Touren-Berichte

Reisebericht Norwegen Oktober 2008

Fazit meiner Norwegen- und Islandreise:

Es war eine tolle Zeit und ich habe wirklich viel gesehen. Und Island hat mir sehr sehr gut gefallen. Die Menschen sind herzlichst, hilfsbereit und die Begeisterung für mein Mobbi fand einfach keine Grenzen. Immer wieder wurde ich gefragt, um was für eine Art von Fahrzeug es sich handelt und ob es fotografiert werden darf.

Nachdem ich meine liebe Frau Regine in Keflavik abgeholt hatte begann die schönste Zeit: wir konnten 5 Wochen lang gemeinsame Ziele aufsuchen und erkundeten manche schöne Strecke im Fahrzeug und auch zu Fuß. Es wurde nie langweilig - dazu sind die aufgesuchten Gebiete einfach zu imposant.

Island ist schlechthin ein Land für Wohnmobile und ich hatte fast nirgends Probleme frei zu stehen. Wasser- und Entsorgungsstellen sind überhaupt kein Thema, da reichlich vorhanden. So kann man beispielsweise fast überall sein schmutzig gewordenes Fahrzeug an den Tankstellen (sogar kostenlos)mit sauberem Wasser abbürsten. Die Ringstraße ist leicht und gut zu befahren aber so manche Strecken ins Landesinnere haben mir Respekt abverlangt und waren manchmal sehr mühsam zu befahren. Zufrieden war ich hier auf Island auch mit dem Wetter - es war dieses Jahr ein richtig warmer Sommer (so die Aussage eines Isländers).

Ich denke, ich bin nicht das erste und einzige Mal auf Island gewesen.

Norwegen ist auch sehr schön, und hat natürlich auch seinen Reiz. Die Gebiete durch die ich gekommen und gefahren bin waren auch traumhaft, insbesondere zur herbstlichen Jahreszeit.

Aber dieses Land ist halt ein sehr sehr teures Land (Diesel umgerechnet fast 1,70 €) und wenn man dann die Entfernungen berücksichtigt, geht (ging) viel Geld nur für den Kraftstoff drauf.

Ich bin nun froh, dass ich wieder bei meiner Familie sein kann, denn der einzige Wehmutstropfen meiner Reise war die Einsamkeit. Jetzt wird gespart und geplant bis zur nächsten Reise. Es wird vermutlich nach Alaska gehen, aber nicht allein.

An euch alle, die ihr mich virtuell begleitet habt, einmal recht herzlichen Dank und es war immer wieder schön, Post und Mails in meinem Postkorb vorzufinden.

Freitag, 31. Oktober 2008

Habe mich heute Morgen nach dem Frühstück auf den Heimweg gemacht.

Es waren 3 herrliche Tage, die ich in der Kindergartengruppe erleben durfte. Schön waren auch die Spaziergänge, die ich mit meinem Bruder am Strand/Wasser der Nordsee entlang unternahm. Bei euch allen möchte ich mich auf diesem Wege noch einmal recht herzlich für eure Gastfreundschaft bedanken.

Nach ruhiger und kurzweiliger Fahrt durch Dänemark und den Norden von Deutschland kam ich nach genau 5 Monaten wieder zu Hause an.

Dienstag, 28. Oktober 2008

Habe gestern (Montag) den Anglern in Hvide Sande zugeschaut, wie sie die Heringe in Massen herausholten. Wie ich so nebenbei hörte, haben einige tatsächlich bis zu hundert Fische geangelt. Bei einigen Anglern waren bis zu 4 Heringe an den Haken. Am Nachmittag habe ich mir dann im nächsten Angelladen auch einige "Heringshaken" und entsprechendes Blei gekauft und mein Glück versucht. Aber ich hatte kein Glück, denn meine Haken hatten sich wohl an Steinen fest gehakt und ich habe sie nicht wieder befreien können. So riss denn die Sehne und Blei und Haken waren für immer verloren. Dies passierte mir gleich zwei Mal hintereinander und so habe ich die Angel wieder eingepackt und im Mobbi verstaut. Für mich ist die Angelei für dieses Jahr nun endgültig vorbei.

Heute am Dienstag bin ich schon um 09:00 Uhr bei den Anglern gewesen und wollte mir die Technik des Hering-Angelns noch einmal genau ansehen. Aber ich wunderte mich, denn nur zaghaft versuchte mal einer sein Glück. Warum alle anderen Angler die "Rute nicht ins Wasser warfen" habe ich erst so nach und nach herausbekommen: Die Schleusentore in Hvide Sande waren geöffnet damit ein Wasseraustausch im dahinter liegenden Fjord stattfinden konnte. Und die Heringe waren alle mit in den Fjord gewandert - zum Laichen. Mit mal tauchten vor der Schleuse 4 Seehunde bzw. Robben auf und schwammen dort so herum. Die warten wohl auch auf die Heringe. So etwas habe ich hier auch noch nicht gesehen.

Gegen Mittag - ich war gerade in den Geschäften von Hvide Sande bummeln - rief mich auf dem Handy mein Bruder Hansi an. Sie sind jetzt in Hvide Sande und parken genau neben meinem Wohnmobil. Er ist mit den Freunden Werner, Dieter und Fabian sowie seinem Schwiegersohn Hauke hier in diesen Ort gekommen, um ihr Anglerglück auszuprobieren. So konnte ich nun die Herren schon alle hier begrüßen und es war ein großes Halloo...Sie versuchten bald auch ihr Anglerglück, aber es waren keine Heringe vorhanden. Auch sie hatten (wie ich) Angelhaken und Schnurrprobleme und so stellten wir bald das Angeln ein und fuhren gemeinsam zu dem Ferienhaus in Blåvand. Dort wurde ich dann von den restlichen Mitgliedern der Kindergartengruppe wirklich herzlich empfangen und es gab nochmals ein richtig schönes Halloo!!! Es wurde ein netter feucht fröhlicher Abend und spät und müde ging ich in mein Mobbi zum Schlafen.

Sonntag, 26. Oktober 2008

Es ist nicht zu fassen: Mein Navi-Gerät funktioniert wieder! Ich kann es kaum glauben, aber wirklich: Ich steckte (warum weiß ich nicht mehr)den Stecker in den Zigarettenanzünder und nach einem kleinen Augenblick ging dass erleuchtete in altem Glanz. Es geschehen doch noch Wunder. Ist mir ja ganz lieb, wenn ich auch nicht begreife, warum es die letzten 10 Tage den Dienst verweigerte.

Ich bin nun in Hvide Sande und habe gerade Abendbrot gegessen. Draußen stürmt und regnet es aber bei mir im Mobbi ist es gemütlich und warm. Eine gewisse Müdigkeit stellt sich augenblicklich ein (gerade nach einer leckeren Mahlzeit) aber ich will doch berichten, was so los war.

Wieder einmal nutzte ich die ruhigen Landstraßen, auf denen ich mit einer angenehmen, maximalen Geschwindigkeit von etwa 70 km/h dahin gondelte. In Ribe machte ich halt und schaute mich ein wenig um. Es gab nicht viel zu sehen aber einen geeigneten Stellplatz für die Nacht entdeckte ich hier. Also richtete ich mich "häuslich" ein und konnte draußen keinerlei Aktivitäten durchführen denn es saute ununterbrochen. So nahm ich mir denn mal ein Buch über Alaska zur Hand und las es in einem Zug durch.

Ich fuhr dann weiter und in Nörre Nebel bog ich ab nach Blåbjerg, denn es war zwischenzeitlich sehr schönes Wetter aufgezogen. Da wollte ich doch wieder einmal die Boots anziehen und ein wenig die Beine vertreten. Gegen 14:00 Uhr machte ich mich auf den Weg, immer schön gerade Strecken durch herrlich rauschenden Wald. Ich staunte nicht schlecht, als ich nach etwa 1 1/2 bei Hennestrand das durch Sturm aufgepeitschte Meer sah. Dieser kleine Ort ist mir noch von früheren Besuchen bekannt und vertraut.

Ich bin ganz bis zum Wasser "runter" und habe mir die mit weißer Gischt bedeckten Wellen eine ganze Weile angesehen, bis ich mit dem Rückmarsch begann.

Kurz nach 17:00 Uhr fand ich mich wieder am Auto ein; ich war ganz schön kaputt und wollte nur noch die Füße hoch legen. Ich machte mir schnell einen Magnesiumtrunk und relaxte erstmal eine gute halbe Stunde. Da ich an diesem Ort nicht sehen bleiben durfte, bin ich dann weitergefahren und kam nach einer knappen Stunde in Hvide Sande an. Hier suchte ich mir am Hafen einen Übernachtungsplatz und schlief bald nach einem kräftigenden Abendbrot auch bald ein. Die ganze Nacht stürmte recht kräftig (Mobbi wurde wieder einmal hin und her geschüttelt) und es regnete auch ganz kräftig.

Am nächsten Morgen - es war der Sonntag - hatten weder Sturm noch Regen nachgelassen (wie ich es mir geheim erhofft hatte) und so blieb ich länger als gedacht im Bett. Erst am frühen Nachmittag konnte ich das Fahrzeug verlassen und bin zur Mole gelaufen. Danach ging ich zurück und lief zur Brücke, die durch Hvide Sande führt. Hier standen die Angler und holten doch einen Hering nach dem Anderen heraus. Ich werde morgen am Montag vielleicht meine Angelausrüstung im Anglershop ergänzen und dann mein Anglerglück versuchen. Ob es was zu berichten gibt? Ich halte euch auf dem Laufenden.

Freitag, 24. Oktober 2008

Nun befinde ich mich wieder auf dänischem Boden, wenn auch ganz im Osten von Dänemark (Helsingör). Wieder einmal hat mich eine Fähre sicher übers Wasser gebracht - wenn auch nicht gerade preiswert, denn ich musste für diese kurze Strecke (viertelstündige Überfahrt) umgerechnet fast 80 €bezahlen. Da war die 2-stündige Überfahrt auf die Lofoten im teuren Norwegen ja geradezu preiswert. Hauptsache ist auf jedenfalls, dass ich übers Wasser nach Dänemark gekommen bin. Da ich mich nun kurzfristig entschieden habe, noch einmal an die Nordsee zu fahren und einen kräftigen Wind zu erleben, der die Nordseewellen richtig an den Strand trecken lässt, habe ich noch eine Wasserüberquerung vor mir: den Store Belt. An der Nordsee kann ich dann meine Schwägerin Gila und meinen Bruder Hansi sowie deren Kinder und Enkelkinder und die Kindergartengruppe besuchen, die in Blåvand eine Woche Urlaub machen.

Vor dem Ort Roskilde fuhr ich durch einen kleinen Ort, deren Namen ich vergessen habe. Aber als ich durch die Hauptstraße fuhr, sah ich unter dem Schild Zentrum ein weiteres mit der Aufschrift: Bibliothek. Ich hielt an und suchte sie. Nachdem ich sie gefunden hatte fragte ich dort nach einer Internetmöglichkeit und mir wurde gesagt, dass ich um 14:OO Uhr kommen könne, dann wird die Bibliothek geöffnet und dann kann ich mit meinen Laptop das vorhandene WWW benutzen.

So konnte ich wieder mal meine Mails abrufen und die Homepage aktualisieren.

Nach kurzer Weiterfahrt fand ich einen geeigneten Stellplatz (am Waldrand) und hier konnte ich noch einen 1 1/2-stündigen Spaziergang durch den Forst machen, da das Wetter mitspielte und es nicht regnete.

Am nächsten Morgen bin ich von der Hauptstraße abgewichen und habe nur kleinere Landstraßen benutzt. Andauernd sah ich herrenlose Apfelbäume und so hielt ich dann an einer geeigneten Stelle an und pflückte mir die Taschen voll. Lecker schmeckende Äpfel. Vitamine-Haushalt war gesichert.

Zwischen den Orten Korsör und Nyborg gibt es eine größere/längere Brücke die den Storebelt überspannt; ich habe aber gehört, das diese Überfahrt auch recht teuer ist - so muss ich halt noch ein zweites Mal in die Tasche greifen.

Schon von weitem sah ich sie dann: Die Brücke sowie die großen Pylone und als ich am Kassenhaus an kam, brauchte ich nur meine Kreditkarte in den Automaten zu stecken - keinerlei Geheimnummer wurde gefordert, und auch keine Unterschrift verlangt. Auf dem Kassenzettel stand dann der Betrag:620 dänische Kronen. Etwas über 80 €. Wahrlich kein Schnäppchen.

Auf der Autobahn ging es dann weiter Richtung Kolding. Da mir aber die Autobahnfahrt zu langweilig wurde, bin ich nach Kolding wieder auf Landstraßen zurückgekehrt. Und es ging an abgeernteten Mais-, Zwiebel- und Kartoffelfeldern vorbei. An einem Feld hielt ich an und stieg aus. Da sah ich das noch viele Zwiebeln liegen geblieben waren. Ich nahm mir einen Beutel und hatte ihn innerhalb kürzester Zeit voll gesammelt. Schöne große frische Zwiebeln. So machte ich das erneut an einem weiteren Feld: ich hatte noch einen leeren Eimer und diesen füllte ich mit großen Kartoffeln. Unglaublich, wie viele Früchte auf einem abgeernteten Feld noch herumliegen.

Als ich einen geeigneten ruhigen Übernachtungsplatz gefunden hatte, machte ich mir eine Käse-Gemüsepfanne. Die hat mir ungemein lecker geschmeckt.

Dienstag, 21. Oktober 2008

Melde mich das erste Mal aus Schweden; stehe kurz vor Halmstad (liegt zwischen Göteborg und Malmö). Seit meinem letzten Bericht sind schon wieder einige Tage vergangen, und ich möchte euch heute erzählen warum ich jetzt in Schweden bin.

Doch zunächst will ich euch noch die Bilder zeigen, die ich am Sonntag in Oslo gemacht habe.

Ich bin in Oslo gegen 10:00 Uhr morgens angekommen und habe direkt neben dem Rathaus einen Parkplatz erwischt. Ob die Parkuhr hier am Sonntag auch gefüttert werden muss, konnte ich nicht feststellen. Da ich so wie so nur noch norwegische Scheine hatte, konnte ich also die Parkuhr auch nicht bedienen.

Nach einem schönen Frühstück (wieder mit Kaffee) ging ich dann zum Vorplatz des Rathauses um mich zu orientieren. Oslo hatte einen strahlend blauen Himmel angelegt und die Sonne schien schon so kräftig warm, dass einige Norweger (männl. und weibl.) sich auf den Parkbanken schon sonnten.

Ich marschierte dann weiter und kam an die Hafenpromenade, die schon voller Leben war. Hier lagen wunderschöne Segelboote und so sah ich mich hier mal ein wenig um. Dabei entdeckte ich auch die ewige Friedensflamme (eine tolle Attraktion finde ich, ist doch Frieden in unserer Zeit immer noch nicht selbstverständlich) und habe sie sogleich fotografiert.

Hafenpromenade in OsloEwige Friedensflamme

Nachdem ich eine ganze Zeit an dieser Promenade entlang geschlendert war, suchte ich mir eine Bank und setzte mich damit direkt in die Sonne. Es war schön warm und viele Menschen zogen an mir vorbei. Hier konnte ich einmal in aller Ruhe die Menschen beobachten und es machte mir richtig Spaß.

Daraufhin erkundigte ich noch die an der Hafenseite und fand einen sehr schönen Dreimaster. Der musste auch einfach fotografiert werden, denn solche Schiffe sind einfach "nur schön"...

Schönes Segelschiff

Dann beobachtete ich noch einige Angler, und tatsächlich hat einer in der Zeit meiner Beobachtung eine Makrele an Land gezogen.

Da es sich zwischenzeitlich bewölkt hatte ging ich langsam zum Wohnmobil zurück. Es war inzwischen 16:00 Uhr und ich war total eng ein geparkt. Um hier nun wegfahren zu können, Musste ich das hin und her rangieren. Immer wieder dazu auch aussteigen und sehen, ob ich auch noch ein bisschen Platz habe und wieder vor- bzw. zurück zu fahren. So rangierte ich schon eine ganze Weile, bis ein Norweger mein andauerndes aus- und einsteigen sah, und mir dann seine Hilfe anbot, die ich gerne in Anspruch nahm. Nach gut 10 Minuten hatte ich mich dann aus der Parklücke befreit und konnte abdampfen.

Ich wollte mich nun langsam nach Langesund vorarbeiten und fuhr ein Stückchen westlich auf der Autobahn aus Oslo heraus. Die erste Tankstelle die kam hatte heute wohl einen Superpreis aufgelegt: 10,03 Nok (1,29 €). Das war ja preiswerter als in Deutschland. War der Sprit-Preis weltweit gefallen oder was war hier los? Ich weiß es nicht, jedoch nahm ich mir vor, an der nächsten Tankstelle zu tanken. Als die nächste kam, hatte sich der Preis aber schon auf 10,59 Nok erhöht. Das wollte ich nicht bezahlen, also nahm ich die nächste Ausfahrt und fuhr die 10 km zurück. Dann habe ich getankt und bin wieder weiter westwärts Richtung Drammen gefahren. Jetzt suchte ich mir einen Platz und fuhr von der Autobahn ab. Ich fand einen geeigneten großen Stellplatz hinter einem Bauhaus-Markt und richtete mich dann häuslich ein.

Inzwischen war es 17:00 Uhr und das Wetter war noch trocken. Also habe ich noch einen einstündigen Spaziergang unternommen. Dabei entdeckte ich noch eine Tankstelle und hier lag der Literpreis bei 10,01 Nok. Da hätte ich mir doch diese Rückfahrerei schenken können. Na ja, werde dann morgen vielleicht noch ein wenig Diesel bunkern, mal sehen. Ich kam mit langsam einsetzendem Regen wieder beim Mobbi an. Das war ja gut getimed.

In der Nacht hat es sich dann richtig ein geregnet und auch der ganze Montag wurde vom Regen begleitet.

So nahm ich mir vor, mal das Bauhaus aufzusuchen und von vorn bis hinten zu durchleuchten. Als ich damit fertig war fand ich noch ein zweites großes Center, das wie eine Shopping Mall aufgebaut war. Auch hier schlenderte ich von Geschäft zu Geschäft, aber irgendwie war das für mich alles nur ein großer Haufen Plunder. Ich ging noch mal zur Tankstelle und der Preis war noch weiter gesunken. Jetzt musste man für einen Liter Diesel nur noch 9,89 Nok bezahlen. Ich nahm mir vor, morgen bevor ich losfahre zu tanken denn als ich zum Mobbi zurückging setzte wieder starker Regen ein der mich klitschnass werden ließ.

Den Abend dieses Montags habe ich dann gemütlich im warmen Mobbi verbracht und schon mal alle meine Bilder für eine CD vorbereitet.

Heute am Dienstag - ich war gerade am frühstücken - klingelte mein Handy. Eine nette Damenstimme meldete sich aus Bremen und ragte mich, ob ich schon mitbekommen hätte, dass die Fährgesellschaft, die meine Rückfahrt von Langesund durchführen sollte, Insolvenz angemeldet hat. Sie bestätigte meine aufsteigende Ahnung, dass die Fahrt von Langesund nach Hirtshalts nun nicht mehr durchgeführt wird. Sie entschuldigte sich und sagte mir, dass ich die Hälfte des Fahrpreises erstattet bekomme. Da stand ich also nun ein Stück westlich von Oslo und hatte im Moment keine Fährüberfahrt. Was tun? Ich schaute mir die Karte an und nahm mir vor, über Göteborg nach Helsingborg zu fahren, dort über zu setzen nach Helsingör und dann via Rödbyhavn/Puttgarden nach Deutschland zu fahren.

Ich machte mich also auf den Weg, wollte aber nun schnell noch tanken. Schon von weitem sah ich, dass sich über Nacht die Preise geändert hatten. Und zwar gleich ganz kräftig, denn der angezeigte Dieselpreis lag heute wieder bei ca. 11:55 Nok. Das hat mich doch ein wenig geärgert, denn ich hatte noch gut Platz im 2 ten Dieseltank gehabt. So ließ ich das Tanken sein und machte mich auf Richtung Göteborg. Sie ist in etwa 300 km von Oslo entfernt.

In Göteborg angekommen stauten sich auf der Autobahn erst einmal die Fahrzeuge. Dass hatte ich ja lange nicht erlebt, und es hat mir weiß Gott nicht gefehlt. Es ging nur im Kriechgang vorwärts. Ich erinnerte mich an die schönen und ruhigen Islandfahrten, wo ich nicht ein einziges Mal einen Stau erlebt hatte.

Nun habe ich einen Stellplatz abseits der Autobahn gefunden und hoffe auf eine erholsame Nacht.

Samstag, 18. Oktober 2008

Bin heute wieder früh aufgestanden (so gegen halb neun) und habe dann sofort einen kleinen Spaziergang (etwa 40 Minuten) gemacht, denn vom Himmel strahlte schon die Morgensonne und Raureif hatte Gräser und einige Bäume mit Puderzucker umhüllt. Während ich am See entlang lief und Enten beobachtete wärmte die Standheizung dem Motor und Innenraum vom Mobbi auf.

Als ich wieder zurückgekommen war, fand ich einen angenehm warmen Innenraum vor.

Ich fuhr nun gleich weiter Richtung Lillehammer-Zentrum und ich fand auch sofort die Olympiaanlage von 1994. Es war richtig einfach, da genügend Hinweisschilder vorhanden waren. Und dann sah ich sie schon von weitem: die zwei Skischanzen waren nicht zu übersehen.

Große und kleine Olympia-Schanze von Lillehammer

Schön war es, dass die Anlage in Betrieb war und dass einige Sportler die Sprungschanzen benutzten. Sie springen mit ca. 85 km/h den "Tisch" hinunter und landen mit etwa 95 km/h. Das ist schon grandios und sieht irre schnell aus. Ich würde mir das nicht zutrauen. Allein diese Länge und Höhe...

Der Skispringer ist innerhalb der roten Klammern gelandetDer Skispringer hat den Flug gut "durchgestanden"

Inzwischen hatte ich mächtig Hunger bekommen und (Skispringen macht doch hungrig oder?) und so zog ich mich ins Mobbi zurück und nahm das verspätete Frühstück zu mir. Mein selbst gebackenes Brot hat mir sehr lecker geschmeckt.

Nach diesem verspäteten Frühstück bin ich in die Innenstadt zurück gefahren und habe mir einen Parkplatz (einen zentral gelegenen zu finden war recht kompliziert) gesucht. Dann bin ich die Einkaufspassage hin- und zurück gelaufen immer in Begleitung einer Musikkapelle und vielen weiteren Mitläufern. Es muss irgendwie ein Umzug gewesen sein - jedenfalls war es sehr lustig, interessant und stimmungsvoll.

Nach dieser anderen "Wanderung" wurde mir allmählich kalt denn wir hatten nur plus 3° C. So machte ich mich daran und suchte das Fahrzeug wieder auf und fuhr weiter Richtung Oslo. Morgen werde ich mir dann die Hauptstadt des Landes ein bisschen näher betrachten.

Freitag, 17. Oktober 2008

Es war kalt letzte Nacht. Wir hatten Minus 2° C und somit war der gestern gefallene Schnee liegen geblieben. Es sah draußen toll aus, denn die Sonne erhellte so langsam den Übernachtungsplatz. Dazu kam noch ein wolkenloser blauer Himmel. So mag ich einen beginnenden Wintertag...

Da sich der Innenraum über Nacht abgekühlt hatte, habe ich erst einmal die Heizung angemacht. Nach der morgendlichen Toilette bin ich nach draußen und habe Holz klein gehackt. Ich hatte noch vier Eier und die wollte ich mir heute früh in die Pfanne hauen. Also habe ich die Feuerstelle wieder hergerichtet und dann versucht ein Feuer zu entzünden. Dies war jedoch gar nicht so leicht, da alle dünnen Zweige, die ich zum Starten des Feuers sammelte, mit Schneebedeckt waren. Aber nach einer kleinen Weile loderten doch die Flammen zum Himmel. Nun kam wieder meine Gusseiserne Pfanne zum Einsatz. Und schon nach 5 Minuten waren die Spiegeleier fertig.

Jetzt schnell in die warme "Stube" und dann steht einem guten Frühstück nichts mehr im Wege.

Ich machte mich dann nach dem Frühstück langsam auf den Weg - Richtung Lillehammer. Ich fuhr auf der E6 in Richtung Süden, aber links waren meistens die Berge und rechts hatte ich eine Eisenbahntrasse und meistens ein Gewässer, an das nicht heran zu fahren war. Zusätzlich war dieses Gebiet noch stark besiedeltes und wurde extensiv bewirtschaftet. So sehr ich auch Ausschau hielt, ein geeigneter Übernachtungsplatz wollte einfach nicht kommen.

Endlich, ich war fast schon in Lillehammer, fand ich doch noch ein Traumplätzchen an einem großen See.

Übernachtungsplatz am See - kurz vor Lillehammer

Da ich noch fertige Backmischung für Brot hatte, machte ich mich daran und buk am Nachmittag einen riesigen Laib, denn die Brot-Backmischung war recht gut aufgegangen und hatte sich fast verdoppelt.

Morgen schaue ich mir dann Lillehammer (ehemaliger Austragungsort der olympischen Winterspiele 1994) an.

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Heute früh bin ich von meiner kalten Nase geweckt worden. Ich blickte sofort auf das Außenthermometer und siehe, der erste leichte Nachtfrost mit Minus 1 ° Celsius war da. Aber der Himmel zeigte ein lang nicht gesehenes blau.

Zügig stellte ich die Heizung an, um den Motor vor zu wärmen und bin danach noch einmal zurück ins warme Bett. Noch eine halbe Stunde Schlummer-Schlaf gönnte ich mir, dann stand ich gegen 09:00 Uhr endgültig auf. Nach einem kurzen Reinigungs- und Anzieh-Manöver startete ich den Motor und fuhr vielleicht 40 km auf der E6 weiter - immer Richtung Süden.

Dann kam ein Park-Platz an der E6, wo ich frühstücken konnte. Der Motor hatte inzwischen auch den Innenraum ordentlich warm gemacht. Ich kochte mir mal wieder eine Tasse Kaffee und er schmeckte mir ausgezeichnet. Als ich aus dem Fenster schaute sah ich einen Mann mit Rucksack, der an einer Pforte hantierte (er machte sie wohl auf) und dann langsam in die Berge hinauf stieg. Ich wollte mich auch mal wieder bewegen und zog also meine "Wanderschuhe" an. Nachdem ich alles abgeschlossen hatte (so glaubte ich jedenfalls), machte ich mich auf den Weg und dem "Wanderer" hinterher.

Nachdem auch ich durch die Pforte gegangen war, ging es gleich richtig zur Sache. Der Weg zog sich gleich an der Bergflanke in die Höhe und war gar nicht so leicht zu bewältigen, da er noch - bedingt durch gefrorenes Bergwasser - sehr glatt und rutschig war. So marschierte ich immer weiter in die Höhe. Als ich "oben" war, machte der Weg eine Kurve und es ging (wieder nicht so leicht zu bewältigen) diesmal ein Stück den Berg hinunter.

So marschierte ich gut zwei Stunden und hatte so etwa 9 km des Weges geschafft. Ich kam dann - nachdem es gut eine Viertelstunde lang ziemlich steil bergab ging wieder an die E6 und auf einen weiteren Parkplatz. Kurz zuvor kam ein Schild, auf dem Stand, dass ich den Vårstegen nach Süden gelaufen bin. Ich brauchte jetzt dringend eine Pause und da die Sonne so schön schien, habe ich mich auf eine Bank gesetzt und die Sonne genossen.

Nach einer halben Stunde Erholung marschierte ich die ganze Strecke nun Richtung Norden wieder zurück. Besonders der steile Anstieg machte mir jetzt zu schaffen (ein schweißtreibender Aufstieg), aber mit einer erneuten kleinen Pause (die Beine brauchten schon wieder eine Erholung) ging es - immer auf- und abwärts - zum Mobbi zurück. Zwischendurch musste ich mich mit klaren Bergwasser erfrischen; das Wasser ist hier wirklich sauber und gut trinkbar. So kam ich dann doch ziemlich kaputt aber glücklich, den ganzen Weg hin und zurück gelaufen zu sein, wieder bei der Pforte an.

Hier habe ich dann noch zugeschaut, wie Männern mit ihren Hunden drei Schafe zum Parkplatz trieben und dort auf ein bereitgestelltes Auto verfrachteten. Es ist schon toll, wie diese Hunde aufs Wort ihres Herrn hören. Als ich dann beim Mobbi ankam machte mir erstmal ein Magnesium-Trunk, denn ich merkte doch, wie meine Oberschenkel krampfartig zu meutern anfingen. Auch mein rechtes Knie (vermutlich der äußere Meniskus) schmerzte ein wenig.

Nachdem ich mich erfrischt und ein wenig die Füße hochgelegt hatte, fuhr ich von diesem Parkplatz ab und kam nach 100 Metern auf einen weiteren Platz, wo ich ein Lagerfeuer am Fluss entfachen konnte. Hier wollte ich übernachten. Ein moderates Feuer brannte schon nach einer kurzen Zeit und ich stellte, als eine schöne rote Glut entstanden war, den Dutch-Oven darauf. Nach einer halben Stunde war die Suppe warm; das war auch gut so, denn es hatte sich inzwischen recht stark bewölkt und die ersten Regentropfen zeigten sich schon.

Und dann kam eine richtig dunkle Wolke. Sie brachte mir den ersten Schnee. Er war zwar noch recht nass und grobkörnig, jedoch war innerhalb kürzester Zeit ums Mobbi herum alles weiß.

Bin gespannt, wie es morgen früh aussehen wird.

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Habe mir heute mal eine Erbsensuppe mit Wiener Würstchen (gibt es hier in Norwegen und schmecken genauso wie in Deutschland) auf offenem Lagerfeuer zubereitet.

Dies hatte ich schon seit Sonntag geplant, doch der andauernde prasselnde Regen ließ ein offenes Feuer einfach nicht zu. Ja, seit Sonntag hatte ich die Erbsen in lauwarmes Wasser getan um sie am Montag dann zu kochen.

Nun haben sie fast drei Tage zum Aufgehen gehabt, aber es waren wohl Uralt Erbsen, denn wenn ich sonst solche Hülsenfrüchte ins Wasser gebe, dann werden sie schon reichlich weicher und fangen manchmal sogar an zu keimen.

Meine norwegischen Erbsen jedoch wurden weder weicher noch fingen sie an zu keimen. Aber beim Kochen hatten auch diese Hülsenfrüchte keine Chance. Sie wurden gut weich und die ganze Suppe mit diversen Zutaten wie Möhren, Zwiebeln, Lauch und weiteren anderen Beigaben war mir selbst ein Renner: habe tatsächlich 3 Teller mit jeweils einem Würstchen aufgefuttert.

Die Gerichte, die ich immer am Lagerfeuer in meinem großen Dutch-Oven zaubere, bekommen immer einen rauchigen Beigeschmack, den ich sehr liebe. Das ist fast pure Wild-West-Romantik.

Zu berichten habe ich noch, dass seit Trondheim das reparierte TomTom-Navi-Gerät zum zweiten Mal seinen Geist aufgegeben hat und nicht mehr funktioniert. Der Bildschirm bleibt schwarz. Das scheint wohl eine Montags-Produktion zu sein. Da werde ich mich in Deutschland mal richtig beschweren.

Sonst habe ich heute weiter nichts gemacht, außer dass ich die Homepage in der Trondheimer Bibliothek aktualisiert habe.

Dienstag, 14. Oktober 2008

Ich fliehe zurzeit vor dem Regen. Seit Sonntag der Ankunft auf dem Festland hat es nicht mehr aufgehört zu regnen. Das ganze dann bei etwa 7° Celsius. Da bin ich nun die beiden Tage ein großes Stück des Weges gefahren und stehe nun hier auf einem Platz in der Nähe der E6. Es sind noch gut 50 km bis Trondheim und morgen kann ich dann - in der öffentlichen Bibliothek - die Homepage wieder einmal aktualisieren.

Auf der Fahrt hierher kam ich an einem kräftigen Wasserfall vorbei, wo ich kurz anhielt um ihn zu fotografieren. Unter der Brücke, die über diesen Wasserfall führt steht ein recht ansehnliches Trollmännlein, das ganz stolz die norwegische Flagge in der Hand hält.

Norwegischer Troll - am WasserfallRecht großer/starker Wasserfall

Kurz hinterm Polarkreis führte ich eine Fahrzeugkolonne von ca. 10 Fahrzeugen an. Es ging an herrlichen Birkenwäldern und Sumpfwiesen vorbei und mit einem Mal musste ich richtig in die Bremse treten und anhalten, denn vor mir lief eine Herde Rentiere über die Straße. Leider konnte ich kein Bild machen, da ich - als die Tiere die Straße überquert hatten - schon weiterfahren musste, denn von hinten fingen schon einige an zu Hupen. Es ist aber immer wieder herrlich, einige diese Tiere aus näherer Entfernung sehen zu können.

Sonntag, 12. Oktober 2008

War das heute ein Tag - mit Fischen und ohne Fische, mit Sturm und ohne Sturm sowie Regenschauer aber auch Sonnenschein; ich muss es euch der Reihe nach erzählen.

Nach einer erholsamen Nacht weckte mich heute früh noch immer prasselnder Regen. Jedoch, als ich - mit einem kurzen gehaltenen Frühstück - fertig war, hatte der Regen aufgehört und die Sonne kam hervor. Sie schickte uns noch ein paar wärmende Sonnenstrahlen auf die Insel, die mich nach den vergangenen Tagen richtig belebten. Ich ging noch einmal in die Innenstadt zu den Geschäften aber, die hatten hier nicht auf. Ist halt nicht Island... Nachdem ich wieder beim Mobbi war, packte ich meine Angelsachen und ging an die von gestern bekannte Stelle.

Ich dachte ich wäre allein aber weit gefehlt, es waren schon zwei Angler am "arbeiten" und hatten auch schon einen guten Fang gemacht. Der eine Fisch war sage und schreibe einen halben Meter lang und entsprechend schwer. Ich staunte wirklich nicht schlecht. Ich machte meine Angel wieder betriebsbereit und hatte sofort mit dem ersten Auswurf einen mittelprächtigen Fisch am Haken. Den wollte ich behalten und erlegte ihn schnell. So kann es weiter gehen - dachte ich mir. In der Zwischenzeit hatte der eine der beiden anderen Angler wieder einen stattlichen Fisch an Land gezogen. Ich hatte nach mehreren Fehlversuchen dann auch einen Fisch am Haken, aber als ich ihn auf den Felsen hatte löste er sich und verschwand in einer der offenen Felsspalten. Da habe ich mich geärgert, aber es sollte noch besser kommen. Beim nächsten Auswurf biss schon wieder ein Fisch an - Junge, hatte dieser Fisch hatte eine Kraft jedoch nach und nach wurde er müde und ich konnte ihn ruhig und bedächtig an Land bringen. Auch er wurde zügig ins Himmelreich der Fische überführt.

Dann fing ich noch einige kleine Fische, die ich jedoch wieder in Meer zurücksetzte. Dann hatte ich mit Mal einen Hänger und mein letzter Pilker verfing sich so in den Uferpflanzen, dass beim Befreiungsversuch die Angelschnur riss und der Pilker verloren war. Ich glaubte schon, dass die Angelzeit nun zu Ende sei, jedoch einer der beiden anderen Angler hatte mein Missgeschick mitbekommen und kam nach kurzer Zeit mit einen neuen Pilker an und schenkte ihn mir. So konnte ich weiter Angeln und ich wollte noch einen weiteren Fisch für mein heutiges Abendessen herausholen.

Und dann hatte ich einen wirklich großen Wurf getan, denn mit einem Mal merkte ich, wie die Rute sich bog und beim Einholen der Angelschnur verspürte ich einen gewaltigen Widerstand. Aber mit Ruhe und Ausdauer bekam ich den Fisch so langsam in Richtung Ufer. Und dann sah ich ihn, es war fast noch größerer Fisch als der, den ich gestern geschenkt bekommen habe. Mit einem Mal wurde ich richtig aufgeregt. Der Fisch wollte mit Angelhaken und Angelschnur wieder ins tiefere Wasser und unter einem Felsen abtauchen, aber es gelang mir, dagegen zu halten. So brachte ich ihn erneut ans Ufer und wollte ihn an der Angel ans Ufer heben. Als er kurz aus dem Wasser war passierte es: die Angelschnur riss und mit einem platschenden Geräusch verschwand dieser herrliche Fisch wieder im Wasser. So'n Mist. Ich war noch von Angelfieber gepackt und konnte es nicht glauben, dass ich ihn nicht an Land gebracht hatte.

Mir fehlte noch ein weiterer Fisch zum Abendessen, denn den großen wollte ich räuchern und nach und nach verspeisen. Da ich noch Zeit bis zum Abfahren der Fähre hatte ging ich noch einmal zum Mobbi zurück, denn ich hatte noch einige ganz leichte Pilker aus Schottland. Als ich dann fast wieder an der Angelstelle war, sah ich einen wild kreischenden Möwenschwarm an der der Stelle herumfliegen, wo ich gestanden hatte. Diese schlauen Viecher hatten sich doch in der Zwischenzeit an meinen Fischen vergriffen und als ich dann vor meinem Platz stand, flogen sie weg. Alle Fische waren weg. Diese Scheiß Möwen... Hab ich mich wohl geärgert. So ist mein Anglerleben - von Erfolg und Missgeschick umgeben.

Ich hatte dann noch einige Bisse auf meinen Schottland-Pilker und holte auch noch einen kleinen Fisch heraus, den ich aber wieder in Wasser zurücksetzte. Zum Schluss verfing sich auch dieser Pilker dann noch in der Unterwasserflora und erneut riss die Angelschnur. Daraufhin packte ich -innerlich angesäuert - meine Angel ein und verabschiedete mich von den anderen hilfsbereiten Angelkollegen. So werde ich dann heute Abend keinen Fisch essen, sondern mir Sauerkraut mit Würstchen warm machen.

Kaum dass ich beim Auto war fing es erneut heftig an zu regnen und es frischte enorm auf. Als ich zum Meer hin sah, sah ich schon ganz schön große Schaumkronen herumtanzen. Hoffentlich wird die Überfahrt zum Festland nicht zu heftig. Als ich das Mobbi auf dem Schiff geparkt hatte, kam gleich einer der Arbeiter und sicherte das Fahrzeug mit zwei kräftigen Ketten.

Fährfahrt zurück aufs Festland - zur Sicherheit ist das Mobbi angekttet

Die Überfahrt war recht unruhig; die Fähre schaukelte und schlingerte richtig heftig. Es donnerte richtig, wenn sich der Bug der Fähre ins Wasser senkte und die Gischt peitschte dann nur so übers Deck. Zum Glück dauerte diese Fahrt auch nur 2 Stunden und wir kamen heil und ohne "Verluste" in Skutvik an.

Nun habe ich etwa 1500 km vor mir bis Langesund (liegt etwas unterhalb von Oslo)- dann wird mich eine erneute Fährfahrt nach Hirtshalts bringen.

Was werde ich bis zum 31. Oktober noch alles so erleben? Ich werde weiter berichten.

Samstag, 11. Oktober 2008

Habe so etwa eine gute Woche mit Sturm, Regen und Sonnenschein auf den Lofoten zugebracht. Es ist eine wirklich schöne Insel und ich habe es nicht bereut, hier her gefahren zu sein.

Ich bin von Å wieder zurück gefahren nach Svolvaer denn hier konnte ich wunderbar stehen/übernachten und auch beobachten, wann die Fähre ankommt und auch wieder abfährt. Auch wollte ich hier noch ein bisschen angeln. Leider hat mir das Wetter fast die ganze Woche (bis auf den Mittwoch)einen Strich durch die Rechnung gemacht, denn es stürmte und regnete ununterbrochen.

Am Mittwoch bin ich dann zu der Stelle gegangen, von wo man gut die Angel ins Wasser werfen konnte. Hier waren schon einige Leute am Angeln und hatten schon einige Fische gefangen. Ich beobachtete die Szenerie und nahm mir vor, am morgigen Tag dann hierher zu kommen und ebenfalls die Angel aus zu werfen. Jedoch wurde ich am Donnerstag von Sturm und Regenschauern geweckt und das Wetter besserte sich nicht bis zum Samstag.

Heute wollte ich nun die Lofoten verlassen jedoch wurde mir gesagt, dass heute keine Fähre abfährt, sondern erst am Sonntag. Da es im Moment (15:00 Uhr) nicht regnete packte ich meine Angelsachen aus und ging an die Stelle, wo ich neulich die Angler gesehen hatte. Auch heute waren schon wieder einige Leute fleißig und hatten schon diverse Fische gefangen. Ich machte meine Angel betriebsbereit und bald hatte auch ich einen Fisch an der Leine. Behutsam zog ich ihn aus dem Wasser und erledigte ihn mit einem kräftigen Schlag auf den Kopf. Es dauerte gar nicht lange und wieder hatte ich einen Fisch am Angelhaken. Als ich ihn aus dem Wasser gehoben hatte, löste er sich und sprang zurück in sein Element. Schade, einen zweiten Fisch fürs Abendessen brauchte ich schon noch. Aber es wollte kein Fisch mehr anbeißen und langsam wurde es dunkler und dann fing es auch noch an kurz zu Hageln und dann wieder zu regnen. Dazu kam ein orkanähnlicher Wind, so dass ich die Angel einpackte. Als ich gehen wollte, fragte mich einer der Männer, ob ich denn genug Fisch hätte und da ich es verneinte, ging er spontan zu seinen gefangenen Fischen und suchte mir den allergrößten heraus, um ihn mir zu schenken. Da hatte ich aber eine Mahlzeit zusammen, denn der geschenkte Fisch wog bestimmt 2 Kg.

Frische Fische - geangelt auf den Lofoten

Am Mobbi habe ich dann die Fische ausgenommen und gesäubert und in der Pfanne gebraten. Ich habe nur den Fisch gegessen, denn es war wirklich reichlich. So frisch zubereiteter Fisch ist ein wirklicher Genuss.

Mal sehen, wie morgen am Sonntag das Wetter ist. Die Fähre fährt ja erst um 16:00 Uhr und bis dahin könnte ich mein Anglerglück ja noch einmal versuchen.

Ich werde es berichten.

Montag, 06. Oktober 2008

Bin heute früh bei wirklichem Sauwetter weitergefahren. Zum Glück hörte es gegen Mittag auf und da ich einen Abstecher an den Nusfjord gemacht hatte, konnte ich endlich mal wieder einen kleinen Spaziergang an diesem Fjord bis zur Leuchtturmspitze unternehmen. Ich kam diesmal recht nah an die bunten Lofotenhäuser heran und sie waren recht alle geschlossen und nicht bewohnt. Dieser kleine Ort hatte sogar einen kleinen Hafen und es lagen eine Handvoll Boote darin. An einer Hütte war das Eingangstor weit auf und hier befand sich eine Diving-Station (Tauchbasis). Es werden von hier aus Tauchtouren unternommen und wie mir eine junge Frau erzählte, soll die Unterwasserwelt (hier gibt es wirklich ganz klares Wasser)auch sehr farbenfroh anzusehen sein.

Hütten am FjordKleiner Hafen am FjordDie Hütten sind meistens aus Holz mit einem Wellblechdach

Ich ging dann noch ein wenig durch den angrenzenden Wald und kam nach einer guten halben Stunde am Leuchtturm dieses Fjords an. Leider habe ich dabei wirklich nasse Füße bekommen, denn der Waldboden war so etwas von nass, wie ich es nicht erwartet hatte. Nach dem ich einige Aufnahmen gemacht hatte, ging ich schnellen Schrittes zum Mobbi zurück, denn es fing wieder einmal an, recht kräftig zu regnen. Habe mich dann im warmen Wohnmobil "trocken gelegt" und mir dann eine kleine Zwischenmahlzeit in Form eines Müsli zubereitet.

Es ging dann weiter - bei strömenden Regen - bis ich nach 2 Stunden ruhiger Fahrt den südlichsten Punkt erreicht hatte. Hier möchte ich morgen, wenn das Wetter mitspielen sollte, noch ein wenig wandern. Im Moment stürmt es draußen jedenfalls enorm, denn das Mobbi wird wiedermal kräftig hin und her geschüttelt.

Sonntag, 05. Oktober 2008

Habe eine wirklich ruhige Nacht zwischen den Lkw's verbracht und bin am nächsten Morgen vom Geschrei der Vögel geweckt worden.

Ich habe mich dann - nach einem guten Frühstück (mit dänischer Leberpastete) - auf den Weg Richtung Süden gemacht. Es geht die E 10 Richtung Å und bis dorthin sind es nur 130 km.

Trotz des nicht berauschenden Wetters sehen die rot und gelb angemalten Häuser an den Fjorden und Buchten einfach toll aus.

Bei dem kleinen Ort Smorten bin ich dann von der Hauptstraße auf die Nebenstrecke (mit Straßennummer 815) gefahren, die relativ nah am Meer entlang führt. Auch hier konnte ich die schönen Häuser bestaunen und sie passen wirklich in die Küstenlandschaft. Auf dieser Strecke konnte ich nur eine ganz kleine Durchschnittsgeschwindigkeit fahren, was mich aber nicht störte, konnte ich doch alles genauer sehen. So kam ich auch erst gegen 17:00 Uhr im Ort Stamsund (Fähranleger auf den Lofoten) an.

Rastplatz auf den LofotenKleiner Ort auf den LofotenTypische Hütten auf den Lofoten

Hier war alles wie ausgestorben, obwohl hier auch Fähren anlegen. Da ich auf der langsamen Fahrt einen relativ guten Übernachtungsplatz gesehen hatte, fuhr ich jetzt diesen Platz an. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, heute am offenen Feuer Pellkartoffeln mit Kräuterbutter und Thunfisch zu zubereiten, aber es hatte gegen Nachmittag ein kleiner Sturm eingesetzt, der das nahe Küstenwasser nur so schäumen ließ. Und auch das Mobbi schaukelte er andauernd hin und her. Hinzu kam noch ein kräftiger Regen, so dass das Lagerfeuer heute aus blieb. Ich habe noch einen kleinen Rest Gas in der Gasflasche und so gab es statt der Kartoffeln halt Nudeln, die in 10 Minuten fertig waren.

Samstag, 04. Oktober 2008

Sitze nun auf den Lofoten in Svolvaer an der Anlegestelle der Fähre und werde hier auch übernachten.

Mit mir sind vielleicht eine Handvoll Pkw auf der Fähre gewesen. Die sind nun alle verschwunden, und ich stehe hier einsam zwischen einigen abgestellten Lkw's und 2 weiteren Wohnmobilen, bei denen noch Licht brennt.

Ich war ja von Bodö gegen Mittag losgefahren (habe nach dem Frühstück mal wieder klar Schiff gemacht und bin dann die ca. 225 km lange und schöne Strecke über Fauske auf die Halbinsel Hamaröy gefahren. Von dem kleinen Örtchen Skutvik fährt eine Fähre in einer 2 Stunden langen Überfahrt die Lofoten an.

Besonders schön mit bunt gefärbten Bäumen waren die letzten 30 km , als dich die E6 bei Ulsvag verlassen hatte und auf der kleinen Straße mit Nr. 81 nach Skutvik gefahren bin. Was mich wunderte war, dass hier relativ viel Leute mit ihren Autos unterwegs waren, die ein anhalten auf der direkten Straße erschwerten. Habe trotzdem einmal kurz angehalten um eine wunderschön gelb gefärbte Birke zu fotografieren.

Farbtupfer an einsamer Straße

Ich war dann gegen 16:00 Uhr in Skutvik und fand vor mir einen Ort im Dornröschenschlaf. Es gab keine Informationsschilder bezüglich der Fähre und fragen konnte ich auch keinen Menschen, da ich nicht einen einzigen sah. Bin dann ein bisschen herumgelaufen und mit einem Mal sah ich ein Kaffeehaus, in dem auf den Tischen angezündete Kerzen standen. Ich öffnete die Tür, und ging hinein. Es war ein recht großer Raum mit vielen Tischen und es roch nach Suppe und Kaffee. Am Tresen stand eine Frau und trocknete einige Tassen ab. Ich ging auf sie zu und fragte, ob ich einen Kaffee bekommen könnte. Sie nickte und dann erkundigte ich mich nach den Fähren. Sie erzählte mir, dass die Fähre um 17:30 abfahren wurde und ich das Ticket auf dem Schiff lösen kann. Na wunderbar, so war diese Situation schon geklärt. Nach einiger Zeit kamen sogar noch zwei weitere Personen und bestellten sich etwas zu essen.

Ich fragte auch noch ob sie einen Internet-Anschluss haben und wirklich, hier in diesem verschlafenen Ort könnte ich per WLAN meine Homepage aktualisieren. Ich war so in meine Arbeit vertieft, dass die Zeit wie im Fluge verging und als ich einmal nach draußen sah, war die Fähre schon eingelaufen. Ich schaute auf die Uhr, mein Gott, es war ja gleich 17:30. Nun aber schnell die Laptop-Utensilien zusammengepackt und nichts wie raus zur Fähre. Pünktlich um 17:30 legte sie - mit dem Mobbi und mir an Bord - ab.

Nach etwa 1 1/2 Stunden näherten wir uns schon bei einbrechender Dunkelheit den Felsen dieser Inselgruppe. Es ging durch schmale und nicht ungefährliche - aus dem Wasser herausragende Felsen - hindurch, und der Kapitän kannte seine Strecke wohl ganz genau, denn er verringerte die Geschwindigkeit der Fähre unmerklich. Nach gut 2 Std. machte das Schiff dann in Svolvaer fest.

Abendliche Ankunft der Fähre auf den LofotenHier ist das Fahrwasser wirklich eng

Nun bin ich also auf den Lofoten, werde erst einmal die Heizung anmachen (7° C) und dann Abendbrot essen.

Freitag, 03. Oktober 2008

Habe heute meinen ersten Fisch gefangen.

Doch lasst mich der Reihe nach erzählen: Gestern Abend hatte ich reichlich gegessen, sodass ich heute morgen keinen Bissen herunter brachte. Ich bin also nach dem Aufstehen gleich losgefahren: Richtung Saltstraumen. Dort hatte ich beim ersten Besuch an einer Stelle Angler gesehen. Das wollte ich mir mal aus der Nähe ansehen.

Als ich bei den Anglern ankam sah ich schon einige ausgenommene Fische auf der Erde liegen, und die Angler holten nach und nach eine stattliche Anzahl von Fischen heraus, die ich bis dahin noch nicht gesehen habe. Es wurde aber gesagt, dass diese Fische recht gut schmecken sollen.

Ich schaute diesen Anglern eine ganze Zeit lang zu , und als dann 2 ältere Herren Platz machten, holte auch ich meine Angel aus dem Mobbi heraus. Ich versenkte so nach und nach mehrere der Pilker und diverser Angelköder und fing erst einmal überhaupt nichts. Dann hat mir ein Iraker, mit dem ich ins Gespräch kam, meine Angel richtig her gerichtet und er zeigte mir wie und wo ich auswerfen sollte. Gleich mit dem ersten Wurf hatte er einen Biss und er schenkte mir seinen mit meiner Angelrute gefangenen Fisch. Danach versuchte ich erneut mein Glück und siehe da, auch ich hatte gleich mit dem ersten Auswurf einen Fisch gefangen. Nach und nach verließen die Angler den Platz und ich war ganz allein. Ich fing auch keinen Fisch mehr und packte so langsam meine Angelsachen ein. Ein schwedisches Ehepaar kam gegen 17:00 Uhr an und versuchte nochmals ihr Anglerglück. Gleich der erste Auswurf brachte zwei Fische an Land. Die Frau fragte mich, ob ich die Fische habe will und da sagte ich natürlich gleich ja. Somit hatte ich dann für mein heutiges Abendessen vier Fische und habe sie in zerlassener Butter goldbraun gebraten und dann mit frischen Kartoffeln und Dillsoße wirklich genossen.

Frische Fische aus dem Saltstraumen...... ergeben eine leckere Mahlzeit

Donnerstag, 02. Oktober 2008

Habe trotz der wilden Gedanken gut geschlafen und bin dann gleich zur MAN-Werkstatt gefahren.

Einem neuen Angestellten erklärte ich nun noch einmal meine Situation und er meinte dann, dass gegen 12:00 Uhr ein Mitarbeiter mit mir zum Mobbi fahren werde.

Als wir gegen Mittag dann am Mobbi ankamen, baute er kurzerhand das Zündschloss ab und steckte einen Schraubenzieher in die kleine Öffnung des Zündschlosses. Dann drehte er den Schraubenzieher so, wie man den Zündschlüssel drehen würde und der Motor sprang mit einem kräftigen Brummen an.

Das war für mich erstmal ein Sound, kann ich euch sagen. Zu wissen, dass der Motor wieder läuft war für mich wie eine Erleichterung. Ich musste allerdings den Zündschlüssel ins Lenkradschloss stecken, weil sonst das Schloss blockieren würde und ich nicht mehr lenken konnte. So fuhren wir dann zurück zur MAN-Werk-statt und dort wurde dann das Lenkradschloss untersucht. Dabei stellt sich heraus, dass eine kleine Spring (Feder) im Lenkradschloss gebrochen war. Nachdem der Schaden dann gegen 17:00 Uhr behoben war konnte ich wieder an meinen "alten" Platz zurückfahren und konnte diesmal auf geradem Untergrund nächtigen. By the way: diese kleine gebrochene Feder habe ich mit 3200 Nok begleichen müssen also etwa 420 €. Die Norweger langen wirklich hin...

Mittwoch, 01. Oktober 2008

Hallo ihr Lieben, ein neuer Monat ist angebrochen.

Da es die vergangene Nacht den ersten Nachtfrost gab - wir hatten Minus 1° Celsius bin ich gegen 08:30 weitergefahren und heizte über die Motortemperatur auch gleich den Innenraum auf. Nach einer guten Stunde hatte ich den Polarkreis (eine imaginäre Linie auf dem 66,5 Breitengrad) erreicht und stellte mich auf den großen leeren Parkplatz vor dem geschlossenen Polar-Circle-Center. Jetzt frühstückte ich erst einmal recht ordentlich in der nun warmen Bude. Ab und zu schaukelte unser Mobbi denn draußen heulte ein recht kräftiger Wind. Nach dem Frühstück zog ich mich warm an und machte draußen einige Aufnahmen.

Steintürmchen am PolarkreisAm Polarkreis

Dann habe auch ich einige Steine gesucht ( gar nicht so einfach, denn die meisten Steine sind ja schon kleine Pyramiden) und habe 4 Steine zu einem Turm aufgebaut. Damit sage auch ich: Hallo, ich bin hier gewesen.

In Fauske entschied ich mich dann nicht weiter nach Narvik zu fahren, sondern links ab zu biegen und nach Bodö zu fahren. Dort wollte ich mir den Saltstraumen ansehen. Der Saltstraumen ist ein etwa 150 m breiter und 3 km langer Sund. Die Wassermassen, die hier - bedingt durch Ebbe und Flut -hindurch wollen, werden alle 6 Stunden mit einer Geschwindigkeit von 20 Knoten ( 30-40 km/h) hindurch gepresst. Hier sieht man Meeresstrudel von enormen Ausmaßen und schämenden Wirbeln, die gefährlich für Boote werden können. Das hier ist ein Eldorado für die Angler, denn große Mengen Plankton und kleinere Fische werden mit dem Wasser in den Fjord geschwemmt. Da sind natürlich größere Fischschwärme hinterher, und auf diese hat es dann der Angler abgesehen.

Über diesen Sund führt eine große Hochbrücke und von der Brücke hat man einen herrlichen Blick auf die umliegenden Berge und den Sund.

Hochbrücke über den SaltstraumenDer Saltstraumen - ein 150 m breiter und 3 km langer Sund

Am frühen Abend suchte ich mir dann in der näheren Gegend einen Stellplatz. Ich fand einen geeigneten Platz - zu dem allerdings eine recht ruppige und mit tiefen Löchern versehene Straße führte.

Ich hatte einen Teil der Strecke abgefahren und hielt erst einmal an, um mir dann den Platz von der Untergrundbeschaffenheit erst einmal an zu schauen. Ich fuhr also ein bisschen vom Weg herunter und stand zwar schief aber auf trockener Wiese und machte den Motor aus. Ich ging nun die letzten 50 Meter den Weg entlang und befand den Stellplatz als trocken und gut befahrbar. Ich entschied, hier zu übernachten.

Als ich wieder beim Fahrzeug war wollte ich den Motor starten, doch der Zündschlüssel ließ sich nicht drehen. Ach du große Scheiße, was ist denn nun los? Ich war richtig platt, und wollte es nicht wahr haben, aber ich konnte das Fahrzeug nicht starten. Was nun? Da stehe ich mitten in der Wildnis und unser sonst braves Mobbi (in diesem Fall das Zündschloss) bockt.

Ich hatte gerade das Führerhaus ab geklappt, als ein Ehepaar mit einem Hund vorbei schaute. Sie fragten mich was los sei, und ich erklärte es ihnen. Daraufhin meinte der Mann, dass es in Bodö eine Mercedes-Werkstatt gibt. Also wollte ich da morgen dann hinfahren und um Hilfe bitten. Ich baute die Dax schon einmal ab und fuhr heute Abend schon einmal nach Bodö um zu erkunden, wo denn die Mercedes-Werkstatt ist. An eine Tankstelle fragte ich einen Herrn nach Mercedes und er sagte mir ich solle Richtung Flughafen fahren und dort würde ich dann etliche Autofirmen finden. Die erste Auto-Company war MAN. Hier fragte ich einen Mitarbeiter nach Mercedes und er erklärte mir, dass Mercedes seit einer Woche "dicht" gemacht hat, und dass nun MAN die Mitarbeiter und Aufgaben von Mercedes mit übernommen hat. Nachdem ich ihm dann mein Problem erklärt hatte, meinte er ich solle morgen wieder kommen und mir werde dann schon geholfen.

Ich fuhr also die 30 km wieder zurück, nun wieder mit etwas Zuversicht und Hoffnung im Rücken. Als ich beim Mobbi ankam, war ich allerdings richtig durch gefroren, denn die Temperatur ging gegen Abend doch wieder Richtung der Null-Marke.

Zum Glück habe ich im Fahrzeug nicht so ganz gemerkt, dass das Mobbi schief stand und nach dem die Heizung mich aufgewärmt hat, schlief ich mit "wilden" Gedanken um die Reparatur ein.

Reisebericht Norwegen/Island September 2008

Dienstag, 30. September 2008

Petrus hatte ein Einsehen; wahrscheinlich gingen ihm meine andauernden Anrufe auf den Geist: Bitte schließe da oben doch mal die Schleusen. Nun, heute morgen hatten wir endlich mal wieder einen strahlend blauen Himmel. Da machte das Aufstehen gleich doppelt Freude. Aber oho, ich musste erst einmal die Heizung anstellen, es war lausig kalt im Innenraum. Die Thermometer (Innenraum und Führerhaus) zeigten beide Minus 0,5° C. Also ein erster Vorgeschmack auf den Winter. Schnell noch einmal zurück in die warme Koje. Als die Heizung dann ihren Dienst getan hatte, stand ich richtig auf und frühstückte. Da ich im Kühlschrank noch ein Würstchen fand, musste es dran glauben und wurde kurzerhand verspeist.

Ich machte mich auf den Weg und durch fuhr eine reizvolle einsame Landschaft. Ein imposantes Bild liefert auch der bald erreichte Wasserfall Laksfors. Hier stürzen bis zu 700 Kubikmeter Wasser pro Sekunde 17 Meter in die Tiefe. Das sind schon irre Wassermassen und man hört es auch am Rauschen des Falls, dass es hier um gewaltige Wassermengen geht.

Wasserfall an der E6: Laksfors

Kurze Zeit später erreichte ich Mosjöen. Diese kleine Stadt wird mir auch stärker in Erinnerung bleiben, denn hier passierte mein Kamera-Unfall. Ich hatte mich frisch angezogen und wollte die kleine Stadt ein bisschen zu Fuß erkunden. Kurz nach dem ich die ersten Schritte gemacht hatte, fiel mir die schöne/gute/neue/lieb gewonnene HDV-Kamera (Geburtstag zum 60. Lebensjahr) aus meinem Einbeinstativ. Dabei fiel sie gar nicht mal sehr tief (vielleicht 30 cm), aber als sie auf die Erde auf traf, sprang der kleine klappbare Bildschirm auf und liefert seid diesem Fall nur noch weiße vertikale Streifen. Kein Bild wird mehr wiedergegeben. Ihr könnt euch sicherlich meinen Ärger über dieses Missgeschick vorstellen.

Nachdem ich nicht mehr allzu weit in die Stadt gegangen bin, kehrte ich um und ging zum Auto zurück. Ich machte die Kamera noch einmal an und die Streifen waren nach wie vor vorhanden. Das muss wohl richtig repariert werden. Jedoch ist die Kamera sonst noch in Takt; durch den Sucher kann ich noch das aufzunehmende Motiv erkennen und auch bei der Wiedergabe kann man im Sucher alles Aufgenommene erkennen. Und auch alle mechanischen Funktionen scheinen noch in Takt zu sein, denn Weitwinkel und Tele-Zoom lassen sich anfahren und auch Aufnahmen können gemacht werden. Hoffen wir für eine Reparatur mal das Beste.

Jetzt bin ich in Mo i Rana einer Industriestadt in der Nähe des Polarkreises. Diesen Polarkreis werde ich morgen anfahren und begutachten. Hoffentlich hat Petrus wieder gute Laune und lässt das Wetter so wie es heute war. Einfach toll.

Damit ist schon wieder ein Monat vorbei und ab morgen haben wir das letzte Jahresquartal zu fassen. Die Berichte gehen dann weiter im Oktober.

Montag, 29. September 2008

Heute früh wurde ich von den Geräuschen eines beginnenden Arbeitstags geweckt. Da es aber wieder mal kräftig regnete habe ich den Plan, mit der Dax zur Bibliothek zu fahren, aufgegeben. Ich bin also mit dem Mobbi wieder zum Dom gefahren und habe dann dort geparkt. Hat mich nur 20 Nkr gekostet, das geht ja noch. Danach bin ich in 15 Minuten zur Bibliothek gelaufen und habe meine Mails abgerufen und die Homepage aktualisiert.

Nach gut 2 Stunden Arbeit habe ich mich dann aus Trondheim verabschiedet und bin weiter Richtung Norden gefahren.

In Steinkjer habe ich dann getankt. Für 10,44 Nkr (1,34 €) der Liter an einer Uno-X-Tankstelle. Die anderen Tankstellen verlangten immer 13,25 Nkr. Leider konnte ich mit der Master Card nur für 950 Nkr tanken (also ca. 90 Liter). Dann sagte die Zapfsäule keinen Mucks mehr, und das Tanken war für heute erledigt. Solche Tankstellen wünsche ich mir mehr.

Zurzeit scheint hier in Norwegen die Elchjagd im Gange zu sein. Aus dem fahrenden Auto konnte ich einen toten Elch sehen, der auf einem Auto-Anhänger lag. Auch an meinem heutigen Übernachtungsplatz hörte ich andauernd Schüsse und ich hoffe nur, dass ich nicht getroffen werde.

Sonntag, 28. September 2008

Als ich in der Nacht (aus drückendem Problem) aufstand, schaute ich zum Himmel. Dort sah ich unendlich viele Sterne und ich freute mich schon auf einen warmen und sonnigen Tag in Trondheim.

Petrus hat mir diesen - doch redlich verdienten - Wunsch aber nicht erfüllt. Er öffnete am frühen Morgen wieder die Schleusen und es prasselte nur so auf das Dach, dass ich schon dachte es hagelt (bei etwa 3° Temperatur). Habe mich deshalb wieder auf die Seite gedreht, und versucht, diese Regenzeit zu überbrücken.

Nach einem ausgiebigen Frühstück mit Spiegeleiern und Kaffee (der erste selbst gebrühte Kaffee, nachdem Gine zurück gefahren ist) habe ich mich entschlossen, doch weiter zu fahren. Es ging die letzten 100 Kilometer nach Trondheim mal bergauf und mal bergab. Immer an wunderschön farbigen Bäumen vorbei, und am liebsten hätte ich jeden dieser Bäume fotografiert. Gegen 14:30 Uhr kam ich dann in Trondheim an. Von der Hauptstraße aus konnte ich schon die "Nidaros Domkirke" - Trondheims prächtigstes gotisches Bauwerk sehen und brauchte nur noch die nächste Straße rechts abbiegen. Direkt an dem Dom konnte ich parken und mir dieses Schmuckstück ansehen. Zum Glück riss die Wolkendecke auf und die Sonne lugte ab und zu hervor.

Leider durfte man innerhalb des Doms nicht fotografieren aber es war sowieso recht dunkel in der Kirche. Nur die wirklich schön anzusehenden bunten Glasfenster spendeten ein wenig Licht.

"Nidaros Domkirke" - Trondheims prächtigstes gotisches BauwerkWestfassade vom Nidarosdom

Als das Domkapitel abgeschlossen war ging ich zu Fuß zur Innenstadt und habe mich dort ein wenig umgesehen. Ich fand bei diesem Spaziergang eine noch geöffnete Bibliothek und bin spontan hineingegangen. Dort erkundigte ich mich nach Internet-Verbindung und es wurde mir gesagt, dass ich meinen Laptop hier benutzen kann. Ich werde also morgen gegen 10:00 Uhr dort aufschlagen und kann endlich mal wieder die Homepage aktualisieren.

Dann wollte ich mir noch unbedingt die "Gamle Bybrua" ansehen und ging von "meinem Parkplatz" am Dom die Straße weiter und kam nach 3 Minuten sowie einer Linkskurve an den Fluss Nidelva und sah sie sofort: Die "Alte Stadtbrücke" von Trondheim mit ihren farbenfrohen Speicherhäusern.

"Gamle Bybrua" (Alte Stadtbrücke von Trondheim) am Fluss Nidelva - mit den alten Speicherhäusern

Da das Parken auch in dieser Stadt problematisch ist, habe ich mir eine Übernachtungsmöglichkeit am Hafen gesucht und werde dann von diesem Platz -mit dem Motorrad - zur Bibliothek fahren.

Samstag, 27. September 2008

Die ganze Nacht hat es wie wild geregnet und es kam ein irrer Sturm dazu, dass unser doch recht schweres Mobbi nur so hin und her geschüttelt wurde. Da es gegen morgen zusätzlich noch recht frisch wurde (ca. 4° Celsius) bin ich aufgestanden und zum Trollstegen gefahren. Die Straße die hinauf führt ist kurvenreich und schmal. Hinzu kam noch die Nässe vom Regen und die Sicht war auch nicht berauschend. Aber es kam mir bis zur oberen Plattform kein Fahrzeug entgegen.

Auf dem Weg zum Trollstegen

Der Trollstegen überwindet auf einer Länge von 18 Kilometern elf Serpentinen. Das Gefälle bzw. die Steigung der Strecke beträgt bis zu 12 Prozent. An dieser Strecke wurde immerhin fast 20 Jahre lang gearbeitet.

Um mir diese Sehenswürdigkeit anzusehen, suchte ich mir einen Parkplatz (die Aussichtsplattform wird zurzeit neu erstellt), zog mich warm an (sogar mit Mütze) und versuchte einige Bilder zu machen. Von oben hat man einen wirklich schönen Blick in das bunte Isartal. Hier oben auf der Höhe hatte sich der Wind noch verstärkt und ich bewunderte einige junge Radfahrer, die bei diesem Sauwetter den Trollstegen hinauf gefahren sind.

Wo Straßen Sehenswürdigkeiten sindTrollstegen - manchmal eine recht schmale StraßeTrollstegen - eine Sehenswürdigkeit

Danach bin ich ins Tal hinab gefahren - immer mit einem niedrigen Gang, so dass der Motor auch diesmal wieder die Bremsarbeit übernahm. Ab und zu hielt ich mal an um zu fotografieren - das konnte ich aber nur tun, weil nur einige Fahrzeuge hinauf- bzw. hinab fuhren.

Wasserfall am TrollstegenTrollstegen - mit Wasserfall und Brücke

Kurz vor der vorletzten Serpentine wurde ich dann von den Radfahrern überholt, die mit mindestens 50 km/h die Straße hinab brausten.

Jetzt bin ich ca. 100 Kilometer vor Trondheim und werde morgen dann die Stadt besichtigen.

Freitag, 26. September 2008

Der Himmel hat sich mal wieder richtig bewölkt und der Regen prasselte so aufs Dach, dass ich recht früh aufstand. Ich bin dann eine knappe Stunde unterwegs gewesen und habe die restlichen 25 Kilometer nach Geiranger geschafft. Es ging mit vielen Kurven nur bergab und ich musste schon einen recht niedrigen Gang einlegen, damit der Motor die Bremsarbeit übernehmen konnte.

Das Panorama, was sich mir dann bot, als ich den Geirangerfjord vor mir liegen sah, ist schon beeindruckend.

GeirangerfjordFjord und Ort GeigangerGeirangerfjord

Da das Wetter nicht so einladend war, habe ich mir eine Fahrt auf dem Fjord gespart. Ich schaute noch ein wenig in die Souvenirläden - doch diesen ganzen Plunder wollte und brauchte ich nicht.

Daraufhin machte ich mich auf den Weg zum Trollstegen. Da waren noch etwa 40 Kilometer zu fahren und ich ließ mir alle Zeit der Welt. Zusätzlich musste ich noch eine Fähre benutzen, deren Besatzung sich jedoch recht viel Zeit ließ und lieber erst einmal beim Coop einkaufen ging. Da die Fähre also so schnell nicht abfuhr, kaufte ich mir an einem Obststand noch ein gutes Kg wohl schmeckender Pflaumen.

Als sich am frühen Nachmittag schon wieder mein Hunger bemerkbar machte, hielt ich Ausschau nach einem Plätzchen. Es war bald ein geeigneter Platz gefunden und da es im Moment trocken war, sammelte ich schnell Feuerholz ein, was aber gar nicht so einfach war, da ich mich kurz vor dem Trollstegen befand und es hier nur Sträucher und Büsche gibt. Aber ich fand trotzdem genug und bald stand auf dem Feuer ein Topf mit Linsen. Wieder mal sehr lecker.

Morgen werde ich dann die Serpentinenstraße Trollstegen befahren.

Donnerstag, 25. September 2008

Leider habe ich vom Gletscher nicht mehr viel gesehen. Entweder habe ich eine geeignete Anfahrt nicht gefunden, oder ich bin auf der falschen Seite des Gletschers. Von einer früheren Norwegen-Reise hatte ich den Gletscher in einer Erinnerung, die sich mit den jetzt gesehenen Bildern leider nicht deckt.

Dafür bin ich heute einen Traumpfad abgefahren. In der Norwegen-Karte ist die Strecke von Hjelle nach Grotli (Nr.258) als besonders schöne Strecke eingezeichnet. Sie ist eigentlich gedacht für kleinere Fahrzeuge bis 13 Metern Länge (nun, in diese Kategorie passt unser Mobbi ja leicht und locker rein) und Radfahrer, die eine besonders schöne Strecke abfahren möchten.

Und wirklich, nachdem das Mobbi mich auf gut 1500 Meter Höhe gebracht hatte (auf wirklich schmaler Serpentinenstraße), hatte ich ein herbstlich geprägtes Gebirgspanorama vor mir, wie ich es noch nicht oft gesehen habe. Die jetzige Farbenpracht der Büsche, Sträucher und Gräser ist einfach überwältigend.

Ausweichstellen sind hier rarSerpentinen führen auf über 1600 Meter HöheFarbenpracht - wohin man auch schaut

Nach gut 15 Kilometer stand in einer Nische ein Fahrzeug und die Insassen beobachteten mit einem Fernrohr die Bergflanken. Ich hielt an der nächsten Möglichkeit sofort an, den schon aus dem Auto heraus hatte ich eine Große Herde Rentiere in den Bergen sehen können. Leider waren sie zu weit entfernt um sie im Foto festzuhalten, aber für mich war es ein tolles Erlebnis, diese frei lebenden Tiere zu sehen. Hoffentlich sind die gemachten Filmaufnahmen etwas geworden.

Bevor ich wieder auf die Hauptstraße kam, vielen mir die vielen hübschen Häuser der Norweger auf, die hier wirklich her passen. Hier kann man bestimmt gut wandern und die Natur einfach nur genießen...

Die Hütten passen gut in die Natur

Gegen Abend suchte ich mir dann ein Plätzchen in den Bergen (ca. 25 Kilometer vor dem Geirangerfjord) und fand auch eine geeignete Stelle, wo ich am Lagerfeuer einen Blumenkohl kochte. Zum Glück hatte ich mir von der letzten Feuerstelle noch genügend Holz mitgebracht, denn der jetzige Platz ist nur von Gesteins-Brocken und Geröll umgeben.

Mittwoch, 24. September 2008

Bin zur Zeit in der Nähe des größten europäischen Gletschers: dem Jostedalsbreen.

Nachdem ich einen weiteren Tag (mit Blaubeeren sammeln und Brot backen) sowie eine weitere Nacht am See verbracht hatte fuhr ich weiter durch diese schöne Ecke Norwegens. Deutlich zu erkennen ist, dass der Herbst gekommen ist, denn die Blätter der Bäume ändern ihre Farbe nach gelb oder rot.

Norwegische Blaubeeren - immer wieder lecker"Roter" Baum

Die Straßen die ich heute gefahren bin sind wirklich schmal. Auf der linken Seite befindet sich ein Fjord und auf der anderen reckt sich ein Berg in die Höhe. Und teilweise sind diese Straßen auch schlecht einsehbar - trotzdem Fahren hier Busse und Lkw's. Und es kam, was ich schon lange befürchtet hatte: Mit einem Mal standen sich ein Lkw und unser Mobbi gegenüber. Ich schaute in den Rückspiegel, um schnell zurückzusetzen - jedoch befand sich genau hinter mir ein Pkw. Aber der Lastwagenfahrer setzte spontan mit seinem Fahrzeug zurück - das war ihm wohl möglich. Nach etwa 20 Metern kam eine Kurve die zum Glück als eine Ausweichstelle gebaut war. Ich konnte also weiterfahren und bin dann langsam am Lkw vorbeigefahren. Aber es war wirklich Millimeterarbeit. Hinter dem Lkw hatten sich zwischenzeitlich 4 Pkw's eingefunden, die nun auch alle rückwärts fuhren und sich auf weitere Ausweichstellen verteilten. Ich war heilfroh, als die Straße dann in einen Ort breiter wurde und ich einen Parkplatz fand. Jetzt musste ich erst mal eine kleine Pause einlegen - fahren auf so schmalen Straßen ist richtig anstrengend.

Der Ort wo ich die Pause machte heißt Loen und mir fielen die wirklich schön anzusehenden bunten Bäume auf, die die Straße säumten.

Bäume - mit ihrem HerbstkleidNicht zu verkennen: der Herbst ist da

In den nächsten Tagen will ich mal versuchen, näher an den Gletscher heran zu fahren. Mal sehen, ob und wo das möglich ist.

Montag, 22. September 2008

Das Mobbi und ich - wir beide sind am Freitag um 16:00 heil und ohne Blessuren in Norwegen angekommen. Zum Glück regnete es nicht und so konnte ich in Bergen noch notwendige Dingen wie Geld, Norwegen Flagge und Norwegen Aufkleber fürs Mobbi besorgen. Auch holte ich mir bei einer Bäckerei ein Brot und staunte nicht schlecht über den Preis von 40 Nwk (umgerechnet 4 €).

Auf meinem "alten" Parkplatz übernachtete ich und am nächsten Morgen erwachte ich erst ziemlich spät, jedoch erholt und ausgeruht.

Nachdem ich die norwegische Flagge an unserem Mobbi montiert hatte fuhr ich bei regnerischem Wetter - dank der Hilfe des wieder funktionstüchtigen Navi - problemlos aus Bergen heraus.

Ich fuhr eine geraume Zeit und nach gut 100 Kilometer kam ich langsam in die Berge. Hier verfärbte sich die Blätter an den Bäumen und Büschen doch schon recht stark in gelbe und rote Farben. Es ging vorbei an Bächen und Wasserfällen und wunderschön anzusehende Berglandschaft.

Fluss im Gebirge

In dem hübschen Ort Voss (hier kann man gut Kanu- und Wildwasserfahrten machen) hielt ich an und kaufte ich mir noch 2 L Milch und Blauschimmel-Camembert. Bevor es dann weiter Richtung Norden ging, gönnte ich mir eine Zwischenmahlzeit mit Müsli und einem Käsebrot.

Nach zwei weiteren Übernachtungen kam ich am Montag dann an einen Ort, wo ich auf eine Fähre musste, um meine Fahrt fort zu setzten. Hoffentlich muss ich nicht andauernd auf Fähren umsteigen, denn das wird mir dann doch zu teuer. Diese Fahre kam gleich mal 185 Nwk also ca. 23 €.

Nach der Fährfahrt ging es auf wirklich schmaler Straße (Gott sei Dank nur mit 3 oder 4 entgegen kommenden Fahrzeugen) nochmals Richtig in die Berge. Es folgte ein langer und steiler Anstieg mit Dutzenden von Serpentinen und die bisherige gute Sicht wurde bald durch Wolken stark eingeschränkt.

Als der Berg überwunden war ging es ein kleines Stückchen wieder bergab und dann lag zu meiner linken Seite ein großer See. Überall hatten sich in dieser wunderschönen Natur die Norweger kleine hübsche Häuser (zum Teil auch mit Grasdach) hingesetzt, und einige schienen gar bewohnt zu sein, denn aus deren Schornsteinen stieg Qualm heraus. Hier gab es auch viele Birken und einige hatten ihre grünen Blätter in wunderschönes helles gelb getauscht. Wie schön diese Farbtupfer doch aussehen!

An diesem See - so dachte ich mir - müsste man einen Platz zum Übernachten finden. Und richtig, bald war dieses Plätzchen gefunden und einer ruhigen Nacht steht nun nichts mehr in Wege.

ÜbernachtungsplatzÜbernachtungsplatz am See; zu erkennen ist schon die "Verfärbung der Natur"

Montag, 15. September 2008

Nach dieser letzten Nacht am Fluss bin ich am frühen Morgen wieder zurück nach Egilsstadir.

Dann habe ich mir noch einen letzten Skyr-Becher gekauft und bin zum frühstücken zurück ins Mobbi. Als ich am Mobbi ankam wollte mir eine Dame gerade eine Postkarte an die Windschutzscheibe heften. Das brauchte sie nun nicht, sondern sie sprach mich an, dass sie die Information erhalten habe, dass die Norröna-Fähre schon einen Tag früher zurück fährt. Ich bedankte mich für diese Information und keine fünf Minuten später erhielt ich einen Anruf auf meinem Handy von "Smyrill" aus Kiel. Die informierten mich auch über diese Änderung. Ich fragte nach dem Grund und es wurde mir daraufhin erklärt, dass ein großes Sturmtief auf den Ozean zukommt und die Schiffsleitung daraufhin diese Fahrplanänderung beschlossen hat. Somit war also schon heute mein letzter Island-Tag.

Ich beschloss dann sogleich klar Schiff zu machen und als das Fahrzeug versorgt und "Abfälle" entsorgt waren fuhr ich los die letzten 25 Kilometer Richtung Seydisfjördur. Wir hatten inzwischen nochmals einen herrlichen Sonnentag und die Temperatur kletterte auf 15 ° C.

Ich fuhr den letzten steilen Anstieg zur Bergkuppe empor und warf einen letzten Blick auf Egilsstadir. Eigentlich hätte ich schon fast eingebürgert sein müssen, denn ich habe ja doch eine geraume Zeit in diesem Ort und der näheren Umgebung verbracht.

Ein Blick zurück auf Egilsstadir

Als ich den "Berg" überwunden hatte tauchte bald in der Ferne Seydisfjördur auf.

Der Blick auf Seydisfjördur

Heute Abend werde ich mich dann in die Reihe der Fahrzeuge einreihen, die alle zurück fahren müssen.

Hoffentlich wird es keine allzu stürmische Überfahrt.

Nun dauert es ein wenig, bis ich mich aus Norwegen wieder melde.

Sonntag, 14. September 2008

Die Nacht auf dem großen Parkplatz vor dem Supermarkt Bonus war sehr ruhig und erholsam. Jedoch hielt es mich hier nicht allzu lange und ich habe mir ein Plätzchen an einem Fluss in der näheren Umgebung gesucht. Ich brauchte auch nicht allzu lange zu fahren und schon hatte ich ein nettes Plätzchen entdeckt.

Einfacher ÜbernachtungsplatzMobbi am Fluss

Dann war Essen herstellen angesagt. Ich habe eine riesige Schüssel mit Frikadellen gemacht und habe diese auch am Lagerfeuer in meiner guseisernen Pfanne gebraten. Sie sind richtig gut geworden. Am späten Nachmittag haben mich dann noch zwei isländische Motorrad-Fahrer aufgesucht und ein bisschen geguckt und gefragt, was ich da so mache und wo ich schon überall gewesen sei. Aber die fuhren dann bald weiter mit ihren geländegängigen Maschinen die Berge hinauf und trieben Schafe zusammen. Ich sammelte dann schnell noch eine Schale frischer Blaubeeren, denn ich wollte mir am nächsten Morgen noch einmal einen Becher Blaubeer-Skyr kaufen.

Samstag, 13. September 2008

Nach einem arbeitsreichen gestrigen Tag habe ich heute eine "Pause" eingelegt. Erst war einmal richtig ausschlafen angesagt. Nach einem guten Frühstück mit Mett- und Schinkenbroten habe ich mich auf den Rückweg nach Egilsstadir gemacht, denn es regnete wieder einmal (aber nur wenig).

Es ging also auf der Schotterpiste wieder zurück - den Fjord entlang und über den Berg. Da heute die Sicht jedenfalls besser war als auf der Herfahrt konnte ich die vielen Wasserfälle sehen und fotografieren.

Schotterstraße am FjordDutzende von Wasserfällen strömen in den FjordMobbi vor einem größeren Wasserfall

Diesmal konnte ich auch die Serpentinen besser sehen und das ganze Bergpanorama - es war schon sehr gigantisch. Auch der Blick zurück vom Bergauf den Fjord war beeindruckend. Und ruck zuck war ich wieder in Egilsstadir. Beim Bonus Supermarkt habe ich dann sofort meine Vorräte ergänzt und Hackfleisch gekauft, denn ich möchte mir einmal Frikadellen braten. Das Wetter - um ein Feuer zu machen - wurde jedenfalls besser und bald hatten sich alle Wolken verzogen und die Sonne strahlte vom klaren blauen Himmel.

Freitag, 12. September 2008

Ich will euch nicht andauernd mit Wetter-Geschichten belästigen, aber es muss dennoch gesagt werden: heute hatte ich "gutes" Wetter. Nach einer recht regnerischen Nacht bin ich so gegen 11:00 Uhr weiter gefahren. Ich war nun richtig am Fjord und es ging auf schmaler und holperiger Straße weiter, bis ich den Ozean zu sehen bekam.

Die Strecke führte immer am Berg entlang und viele Wasserfälle rauschten nur so herab. Dann kam ich an eine Brücke die über einen recht pittoresken Wasserfall führte. Da ich nun sowieso angehalten hatte, pflückte ich mir auch schnell noch Blaubeeren, die es auch hier in Massen gibt.

Fahrt über einen WasserfallDie Wasserfall-Schlucht

 Und die Strecke nahm einfach kein Ende. Sie zog sich nun direkt am recht rauen Atlantik lang und da sie immer schmaler wurde, beschloss ich, an der nächsten Möglichkeit doch anzuhalten und dann umzukehren. Ich fuhr also noch ein kleines Stück und es kam ein Platz vor einem Berg, wo ich wenden konnte. Aber mir kam die Idee, doch hier zu übernachten, denn dieser Platz war recht groß und auch gerade genug.

Wilde Ost-KüsteÜbernachtungsplatz - hinterm Berg - am Ozean

Da es nun aber erst früher Nachmittag war und sogar die Sonne herauskam packte mich mal wieder die Arbeitswut - sprich ich fing an Wäsche zu waschen. Auch die Matratze wurde mal aus-/abgebürstet und diente gleichzeitig dazu, das Bettlaken zum Trocknen zu halten.

Große Wäsche...

Gegen Abend war dann die gesamte Wäsche trocken und ich konnte alles wieder einräumen.

Heute habe ich mir mal Pellkartoffeln gekocht und dazu gab es - als ganz einfaches Gericht - selbst gemachte Kräuterbutter. Hat das lecker geschmeckt...

Soweit der heutige Bericht.

Donnerstag, 11. September 2008

Leider regnete es auch heute in der Frühe weiter und auch wieder richtig kräftig. Gegen Mittag hörte der ganz starke Regen dann jedoch auf und ging in einen moderaten Nieselregen über. Jetzt machte ich mich endlich auf und fuhr los - Richtung Mjóifjördur. Die ganze Strecke ist gute 35 Kilometer lang. Es gab kam Verkehr und nach etwa 5 Kilometern zweigte von der bis dahin guten Teerstraße eine Schotterpiste ab. Es ist die "953" und auf Straßennummern-Schild war eine gestrichelte Umrandung zu erkennen, die besagt, dass es sich um eine Schotterpiste handelt. Es ging recht langsam hoch bis ein weiteres Schild kam, das besagte, dass auf dieser Strecke nur noch Allradfahrzeuge fahren sollen. Auch stand auf dem Schild der Hinweis, dass die Strecke eine 20 %-ige Steigung bzw. ein Gefälle hat.

Und dann setzte er wieder ein - der Regen. und zwar kräftig. Die Straße hatte aber Gott sei Dank keinen Waschbrett-Charakter, sondern nur einig Schlaglöcher, voller braunem Wasser. Der Wagen sah innerhalb kurzer Zeit wieder total verdreckt aus.

Die Straße verläuft hier in einem Tal - links und rechts hatte ich die Bergflanken und aus beiden ergossen sich dutzende von Wasserfällen. Dann kam eine kurze leichte Steigung und mit mal war ich in den Wolken bzw. im Nebel. Sichtweite schätzungsweise etwa 25 Meter. Und die Straße zog sich immer höher und höher. Es rauschte an allen Ecken und ab und zu sah ich mal wieder einen Wasserfall bzw. ein kräftig rauschendes Wasser.

An der einen Stelle kam mir dann auch wieder ein Fahrzeug entgegen und wir mussten uns beide aneinander vorbei zirkeln. War schon recht aufregend, da es ausgerechnet an dieser Stelle an meiner rechten Fahrzeugseite doch recht steil bergab ging. Aber vorsichtig fahrend meisterten wir diese Situation.

Dann hatte ich wohl die Höhe der Berg-/Tal-Kombination überwunden und es ging recht kräftig in Serpentinen bergab. Hier habe ich das erste Malin Island Serpentinen mit Leitplanken eingefasst gesehen. Ich habe vorsichtshalber den kleinsten Gang eingelegt und bin mi Unterstützung der Motorbremse ruhig bergab gefahren. Leider waren Wolken mein ständiger Begleiter, so dass die Sicht nach wie vor sehr schlecht war und ich keine Fotos machen konnte.

Mit einem Mal tauchte dann das Meer (der Fjord) vor mir auf und ich fand recht schnell einen guten/geraden Stellplatz. Das Tal ist hier etwa 600 Meter breit und rechts und links von mir rauschten die Wasserfälle nur so herab und ins Meer hinein.

Ich beobachtete einen recht kräftigen Wasserfall und staunte nicht schlecht, als nach nicht allzu langer Zeit sein weißes Wasser nach rot-braun wechselte. Dann rauschte diese farbige Brühe etwa eine gute Stunde herab und wechselte wieder ins weiße zurück. Da hier unten auf Meereshöhe die Wolkendecke nicht so tief hing, konnte ich davon Aufnahmen machen.

"Brauner" WasserfallDer "braune" Wasserfall zeigt sich wieder "normal"

Morgen werde ich dann noch weitere 15 Kilometer am Fjord entlang weiterfahren und mir das Meer ansehen.

Mittwoch, 10. September 2008

Es zeigte sich schon heute früh: Ich wurde durch ein leichtes Trommeln auf unserem Fahrzeugdach geweckt. Es regnete - in Strömen.

Das blieb auch den ganzen Tag so, es war alles grau in grau und der Regen hörte nicht auf. Ich konnte/wollte mich deshalb auch nur im Mobbi aufhalten. Deshalb habe ich beschlossen, das mit "an die Küste fahren" und mir die nähere Umgebung des Fjords (Mjóifjördur) ansehen um einen Tag zu verschieben. Ich muss dazu nämlich über die Berge fahren, und die liegen total in den Wolken. Hoffentlich regnet es am morgigen Tag dann nicht mehr und hoffentlich ist auch die Sicht besser.

Mal abwarten.

Dienstag, 09. September 2008

Ich kann es gar nicht fassen, die letzte Islandwoche liegt vor mir. Es trudeln jetzt nur noch eine Handvoll Fahrzeuge auf dem Campingplatz in Egilstadir ein; die meisten Islandbesucher sind sicherlich schon wieder daheim.

Habe heute einen "größeren" Einkauf (für eine Person) gemacht, denn morgen will ich noch einmal an die Küste fahren und mir die nähere Umgebung des Fjords(Mjóifjördur) ansehen. Hoffentlich regnet es an der Küste nicht zu oft, denn der Fjord ist hier von beiden Seiten mit hohen Bergen eingefasst.

Mal abwarten, was da noch so auf mich zukommt...

Montag, 08. September 2008

Als ich heute früh aus dem Fenster schaute sah alles mal wieder grau in grau aus. Das schöne Wetter war also erst einmal vorbei. Aber es regnete nicht und so machte ich mich auf, Egilstadir zu erkunden.

Nach einer guten Stunde Fußmarsch habe ich sogar eine Art Bauhaus gefunden. Da bin ich sofort hinein gegangen. Der Laden war nicht schlecht ausgerüstet und das Sortiment war recht groß. Ich deckte mich sogleich mit Schrauben ein, die mir noch fehlten. Zusätzlich kaufte ich noch ein kleines Schloss um meine Werkzeugkiste abzuschließen.

Auf dem Rückweg ging ich an recht hübsch angelegte Häusern vorbei und in dem einen Vorgarten befand sich ein Wäscheständer mit aufgehängter Wäsche und ich traute erst meinen Augen nicht - zwei aufgehängten Wild-Gänsen. Die sollen bestimmt irgend wann in den Kochtopf. Wie die wohl schmecken? Da würde ich mich gerne anschließen. Da ich meine Kamera dabei hatte habe ich gleich zwei Bilder gemacht und kann sie euch nun zeigen.

So einen schönen Wäscheständer fand ich in einem VorgartenGänse zum Trocknen aufgehängt...

Sonntag, 07. September 2008

Gestern erzählte ich euch ja, dass es doch schon recht herbstlich ist; heute jedoch scheint der Sommer noch einmal zurück gekommen zu sein. Jedenfalls hatte ich heute am Sonntag nochmals einen so schönen warmen Tag, dass ich ein Sonnenbad nehmen konnte...

Es zeigte sich schon am gestrigen Abend. Als ich zu Bett ging, war keine einzige Wolke mehr am Himmel zu entdecken. Es war so herrlich klar und ein schöner Sternenhimmel zeigte sich. Es wurde aber schon recht kalt. Als ich in der Nacht dann wegen eines drückenden Bedürfnisses aufstehen musste und auf das Thermometer schaute, hatten wir etwa 3,5 ° C. Aber was ich dann am Himmel sah, hatte ich auch noch nie gesehen:es fand ein regelrechtes Wetterleuchten statt; immer dachte ich, wer strahlt denn die Wolken am Himmel so grünlich an. Aber es gab am Himmel keine Wolken. Und das sich zeigende Licht bewegte sich auch noch, verschwand und kam wieder. Wie von Zauberhand gesteuert. Ich war mit einem Mal hellwach und beobachtete die Szenerie etwa eine viertel Stunde lang, bis ich allmählich wieder müde wurde und mich erneut zum Schlafen glücklich nieder legte.

Als ich dann am morgen aufwachte zeigte sich ein strahlend blauer Himmel und die Sonne wärmte schon das Mobbi auf. Nach einem guten Frühstück -das am Ende durch eine Blaubeer-Skyr-Mischung gekrönt wurde - machte ich mich so gleich wieder auf um die gegessenen Blaubeeren aufzufüllen. Und ich fand immer noch genug - dicke fette Beeren, die die mitgenommene Schüssel schnell auffüllten.

Es folgte eine ausgiebige Wanderung am Fluss entlang - ich fand hier noch weitere tolle Mobbi-Plätze - und als ich zurück kam hatten wir es schon 15:00 Uhr. Eigentlich Kaffee-Zeit. Ich hatte aber schon wieder Hunger und da noch Suppe von gestrigen Abend übrig war aß ich davon ein wenig(zwar kalt, schmeckte aber trotzdem).

Gegen Abend wurde es dann recht frisch, mit Wolken am südlichen Himmelsrand. Sie störten mich jedoch nicht, da westlich die Sonne immer noch schien und am restlichen Himmel keine Wolke zu sehen war. Ist das ein Zeichen für einen neuen sommerlichen morgigen Tag? Ich werde es euch berichten.

Samstag, 06. September 2008

Es ist zwar schon recht herbstlich, aber die Sonne schien heute so schön, dass ich mich entschloss, wieder einmal die Dax zu bewegen. Also nichts wie runter mit den Teil und dann erst einmal zur Tankstelle (500 Meter entfernt) und das kleine Motorrad mal richtig säubern.

Als dies dann geschehen war bin ich über die Berge nach Seydisfjördur zum Touristenbüro gedüst und habe mal wieder die Homepage aktualisiert. So das war es in kürze von diesem Tag.

Der kalifornische Wein gestern Abend hat übrigens ganz ausgezeichnet geschmeckt. Werde mir wahrscheinlich eine Flasche mit nach Norwegen nehmen.

Freitag, 05. September 2008

Und auch heute hat die Sonne wieder ihr schönstes Strahlen gezeigt und mir damit doch wohl andeuten wollen, nicht zu lange im Bett zu bleiben.Also nichts wie raus aus den Federn und erst einmal frühstücken.

Dann packte mich die Aufräumwut und meine ganzen Kabel, die bisher alle lose in einer Tüte ihr Dasein fristen mussten sind nun fein zusammengebunden und säuberlich sortiert. Dann habe ich so einige Arbeiten am Mobbi gemacht, die auf meinem Arbeitszettel standen. Unter anderem kann ich nun auch draußen Musik hören, da ich zusätzliche Lautsprecher angeschlossen habe.

Dann stand wieder mal ein großer Einkauf an, denn die Vorräte gingen langsam zu Neige. Ja, so ist dieser Tag abgelaufen und schon wieder vorbei. Habe mir heute mal einen kalifornischen Wein gekauft und trinke nun ein Glas auf euer aller Wohl.

Donnerstag, 04. September 2008

Endlich, endlich hat sich die Sonne mal wieder gezeigt und sogar mit ihren noch kräftig warmen Strahlen. Konnte daher - nach dem Frühstück bis zum Mittag - in der Sonne sitzen und relaxen. Musste mich mal von diesem Urlaubsstress erholen -(Hihihi).

Danach wurde das Loch im Armaturenbrett mit einem Schalter zugemacht. Dieses hässliche Loch sollte mich gar nicht erst lange angucken. Zusätzlich stellt dieser Schalter nun den Kontakt von der Batterie zum Zigarettenanzünder her.Das ist eine akzeptable Lösung, so denke ich, und der Schalter nebst Platte ist auch noch recht hübsch anzusehen...

Habe dann noch Wasser getankt, die Toilette entsorgt und das Fahrzug von außen gesäubert. Dann habe ich noch ein wenig am Fahrzeug herum gebastelt und mir aufgeschrieben, was verbessert werden könnte und was ich als nächstes noch einbauen muss. (Alles in allem hat sich die bisherige Einrichtung bewährt und es hat keinen Ausfall gegeben).

Ja und ruck zuck ist dieser Tag nun schon wieder vorbei. Da ich noch etwas Whisky habe, werde ich mir heute mal wieder einen eingießen. Na denn zum Wohl...

Mittwoch, 03. September 2008

Heute hat die Fähre Norröna wieder eine "Ladung" Islandbesucher aufgenommen und bringt sie nun in die Heimat. Ich habe nun nur noch 14 Tage, dann ist auch meine Islandzeit vorbei.

Heute Vormittag bin ich noch einmal zum Campingplatz gefahren um das Tatra-Fahrzeug zu fotografieren, aber es war schon weg gefahren. Aber dieses Fahrzeug könnte ich bestimmt einmal wieder treffen, denn es hat auch Ziele auf dem Plan, die auch ich noch einmal bereisen möchte. Mal sehen...

Heute Nachmittag habe ich ein wenig am Mobbi gebastelt und im Führerhaus einen zusätzlichen Zigarettenanzünder für 12 Volt eingebaut. Hatte schon ein schönes großes passendes Loch ins Armaturenbrett gebohrt, das stellte ich fest, dass der Zigarettenanzünder von der Tiefe her nicht hineinpasst. So ein Mist, hab ich nun ein Loch ohne "Befüllung". Da muss ich mir noch etwas überlegen, wie ich das nun wieder weg kaschiere.

Zum Abendessen habe ich mir noch eine Portion frischer Goldröhrlinge geholt, es wachsen so viele unter den Lärchen, dass meine große Pfanne richtig voll war. Dazu gab es (am Lagerfeuer zubereitet) frische Salzkartoffeln mit Schnitzel. Eine Dose des guten, frei verkäuflichen Thule-Bieres (mit immerhin 2,25 % Alkohol) rundete das Essen ab. Ich hatte die Schnitzel paniert, aber die Panade blieb leider nicht am Fleisch hängen. Muss mich da nochmals bei Köchen um hören, was ich da falsch gemacht habe. Und eine Panade war auch noch verkohlt; das Feuer war wohl zu heftig. Aber bei den anderen Schnitzeln war alles in Ordnung. Und es hat richtig gut geschmeckt...

Dienstag, 02. September 2008

Bin heute ins Schwimmbad gefahren. Da sich das Wetter nur unwesentlich geändert hat, habe ich mich entschlossen, wieder einmal ins Schwimmbad zu gehen.

Bisher hatten wir ja gute Erfahrungen mit den hiesigen Schwimmbädern gemacht und so war ich ein wenig enttäuscht, dass dieses Schwimmbad keine vernünftigen Duscharmaturen hatte und das das Wasser aus dem Heißwasseranschluss nur lauwarm heraus plätscherte. Die Installation der gesamten Rohre und dergleichen hatte wohl schon einige Jährchen auf dem Buckel und musste eigentlich überholt werden.Die Schwimmbahnen jedoch waren großzügig bemessen, und hatten bestimmt eine Länge von 50 Metern. Zum Glück gab es auch die üblichen Heißwasserpools (39 - 41 ° C) in denen man sich "stundenlang" aufhalten konnte. Ich blieb gut 3 Stunden in der Anlage und habe gleichzeitig auch noch meine Wäsche gemacht.

Heute Nachmittag füllte sich wieder langsam der Campingplatz mit "Heimkehrern" - unter anderem viel mir ein Fahrzeug auf, was ich in Keflavik am Flughafen schon gesehen hatte: Es war ein Geländefahrzeug der Marke Tatra. Ich kam mit dem Fahrer kurz ins Gespräch und er sagte mir, dass dies Fahrzeug früher ein Begleitfahrzeug auf der Rallye Paris - Dakar gewesen ist. Es hatte gut seine 400 PS und sei nun zu einem Ausflugsbus für zahlende Passagiere umgebaut worden.

Bin dann vom Campingplatz wieder auf meinen alten Stammplatz gefahren, wo ich hoffe eine ruhige Nacht zu verbringen.

Montag, 01. September 2008

Hallo ihr Lieben, da bin ich schon wieder mit dem ersten Bericht des neuen Monats.

Viel gibt es aber nicht zu berichten, denn das Wetter hat sich leider nicht gebessert. So bin ich nach dem Frühstück wieder los gefahren.

Habe aber noch einmal ein Stück des Weges zum Vatnajökull in Angriff genommen. Nach einigen Wasserdurchfahrten und durch schwarzen Lavasand ging es gut 10 Kilometer Richtung Süden. Dann machte der Weg eine Kurve und es ging recht steil bergauf. Obwohl ich eigentlich schon durch die Wolken fuhr, ging es - nach dem ich den Berg geschafft hatte - richtig in finstere Wolken. Hier habe ich entschlossen, nicht weiter zu fahren, da die Sicht - trotzt Licht- und Nebelscheinwerfern - richtig schlecht wurde. Ich konnte bald keine 20 Meter mehr weit sehen. Und die schotterige Bergstraße verengte sich auch noch auf nur Fahrzeugbreite. Also bin ich ein Stück rückwärts gefahren und habe an einer geeigneten Stelle gedreht.

Die Entscheidung nicht weiter zu fahren fiel mir insofern nicht schwer, als sicherlich auch der Gletscher voll in den Wolken hing. Nach gut 3 Stunden Fahrzeit hatte mich die Asphaltstraße wieder und es ging Richtung Egilsstadir zurück. Nun habe ich einen geeigneten Übernachtungsplatz gefunden und melde mich morgen wieder.