Südamerika 2018

Im März 2018 beginnt der zweite Teil unserer Südamerikatour. Die aktuellen Reiseberichte findet ihr hier.

13. Bericht – 11. Mai 2018 – Weg nach Asuncion über Cordoba, Mendoza, Rosario und Santa Fe

13. Bericht – 11. Mai 2018 – Weg nach Asuncion über Cordoba, Mendoza, Rosario und Santa Fe

Hallo lieber Leser, wir sind seit dem Start in Uruguay schon über 10000 km weit gefahren und die Reise geht noch weiter, denn wir haben noch gut 6 Wochen vor uns. Hier nun wieder unser neuester Bericht.

Die Fahrt von Cordoba ging zunächst, ganz normal ohne große Höhen zu nehmen, los. Dann aber kamen wir auf der Routa 20 in die Berge und Mobbi hatte wieder ganz schön viel zu tun. Ausgerechnet in diesen Bergen wurde am Wochenende eine Auto-Ralley veranstaltet und wir kamen in unseren ersten größeren Stau. Keiner wusste, was so richtig los war und die Polizisten die einige Straßensperren errichtet hatten, unternahmen nichts Sinnvolles: Einige durften weiterfahren, anderen wurde eine Umleitung empfohlen und wieder andere warteten vor der Sperre. Da es sowieso Zeit zum Abendessen war, suchten wir uns einen geeigneten Platz, etwas abseits der Hauptstraße und ließen die anderen alleine weiter stauen. Von unserem Platz aus beobachteten wir das Nicht-Vorankommen und ließen uns das Essen schmecken. Wir hatten eine sehr ruhige Nacht.
Übernachtung beim Stau 25

Am nächsten Tag war der Stau weg und wir fuhren die verbleibenden 35 km durch die Berge in den Nationalpark Quebrada del Condorito. Hier wollten wir ein bisschen wandern. Da es erst Mittag war, hatten wir genügend Zeit, dir vierstündige Wanderung in herrlicher Umgebung in Angriff zu nehmen. Von den dort lebenden Pumas und Schlangen sahen wir allerdings nichts. Nach etwa 1 ½ Stunden erreichten wir den Nordbalkon und genossen den Ausblick und unsere Brotzeit.
Quebrada del Condorito 01 25
Quebrada del Condorito 02 25
Quebrada del Condorito 03 25
Quebrada del Condorito 04 25
Quebrada del Condorito 05 25
Quebrada del Condorito 06 25
Quebrada del Condorito 07 25
Quebrada del Condorito 08 25
Quebrada del Condorito 09 25

Nachdem wir unseren Füßen in einem klarem Gebirgsbach eine wunderbare Erholung gegönnt hatten, sahen wir über uns zwei Kondore, von denen der eine gleich abdrehte, aber der andere ließ sich in der Höhe beobachten.
Quebrada del Condorito 100 25
Quebrada del Condorito 11 25

Wir schafften dann auch noch den Rückweg und kamen zufrieden und etwas geschafft wieder am Informationszentrum an. Wir schrieben uns für die Übernachtung auf dem Parkplatz ein und kurz nach sechs standen wir dort ganz alleine. Was für ein schöner Tag.
Übernachtung Quebrada Condorito 25

Am nächsten Morgen erwachten wir in den Wolken – schließlich waren wir etwa 2000 m hoch – und leiser Regen fiel auf unser Mobbi. Nach dem Frühstück fuhren wir los, immer bergab und befanden uns bald darauf in so dichtem Nebel, dass man das vorausfahrende Fahrzeug kaum noch erkennen konnte. Wie gut, dass das Navi die Streckenführung anzeigte.
Bald danach erreichten wir Villa de las Rosas, eine sehr hübsche kleine Ortschaft und machten einen Bummel über den dort stattfindenden Markt. Das Angebot an Speisen war so reichhaltig, dass auch wir uns entschieden eine kleine Zwischenmahlzeit einzunehmen.
Weiter ging es bis zu einem Stausee in der Nähe von San Francisco. Dort richteten wir uns für die Nacht ein. Wir beobachteten noch etwas die Angler, aber die Fische waren uns zu klein.
Übernachtung Stausee 25

Nachdem wir am nächsten Morgen das Wlan zum Skypen ausgenutzt hatten, ging es weiter nach San Luis. Einkaufen und Pizza essen war angesagt und dann ging es weiter zu dem kleinen Ort Balde. Dort gab es einen Camping Municipal und nachdem Wolfgang arg verhandelt hatte, gab sich die Aufsicht mit 100 Pesos zufrieden.
Übernachtung Balde 25

In Mendoza fuhren wir zuerst zum WalMart und füllten unsere Vorräte auf, denn wir mussten ja wegen der Einfuhrkontrolle unseren Obst- und Gemüsevorrat vorher aufessen. Die angesteuerten Parking Lodges waren alle zu klein für uns und so peilten wir eine Bodega an, die allerdings wegen Bauarbeiten nicht anzufahren war. Da es schon später Nachmittag war, waren wir froh, dass ein öffentlicher Grillplatz kam, denn der angesteuerte Fischereiclub hatte auch geschlossen. Wir schmissen unser Hähnchen auf den Grill und wurden von der Familie, die dort mit den Quads herumfuhren, angesprochen, dass wir an diesem Platz nicht über Nacht bleiben sollten, da es dort gefährlich sei: „peligroso“. Wir fuhren deshalb vor das Tor des Fischereiclubs und hatten dort eine ungestörte Nacht.
Übernachtung Fischereiclub 25

Wir wollten uns in dem Weingebiet noch ein wenig umsehen und fuhren deshalb weiter Richtung Süden nach Tunuyan. In der Touristeninformation riet man uns die Straße der Bodegas entlang zu fahren. Wir genossen die goldenen Pappelalleen und kamen dann wieder in die Berge nach El Menzano Historico. Bei herrlichem Sonnenschein schauten wir uns das dortige Denkmal an und planten eine Wanderung für den nächsten Tag.
Denkmal Don Jose de San Martin 1 25
Denkmal Don Jose de San Martin 2 25
Denkmal Don Jose de San Martin 3 25
Denkmal Don Jose de San Martin 4 25

Wir stellten uns auf den leeren Campingplatz, machten die Wäsche, kochten Hühnersuppe und fütterten die Hunde.
Übernachtung El Manzano Historico 25

Kurz vor sieben, es war noch dunkel und kalt (nur noch 9° Celsius draußen, dass Mobbi hatte innen aber 23°), fragte Regine, ob es regnen würde. Gelegentlich tropfte es aufs Dach und als wir hinaussahen, waren wir im dicken Nebel und Wolfgang holte schnell unsere Wäsche rein.
Da sich das Wetter nicht wirklich besserte, fiel unsere Wanderung ins Wasser und wir fuhren gegen Mittag weiter. Das Wetter wurde wirklich nicht besser und nach gut 160 km kamen wir in San Rafael an. Regine hatte dank Osman wieder einen netten öffentlichen Übernachtungsplatz gefunden, den wir ansteuerten.
Übernachtung San Rafael 25

Das Wetter hatte sich leider nicht verbessert und die Sonne lies sich nicht eine Sekunde lang blicken. So fuhren wir weiter und kamen abends in Realico an. Der Übernachtungsplatz sah aus wie ein Busbahnhof, hatte aber keinerlei Funktion mehr. Hier übernachteten wir ruhig und ohne lästiges Hundegebell.
Übernachtung Realico 25

Leider hatten wir auch am nächsten Tag keine Wetteränderung. So allmählich ging uns der Regen auf die Nerven. Wir wollten nur noch weg und fuhren also weiter. Wieder einmal so ca. 300 km. Wir kamen nach Venado Tuerto. Ein sehr schöner Platz. Leider gewitterte es so heftig, dass wir nichts davon hatten. Ich vergaß sogar das übliche Foto.
Auch der 4. Tag brachte keine Wetterverbesserung.
Wir kamen abends nach Santo Tome. Platz mit Mücken da Nahe am Fluss, aber dafür recht preiswert: umgerechnet 1,60 €.
Übernachtung Santo Tome 25

Am nächsten Mittag, kurz hinter Santa Fee, kamen wir an eine Polizeisperre, die uns aber durchwinkten. Wir wunderten uns zunächst, aber bald sahen wir warum die Polizein die Straße für einige gesperrt hatte: Es war wirklich Land/Straße wenigstens kniehoch unter Wasser. Der vor uns fahrende Lkw hatte die Warnblinklampen an und fuhr langsam durch die überfluteten Straßen. Wir folgten und kamen auch an zwei PKW's vorbei, die steckengeblieben waren. Leider konnten wir hier nicht helfen, da wir ja auch nicht wussten, wie lange die Wasserstrecke noch dauern würde.
Straße unter Wasser 1 25
Straße unter Wasser 2 25
Straße unter Wasser 3 25
Straße unter Wasser 4 25

5. Tag: keine Wetterveränderung. Regen, Regen, Regen.
Abends Übernachtung in Reconquista mit heftigstem Gewitter. Der Weg hin zum grünen Rasen war eine einzige Schlammpiste. Am Morgen musste ich die Allradsperren betätigen, um durch den aufgeweichten Weg wieder auf die Asphaltstraße zu kommen. Jedoch für Mobbi alles kein Problem.
Übernachtung Reconquista 25

6. Tag in Folge mit Regen, aber am Nachmittag, nach gut 250 km erhellte sich der Himmel etwas und als wir den Campingplatz in Resistencia erreichten, schien sogar mal die Sonne wieder und es war gleich wieder über 30°. Welche Freude. Wir nutzten den Sonnenschein und hängten unsere seit Tagen in der Waschmaschine gefangene Wäsche zum Trocknen auf die Leine. Und wir konnten mal wieder draußen unser Essen zubereiten und  essen. Außerdem sah ich beim Eingang einen richtig großen Flaschenbaum, den ich euch hiermit zeige.
Übernachtung Resistencia 25
Flaschenbaum 1 25
Flaschenbaum 2 25

Am Tag darauf erreichten wir nach 290 km Asuncion und wir schlugen unser Lager wieder im Restaurant Westfalia auf. Wir gingen dann ins Restaurant und bestellten uns vom Grill richtig gute Rippchen. Lecker lecker. Am Samstag werden wir dann nach Hasta la Pasta fahren und uns dort von der Reise erholen.

Liebe Grüße und natürlich hasta la proxima -

Regine und Wolfgang

12. Bericht – 01. Mai 2018 – Cordoba

12. Bericht – 01. Mai 2018 – Cordoba

Hallo lieber Leser, hier nun wieder unser neuester Bericht.

Die Fahrt nach Cordoba war recht lang (350 Km und wir übernachteten 2 Mal: einmal in Patquia neben einer Tankstelle auf einem freien Platz und dann noch einmal kurz vor Cordoba (Valle Hermoso) an einem kleinen Bach. Die Übernachtung in Patquia war trotz LKW und Bussen erstaunlich ruhig.
Übernachtung Patquia 25

Das Plätzchen im Valle Hermoso war so, wie wir es lieben: absolute Ruhe (murmelnder Bach ausgenommen), kein großartiger Verkehr und kein Hundegebell waren zu hören. Erholt wachten wir am nächsten Morgen auf und machten uns an die letzten 60 km zur Mercedes Werkstatt.
Übernachtung Valle Hermoso 25

Wir mussten noch einmal über die Berge und ich fuhr schön langsam die Serpentinen hinauf.
An einer recht kräftigen Steigung, ausgerechnet auch noch in einer Kurve gab es ein derart lautes kreischend, singendes Geräusch, so dass uns das Blut in den Adern gefror und dass wir überhaupt nicht zuordnen konnten, wo es denn herkam. Ich fuhr sofort an die Seite, machte den Motor aus und die Warnblinkanlage an. Wir beide sahen uns erschrocken an. Ich glaubte gehört zu haben, dass dieses Geräusch aus dem Batteriefach kam. Ich guckte nach, aber hier war alles in Ordnung. Ich startete den Motor erneut und das Geräusch war wieder zu hören. Schnell machte ich den Motor wieder aus und ließ ihn etwas auskühlen. Regines Frage: „Was war denn das?“, konnte ich nicht beantworten, denn so etwas hatte ich auch noch nicht gehört. Als ich etwas später erneut probierte zu starten, war das Geräusch verschwunden. Vorsichtig fuhr ich an, jeden Moment darauf gefasst, dass es wieder ertönen würde – aber es blieb weg. So fuhren wir langsam und horchend durch die Berge und kamen gegen 11.30 Uhr erleichtert bei Mercedes in Cordoba an. Regine kramte ihr Spanisch zusammen und erklärte, dass wir Hilfe bräuchten für unser Wohnmobil, das keine Kraft mehr hätte. Zum Glück antwortete der junge Mann auf Englisch und wir konnten ihm so unser Problem deutlich machen. Kurz darauf kamen zwei Mechaniker und kippten das Führerhaus ab. Mit Hilfe des Google-Translaters kriegten wir eine Verständigung hin und die zwei machten sich an die Fehlersuche. Kurze Zeit danach zeigte mir der eine Mechaniker einen 20 cm langen Ringschlüssel, der im Motorraum gelegen und heiß geworden war. Wie dieser Ringschlüssel, der auch die Ursache des kreischenden Geräuschs war diese Rüttelstrecken in Südamerika im Motorraum überstanden hat und nicht auf die Straße gefallen war, bleibt mir bis heute ein Rätsel. Vermutlich hat ein Techniker in der Mercedes Werkstatt in Salta oder in San Salvador de Jujuy vergessen. Nun habe ich einen Ringschlüssel mehr...
Ringschlüssel 25

Danach wurde das Fahrzeug in die Halle gefahren und durchgecheckt. Wir mussten warten und gegen drei Uhr kam der Meister zu uns und erklärte mir, dass es möglich sei, dass ein Bauteil im Motor nicht einwandfrei arbeitet. Dieses Teil gibt es hier aber nicht als Ersatzteil. Aber Motor gecheckt und eingestellt und der sei soweit in Ordnung. Ich bat ihn noch, das Öl vom Mittelgetriebe zu wechseln. Nachdem das erledigt war, sagte er zu uns, er käme in einer Minute. Wir warteten auf die Rechnungserstellung, aber er bat uns erst einmal mit nach draußen zum Mobbi. Dort erklärte er uns, dass wir nichts zu bezahlen hätten, dass das ein argentinisches Geschenk sei und dass er möchte, dass wir weiter durch seine schöne Heimat fahren.
Völlig überrascht machten wir uns sprachlos auf den Weg, erst einmal zum Supermarkt. Wir füllten unsere Vorräte auf und versuchten noch im Hellen unseren vorher ausgesuchten Stellplatz zu erreichen. Hat nicht ganz geklappt.
Übernachtung Potrero de Garay 25

Da wir nun schon einmal in Cordoba waren, wollten wir uns diese schöne Stadt natürlich auch anschauen. Also fuhren wir am nächsten Vormittag wieder in die Stadt und parkten in der Nähe des Parks Sarmiento. Von dort war es nicht weit in die City und so machten wir uns zu Fuß auf die interessanten Bauwerke der Stadt zu besichtigen.
Jesuitenkirche 1 25
Jesuitenkirche 2 25
Iglesia Kathedral 1 25
Iglesia Kathedral 2 25
Iglesia Kathedral 3 25
Iglesia Kathedral 4 25
Iglesia de la Merced 1 25
Iglesia de la Merced 2 25
Iglesia de la Merced 3 25
Iglesia de la Merced 4 25

Erschöpft kamen wir am späten Nachmittag wieder am Mobbi an und fuhren wieder aus der Stadt heraus. In dem Ort Pilar suchten wir uns einen Platz am Fluss und unterhielten uns mit der dort picknickenden Familie. Sie freuten sich, dass wir an dem Platz dort Gefallen gefunden hatten, aber kurz darauf kam ein Polizeiauto und die beiden jungen Beamten (ein Mann und eine Frau) stiegen aus und fragten uns, ob wir dort übernachten wollten. Als wir das mit „ja“ beantworteten, sagten sie, das sei zu gefährlich hier und boten uns an, uns zu einem sicheren Serviceplatz zu geleiten. Wir führen also dem mit Blaulicht vorausfahrenden Fahrzeug hinterher und landeten bald an einer YPF Tankstelle, an der wir vorher eigentlich nicht bleiben wollten. Aber hier sei es sicher. Wir stellten uns neben einen LKW und hatten trotz der Hundemeute eine recht ruhige Nacht, denn auch unsere beiden Polizisten umkreisten immer wieder die Tankstelle. Herzlichen Dank an die Polizei von Pilar!

Jetzt machen wir uns auf den Weg ins Haupt-Wein-Anbaugebiet nach Mendoza. Also wieder gen Westen.

Liebe Grüße und natürlich hasta la proxima -

Regine und Wolfgang

11. Bericht - 25. April 2018 – Quilmes, Fiambola und Tinogasta

11. Bericht – 25. April 2018 – Quilmes, Fiambola und Tinogasta

Hallo lieber Leser, hier nun wieder unser neuester Bericht.

Wir kamen in Quilmes am späten Nachmittag an und entschieden uns, hier vor dem Eingangstor zu übernachten und erst am nächsten Morgen die Gedenkstätte zu besuchen.
Wir bezahlten die 70 Pesos pro Person und liefen dann die nicht einmal 500 m zum Eingangsplatz. Wir standen vor einem recht großen Berg und die Kultplätze zogen sich teilweise an ihm hoch. Wir beschlossen, diesen Berg zu besteigen und gelangten bis kurz unter den Gipfel, wo ein Schild verkündete, dass der Weg dort endet. Es gab diese herrlich aussehenden Kakteen und schöne Ausblicke auf dem Weg nach oben. Da wir ja aber in guter Kondition waren, kamen wir ohne Luft- oder sonstige Probleme oben an. Was für ein schöner Ausblick ins Tal. Ein Greifvogel hatte sich auf die Spitze eines dieser Kakteen gesetzt und es gelang mir, ihn zu fotografieren. Für mich wieder mal ein kleines Highlight.
Übernachtungsplatz in Quilmes 25
Quilmes 1 25
Quilmes 2 25
Quilmes 3 25
Quilmes 4 25

Wir besuchten dann noch das Museum und auch dies gefiel uns sehr gut. Vor dem Eingang zur Gedenkstätte konnten wir noch aus nächster Nähe 2 Guanakos bestaunen. Niedlich aussehende Wesen.
Quilmes 7 25
Quilmes 8 25

Von Quilmes fuhren wir dann weiter nach Santa Maria. Hier gibt es einen recht großen Camping Municipal. Carmen erklärte mir, dass es hier pro Person 50 Pesos und für das Fahrzeug noch einmal 100 Pesos kosten würde. Carmen war aber nicht berechtigt, dass Geld zu einzuziehen, sondern es würde spätestens am nächsten Morgen jemand zum Kassieren kommen. 200 Pesos (also etwa 8 €) wollten wir für diesen Campingplatz gerne bezahlen, denn es gab warme Duschen und auch sonst war für uns reichlich Platz, denn wir waren mit einer anderen Familie die einzigen Ubernachtungsgäste. Da wir schönstes sonniges Wetter hatten, beschlossen wir unsere neue Außenkochstelle einzuweihen. Wir machten eine herrliche Gemüsepfanne und sie gelang zu unser beiden Zufriedenheit.
Einweihung Außenküche 1 25
Einweihung Außenküche 2 25
Einweihung Außenküche 3 25

Nach einer recht lauten Nacht (irgend etwas wurde in der Nähe gefeiert, und die Geräusche davon drangen bis in unser Mobbi) warteten wir nach unserem Frühstück noch etwa eine halbe Stunde auf den Kassierer, aber er kam einfach nicht. Wir machten uns dann so auf den Weg und hatten dabei nicht einmal ein schlechtes Gewissen.

Weiter fuhren wir eine sehr abenteuerlich Strecke Richtung Antofagasta de la Sierra. Die Straße von bestimmt 150 km ist zuerst asphaltiert, dann kam ein bestimmt 30 km langes Teil Schotterstrecke (auch noch mit einem übelsten Umleitungsteil gekrönt) und dann wiederum asphaltierter Strecke, die sich aber in die Höhe zog. Es geht hier wirklich hoch, und an einem besonders langen Anstieg wollte Mobbi nicht seine ganzen 240 PS einsetzen, sondern zickte mit seinem Drehmoment herum. Wir schauten uns beide etwas besorgt an, aber Mobbi fing sich wieder, es ging zwischenzeitlich ja auch mal wieder bergab und hier schnurrte Mobbi wie die ganzen km zuvor. Wir kamen am Gebiet der Laguna Blanca entlang und staunten über die riesigen weißen Sanddünen in 3000 m Höhe. Als es an einem besonders langen Anstieg wieder zu diesem (mir – Wolfgang - Unwohlsein bereitenden) Phänomen kam, beschloss ich, diese Fahrt in die Höhe abzubrechen. Wir kehrten um und in der bald wieder erreichten flacheren Ebene lief Mobbi wie zuvor.
Weißer Sand 1 25
Weißer Sand 2 25

Die nächste Etappe führte uns dann auf gutem Asphalt 250 km weiter gen Süden zur Terme Fiambala. Wir kamen - wieder einmal am Nachmittag - in Fiambala an, parkten neben dem Frauendenkmal und der uns ins Auge springende Bancomat versorgte uns abzüglich einer horrenden Gebühr von ca. 5 € bei Auszahlung von etwa 80 € mit etwas Bargeld.
Fiambala 25

Dann machten wir uns auf den Weg zur Therme. Es ging noch einmal 15 km über schlechte Wegstrecke (die auch noch recht steil in die Höhe führte) zum Eingangstor der Thermenanlage. Hier bezahlten wir die Gebühr von 200 Pesos pro Person. Eine Übernachtung für 500 Pesos (20 €) lehnten wir kategorisch ab. Wir mussten die letzten 500 m im kleinsten zur Verfügung stehenden Gang bewältigen, denn Mobbi zickte auch hier wieder irgendwie rum. Wir erfrischten und erholten uns in den verschieden warmen Wasserbecken. Ich war dann froh, als wir fertig waren und wir den steilen Weg wieder zurückfahren konnten. Auf gerader Strecke war mit Mobbi wieder alles O.K. Mobbi macht uns Sorgen...
Therme Fiambala 1 25
Therme Fiambala 4 25
Therme Fiambala 5 25
Therme Fiambala 6 25
Therme Fiambala 7 25

Auf dem Weg nach Fiambala sind wir an einer kleiner Kirche vorbeigefahren. Hier übernachteten wir. Es war absolut ruhig und still und kein lautes Hundegebell störte unseren Schlaf. Am Abend erlebten wir noch einen wunderschönen Sonnenuntergang. Das sind Momente, wie wir sie immer wieder gerne erleben wollen.
Übernachtung Kirche El Puesto 25
Sonnenuntergang Kirche El Puesto 25

Am nächsten Morgen ging es weiter und nach etwa 15 km waren wir in Tinogasta und parkten am Hauptplatz. Wir wollten mal wieder ins Internet und einkaufen mussten wir auch mal wieder. Es ging an der hübschen Kirche von Tinogasta vorbei und am nächsten Internetcafe gab uns ein freundlicher junger Mann vor der Tür das Passwort und wir konnten (dank WLAN-Verstärker) aus unserem Mobbi heraus die Homepage mal wieder auf Vordermann bringen.
Kirche in Tinogasta 1 25
Kirche in Tinogasta 2 25
Kirche in Tinogasta 3 25

Mit den wichtigsten Lebensmitteln deckten wir uns im nahe gelegenen Supermarkt ein. Wir kamen dann noch ins Gespräch mit den Schweizern Veronica und Martin (VierMalVierli), und verabredeten uns zum gemeinsamen Übernachten an der schon mal aufgesuchten kleinen Kirche. Wir hatten einen netten Abend zusammen und tauschten unsere Erfahrungen miteinander aus.
Übernachtung 2 mit Martin und Veronica 25

Nachdem Martin mir noch seine kleine Drohne vorgeführt hatte (ich war davon richtig begeistert) verabschiedeten wir uns voneinander und wir fuhren unseren Weg weiter Richtung Süden. Eigentlich wollten wir noch in den Nationalpark Ischigualasto bzw. Talampaja, aber nachdem es wieder reichlich bergan ging und Mobbi wiedermal rumzickte (ich hatte das Gefühl, dass der Turbolader nicht zuschaltet und somit keine 240 PS zur Verfügung stehen) entschied ich, hier die „Bergtouren“ auszusetzen und eine Mercedes-Werkstatt aufzusuchen. In Cordoba gibt es eine Werksvertretung. Somit lag ein langer Weg vor uns, aber der ging durch relativ flaches Gebiet.
Nach 150 km nächtigten wir in Patquia auf einem recht großen Platz vor einer Tankstelle. Aber auch andere Brummifahrer fanden diesen Platz interessant und machten hier Station. Trotzdem (Hundegebell hielt sich glücklicherweise auch in Grenzen) hatten wir eine ruhige Nacht.
Was ist mit unserem Mobbi, bzw. was wird die Werkstatt finden? Ihr erfahrt es im nächsten Bericht.

Liebe Grüße und natürlich hasta la proxima -

Regine und Wolfgang

10. Bericht – 20. April 2018 – Cachi, Cafayate und Umgebung

10. Bericht – 20. April 2018 – Cachi, Cafayate und Umgebung

Hallo lieber Leser, hier nun wieder der neueste Bericht.

Die Nacht am LKW-Rastplatz war dennoch sehr ruhig, denn um sechs Uhr fuhren die LKW schon wieder los. Wir schliefen aber noch eine Runde weiter und machten uns um halb 11 bergab auf den Weg nach Salta zu unserem bekannten Campingplatz. Dabei durchfuhren wir die Hochebene auf der Straße Nr. 51 und waren wiederum von der farbenfrohen Landschaft fasziniert.
Routa 51 01 25
Routa 51 02 25
Routa 51 03 25
Routa 51 04 25
Routa 51 05 25
Routa 51 06 25

Am nächsten Morgen machten wir uns dann auf nach Cachi. Wir fuhren die wunderschöne aber auch bergige Straße Nr. 33. Es ging wieder einmal in Serpentinen in die Berge.
Cachi 1 25
Cachi 3 25

Am frühen Nachmittag erreichten wir den kleinen netten Ort und fanden sofort den Camping Municipal. Ein wirklich schöner Stellplatz mit sehr sauberen und gepflegten Grillstellen und Sanitäranlagen.
Übernachtung Cachi 1 25
Wir bummelten dann noch durch den Ort, ließen uns ein Helado schmecken und besuchten die kleine gelbe Kirche.
Cachi 7 25

Spät abends befeuerten wir noch die Grillstelle und ließen uns die goldbraunen Hähnchenschenkel schmecken.

Tags darauf ging es auf der Routa Quarenta weiter Richtung Cafayate (höchstes Weinanbaugebiet der Welt). Die Straße bot Kies, Schotter, Schlaglöcher und viel viel Wellblech. Dazu natürlich auch noch Kurven, Kehren und verflucht enge Durchfahrten nahe an schroffen Felsen und steilen Abgründen vorbei. Aber wir und Mobbi meisterten die Strecke.
Von Cachi nach Cafayate 01 25
Von Cachi nach Cafayate 02 25
Von Cachi nach Cafayate 03 25
Von Cachi nach Cafayate 04 25
Von Cachi nach Cafayate 05 25

Wiederum am Nachmittag erreichten wir den Campingplatz von Cafayate. Wir richteten uns häuslich ein und kamen dann mit einem Schweizer Pärchen ins Gespräch. Sie gaben uns einige Tipps, was man sich im Ort ansehen sollte. Wir schauten uns dann noch im Ort um und tranken ein Bier mit kleinen Leckereien (Oliven, Käse und Schinken). Am Abend kamen noch zwei Deutsche und so verbrachten wir zu sechst mit 5 Flaschen Wein einen ausgesprochen netten Abend.
Cafayate Campingplatz 25

Am nächsten Tag machten wir mal wieder große Wäsche, denn im Gegensatz zu Salta trocknete es hier bei Sonnenschein wirklich sehr schnell.
Daraufhin schauten wir uns das Weinmuseum an und es gefiel uns. Eine Führung durch eine Bodega mit anschließender Weinverkostung schloss sich daran an. Zur Abrundung des interessanten Tages verspeisten wir in einem netten Lokal am Marktplatz geschmortes und gegrilltes Zicklein. Sehr lecker!
Cafayate 1 25
Cafayate 2 25
Cafayate 3 25

Nachdem wir am nächsten Vormittag noch einmal - in Begleitung eines kleinen Hundes - am Marktplatz waren, fuhren wir auf anraten des schweizer Paares die Routa 68 in Richtung Salta etwa 80 km zurück. Wir sollten uns unbedingt die farbigen Felsformationen ansehen. Was wir dann zu sehen bekamen, war einfach gigantisch! Eigentlich müsste man die Videokamera ständig mitlaufen lassen und zwar in alle Richtungen.
Cafayate Richtung Salta und zurück 01 25
Cafayate Richtung Salta und zurück 02 25
Cafayate Richtung Salta und zurück 03 25
Cafayate Richtung Salta und zurück 07 25
Cafayate Richtung Salta und zurück 09 25
Cafayate Richtung Salta und zurück 10 25
Cafayate Richtung Salta und zurück 11 25
Cafayate Richtung Salta und zurück 15 25
Cafayate Richtung Salta und zurück 19 25
Cafayate Richtung Salta und zurück 20 25

Wir sind dann an diesem Nachmittag wieder durch Cafayate hindurchgefahren und stoppten erst bei den Ruinen von Quilmes.

Was wir dort gesehen haben erfahrt ihr im nächsten Bericht.

Liebe Grüße und natürlich hasta la proxima -

Regine und Wolfgang

09. Bericht – 15. April 2018 – Purmamarka, Humahuaka sowie Routa Quarenta

Bericht 09. – 15. April 2018 – Purmamarka, Humahuaka und Routa Quarenta

Hallo lieber Leser, hier nun wieder der neueste Bericht.

Wir fühlten uns auf dem zentralen Campingplatz (auch ohne Wasser im riesigen Schwimmbecken) recht wohl, aber wir wollten auch nun mal wieder weiter. Doch da an unserem Auto seit einigen Tagen die Keilriemen anfingen zu jammern, wollten wir sie wechseln bevor wir in die Berge (4000 m und mehr hoch) fahren und außerdem war am Scheinwerfer eine Birne kaputt und dies ist für Südamerika ganz schlimm.
Wir hatten herausgefunden, dass es ganz in der Nähe vom Campingplatz eine Mercedes Werkstatt für LKW gab und nachdem wir gefrühstückt und zusammengepackt hatten, bezahlten wir den Campingplatz, fuhren noch zum Supermarkt und zu zwei Tankstellen, denn an der ersten gab es keinen Diesel mehr und schlugen kurz vor zwölf bei Mercedes auf.

Man erkundigte sich nach unserem Anliegen und sagte uns als erstes, dass jetzt erst mal bis um zwei Mittagspause sei. Da wir bereits eingekauft hatten und das WiFi gut war, blieben wir da. Gegen halb drei kam dann ein Mechaniker, sah sich das Auto kurz an und anschließend wurden die Daten aufgenommen und ein Auftrag geschrieben. Dann hieß es erst mal wieder warten. Etwa um Viertel nach drei erklärte uns die freundliche Dame am Empfang – sogar auf Englisch, dass es heute nichts mehr werden würde, aber morgen und wir könnten uns aussuchen, ob wir um halb neun oder um halb drei kommen möchten. Wir entschieden uns für den Morgentermin, denn wir wollten ja weiter. Also ging es zuerst zurück zum Campingplatz.

Am nächsten Morgen klingelte der Wecker und ich war schon vor sieben Uhr geduscht. Ein schnelles Frühstück, reisefertig zusammengepackt, Campingplatz bezahlt und Punkt halb neun bei Mercedes bei der freundlichen Empfangsdame gemeldet. Sie bat uns Platz zu nehmen und gegen neun erklärte sie uns, dass es vor elf keinen Platz in der Halle gäbe. Wir setzten uns ins Auto und Wolfgang arbeitete an der Homepage und ich spielte etwas genervt am Tablett. Um elf saßen wir wieder neben dem Empfang und kurz vor halb zwölf kam ein Mechaniker, mit dem Wolfgang verschwand. Das Mobbi wurde in die Halle gefahren, die Motorhaube geöffnet, das Führerhaus abgeklappt und hineingesehen und dann war ja auch schon Mittagspause.

Wir warteten bis zwei, aber erst gegen halb drei kam unser Mann wieder und nahm tatsächlich die Arbeit wieder auf. Es dauerte dann auch nur eine knappe Stunde um die Keilriemen (wir hatten die originalen Mercedes-Ersatz-Keilriemen dabei) und die Glühlampe zu wechseln und dann musste nur noch die Rechnung geschrieben werden und um kurz vor vier verließen wie den Laden – mit soooooo einem Hals und um 120 € leichter. 1 ½ Tage für zwei Keilriemen und eine Glühlampe. Ich wollte nur noch weg.

Auf dem Weg aus Salta hinaus kauften wir noch Brot, Tomaten und eine Wassermelone und fuhren Richtung Humahuaca. Nach etwa 120 km fanden wir einen sehr schönen kleinen Rastplatz am Rio Yala, wo wir eine ruhige Nacht verbrachten und ich mein erhitztes Gemüt wieder abkühlen konnte.
Übernachtung vor Purmamarka 25

Gut ausgeruht und mit Sonnenschein starteten wir in den nächsten Tag. Wir setzten unsere Fahrt fort und stoppten bei der Einfahrt nach Purmamarca um die Stände der Indios und die bunt leuchtenden Berge zu bestaunen. Leider stellte Wolfgang außerdem fest, dass wir einen kleinen Fleck unter dem Auto hatten und dass anscheinend irgendwoher ein wenig Diesel vom Motor herunter tropfte. Da es aber sehr wenig war, entschieden wir uns weiterzufahren und zwar zuerst mal über einen recht anspruchsvollen Pass, zu einem Salzsee, Salins Grandes.

Die Fahrt war grandios, eine gut ausgebaute Passstraße (bis auf 4170 m), wenig Verkehr und eine sagenhafte Gebirgslandschaft, die fast nach jeder Kurve anders atemberaubend aussah.
Purmarmarka 04 25
Purmarmarka 05 25
Purmarmarka 06 25

Dann erschien in der Ferne, der Salzsee, weiß und gleißend in der Sonne. Auf einem Damm fuhren wir bis etwa zur Hälfte des Sees auf einen Parkplatz, machten dort Fotos und genossen die leckeren frisch gebackenen Teigtaschen, die man dort – 5 Stück für 2 € - bekommen konnte.
Hier trafen wir noch andere Reisende aus Deutschland, die auch von der atemberauschenden Landschaft begeistert waren.
Purmarmarka 07 25
Purmarmarka 08 25
Purmarmarka 09 25
Purmarmarka 10 25
Purmarmarka 11 25
Purmarmarka 12 25
Purmarmarka 13 25

Dann fuhren wir die tolle Straße wieder zurück und bestaunten noch einmal die wunderschöne Aussicht in die andere Seite. Danach bogen wir in die Quebrada de Humahuaca ein und das Staunen nahm keine Ende, denn auch dieses Tal bot unglaubliche Gebirgsmotive in allen Farben und Formen.

Purmarmarka 01 25
Purmarmarka 02 25
Purmarmarka 03 25
Humahuaca 01 25
Humahuaca 02 25
Humahuaca 04 25
Humahuaca 07 25

Wir fuhren weiter bis Humahuaca durch, denn dort hatte ich einige Plätze im I-Overlander gefunden. Aber der erste Campingplatz war geschlossen, der zweite für uns zu klein und der dritte hatte auch geschlossen. So fuhren wir von der Hauptstraße auf eine Landstraße und von dort in eine Nebenstraße, neben der es direkt einen für uns geeigneten Platz für eine Nacht gab.
Humahuaca Übernachtung 25

Die Nacht war wieder sehr ruhig; jedoch am nächsten Morgen gab es nicht nur Nebel, sondern auch wieder einen Fleck unter dem Mobbi und Wolfgang wurde unruhig. Ich hatte auf dem Tablett eine Werkstatt in diesem Ortszentrum entdeckt und dort wollten wir mit unseren par Brocken Spanisch mal nachfragen, was es mit diesem Dieselverlust auf sich haben könnte, aber die erste Werkstatt war zu klein und die Werkstatt, an die man uns danach verwies, hatte geschlossen. So verkündetet Wolfgang: „Wir fahren zurück.“ In meinen Augen zeichnete sich das „P“ ab: Mercedes – Salta!?!?!? Bloß nicht!!!! Außerdem war Freitag: Also heute nicht mehr, dann Wochenende …


Die nächst größere Stadt war San Salvdor de Jujuy. Nach meinem Plan sollte es dort etwa 7 Werkstätten geben. Wir fuhren also die schöne Schlucht mittlerweile wieder im Sonnenschein zurück bis zu der ersten Werkstatt. Man war dort sehr hilfsbereit, erklärte uns aber, dass sie eher für Karosseriedinge zuständig waren und erklärte uns, dass es zwei Blocks weiter einen Mercedesservice gäbe. Als der um vier wieder öffnete, zeigte uns der Mitarbeiter auf dem Tablett, wo die große Mercedes LKW Vertretung sei. Er wollte uns dort anmelden. Etwa 20 min. später waren wir dort und der Meister hörte sich sofort unser Anliegen an und sagte gleich, wir sollten mal da vor die Halle fahren und die Motorhaube abklappen. Gleich darauf erschien ein Mechaniker und machte sich an die Arbeit. Leck gesucht, Leck gefunden und beseitigt und Motorwäsche gemacht. Dann macht der Meister mit Wolfgang eine Probefahrt, kontrollierte anschließend, ob noch etwas Diesel austrat (was nicht der Fall war, denn es waren nur 2 Kupferdichtungen nicht mehr in Ordnung) und lies unsere Rechnung fertig machen. Wir zahlten nicht einmal vierzig Euro und waren kurz vor sechs vom Hof. Das nenn ich mal Mercedes-Service!!! Geht also ...
Da es schon Abend war, fuhren wir noch einmal zu unseren Platz an den Rio Yala, aber da es in der Zwischenzeit zu regnen begonnen hatte, waren wir hier ganz alleine da. Und somit wieder eine sehr ruhige Nacht.

Wir hatten uns entschieden, noch einmal über den schon einmal bei Purmamarka gefahreren tollen Pass zu fahren, und dann nochmals über den Salzsee und darauf dann die Routa 52 weiter zu nehmen bis hin zur berühmten Routa Quarenta 40 (Wellblech und Steinpiste/Gravel-Road). Die dann gerade hinunter bis San Antonio de los Cobres und dann die 51 wieder nach Salta zurück. Dies machten wir dann. Sobald wir in die Höhe kamen, hatten wir sofort strahlend blauen Himmel und genossen die herrliche Landschaft. Die Routa Quarenta bot schon einige Herausforderungen und dann, an einer Stelle hatte ich wirklich Zweifel, ob unser Mobbi zwischen den Felsen links und Abgrund rechts passen würde. Aber Wolfgang und Mobbi haben das prima gemeistert und auch die Routa Quarenta entschädigte uns danach wieder mit ganz tollen Gebirgszügen, Felsformationen und wilden Lamas sowie Alpacas.
Routa Quarenta 01 25
Routa Quarenta 02 25
Routa Quarenta 03 25
Routa Quarenta 04 25
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Routa Quarenta 08 25
Routa Quarenta 09 25

Ein großes Highlight für alle Traveller und somit auch für uns, ist die in großer Höhe vorhandene Eisenbahnbrücke, das Viaduct La Porvorilla, das wir nach einer wirklich abenteuerlichen Strecke auf der Routa Quarenta erreichten. Wir waren fasziniert und beeindruckt. Auch war zu dieser relativ vorgerückten Stunde keine Menschenseele mehr zu sehen. Mal ganz allein...
Routa Quarenta 10 25
Routa Quarenta 11 25


Kurz vor Dunkelheit kamen wir in San Antonio an und stellten uns etwas außerhalb auf einen großen freien Platz, vor ein unbewohntes Gebäude. Wir hatten leichte Kopfschmerzen, denn wir befanden uns immer noch in etwa 3700 m Höhe. Kurz nach dem Abendessen kamen vier oder fünf riesige LKW, winkten uns freundlich zu und stellten sich neben uns. Wir hatten zielsicher den LKW Rastplatz erwischt. Die Nacht war dennoch sehr ruhig und um sechs Uhr fuhren die LKW schon wieder los.
Übernachtung San Antonio de los Cobres 25

Wir schliefen aber noch eine Runde weiter und machten uns um halb 11 bergab auf den Weg nach Salta zu, unserem bekannten Campingplatz. Es war auch hier eine wirklich schöne Strecke, mit so manchem tollen Motiv, die uns auch sehr gefiel.
Routa Quarenta 12 25

Liebe Grüße und natürlich hasta la proxima -

Regine und Wolfgang

08. Bericht – 11. April 2018 – Asuncion und Salta

08 . Bericht  – 11. April 2018 – Asuncion und Salta

Hallo lieber Leser, hier nun wieder der neueste Bericht.

Von Hasta la Pasta nach Asuncion war es nicht all zu weit und so kamen wir schon am frühen Nachmittag an dem Hotel Restaurant Westfalia an.
Wir meldeten uns an der Rezeption und uns wurde das Tor zum Hinterhof geöffnet. Dies Hotel ist für Reisende mit Wohnmobil sehr zu empfehlen, denn wir brauchten für die Übernachtung für 2 Personen pro Tag nur 4 $ zu zahlen. Dafür duften wir auch die Duschen und den wunderbaren Pool benutzen. Trotz lebhafter Straße vor dem Hotel war es hier nachts ruhig und sicher.
Westfalia 1 25
Übernachtungsplatz Westfalia 25
Pool Westfalia 25

Wir marschierten am Nachmittag dann noch in die „Altstadt“ (immerhin eine Strecke von wenigstens 4 km). Wir sahen uns am alten Bahnhof ein wenig um, aber es gab doch kaum etwas zu sehen. Also marschierten wir noch weiter zur Katedrahle „Basílica de Nuestra Señora” und schauten sie uns an.
Asuncion alter Bahnhof 25
Asuncion Kirche 25

Danach fühlten wir uns ziemlich K.O. denn bei 30° waren wir ganz schon ins Schwitzen gekommen. So nahmen wir uns für den Weg zurück ein Taxi, was mit 40.000 Guarani (etwa 5 € ) doch recht preiswert war. Wir gingen sofort in den Pool, erfrischten uns und dann ging es ins Westfalia Restaurent zum Essen. Preiswert aber dennoch sehr gut.

Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Bus zum Mercado 4 und stöberten dort durch die Hallen und Stände. Es war fast wie in Marokko in den Souks.
Markt 4 1 25
Markt 4 2 25

Nachdem wir uns reichlich umgesehen hatten, fuhren wir mit dem Taxi zum „Hafen“. Dort nahmen wir das subventionierte kleine Boot für umgerechnet 0,51 €-Cent und schipperten mit diesem Kahn (pro Strecke gute 20 Minuten) über den Rio Paraguay. Hochinteressant.
Bootstour 1 25
Bootstour 2 25
Bootstour 5 25
Bootstour 6 25

Nach einer kalten Cola, denn es war das einzige, was es dort überhaupt gab, ging es gleich zurück und wir hatten einen wunderbaren Blick auf Asuncion.
Bootstour 7 25

Es war nun schon später Nachmittag und so suchten wir nach einem Taxi. Dabei kamen wir noch am Parlamentsgebäude vor bei, das gut gesichert und bewacht war.

Parlamentsgebäude 25

Dann ging es mit dem Taxi - diesmal noch preiswerter – für nur 30.000 Guarani ( gut 4 €)
zurück zum kühlen Swimming-Pool, den wir eifrig nutzten.

Alles in Allem haben uns diese 2 Tage sehr gefallen, auch wenn Asuncion recht heruntergekommen ist.
Am nächsten Morgen bezahlten wir die Übernachtungsgebühr von 8 US $ und fuhren über die Grenze nach Argentinien.
Der Grenzübertritt war schnell erledigt und der Beamte schaute sich nur ein wenig neugierig im Mobil um. Dann fuhren wir nach einem Handschlag weiter und kamen nach knapp 1100 km in Salta an.
Auf dieser Strecke gab es viel Gegend und wenig zu sehen und wir haben sie in 3 Tagen bewältigt.
Zwischendurch übernachteten wir noch an einem Fußballfeld (mit Pferden und Schweinen) und am folgenden Tag an einem ruhigen LKW-Rastplatz. Dafür war der öffentliche Campingplatz – den wir tags darauf ansteuerten eine einzige Katastrophe. Entschädigt wurden wir aber immer wieder mit Obstständen, wo wir ein gutes, frisches Angebot hatten und uns auch kräftig eindeckten (z.B. 16 Pampelmusen für umgerechnet 1,60 €).
Zwischendurch kamen uns noch die Travaller Hilu und Sigo mit ihrem grünen Mercedes-Truck entgegen, wir hielten an und plauschten kurz und sie gaben uns für die kommende Gegend richtig gute Tipps.
001 Übernachtung Fußballfeld 25
003 Übernachtung LKW Rastplatz 25
005 Übernachtung Campingplatz an der Straße 25
004 Gine prüft das Angebot 25
002 Treffen mit Sigo Und Hilu 25

In Salta (das Wetter war regnerisch) steuerten wir den Campingplatz Xamena an, den wir dank Navigationshilfe Osmand bald fanden. Ein riesiger Platz mit einem riesigen, aber leeren Pool fiel uns in die Augen. Wir suchten uns einen Stellplatz und richteten uns ein. Zwischendurch kam auch mal die Sonnne wieder heraus und wir leerten unsere Mobbi-eigene-Waschmaschine und hängten die Wäsche zum Trocknen auf.
016 Übernachtung Salta Camping 25
017 Leeres Schwimmbecken Salta 25

Da heute Sonntag war, gingen wir in die Innenstadt und schauten uns ein wenig um. Die Stadt war wie ausgestorben, aber tatsächlich ganz hübsch.
006 Salta 1 25
007 Salta 2 25
008 Salta 3 25
009 Salta 4 25

010 Salta 5 25
011 Salta 6 25

Am nächsten Tag gingen wir erneut in die Innenstadt (diesmal mit Bus) und waren nun über die vielen aktiven Menschen erstaunt. Was da alles rumwuselte. Wir gingen in eine Bank um unsere $ zu wechseln, aber in der aufgesuchten Bank waren ca. 30 Menschen vor uns. Also ging es in die nächste Wechselstube und hier hatten wir nur 5 Personen vor uns. So ging das Wechseln der $ relativ schnell und wir waren um ein paar zigtausend argentische Peso reicher.
Nach einer kleinen Mahlzeit und einem Liter Bier schauten wir uns dann noch den Berg San Bernado an. Mit der Schweizer Gondel fuhren wir hinauf und waren vom Blick auf Salta (“Die Schöne”) beeindruckt.
012 Gondelfahrt San Bernado 25
013 Obere Gondelstation 25
014 Blick auf Salta 25
015 Gine beim Stöbern 25

Liebe Grüße und natürlich hasta la proxima -

Regine und Wolfgang

07. Bericht – 05. April 2018 – In Paraguay

07. Bericht – 05. April 2018 – In Paraguay

Hallo lieber Leser, hier nun wieder der neueste Bericht.

Von Ciudad del Este ging es nun auf der gut zu befahrenden und preiswerten Schnellstraße Richtung Asuncion. Wir wollten zur Hasta la Pasta, ein bei vielen Overlander bekannten Domizil. So hieß es wieder einmal Strecke zu machen. Wir tankten unterwegs nun das erste Mal hier in Paraguay, umgerechnet ca. 68 €-Cent für den Liter Diesel. Gegen Abend erreichten wir das unbekannte Örtchen Caaguazu und da wir keinen geeigneten Platz zum Übernachten fanden, stellten wir uns kurzer Hand auf einen recht breiten Sandweg, der von der Teerstraße abging. Wir wurden wieder von den einheimischen Menschen bestaunt, hatten aber eine sehr ruhige Nacht.
Übernachtung Feldweg Caaguazu 25

Am nächsten Tag fuhren wir weiter und kamen in die Stadt Tobati. Hier erklommen wir erst einmal den vorhandenen kleinen Felsen und bewunderten die schöne Aussicht und die abgebildeten Indioköpfe.
Felsen Tobati 1 25
Felsen Tobati 2 25
Felsen Tobati 3 25
Felsen Tobati 4 25

Auch die vielfach vorhandenen Ziegeleien mit ihren Brennöfen inspizierten wir und waren von der Art und Weise des Brennens beeindruckt.
Ziegelei 1 25
Ziegelei 2 25

Wir hatten die Koordinaten für Hasta la Pasta von deren Homepage übernommen und in unser Tablet eingegeben. Regine wunderte sich schon bei der Anzeige, dass der angebliche Platz irgendwo in der „Wallachhei“ sich befindet. Wir fuhren also los und kamen nach zunächst guter Asphaltstraße bald auf einen Abzweig mit nur noch rotem Sand. Wir fuhren durch Schlaglöcher und unter herunter hängenden Zweigen von Baümen durch unbesiedeltes Land. Ab und zu nur ein Hinweis zu einer Hazienda. Nach fast 20 Km kam auch noch ein Fluss mit relativ stark strömendem Wasser, den wir zu durchqueren hatten. Wir rumpelten und schaukelten uns durch dieses Wasser und waren froh, heil durchgekommen zu sein. Nun waren es zum Platz nur noch gut 7 km. Auch diese durchfuhren wir im Schneckentempo und kamen dann nach gut einer Stunde Fahrt an den Punkt, wo Hasta la Pasta sein sollte. Aber wir erblickten auf der rechten Seite nur eine Weide und auf der linken Seite ein Tor zu einer weiteren Hazienda. Kein Treffpunkt Hasta la Pasta. Da standen wir nun mit unserem Auto und dem Tablet und waren zunächst ratlos. Ich sagte zu Regine: Da kann ich mich nur beim Ablesen der Koordinaten verschrieben haben. Was also nun tun?
Zu unserem Glück kaum von der Hazienda ein Fahrzeug mit Vater und Sohn, wobei der junge Mann sogar ein wenig der englischen Sprache mächtig war. Regine hatte in der Zwischenzeit in einem unserer Reiseführer die Adresse und Telefonnummer von Hasta la Pasta gefunden. Mit diesen Angaben konnte der junge Mann etwas anfangen und er telefonierte auch noch mit Marion der Hausdame von Hasta la Pasta. So konnten wir dann ins Tablet die Adresse eingeben und diese deckte sich auch mit dem Handy von diesem jungen Mann.Wir mussten also den ganzen mühseligen Weg wieder zurückfahren. Na Bravo... Nach wiederum gut 11/2 Stunden kamen wir endlich am richtigen Ort völlig K.O. an. René, der Schweizer Gastwirt und seine deutsche Frau Marion begrüßten uns freudig und hießen uns erst einmal mit einem kühlen Bier herzlich willkommen. Da wir recht durstig waren, kam dieser Willkommensgruß gerade recht. Wir fuhren dann auf unsern Platz und richteten uns häuslich ein. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass ich die Koordinaten nicht falsch notiert hatte, sondern dass sie auf der Homepage mit Gradzahlen, also in einer anderen Schreibweise als auf dem Tablet angegeben waren. Na ja, hätte ja auch gut gehen können.
Hasta la Pasta 1 25
Hasta la Pasta 2 25
Hasta la Pasta 3 25

Am nächsten Tag machten wir dann auf dem vorhandenen Grillplatz ein richtig schönes großes Lagerfeuer und kochten uns in unserem gusseisernen Topf ein richtig gutes Essen.
Lagerfeuer 1 25
Lagerfeuer 2 25
Feuertopf 1 25
Feuertopf 2 25

Da es hier so schön und erholsam war, blieben wir gute 8 Tage. Einen kleinen Wermutstropfen hatte es in diesem paradiesischem Fleckchen doch: Es regnete an drei Tagen Nachmittags derart heftig, dass unser frisch gewaschene Wäsche kaum trocknen konnte. Dazu kam an dem einen Tag auch noch ein richtiges Gewitter mit Blitzeinschlag direkt neben unserem Fahrzeug. Da wir noch an der Steckdose hingen, machte es klick, und unser recht teures Batterieladegerät verabschiedete sich auf ganzer Linie, dass heißt vermutlich Totalschaden. Ich baute das Gerät aus und konnte zwar die durchgebrannte Sicherung tauschen, aber das half nicht wirklich, denn das Ladegerät verweigerte jeden Dienst.

Am Ostersamstag fuhren wir dann mit René und noch drei anderen Gästen auf den deutschen Markt in San Bernadino. (Ungefähr 10 km von Hasta la Pasta entfernt). Hier deckten wir uns mit deutschem Brot und Wurstwaren ein – sogar gute Leberwurst und Kassler und Thüringer Bratwurst kamen in den Einkaufsbeutel.
Am Sonntag machten wir dann in unserem Mobbi ein leckeres Osterfrühstück und Regine verschönerte den Tisch mit den Ostereiern, die wir in Pomerode erstanden hatten.
Osterfrühstück 25

Nach diesen schnell vergangenen Tagen hieß es Abschied zu nehmen, von diesen netten Gastgebern, die wir wirklich lieb gewonnen haben.

Liebe Grüße und natürlich hasta la proxima -

Regine und Wolfgang

06. Bericht - 28. März 2018 – Durch Brasilien 04

06. Bericht – 19. März 2018 – Durch Brasilien 04

Hallo lieber Leser, hier nun wieder der neueste Bericht.

Am Montag (Gilas Geburtstag – von hier noch einmal alle erdenklich gute Wünsche für dich) ging es dann nach fast einer Woche mal wieder weiter.
Nachdem Wasser und Strom getankt waren, sowie die Wäsche fast trocken war, fuhren wir weiter Richtung Foz de Iguazu. Wir mussten auf der autobahnähnlichen Schnellstraße gefühlt alle 75 km ca. 3 € Straßenbenutzungsgebühr bezahlen.
Aber die Straße ließ sich wirklich gut fahren und wir kamen sehr gut voran. Unser nächster Anlaufort war Widmarsum. Beim Bierwit, einem Lokal/Restaurant (leider nur am Wochenende geöffnet), fanden wir einen geeigneten Übernachtungsplatz.
Übernachtung Bierwit 25

Da unsere brasilianischen Reals so allmählich zu Neige gingen, wollten wir in der Bank dieses Ortes uns Geld besorgen. Wir hatten noch 90 € Bargeld, die wir gerne grwechselt hätten. Leider konnten trotz deutschsprachiger Unterstützung einer netten Bankangestellten die Euros nicht den Besitzer wechseln. Auch unsere Master- und Visakarten funktionierten hier in dieser Bank nicht. Im gegenüberliegenden großen Supermarkt wurden wir von einem Deutschen angesprochen, der unser Auto vor dem Markt stehen sah. Er versprach uns Hilfe beim Wechseln des Geldes und kurze Zeit später kam sein Bruder und er wechselte uns zum normalen Bankkurs das Bargeld. Wir bedankten uns sehr, denn nun konnten wir erst einmal weiterfahren und die Straßengebühren bezahlen.
Auf dem weiteren Weg kamen wir an einem Schild mit der Aufschrift Melancia (Melone) vorbei. Wir hielten hier an und erstanden eine über 10 kg schwere frische Melone für umgerechnet ca. 5 €, die der junge Verkäufer eigenhändig für uns abklopfte und uns versprach, dass der Geschmack sehr gut ist.
Melone 01 25
Melone 02 25

Trotzdem gingen wir in der nächst größeren Stadt noch einmal in eine Bank und hier konnten wir – wenn auch nur für 125 € (Tageshöchstabgabe) - brasilianische Reals bekommen.
Für die Nacht suchten wir uns in einer Seitenstraße auf einem Bohnenfeld einen Übernachtungsplatz, der, obwohl er stark von LKW frequentiert war, in der Nacht total ruhig war.
Übernachtung Feld 25

Am nächsten Morgen verspeisten wir dann ein recht großes Stück der Melone, die wirklich zuckersüß und aromatisch war und machten uns wieder auf den Weg.
Melone 03 25

Es ging weiter Richtung Westen an etlichen Mautstationen vorbei, an denen immer höher werdende Beträge zu entrichten waren. Meistens gelang es uns als PKW durchzugehen, aber einmal mussten wir doch den LKW-Preis zahlen, „wegen der großen Reifen“. Ach was!

Gegen Nachmittag verließen wir die Hauptstraße und versuchten, einen schönen Platz zu finden, aber es gab erst mal gar keinen. Also wenden und ab in die entgegengesetzte Richtung. Kurz vor dem kleinen Ort Santa Theresa gab es einen kleinen See, wo wir oberhalb an den Sportstätten stehen blieben. Wir spazierten noch um den See, der vor Fischen wimmelte, aber das Angeln war dort ebenso verboten wie das Baden. Wir hatten noch Spaghettireste vom Vortag und eine wunderbar ruhige Nacht.
Übernachtungsplatz Santa Teresa 25

Als wir am nächsten Morgen zurück auf die Hauptstraße kamen, standen an der Tank- und Raststelle drei große Wohnmobile. Ich wette, unsere Nacht war ruhiger! Ich sagte noch: „Die sehen wir bestimmt alle in Iguazu wieder.“ Wir hatten noch etwa 130 km vor uns, aber ich wollte irgendwie nicht so spät dort ankommen.
Gegen Mittag waren wir am Campingplatz Paudimar und konnten uns ganz entspannt an einem schönen Platz ausbreiten. Neben uns stand ein deutsches Wohnmobil aus Hameln. Wir inspizierten den Platz, richteten uns ein und ich probierte gleich mal den Pool aus. Einfach herrlich und ganz für mich alleine.
Wir machten unsere Wäsche und so nach und nach füllte sich der Platz. Zwischen dem Hamelner und uns standen plötzlich zwei! große Mobile, gegenüber drei riesige Campingbusse und als dann ein Schweizer Mobil noch neben uns sollte, rieten wir ihnen, sich lieber vor uns zu stellen, denn neben uns war es zu eng und wir wollten ja sowieso länger bleiben. Mit den Schweizer und den Hamelnern verplauderten wir den Abend und genossen die nette Gesellschaft. Vielen Dank dafür.
Camping Paudimar 01 25
Camping Paudimar 02 25
Camping Paudimar 03 25

Am nächsten Morgen sollte es die Gelegenheit geben, sich einer Gruppe anzuschließen, die um 9.00 Uhr mit dem Bus zur argentinischen Seite der Fälle fahren würden.
Einem jungen Mädchen, das uns ansprach und sagte, sie sei Studentin aus Berlin und wohne auch auf dem Platz im Hostel, erzählten wir auch davon.

Nach einer ruhigen Nacht wurden wir um halb sieben vom Krähen der benachbarten Hähne geweckt. „Die gehören alle in den Topf“, schimpfte Wolfgang, aber wir mussten ja sowieso früh hoch um bis neun Uhr fertig zu sein.

An der Rezeption trafen wir keine Gruppe, aber unsere Berlinerin, Dorothea, die sich entschlossen hatte mitzufahren. Wir drei hatten einen Kleinbus mit Fahrer für uns alleine. An der brasilianischen Grenze mussten wir uns den Stempel selber holen, aber an der argentinischen erledigte unser Fahrer das für uns. Gegen elf waren wir dann endlich am Eingang des Nationalparks und verabredeten uns mit dem Fahrer für sechs Uhr.

Wie man uns geraten hatte, gingen wir erst einmal zur Bahnstation und fuhren mit dem kleinen offenen Zug zu oberen Station und liefen von dort den Paseo Garganta del Diablo: Den Weg zum Teufelsschlund, der oberhalb der Wasserfälle endet. Sprühwasser umhüllte uns und es bot sich ein gigantischer Ausblick. Tosende Wassermassen, die in kleineren und größeren Fällen 64 bis 82 m in die Tiefe stürzen. Auf dem Weg dahin sahen wir noch ein paar schöne Schmetterlinge und gefräßige Nasenbären mit ihren scharfen Krallen.
Wasserfälle 01 25
Wasserfälle 02 25
Wasserfälle 03 25

Schmetterlinge 25
Nasenbär 01 25
Nasenbär 02 25
Nasenbär 03 25

Nachdem wir uns von dem Anblick losreißen konnten, stellten wir fest, dass wir uns etwas sputen müssen. Erst zurück zur Bahn, auf den nächsten Zug warten und dann wieder zu Fuß zum Treffpunkt für die Jeeps. Unser Termin war 14.00 Uhr und wir schafften es auch gerade pünktlich. Die Jeeps entpuppten sich mehr als geländegängige, offene Busse, die uns eine knappe halbe Stunde durch den Dschungel fuhren, bis zu der Stelle gelangten, wo wir das Speedboot bestiegen. Man bekam wasserfeste Säcke für alles, was möglichst trocken bleiben sollte, und Schwimmwesten und dann ging es in rasender Fahrt durch Stromschnellen zu den Wasserfällen. Man hatte uns schon vorher eine „schöne Dusche“ gewünscht und als sich unsere Mannschaft komplett in Regenzeug gehüllt hatte und dann mitten in die Fälle hineinfuhr, wussten wir auch warum. Platschnass, spätestens nach der zweiten Dusche, waren wir froh, dass wir vorher – unerlaubter Weise – unsere Schuhe ausgezogen und mit in den Sack gesteckt hatten. Zum Glück war es sehr warm und die nasse Kleidung war schon fast wieder angenehm. Zurück zur Anlegestelle, wieder in den „Jeep“ und wieder durch den Dschungel bis zum Abfahrtsort. Mittlerweile war es Viertel nach vier und wir waren durstig. Also schnell eine kleine Bierpause und auf den „lower Trail“ zu den nächsten Wasserfällen. Die gesamten Fälle bestehen aus 20 größeren und etwa 250 kleineren Wasserfällen.
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Wir entdeckten wunderschöne Ausblicke und auf dem Geländer neben mir saß plötzlich ein Tukan in seiner ganzen Pracht. Bevor er jedoch auf ein Foto gebannt werden konnte, flog er fort. Zum Glück nur in den nächsten Baum, so dass wir ihn doch noch erwischen konnten.
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Beglückt und voller toller Eindrücke schafften wir es gerade bis um sechs zum Parkausgang. Was für ein eindrucksvoller Tag! Zum Abschluss gönnten wir uns auf unserem Campingplatz im Restaurant einen Burger und eine Pizza und waren auch bald darauf müde in unserem Mobbi verschwunden.

Wir hatten von Dorothea von einem Vogelpark ganz in der Nähe gehört und uns für den nächsten Tag dazu verabredet. Zuerst gab es aber noch vor dem Frühstück eine Runde im Pool. Sehr angenehm! Einen Campingplatz inklusive Frühstück hatten wir auch noch nie. Ist aber durchaus ok. Liegt wohl daran, dass das Hostel auch mit dazu gehört. Wir vertrödelten dann den Vormittag und machten gegen Mittag auf, Mit dem Motorrad zum Bus an der Hauptstraße. Wolfgang nahm zuerst mich hinten drauf und holte dann Dorothea. Nach einer halben Stunde kam der Bus und brachte uns bis zum Eingang des Vogelparks.
Vogelpark 01 25

Es gab viele Flamingos und Papageien, aber auch Tukane und Greifvögel, heimische Arten und fremde. Wir verbrachten einen schönen Tag dort und waren trotz der Zäune begeistert von den Tieren die wir hier sehen durften.
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Als wir gegen fünf mit dem Bus zurück waren, fing es an zu regnen. Auf dem Motorrad wurden wir doch alle noch etwas nass, aber so richtig doll wurde es erst als wir wieder in unserem Mobbi waren. Wir erlebten bis weit in die Nacht hinein unser erstes Tropengewitter.

Als wir am nächsten Morgen gefrühstückt hatten, uns von Dorothea verabschiedet hatten und weiterfuhren, regnete es immer noch mal wieder. Wir fuhren Richtung Paraguay durch Ciudad del Este, das durch den Rio Parana in eine brasilianische und eine paraguayanische Hälfte geteilt wird. Die Grenzformalitäten waren nicht so einfach: Ein ausgefallener Computer auf brasilianischer Seite und die Schwierigkeit ein Formular für das Mobby und das Motorrad richtig auszufüllen auf paraguayanischer Seite erforderten ihre Zeit. Als wir dann in Paraguay in die Stadt hineinfuhren, erinnerte ich mich, dass ich im Reiseführer gelesen hatte: 'Sie erinnert etwas an Hongkong.' Lauter keine Stände vor riesigen Kaufhäusern für Alles uns Jedes. Es soll eine Hochburg des Handels und des Schmuggels sein.

Liebe Grüße und natürlich hasta la proxima -

Regine und Wolfgang

05. Bericht - 23. März 2018 – Durch Brasilien 03

05. Bericht – 18. März 2018 – Durch Brasilien 03

Hallo lieber Leser, hier nun unser neuester Bericht.

Wir stellten fest, dass wir einen super tollen Platz gefunden hatten: Es gab Wasser, Strom, Toiletten, Wifi, der Platz war gerade und gepflastert und man hieß uns willkommen und sagte, wie könnten das alles nutzen und sollten doch auf jeden Fall am Freitagabend das große Fest zur Wahl der Schönheitskönigin mitmachen.
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Nach einer ruhigen Nacht gingen wir am nächsten Morgen in den Ort, schauten uns das mit Osterbäumen geschmückte Rathaus an und gingen dann weiter, den Schilder „Osterfest“ nach.
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Hier gab es ein Festzelt, viele Läden mit Osterdekoration, Würstchenbuden, Popkorn, Bierstände (Opabier) … Außerdem gab es hier den größten Osterbaum mit ausgepusteten Eiern, der sogar im Guinessbuch stehen soll. In einem Laden entdeckten wir einen hübschen Trachtenrock mit passender Bluse und da die Sachen Regine passten, nahmen wir sie mit. Auf dem Rückweg überraschte uns ein Regenschauer, den wir mit Einkaufen in einem kleinen Supermarkt überbrücken konnten.
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Die Nächte hier waren sehr ruhig, nur am Morgen weckte uns entweder um 7.00 Uhr der Laubpuster oder um 8.00 Uhr die Skater auf der Halfpipe nebenan.
Am Freitagabend, noch bevor das Fest so richtig im Gange war, gingen wir nochmal zum Mobbi, vor dem sich gerade ein großer, fein gekleideter Herr bückte, um unser Nummernschild zu entziffern. Als wir kamen richtete er sich auf und Regine begrüßte ihn: „Schönen guten Abend Herr Schill!“ Da war doch tatsächlich der ehemalige Hamburger Senator als Juror zur Misswahl aus Rio angereist. Jeder ist doch noch zu etwas nütze. Welche Ehre!

Schill 01 25
Schill 02 25

Die Misswahlen in zwei Altersklassen (Mädchen bis etwa 12, 13 Jahre und junge Frauen 18 – Mitte 20) zogen sich bis etwa 23.30 Uhr hin und dann spielte die Kapelle bayrische Musik in immer dem gleichen Rhythmus. Wir tanzten einmal mit und gingen gegen viertel vor eins ins Bett. Glücklicher Weise hatten wir unser Mobbi etwas weiter weggefahren, denn die Musik ging noch bis um 2.00 Uhr.
Misswahl 01 25
Misswahl 02 25
Misswahl 03 25
Misswahl 04 25

Am Samstag fuhren wir mit dem Motorrad einkaufen und durch den Ort, es war jetzt Hochbetrieb am „Osterfest“ und wir waren froh, dass wir uns schon vorher alles in Ruhe angeschaut hatten,

Am Sonntag fuhren wir noch einmal mit dem Mobbi nach Blumenau und kleideten Wolfgang in der Vila Germanica für die kommenden Oktoberfeste zünftig ein. Abends wurde der Grill angeschmissen und wir genossen die Bratwurst, die wir auf dem Osterfest gekauft hatten und Hähnchenkeulen, dazu Avokadocreme und Tomatensalat.

Am nächsten Vormittag wurde Wäsche gewaschen, die Vorräte an Strom und Wasser gefüllt und dann soll es weitergehen.

Liebe Grüße und natürlich hasta la proxima -

Regine und Wolfgang

04. Bericht - 17. März 2018 – Durch Brasilien 02

04. Bericht – 14. März 2018 – Durch Brasilien 02

Hallo Leute und wieder mal viel Spaß beim Lesen des neuesten Berichts:

Am nächsten Morgen wurden wir durch verschiedenartige Geräusche geweckt: Auf der einen Seite zwitscherten uns die brasilianischen Spatzen und sonstige Vögel ihr morgentliches Lied in unser Schlafzimmer und auf der anderen Seite hörten wir Motorengeräusche von Pkw und auch Lkw. Die 7:00-Uhr-Fähre wurde rappevoll beladen. Da stiegen wir dann auch aus unserem Bett und machten erst einmal ein schönes Frühstück. Wir waren noch beim Essen, da legte dann die Fähre ab. Nach dem Frühstück gaben wir dem vorhandenen Lademeister zu erkennen, dass wir mit der nächsten Fahrt mitwollen. „No Problemo“, wurde uns auf portugiesisch gesagt und nach einer guten Stunde standen wir mit unserem Fahrzeug hinter einem mit Holz beladenen riesigen Laster auf dieser erwähnten Fähre.
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Für knapp 25 € wurden wir auf die Halbinsel gebracht. Wir fuhren dann weiter: Immer gerade aus, km für km. Aber eine der Art schlechte Hauptverkehrsstraße bin ich in meinem ganzen Leben noch nicht gefahren. Schlaglöcher und Bodenwellen ohne Ende. Auf dieser Strecke fuhren wir nie schneller als 70 km, was manchmal das Fahrzeug ganz schön zum Stöhnen brachte.

Am späten Nachmittag fuhren wir erneut ans Meer und fanden an einer Seebrücke in Cidreira einen Park- und Übernachtungsplatz direkt am Strand. Hier erfrischten wir uns im Atlantik.
002 13060001 25

Nach einer wirklich ruhigen und fast einsamen Nacht fuhren wir weiter Richtung Itapiruba und fanden erneut am breiten auto- sowie menschenleeren Strand bei herrlichem Badewetter unseren Traumplatz. Zu Abend gab es von mir gemachte Frikadellen die wir bis auf 3 Stück zu Brokkoli auch alle verputzten.
004 13060001 25
003 13060001 25

Mit einem Gläschen kühlen Weißwein genossen wir den herrlichen Sonnenuntergang und waren einfach nur glücklich und zufrieden.
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Die Nacht war dann nicht ganz so ruhig, wie wir gedacht hatten, denn es zog ein Sturm auf, der Regine aus dem Schlaf und unser Mückenrollo aus der Halterung riss. Wir schlossen dann die Fenster und nach etwa einer Stunde hörte das Gerüttel am Mobbi auf und wir konnten ruhig weiterschlafen.


Da wir noch etliche km bis Florianopolis vor uns hatten, hieß es für uns Strecke zu machen. Das Wetter änderte sich und der Himmel bewölkte sich mehr und mehr. Die auf der Karte so kleine Stadt und Insel war riesengroß. Es war nicht leicht, sich hier zurecht zu finden. Wir wollten eigentlich hier übernachten, aber es kam und kam einfach keine Möglichkeit, einen geeigneten Übernachtungsplatz zu finden. Deshalb kehrten wir dieser Insel und der Stadt den Rücken und fuhren noch ein Stückchen weiter. Immer noch kein Parkplatz. So steuerten wir einfach die nächste Kleinstadt (Tijucas) an. Wir fanden schnell noch einen Supermarkt und kauften noch einmal ordentlich ein. Unser Biervorrat war merklich geschrumpft und wir ergänzten ihn. Da es nun doch schon recht spät war, entschieden wir uns an einer Parkbucht zu übernachten. Das war eigentlich ganz lustig, weil in der Parkbucht neben uns die Fahrschulen zwischen Hütchen das Einparken übten.
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Am nächsten Morgen gingen wir noch einmal in den Supermarkt und kauften noch ein 4 kg schweren Stück (¼ einer ganzen) Wassermelone, denn die vorherige war schon wieder aufgegessen. Die Eier konnten wir leider nicht finden und die Verkäuferin verstand Regines Nachfrage „Ovos?“ nicht. Wie im besten Ententanz schlug Regine kurzerhand mit den nicht vorhandenen Flügeln und gackerte dazu. Ein Bild für die Götter, aber die Verkäuferin zeigte ihr, wo die Eier lagen.

Nun hatten wir es nicht mehr weit bis Blumenau. Es lagen nur noch etwa 120 km vor uns. Von Blumenau waren wir überrascht, denn wir hatten uns ein kleines Dorf in den Bergen mit entsprechenden Häusern usw. vorgestellt. Doch wir kamen wiederum in eine recht große Stadt. Zu unserem Glück fanden wir ein Hinweisschild: Villa Germanica. Diesem folgten wir und waren bald in dem touristisch ausgeprägten Vorzeigeort. Wir sahen uns hier um und kehrten zu einer Mittagsjause bei Bier und Hackepeter in ein Lokal ein. Alles sehr lecker.
Hier hatten wir auch endlich mal wieder WLAN und konnten mit unseren Handys mit der Familie Kontakt aufnehmen.
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Im Vorfeld hatten wir uns schon um die Koordinaten für einen Übernachtungsplatz gekümmert und Regine führte uns mit „osmandischer“ Unterstützung zu diesem „Campingplatz“. Der erste Eindruck bei der Einfahrt war: Wir fahren auf einen Schrottplatz, aber dann landeten wir doch auf einer grünen Wiese und die Dusche war prima und erfischend.
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Wir blieben hier eine Nacht und wollten eigentlich uns mit dem Motorrad noch Blumenau weiter ansehen, doch das Wetter änderte unsere Absicht: Es fing wirklich an zu regen und zu gewittern. Ich befestigte das Motorrad wieder auf dem Träger und dann machten wir uns auf nach Pomerode.

Hier stellten wir uns auf den öffentlichen Eventplatz und unterhielten uns auf Deutsch mit dem Platzwart und einigen Leuten, die in der Festhalle Bingo oder Karten spielten. Es soll hier den größten Osterbaum mit echten ausgeblasenen Eiern geben. Was wir alles in Pomerode erleben, erfahrt ihr im nächsten Bericht.

Liebe Grüße und natürlich hasta la proxima -

Regine und Wolfgang

03. Bericht - März 2018 – Durch Brasilien 01

03. Bericht  - März 2018 – Durch Brasilien 01

Hallo Leute, viel Spaß beim Lesen des neuesten Berichts:

Von La Paloma fuhren wir gegen Mittag weiter und kamen an unserem nächsten Ziel Punta del Diabolo gegen 16 Uhr an. Hier in diesem kleinen Ort herrschte noch viel sommerlicher Betrieb. Die kleine Strandbucht war voller badender Gäste. Wir fuhren wieder an unserem uns bekannten Platz und richteten uns häuslich ein.
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Wir gingen auch noch in die Badebucht und nahmen ein erfrischendes Bad im Atlantik. Baden macht bekanntlich hungrig und so machte ich mich daran das Essen vor zu bereiten. Es gab Hähnchen auf Gemüse. Es war wiedermal sehr lecker.
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Nach diesem genussvollem Mahl gingen wir nach dem Eindunkeln noch durch den kleinen Ort in eine kleine Bar. Hier vernichteten wir jeder 2 Caipies und liefen später dann lustig zum Mobbi zurück. Die Nacht war wieder sehr ruhig und gut ausgeschlafen standen wir am nächsten Tag auf.

Nachdem Regine schon mal eine Runde schwimmen war und es zum Frühstück leckeres Rührei gab, machten wir uns weiter auf den Weg und kamen gegen Mittag in Chuy (Grenzstadt von Uruguay und Brasilien) an. Da der Tank fast leer war, tankten wir hier schon mal etwas preisgünstigeren Diesel. Dann fuhren wir direkt zur Grenze, aber die von Uruguay war hier nicht vorhanden. Die netten Beamten erklärten uns, das wir 4,5 km zurückfahren müssen. Wir machten dies und genau nach diesen km befanden wir uns an der Einreisegrenze von Uruguay. Das hier auch die Ausreise erledigt wird erfragten wir bei den vor dem Gebäude sitzenden Beamten. Die Ausreise war innerhalb von 10 Minuten erledigt. Wir versteckten nun noch alle unsere Fleisch- und Milchprodukte sowie das Obst, denn deren Einfuhr ist nicht gestattet und diese Lebensmittel werden beschlagnahmt. Zurück an der brasilianischen Grenze erlebten wir eine fast genauso schnelle Einreise wie die vorherige Ausreise. Kein Beamter wollte unser Fahrzeug inspizieren und wir waren froh darüber. Wir bekamen eine Aufenthaltsgenehmigung fürs Mobbi und für uns von 3 Monaten. Endlich waren wir ganz in Brasilien angekommen. Nach kurzer Weiterfahrt hielten wir an holten alle versteckten Lebensmittel wieder aus dem Untergrund zurück in ihre Welt: dem Kühlschrank und die Obstschale.
Nun hieß es noch ein wenig Strecke zu machen: Unserer nächstes Ziel war Rio Grande. Hier gibt es eine Fähre, die uns auf eine Halbinsel bringt, die wir uns ansehen wollen.
Es ging eigentlich immer nur gerade aus. KM-weit. Aber zwischenzeitlich kamen wir an einem Gebiet vorbei, das uns an Florida erinnerte: Es gab zu beiden Seiten der Straße Wasserkanäle in denen Krokodile, Wasserschweine und Rinder zu sehen waren.
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Nach gut 4 Stunden und fast 300 km kamen wir in Rio Grande an. Dank Osmand-Navigator fanden wir die Fähre auch, aber wir hatten für heute die letzte Fähre um eine halbe Stunde verpasst. Wir mussten also hier in dieser Hafenstadt übernachten. Leider fanden wir keinen wirklich vertrauenswürdigen bzw. schönen Parkplatz. Wir stellten uns auf einen freien Platz in der Nähe der Fähre und gingen zurück zum Fähranleger, um uns nach den Fahrzeiten zu erkundigen. Vor dem Anleger stand ein Mann an seinem Auto und wir kamen mit unserem „perfekten Portugiesisch“ mit ihm Gespräch. Er sagte uns, dass es nicht gut sei, auf dem Platz zu stehen – „gefährlich“ hatte ich verstanden und riet uns, uns dichter an die Fähre zu stellen, dort gäbe es Bewachung. Er hatte das Kreuz an Regines Hals gesehen und sagte uns, dass er katholisch sei und sich um uns sorgen würde. Die eigentliche Fähranlage war ein eingezäunter Bereich und hatte noch freie Stellplätze, direkt neben einigen Booten. Wir sagten so zu uns, hier wäre es schön und auch sicher zu übernachten. Als wir da so rumstanden, kam ein Mann aus dem Fährgelände, der uns letztendlich zu verstehen gab, dass er mal für uns fragen würde, ob wir hier nicht mit dem Mobbi stehen könnten. Schlussendlich wurde uns dies gewährt und so kommen wir zu einem hoffentlich ruhigen und sicher bewachten Übernachtungsplatz.
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Wir machten uns die Hähnchenreste warm und saßen gerade schon am Tisch, als es an der Mobbitür klopfte. Unser katholischer „Freund“ hatte uns seinen Pater geschickt und wir luden ihn zu uns ins Mobbi. Wir konnten uns mit ihm auf Englisch unterhalten und er erzählte uns, dass er die LKW-Fahrer betreut, die hier auf die Fähre warten und lud uns zum Abendessen mit ein, was wir danken ablehnen mussten, da wir schon satt waren. Nach einem kurzem Gespräch ging er wieder. So lernt man Leute kennen.
Was wir weiter erleben erfahrt ihr mit dem nächsten Bericht.

Hasta la proxima
Regine und Wolfgang

02. Bericht März 2018

Bericht 02 - 08. März 2018 – Der Weg nach Iguazu


Hallo Leute, viel Spaß beim Lesen des neuesten Berichts:

Nachdem wir all unsere Fahrzeuginstallationen durchgeführt hatten, sind wir am 06.03.2018 weiter an der Küste entlang gefahren Richtung Atlantida. Hier haben wir uns durchgewuselt und bei movistar schnell noch einen wieder aufladbaren Stick für unser TP-Link-Gerät gekauft. Nun sollte es mit dem Internet klappen. Danach sind wir ans Meer gefahren und haben uns einen schönen Übernachtungsplatz gesucht.
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Als wir am nächsten Morgen wach wurden, schien schon die Sonne von einem strahlend blauen Himmel herunter. Nach dem Frühstück machten wir dann Sport, denn neben unserem Parkplatz gab es diverse Sportgeräte, die jeder frei benutzen durfte. Regine vorne weg ging gleich ganz schnell zur Sache und probierte jedes Gerät aus. Ich denke die Bilder zeigen unsere sportiven Aktivitäten.
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Danach machten wir uns weiter auf den Weg und fuhren an der Küste entlang in nördlicher Richtung.

In der Stadt Punta del Este war schon viel Betrieb, denn ein riesiges Kreuzfahrtschiff war in der Bucht vor Anker gegangen. Schön anzusehen, aber damit zu cruisen ist nicht so ganz unsere Welt.
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Wir durchfuhren diese Stadt sehr schnell, denn wir waren ja schon mal hier und konnten uns an den Weg durchaus noch erinnern. Wieder ging es über die wundervolle geschwungene Brücke und wir waren begeistert. Gegen Nachmittag erreichten wir dann La Paloma und fuhren hier wieder in die Nähe des Leuchtturms, wo wir eine ruhige Nacht - nur mit Meeresrauschen untermalt - hatten.

Hasta la proxima
Regine und Wolfgang

01. Bericht - 29. Februar 2018März 2018

01. Bericht -  29. Februar 2018 - Rückflug nach Montevideo 


Hallo und seid wieder recht herzlichst gegrüßt von den beiden Weltenbummlern Regine und Wolfgang.

Nach nun knapp 2 ½ Monaten Aufenthalt in Deutschland sind wir wieder zurück in Uruguay und werden mit unserem Mobbi unsere Südamerika-Reise fortsetzen.
Wir hatten einen super ruhigen Flug und konnten diesmal in der Nacht auch einigermaßen schlafen. So hatten wir nicht viel mit Müdigkeit zu tun, als uns Timo am Flughafen abholte. Er fuhr mit uns dann auch gleich noch in den nächsten großen Supermarkt, wo wir uns mit frischen Lebensmitteln eindeckten.
Unser Wohnmobil hat es gut gehabt hier bei Felix und Timo, denn die beiden jungen Männer haben ganze Arbeit geleistet und einen kompletten Service an unserem Fahrzeug durchgeführt. Zusätzlich wurde der rechte Tank um gut 5 cm tiefer gelegt und die Tankkonsolen dabei gleich noch entrostet und verzinkt. Auch der Dachträger wurde sandgestrahlt und verzinkt, sodass der Rost nun keine Chance mehr hat unangenehm tätig zu werden. An der Rückseite des Fahrzeugs hat Timo noch zusätzliche Rückleuchten angebaut (notwendig für Südamerika).
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Schnell fühlten wir uns hier wieder wohl und schon am nächsten Morgen genossen wir unser erstes Frühstück mit den eingekauften Lebensmittln.
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Am Freitag (02.03.) wurden wir dann abends zum gemeinsamen Essen eingeladen. Den kleinen Aris (Sohn von Felix) schlossen wir schnell in unser Herz.
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Es gab einen leckeren Fleischtopf mit geschmorter Lende und Paprika-Pilzgemüse. Danach entfachte Felix noch ein Lagerfeuer um das wir uns setzen und den auch feucht-fröhlichen Abend ausklingen ließen.
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Am Sonntag haben wir dann das erste Mal unseren neuen Grill ausprobiert. Dieser Grill ist recht klein zusammen zu packen und ist total aus Edelstahl. Wir hatten uns im Supermarkt schönes Entrecote besorgt und das legte ich dann auf diesen Grill. Dazu gab es frisch gebackenes Dinkel-Brot und herrlich gekühlten Chardonay. Uns geht es hier blendend.
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Bild 009 Grillen bei Timo 25
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Hasta la proxima
Regine und Wolfgang