es von Deutschland aus in den letzten Jahren kaum gewohnt bin. Ob der Schnee wohl liegen bleibt: Ich schaute aufs Thermometer und es war -1° C kalt. Also bleibt der Schnee wahrscheinlich liegen.

Bei solch einem Schneefall (für mich Oststeinbeker immerhin nicht alltäglich) machte ich auf zu einem mindestens 3-stündigen Spaziergang in unmittelbarer Nähe meines Platzes. Unterwegs machte ich einige Bilder, die ich euch zeigen möchte: Winteranfang am See...Hagebutten im SchneeErstes Eis auf dem See

In diesem Ort, (ich weiß den Ortsnamen nicht einmal) so stellte ich fest - spielen im Sommer wohl alle Anwohner Golf, denn ich wanderte auch am nächsten Tag mindestens 2 1/2 Stunden lang an riesigen Golfplätzen vorbei. Unterwegs sah ich dann einen Fuchs, der vor mir über die Straße rannte, aber als er mich sah, das Weiter suchte und fand. Auch sah ich einen Specht, der in einem Telegraphenstamm sein Können zeigte, jedoch als ich die Kamera endlich in der richtigen Position hatte, flog er davon.

Zum Abendessen schmorte ich mir dann einen Schweinegulasch mit Pfifferlingen, zu dem dann noch das restliche Gemüse vom gestrigen Tag kam. Dazu gab einen Cabernet Sauvignon aus Chile, der zu dem Essen sehr gut passte. Alles in allem doch ein sehr schöner Wintertag...

Liebe Grüße von Unterwegs sendet euch der Weltenbummler

Wolfgang

Berichte vom 08. bis 10. November 2009

Die schöne Winterlandschaft ist dahin: es wurde wieder wärmer - so um die 3° C und der Schnee schmolz langsam wieder weg. Nun fing es auch noch an zu regnen, und so beschloss ich, weiter nach Helsinki zu fahren.

Wieder einmal hatte ich das Glück, das vor mir ein Lkw fuhr. Er hatte ein EST-Zeichen an seinem Heck und so nahm ich an, dass er zur Fähre nach Estland wollte. Ich fuhr also diesem Fahrzeug hinterher und bald waren wir an einem Marktplatz, der mir - wenn auch nur schwach - von einem früheren Besuch her in Erinnerung war. Hier hielt ich an und ließ den Lkw weiterfahren. Ich stieg erst einmal aus um mich genau zu orientieren. Ja, an diesen Marktplatz am Wasser gelegen, erinnerte ich mich nun wieder genau. Jedoch waren nur einige wenige Marktbuden da, unter anderem ein Stand, der rote Beeren anbot, von denen ich einen Liter für 3 € kaufte. Außerdem kaufte ich noch einen Ansteckpin (finnische Flagge) für meine Mütze.

Am frühen Nachmittag fuhr ich dann wieder eine wenig aus Helsinki heraus und suchte mir einen ruhigen Übernachtungsplatz.

Ich zuckerte die gekauften Beeren und ließ sie mir nach und nach schmecken. Ich musste mich erst an den leicht bitteren Geschmack (der aber nicht unangenehm ist) gewöhnen. Beeren vom Markt in Helsinki

Am nächsten Morgen fuhr ich dann wieder Richtung Helsinki Innenstadt, und ohne große Probleme fand ich den Marktplatz wieder. Heute waren keine Händler mit ihren Buden zu sehen und so stellte ich auf diesem Marktplatz mein Fahrzeug ab, zu zwei anderen Wohnmobilen, die auch schon dort standen. Heute am Sonntag brauchte man keinen Parkschein kaufen und so machte ich mich dann auf den Weg, die ins Auge fallenden größeren Gebäude zu besichtigen. Als erstes schaute ich mir die Kathedrale (Dom) von Helsinki an. Es ist das wohl berühmteste Gebäude in Finnland. Danach wanderte ich zur Upenski-Kathedrale, die 1868 fertig gestellt wurde. Sie ist die größte orthodoxe Kirche in West-Europa. Hier fand gerade eine Taufe statt, aber ich durfte leider nicht fotografieren bzw. filmen. Die Kirche ist jedenfalls riesig groß und schon ein imposantes Gebäude. Kathedrale (Dom) von HelsinkiUpenski-Kathedrale

So lief ich einen halben Tag lang durch Helsinki und kam mit einbrechender Dunkelheit wieder am Fahrzeug an. Am Fahrzeug war alles in Ordnung und so beschloss ich zu einem Platz zu fahren, der nicht weit weg vom Marktplatz war. Wieder einmal hatte ich eine ruhige Nacht.

Heute am Montag machte ich mich auf den Weg, um den Kaufhäusern von Helsinki einen Besuch abzustatten. So fing ich mit dem großen Kaufhaus Stockmann an (alles ist schon weihnachtlich geschmückt) und besuchte weitere kleinere Läden und ruhte mich zu Abschluss in der Bahnhofshalle aus. Ich beschloss noch einen weiteren Tag hier in Helsinki zu bleiben, denn ich wollte noch einmal ein Internet-Cafe aufzusuchen um einen weiteren Versuch zu starten um ins Internet zu kommen.

Als ich abends zu Bett ging tröpfelte Regen auf mein Fahrzeugdach und bald befand ich mich im Land der Träume.

Heute morgen als ich aus dem Fenster schaute, war alles um mich herum weiß - es hatte wieder einmal geschneit. Ich besuchte gegen Mittag ein Internet-Cafe aber meinem Laptop blieb das "www" verschlossen. Möchte bloß mal wissen, was ich an meinem Rechner verstellt habe, dass ich keine Verbindung zum Internet bekomme.

Heute werde ich einen anderen Platz aufsuchen (ich muss das Fahrzeug wieder mal bewegen, da die Batteriekapazität durch das viele Heizen zur Neige geht. Außerdem will ich mal Richtung Flughafen fahren und mich dort schon mal umsehen, denn Freitag kommt ja Steven. So, jetzt gibt es wieder liebe Grüße von eurem Weltenbummler

Wolfgang

Bericht vom 11. und 12. November 2009

Ich war gestern im Tourist-Office und habe dort mit meinem Laptop "gespielt". Irgendwie ließ mir die Sache mit dem "Nicht-vorhandenen-drahtlosen-Netzwerk" keine Ruhe. Irgendwie hatte ich alles noch einmal aufgerufen und hier und da Häkchen gesetzt und mit einem mal fing mein Laptop ein drahtloses Netzwerk-Signal ein. Und rucki-zucki war ich mit Google verbunden. Dies hat geklappt. Gott sei dank. Aber das vorhandene Signal war zu schwach, so dass ich nicht auf unseren Home-Server zugreifen konnte und somit auch die bisher enststandenen Bilder nicht auf den Server stellen konnte. Aber vielleicht klappt das ja auch noch irgend wann.

Heute morgen -machte ich mich dann erneut ins Tourist-Office auf und bearbeitete soweit erst einmal meine Dateien, so dass, falls das zweite Wunder eintritt (eine ausreichend gute Connection), ich meine Home-Page entsprechend weit aktualisiert habe.

Am frühen Nachmittag - ich kam zu meinem Mobbi zurück und fand an meiner Scheibe einen Zettel angeklebt. Leider waren die Worte nur auf finnisch, so dass ich sie leider nicht verstehen konnte. Hätte mich mal interessiert, was da drauf stand.

Auf dem unteren Bild seht ihr den Platz auf dem ich 3 ruhige Tage verbracht habe. Mein Stellplatz in Helsinki - 5 Minuten vom Marktplatz entfernt

Ich fuhr daraufhin die ca. 25 km zum Flughafen nach Vantaa und fand diesen internationalen Airport auch ohne Probleme. Was ich erst einmal nicht fand, war ein geeigneter Parkplatz für mein Mobbi, und so fuhr ich wieder ein Stückchen vom Flughafen weg und fand bald einen großen geeigneten Übernachtungsplatz. Zum Glück waren die Flugzeuge mit ihrem manchmal lästigem Lärm hier fast gar nicht zu hören. Am nächsten Tag habe ich dann ausgekundschaftet, wo ich am Flughafen für einige Zeit mit meinem Mobbi stehen kann, wenn ich dann Steven abhole. Habe auch gleich mit erkundet, wo sich der Ausgang (Arrivelgate) - durch den Steven ja kommen muss - befindet. Bin dann zu "meinem" Parkplatz gefahren und habe am Nachmittag noch einen kleinen Spaziergang gemacht. Die Temperatur war etwas gesunken (- 2° C) und ich kam dann nach gut einer Stunde in meine warme Stube und habe es mir gemütlich gemacht.

Wolfgang

Bericht vom 13. und 14. November 2009

Heute habe ich mal wieder etwas länger geschlafen und dann gemütlich gefrühstückt. Gegen 12:00 Uhr fuhr ich dann zum Flughafen. Als ich den Motor ausgestellt hatte und einen Blick zum Fahrzeug zurückwarf, traute ich meinen Augen nicht: Unter dem Fahrzeug befand sich eine kleine Diesellache und an der Vorderachse hingen Dieseltropfen. Nein dachte ich: Nicht schon wieder... Aber es half keine fluchen oder sonstiges. Das musste behoben werden. Also rief ich in Hamburg bei Mercedes an und lies mir 3 Adressen durchgeben und speicherte die erste Adresse in meinem Navi. Nun aber erst einmal in die Flughafenhalle. In der Ankunftshalle fand ich dann am Bildschirm auch bald die Flugnummer und 12:45 Uhr war die Maschine super pünktlich gelandet. Pünktlich um 13:00 Uhr gaben wir uns die Hand. Dann machten wir uns gleich auf, um die richtige Werkstatt zu finden. 3 Anläufe brauchten wir: bei der ersten Adresse befand sich gar nichts; Niemannsland. Die 2. Adresse war erfolgreicher denn hier fanden wir eine Mercedes-Vertretung. Aber nur für Pkw's. Der freundliche Mitarbeiter gab uns aber dann eine konkrete Adresse, wo wir eine Lkw-Vertretung fanden. Hier wurden wir freundlich empfangen und innerhalb von 20 Minuten war wieder alles heil. Es war am Diesel-Filter nur eine Dichtung defekt, die aber schnell ausgewechselt war. Nach berappen von etwa 50 € konnten wir weiterfahren und machten uns auf den Weg nach Norden. Am Nachmittag - gingen wir dann in ein Marktkauf-Center und kauften für die nächsten 2 Tage ein.

Wir fuhren dann noch ein Stück und suchten uns einen Übernachtungsplatz in einer geräumigen Siedlung. Zwischenzeitlich war der Himmel aufgeklart und wir hatten schon - 8° C. Nach einem kurze Spaziergang durch die eisige Kälte gingen wir ins warme Mobbi zurück und machten uns Frikadellen mit Kartoffeln und Brokoli. Steven (der Freund meiner Tochter) ist angekommen. Er wird mein Begleiter für die nächsten 12 Tage...

In der Nacht gegen 5 :00 Uhr wachte ich auf und machte die Heizung an. Nach gut einer Stunde war es wieder brauchbar warm aber irgend wann stellte sich die Heizung aus und machte klackernde Geräusche. Ich stand erneut auf und wollte die Heizung manuell starten aber sie rührte sich nicht. Ach die meine Güte, was ist denn nun schon wieder los dachte ich, und das bei fast - 10°. Also startete ich den Motor, den ich mit der Stand-Heizung eigentlich vorheizen wollte, und er sprang ohne Probleme an. Nun konnte der Fahrzeugmotor die notwendige Wärme für die Kabine liefern. Es dauerte aber eine ganze Zeit, bis es im Innenraum wieder einigermaßen warm war. Ja was war da mit der Standheizung: Ich hatte keine Erklärung.

Nach dem Frühstück führen wir erst einmal weiter und bald kam ein Lidl-Markt, wo wir Selter und einige Kleinigkeiten besorgten. Als wir beim Fahrzeug zurück waren, versuchte ich die Stand-Heizung noch einmal zu starten. Und - welch ein Wunder - sie startete ohne Probleme. Verstehe einer die Technik.

Gegen Mittag kamen wir dann in Lahti an und hier besuchten wir die Sportarena auf. Es ist schon beeindruckend, wenn man vor einer solchen Sprungschanze steht. In Lahti schauen wir uns die Ski-Arena - mit den 3 Ski-Schanzen an

Da es noch früh am Tag war, suchten wir noch eine Bücherhalle auf. Endlich konnte ich meine Homepage aktualisieren, denn heute bekam ich endlich eine gute Verbindung mit dem Internet. Danach gingen wir in einen Supermarkt und kauften uns noch ein großes Stück Fisch (Meerforelle). Zum Abendessen gab es dann eine leckere Fischmahlzeit.

Das soll es erst einmal wieder gewesen sein, deshalb herzliche Grüße

vom Weltenbummler Wolfgang und Begleiter und Steven

Bericht vom 15. bis 17. November 2009

Endlich haben wir (nach mehreren hundert Kilometern) (die Hauptstadt Finnisch-Lapplands) und dann 15 km weiter den Artic Circle und das Weihnachtsdorf am Polarkreis erreicht. Hier befindet sich auch das Büro des Weihnachtsmannes. Wir kamen am frühen Nachmittag an, und langsam einsetzendes bläuliches Dämmerlicht versenkte das "Dorf" recht bald in eine romantische Atmosphäre. Überall zieren Lichterketten die Bäume und Gebäude und es kommen Menschen aus aller Welt her um dem Weihnachtsmann einen Wunschzettel persönlich zu übergeben. Leider hatte sich zwischenzeitlich das Wetter verschlechtert (es wurde immer wärmer) und der noch anfängliche leichte Schneefall ging in Regen über. Da wir aber um die 0° C hatten, blieb der Schnee noch liegen und es stellte sich auch bei uns weihnachtliche Stimmung ein.

Empfangsschild Arctic CircleNach einer Tagesfahrt erreichten wir den Arctic Circle in Rovaniemi, das Herz von Lappland. Hier befindet sich auch das berühmte WeihnachtsdorfAttraktive Gebäude, die unendlich viele Souveniere anbietenAbendliche Stimmung am Weihnachtsdorf, obwohl es gerade etwa 16:00 Uhr ist

Ich hatte schon immer mit einem finnischen Messer geliebäugelt. Hier fand ich einen Souvenirshop, der nebst Angelsachen auch Messer hatte. Und ich kaufte mir endlich ein scharfes finnisches Klappmesser.

Finnisches Handwerk: unter anderem Messer

Wir sind dann noch einmal direkt nach Rovaniemi in die öffentliche Bibliothek gefahren und haben unsere Homepage auf den neuesten Stand gebracht. Da wir nicht direkt in Rovaniemi übernachten wollten fuhren wir an den Polarkreis zurück und stellten uns etwas abseits der Straße zu zwei anderen Campingfahrzeugen. Hier übernachteten wir und machten uns zum Abendessen eine herrlich Kartoffelsuppe. Dazu tranken wir unsere letzten zwei Flaschen deutsches Bier.

Da es jetzt nur noch 8 Tage aber immer noch gut 1600 km zurück nach Varberg an die Fähre sind, beschlossen wir heute wieder mal ein etwas längeres Stück zu fahren. Da heute früh die Heizung schon wieder nicht richtig anspringen wollte (wieder nur ein hässliches Klick-Klack-Geräusch, so als wenn ein Relais anspringt und im nächsten Moment wieder abfällt, startete ich den Motor und wir fuhren erst einmal von Rovaniemi weg.

Unterwegs, nach dem das Fahrzeug wieder mollig warm war frühstückten wir an einer Tankstelle. Als wir uns gestärkt fühlten, betankten wir auch noch das Fahrzeug - noch einmal mit günstigem Diesel (1,019 €) - und fuhren dann weiter Richtung Tornio um nach Schweden zu gelangen. Nach einem letzten Einkauf im finnischen Lidl-Markt (Steven kaufte Pfeffernüsse) überschritten wir die finnisch/schwedische Grenze und mussten nun die Uhr wieder eine Stunde zurückstellen. Die Fahrt ging nun zügig im Nieseldauerregen weiter und bald kamen wir in Luleå an. Das Navigationsgerät führte uns direkt ins Stadt-Centrum - an eine öffentliche Bibliothek. Hier stellten wir neue Bilder auf die Homepage und fuhren danach weiter Richtung Byske und fanden an einem Waldesrand einen Platz für unser heutiges Nachtlager.

Das soll es erst einmal wieder gewesen sein, deshalb herzliche Grüße

vom Weltenbummler Wolfgang und Begleiter und Steven

Bericht vom 18. und 19. November 2009

Es regnet ununterbrochen. Dies Wetter hat nichts von dem, was ich mir so vorgestellt hatte (klare kalte Nächte und leichter lockerer Schnee). Wir haben deshalb beschlossen, auch heute wieder ein ordentliches Stück zu fahren um so Stockholm näher zu kommen.

Weiter ging es Richtung Uemeå und hier schauten wir uns trotz Regen einmal etwas um. Es gibt hier eine schöne große Kirche und einige recht hübsche alte Häuser. Leider lies das "bescheuerte" Wetter keine Fotoaufnahmen zu... Wir kauften hier noch in einem Coop-Markt unser heutiges Abendessen ein: 2 Kohlrabi für € 3,75 und 5 kleine Minutenschnitzel für € 6,55 €. Preise, fast wie bei unserem Discounter zu Hause...

Da die Einkaufsstraße nicht so richtig zum Bummeln einlud, fuhren wir bald weiter. Km um Km rollte unser Mobbi weiter gen Süden: Erst kam Örnköldsvi und dann Harnösand. Es war alles in allem keine tolle Fahrt, da es - wie schon erwähnt - regnete und auch teilweise neblig und diesig war. Dann gegen 15:00 Uhr fing es schon wieder schummrig und dunkel an zu werden. Wir mussten unterwegs noch einmal anhalten, denn wir hatten keine Milch und kein Brot gekauft. Dies holten wir in einem ICA-Markt unterwegs nach.

Gegen 16:30 erreichten wir Sundsvall, eine der wichtigsten Hafen -und Handelsstadt Mittelschwedens. Da uns die Stadt aber wie ein Moloch erschien durch fuhren wir sie recht zügig und suchten uns kurz vor Gnarp einen ruhigen Übernachtungsplatz, den wir auch bald trotz Dunkelheit fanden. Wir ließen uns dann unser Abendessen gut schmecken und wurden dank einer Vorsuppe (restliche Kartoffelsuppe) mehr als dreimal satt.

Am nächsten Morgen stand ich früh auf und lies Steven weiter schlafen. Da es heute nun erst einmal aufgehört hatte zu regnen, durchstreifte ich die nähere Umgebung unseres Übernachtungsplatzes. Ich nahm also meine Kamera und lief los. Hinein in den Wald. Zuerst ging es an einigem "Rubbish" vorbei, aber bald hatte ich nur noch Natur um mich herum. Der Waldboden war aber recht feucht und ich hatte bald durchnässte Schuhe. Ich machte dann noch einige Aufnahmen. Unter anderem fand ich einen großen Knochenan einen Baum angelehnt. Wer den wohl dahin gebracht hat?

Im Wald gefundener Knochen

Unterwegs hörte ich noch einen Specht den ich auch zu Gesicht bekam. Ich hörte einige Zeit seinem steten Klopfen zu und ging dann zurück zum Mobbi. Steven war zwischenzeitlich auch schon aufgestanden und so frühstückten wir ausgiebig.

Dann fuhren wir weiter über Gävle und durch liefen ein wenig die Einkaufspassage. Leider wird hier zur Zeit sehr viel gebaut und so machten wir uns bald wieder auf den Weg. Es war leider schon wieder dunkel als wir Uppsala erreichten. Wir besuchten den Ort "Gamle Uppsala" und gingen hoch zur Kirche. Das Museum hatte schon zu und es fing wieder verstärkt an zu regnen. Also fuhren wir bald weiter. Wir suchten noch einen Lidl-Markt auf und kauften uns einige Bierchen (die Dosen hier haben nur 3,5 % Alkohol), die wir zum Abendessen aus der Kühltruhe holten. Wir machten dann Spaghetti mit Krabben und aßen uns auch heute wieder "mehrere Male" satt. Morgen werden wir Stockholm erreichen (bei Tageslicht) und werden uns die Stadt ausgiebig ansehen.

Das soll es erst einmal wieder gewesen sein, deshalb herzliche Grüße

vom Weltenbummler Wolfgang und Begleiter und Steven

Bericht vom 20. bis 22. November 2009

Es regnet weiterhin und die Temperaturen wollen einfach nicht fallen. So sind wir recht zügig nach Stockholm gefahren und kamen gegen Mittag an.

Wir parkten in der Valhalla-Gatan (den Namen konnten wir uns leicht merken) und machten uns dann "cityfein". Wir schlenderten durch die City und ich zeigte Steven alles dass, was ich schon gesehen hatte. Gegen Abend - ich merkte schon meine Füße - gingen wir dann in eine Einkaufspassage und setzten uns an eine Getränke-Bar. Hier kamen wir mit zwei Holländern ins Gespräch und tranken einige Bierchen. Plötzlich gab es hinter mir einen Knall, und auf dem Fußboden zerplatzte eine Sektflasche. Keiner wusste, wo die hergekommen war - jedenfalls roch meine Jacke ziemlich streng nach Alkohol. Die feinen Glasteilchen waren bis zum Nachbartisch geflogen und so bekamen die Hölländer jeder ein neues Bier - auf Kosten des Hauses. In unser halb leeres Glas war nichts hinein geflogen und so gingen wir leer aus.

Wir machten uns danach bald auf den"Heimweg" und suchten uns dann einen geeigneten Schlafplatz, den wir auch bald fanden. Nach unserem Abendessen gingen wir recht bald schlafen.

Am nächsten Morgen machten wir uns recht früh auf den Weg, um erneut die Stockholmer Innenstadt zu erobern. Heute war Samstag und wir fanden einfach keinen Parkplatz. Über eine Stunde durch fuhren wir Stockholm, aber es war alles voll. Das lag wohl mit an dem Samstag, aber auch an dem schönen Wetter, denn die Sonne lachte endlich mal wieder vom blauen Himmel. So beschlossen wir, zum "gestrigen Übernachtungsplatz" zurück zu fahren und dann zu Fuß in die Innenstadt zu laufen. So weit war es nämlich gar nicht. Wir kamen dann am Stockholmer Stadion vorbei, wo gerade Snow-Board Meisterschaften ausgetragen wurden. Da freier Eintritt war, gingen auch wir ins Stadion uns schauten uns die Szenerie ein wenig an.

Im Stockholmer Stadion werden Snow-Board-Meisterschaften ausgetragen. Wir schauen es uns eine Zeit lang an

Dann machten wir uns auf den Weg, die sonnengeflutete und schon weihnachtlich geschmückte Stadt zu erkunden und fanden auch einige herrliche Motive.

Weihnachtlich geschmückte EinkaufspassageStockholmer Häuser im SonnenscheinGrand-Hotel - ein Prachtbau

Als die Sonne untergegangen war, besuchten wir erneut die Bar vom gestrigen Tag und ließen uns erneut zwei Bierchen schmecken. Danach kauften wir noch ein halbes Brot für umgerechnet 5 € und gingen müde und erschöpft zu unserem Mobbi zurück. Neben unserem Stellplatz war ein Verkaufsstand von Weihnachtbäumen. Am frühen morgen, etwa gegen 09:00 Uhr, wurden wir vom Lärm einer Motorsäge geweckt: Ein Mitarbeiter sägte am Stamm einer riesigen Tanne herum und erst nach einer halbe Stunde hatte er wohl seine Arbeit geschafft. Wir standen also auf und frühstückten: Das "teuere" Brot war aber sehr lecker...

Wir sagten dann Stockholm leb wohl und fuhren - nun wieder bei regnerischem Wetter - weiter Richtung Süden.

Bis bald...

Wolfgang und Steven

Bericht vom 23. und 24. November 2009

Wir sind auf dem Weg nach Göteborg von einer Polizeistreife aufgehalten worden. Grund: vor uns war ein Lkw in den Graben gefahren. Die nette Polizistin sagte uns, wir könnten warten, denn die Bergungsarbeiten seien schon kräftig im Gange. Also fuhren wir bis an die Unglücksstelle und schauten uns das Bergungsspiel an. 2 Abschleppfahrzeuge versuchten den auf die Seite gekippten Lkw wieder auf die Beine zu bringen. Aber es hat mehrerer Versuche bedurft, bis die Fahrzeuge dies geschafft hatten. Unsere Weiterfahrt wurde durch den umgestürzten Lkw für eine gute Stunde unterbrochenEs wird versucht, den Lkw wieder aufzustellenDer Lkw steht wieder auf seinen eigenen Rädern

Nach gut einer Stunde Wartezeit konnten wir endlich weiterfahren. Wir kamen in eine Stadt, wo an einer Jet-Tankstelle der Dieselkraftstoff umgerechnet mit 1,129 € für schwedische Verhältnisse recht preiswert angeboten wurde. Wir fuhren an diese Tankstelle; jedoch konnte man hier nur mit speziellen Kreditkarten zahlen. Da wir aber nur schwedische Kronen hatten, bot sich ein netter Herr an, seine Kreditkarte benutzen zu dürfen. Wir gaben ihm also das Geld und so konnten wir auch einmal preiswert tanken. Wir bedankten uns bei diesem netten Schweden und fuhren weiter.

Bald kamen wir in der Metropole Göteborg an, wo wir am Rande dieser Stadt (an einem Waldrand) eine sehr ruhige Nacht verbrachten. Am nächsten Tag sind wir weiter nach Varberg gefahren und dort auch heil am Fährhafen angekommen. Nachdem wir in Göteborg noch versucht hatten, einen Parkplatz in City-Nähe zu erhalten, um uns die Stadt anzusehen, haben wir dies nach gut einer halben Stunde Stadtfahrt auch aufgegeben.

Unser Navi führte uns nach Varberg in die dortige öffentliche Bibliothek, und hier wurde für uns eine User-ID und ein Password eingerichtet. Kurze Zeit später waren alle neuen Bilder dank einer guten Leitung auf dem Rechner.

Zum Abendessen verließen wir die direkte City- und Hafenumgebung und fanden abseits der Straße ein ruhiges Fleckchen. Später fuhren wir dann wieder zurück und gingen noch ein Bierchen trinken. Morgen sind wir dann auf der Fähre nach Greena. Hoffentlich ist die Überfahrt ruhig.

Bis zum letzten Bericht seid lieb gegrüßt von

Wolfgang und Steven

Bericht vom 25. und 26. November 2009

Hallo liebe Leute, hier ist nun der letzte Bericht dieser Tour:

Wir hatten eine einigermaßen ruhige Nacht, obwohl wir auf dem Check-In-Platz zur Fähre übernachtet haben. Gegen 06:00 Uhr legte die Fähre an und die Lkw's, die die Fähre verließen brummten mitten durch das Schlafzimmer. An ruhigen Schlaf war nun nicht mehr zu denken, obwohl wir bis zum einchecken noch fast 3 Std. Zeit hatten. Ich kochte uns erst mal einen frischen Kaffee und danach sah die Welt schon wieder besser aus.

Gegen 08:00 Uhr machte dann der Check-In-Schalter auf, und wir durften 2 Minuten später bis vor die Fähre fahren. Dann wurden wir eingewiesen und konnten auf die Fähre fahren. Mit uns fuhr vielleicht ein Dutzend Fahrzeuge, mehr aber auch nicht. Pünktlich legte das Schiff dann ab und wir machten es uns an Board gemütlich, d. h. wir gingen erst einmal richtig frühstücken. Danach beobachteten wir die Mitreisenden Rentner, die sich an den Spielautomaten vergnügten. Hier wurde so mache Geldnote "verdattelt", aber eine Dame hatte das Glück, und knackte den Jackpot eines Automaten. Damit hatte sie so etwa um die 1000 € gewonnen. Auch wir haben noch unsere letzten Münzen verspielt (15 schwedische Kronen), denn das Hartgeld kann ich in Deutschland ja nicht zurücktauschen; jedoch hatten wir beim Spielen kein Glück.

Nach gut 4 Stunden ruhiger Überfahrt kamen wir in Greena an und konnten von Board fahren. In Greena empfing uns ein recht stürmisches Wetter mit Regenschauern, die ja schon die letzten Tage unser Begleiter waren. Wir hatten nun gut 250 km Fahrt vor uns bis zur Deutschen Grenze und passierten diese, als es sich so langsam eindunkelte.

Es fing immer stärker an zu regnen, und die Scheibenwischerblätter gaben so langsam ihren Geist auf. In der Zwischenzeit war auch ein Scheinwerfer ausgefallen, und das Fahren wurde unter diesen Umständen doch recht mühselig. Wir beschlossen daher noch einmal zu übernachten. In Rendsburg machten wir noch einen Zwischenstopp und schauten uns die geschmückte Einkaufspassage an. Sah alles sehr schön aus, nur waren kaum mehr Menschen auf den Beinen. Lag wohl auch mit an diesem bescheuerten Wetter.

Wir fuhren dann noch ein Stück über die "Dörfer" wir wollten noch in einem Landgasthof essen gehen, und fanden in Hohenweststedt eine entsprechende Gaststätte. In einer Seitenstraße fanden wir auch einen Parkplatz und gingen dann zu Fuß zum Gasthof. Hier speisten wir deutsche Hausmannskost und tranken herrlich preiswertes Bier.

Am nächsten Morgen (die ruhige Seitenstraße entpuppte sich als morgentlich stark frequentierte Durchgangsstraße) holte Steven Brötchen und bald duftete es nach Kaffee in unserem Mobbi. In aller Ruhe machten wir uns danach auf die restlichen 80 Km und kamen gegen 13:30 Uhr in Oststeinbek an.

Fazit: Es waren zwar vier tolle Wochen (zwei davon mit Steven) in 2 schönen Ländern, aber ich hatte mir einiges anders vorgestellt. Ich hoffte, um diese Jahreszeit schon mal richtig Schnee bzw. Schneetreiben zu erleben, aber dieser Wunsch wurde mir leider nur an einem Tag erfüllt. Ja, das Wetter: es hat uns keine große Freude bereitet. Somit konnten wir auch nicht die Spaziergänge (im Tiefschnee laufen) unternehmen, die ich eigentlich machen wollte. Wahrscheinlich muss man Anfang eines Jahres in diese Länder reisen, wenn man wirklich den großen Schnee haben will. Das Glück war in Stockholm auf unserer Seite, konnten wir doch diese wunderschöne Stadt wenigstens - an einem Tage - bei herrlich blauem Himmel und Sonnenschein durchstreifen.

Euch wünsche ich nun alles Gute und dann bis zur nächsten Reise...

Der Weltenbummler Wolfgang