Südamerika 2018 (2)

Im Oktober 2018 beginnt der dritte Teil unserer Südamerikatour. Die aktuellen Reiseberichte findet ihr hier.

Südamerika Dezember 2018 - Bericht 7

Bericht 7 – Dezember 2018 - Abschlussbericht

Hallo liebe Freunde,
hier nun unser letzter Reisebericht der diesjährigen Südamerika-Reise

Nach 3 Tagen auf dem freien Stellplatz in Bariloche machten wir uns dann auf und fuhren gegen Mittag gemütlich die 120 km nach El Bolson. Dort angekommen suchten wir den von einem anderen Traveller empfohlenen Campingplatz Cerveceria El Bolson auf. Das Tor war noch verschlossen, aber wir sahen Leute in der Nähe der sich dort linker Hand befindenden Cabanas. Also öffneten wir das Tor und fuhren hindurch auf den Platz. Er sah alles irgendwie schmuddelig, verlassen und abgewirtschaftet aus. Wir gingen zu der einen Frau an den Cabanas und fragten sie, was denn die Übernachtung kostet und sie verlangte 500 Pesos – also etwa 11 €. Da wir keine Lust mehr hatten weiter zu fahren, blieben wir also stehen und nachdem wir unseren endgültigen Platz bezogen hatten, machten wir unser Abendessen und bewunderten noch ein paar Vögel, die wir aus unserem Mobbifenster gut beobachten konnten. Wir können aber diesen Campingplatz so - in seiner jetzigen Form - nicht zum Besuchen empfehlen.
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Am nächsten Tag verließen wir schnell diesen Campingplatz und fuhren noch bei der YPF-Tankstelle vorbei, wo ich unseren Reservekanister mit Diesel auffüllen wollte. Aber leider hatte die Tankstelle keinen Strom und so gingen wir leer aus. Auch eine andere Tankstelle in diesem Ort konnte uns nicht mit Diesel versorgen und so machten wir uns wieder auf den Rückweg zur Ruta 40. Wir kamen wieder an der ersten Tankstelle vorbei und nun hatte sie wieder Strom und wir konnten unseren Kanister füllen.

Nun war es nicht mehr all zu weit zu unserem Endplatz und nach einer halben Stunde standen wir vor dem Tor von Claudia und Klaus. Hier stellten wir unser Fahrzeug ab und wurden von einigen Traveller, die wir schon in Paraguay getroffen hatten begrüßt. Nachdem wir Klaus dann persönlich kennengelernt hatten, stellten wir unser Fahrzeug auf einen einigermaßen geraden Platz auf einer Wiese ab.

Wir genossen hier die ruhige und friedvolle Atmosphäre und fragten Klaus, ob das alles seine Schafe und Lämmer sind, die hier frei herumliefen. Er sagte ja und so fragte ich, ob wir nicht mal ein Asado mit einem Lamm machen könnten. Er sagte ja und so wurde am nächsten Abend ein Lamm geschlachtet und am Samstag dann an ein Eisenkreuz befestigt und an das offene Feuer (Feuerstelle befindet sich in der Nähe von einem Fluß) gebracht. Hier richteten Klaus und ich das Grillgut richtig aus und das Fleisch wurde nach einiger Zeit sichtbar braun. Wir drehten das Grillgut dann noch einmal um, so dass das Fleisch auch von der hinteren Seite gut gegart wurde.
Nach 3 Stunden war es dann endlich so weit: Das Lamm war gar und wir konnten uns zum Essen zusammenfinden. Mensch hat das geschmeckt. Und wir haben es mit 10 Leuten nicht geschafft, es ganz zu vertilgen.
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Am Mittwoch den 12. Dezember verabschiedeten wir uns dann von diesem Refugium und Claudia brachte uns nach El Bolson zum Bus. Dieser brachte uns dann in zwei Stunden zum Busbahnhof in Bariloche. Dort nahmen wir ein Taxi und fuhren zum Airport. Der Check-In war schnell gemacht und so begann unser Flugabenteuer. Nach planmäßigem Abflug und Landung kamen wir gegen 20 Uhr in Buenos Aires an. Ein öffentliches Taxi brachte uns in gut 50 Minuten zu unserem Hotel und wir wurden von dem Besitzer auch schon erwartet. Die Nacht war ruhig und am nächsten Morgen brachte uns ein Taxi zurück zum Flughafen. Wir checkten auch hier ohne Probleme ein und nahmen auf unseren Sitzen Platz. Wir wunderten uns nur, warum wir nicht los flogen. Nach 10 Minuten kam dann die Durchsage, das unser Abflug sich um 1 Stunde verzögern würde, da eine kräftige Gewitter-/Regenfront einen Start nicht erlaubt. Endlich, nach eineinhalb Stunden Warterei im Flieger hob unsere Maschine endlich ab und es ging Richtung Nordamerika. Wir kamen in Toronto an und wurden dort schon vom Flughafenpersonal erwartet. Unseren gebuchten Flug nach München konnten wir vergessen – wir wurden nach Dublin umgeleitet und von dort ging es dann erst wieder am Nachmittag weiter direkt nach Hamburg. Wir kamen somit also am Freitag, den 14. Dezember um 18:30 Uhr in Hamburg wieder an und wurden von unserer Tochter Nathalie und unserem Enkel Julian abgeholt.
In Hamburg war aber unser Gepäck leider nicht angekommen und so mussten wir dieses am entsprechenden Gepäckschalter reklamieren.
Nach 3 Tagen kam dann die erste Tasche von Regine an und nach weiteren 2 Tagen erhielt ich meine Tasche wieder zurück.
Nun geht es dann erst im Februar des neuen Jahres wieder zurück nach Argentinien und wir werden dann unsere Reise fortsetzen.

Bis dahin euch allen ein schönes, friedliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Herzlichst Regine und Wolfgang

Südamerika November/Dezember 2018 - Bericht 6

Bericht 6 – November/Dezember 2018

Hallo liebe Freunde,
hier nun unser vermutlich letzter Reisebericht

In Frutillar hielten wir kurz an und suchten den Supermarkt auf um unsere Vorräte wieder mal zu ergänzen. Auch nahmen wir noch den leckeren chilenischen Rotwein mit, der uns hier besonders gut geschmeckt hatte. Dann ging es zur Autobahn und wir fuhren nun erst einmal etwa 60 km Richtung Norden zurück und bogen dann kurz nach Osorno nach rechts und somit Richtung Osten ab. Wir mussten über die chilenische Grenze, die lag auf einem Pass von etwa 800 m Höhe. Wir wurden schnellstens an der Grenze abgefertigt und konnten uns nun zur argentinischen Grenze aufmachen, die etwa eine Stunde Fahrtzeit entfernt sein sollte. Auch hier wurden wir schnell und unkompliziert abgefertigt und setzten die Reise fort. Es ging nun noch einmal höher über den Pass. Mobbi fing wieder an, nicht richtig das „Gas“ anzunehmen und so fuhren wir im allerersten Gang mit etwa 5 Stundenkilometern den Berg bzw. die Serpentinen hoch. War schon ganz schön nervig diese Fahrerei. Auf der Passhöhe hielten wir dann kurz an und schauten uns um. Aber es gab nichts großartiges zu bestaunen. Wir fuhren weiter und nun ging es nur noch bergab. Für Mobbi kein Problem. So fuhren wir bis Villa La Angostura und kamen vor Sonnenuntergang dort an. Auf einer großen Parkfläche im Wald fanden wir einen geeigneten Übernachtungsplatz. Hier tranken wir im Restaurant, das sich am See befand noch einen Sundowner (Gine: Gin Tonic und Wolfi: Stella Artois Cerveza un Litro) und dies nun wieder zu moderaten Preisen.
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Nun waren es nur noch ca. 100 km nach Bariloche, das wir am nächsten Tag wieder anfuhren.
Gine hatte einen Campingplatz in Colonia Suiza (20 km von Bariloche entfernt) aufgetan, den wir nun aufsuchten. Er hatte zum Glück auch auf und so blieben wir hier 3 sonnige Tage lang, denn es galt einmal wieder Wäsche zu machen, zu grillen und richtig zu relaxen. Gutes Internet war auch vorhanden, so dass wir unsere Homepage wieder auf den neuesten Stand bringen konnten.
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Nach 3 Tagen der Entspannung fuhren wir am Sonntag Mittag (in Deutschland feiert man gerade den ersten Advent) nach Bariloche zurück zu dem Platz, den wir beim ersten Besuch mit Johnny und Marleen schon aufgesucht hatten. Wir wollten am Abend noch einmal richtig gut Steak essen gehen und so suchten wir wieder das Restaurant El Boliche de Alberto auf, denn hier kann man richtig gut Steaks (Lomo Grande - Rinderfilet - hatten wir bestellt) essen. Am heutigen Sonntag war es bedingt durch den ersten Advent nicht ganz so voll. Aber wir kamen satt und zufrieden wieder am Mobbi an und hatten eine richtig gut Nacht.

Wir blieben noch 3 Tage auf diesem Platz, denn es war richtig gutes Sommerwetter und so bummelten wir noch viel durch die Straßen dieser kleinen Stadt. Der Blick über den See auf die Berge und die Kirche ist einfach nur schön und die herrlichen Wildblumen ließen ihr gelbes Blütenkleid gerne mit der Sonne um die Wette leuchten.
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Am Mittwoch fahren wir dann zu unserem Endplatz nach El Bolson und am 12. Dezember geht es erst noch nach Buenos Aires mit einer Übernachtung, bevor wir dann am Abend des 13. Dezembers nach Deutschland aufbrechen werden.

Herzlichst Regine und Wolfgang

Südamerika November 2018 - Bericht 5

Bericht 5 – November 2018

Hallo liebe Freunde,
hier nun unser vorletzter Reisebericht

Von Carlos – bei dem wir wieder typische ungezwungene südamerikanische Gastlichkeit erfuhren – machten wir uns auf den Weg nach Valparaiso. Der Name dieser Stadt klingt schon sehr schön und so waren wir auf die Stadt mit dem paradiesischen Namen gespannt. Claudia und Daniel hatten schon einen Campingplatz in der näheren Umgebung ausgemacht, der in Horcón lag und zu diesem fuhren wir dann. Da es eine nicht allzu lange Fahrstrecke war, kamen wir noch am frühen Vormittag dort an.
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Wir richteten uns häuslich ein und da sich bei Regine seit Tagen verstärkt Zahnschmerzen bemerkbar machten, beschlossen wir, in dem nächstgelegenen Ort - ConCon - am selben Tag noch einen Zahnarzt aufzusuchen. Die Campingplatzbetreiber besorgten uns einen Termin und um kurz vor 13 Uhr waren wir nach einer abenteuerlichen Busfahrt in der Praxis. Zum Glück konnte der Zahnarzt Englisch, so dass die Verständigung nicht allzu schwierig war. Ich erklärte ihm, dass dass mein wunderschön überkronter Schneidezahn seit einigen Tagen mal mehr und mal weniger klopfempfindlich war. Also schlug er vor zu röntgen und danach legte er mit einem langen Bohrer den Wurzelkanal frei. Wir hatten besprochen, dass er die Behandlung beginnt und ich die Vollendung dann zu Hause machen könnte. Er verschrieb mit noch ein Antibiotikum, falls die Entzündung nicht bis zu Hause Ruhe geben würde und dann war ich entlassen. Wir gingen danach mit Claudia noch in ein Fischrestaurant – wo es für Claudia zum Glück auch etwas anderes zu Essen gab – aber wir beide ließen uns den Fisch (wirklich nicht eine Gräte) schmecken.
Anschließen wagten wir uns dann in das nächste Busabenteuer und gelangten nach Valparaiso. Wir stiegen aus und fuhren mit einer Seilbahn (sah für uns eher aus wie ein Aufzug)
in den oberen Teil der Stadt. Hier bestaunten wir hübsche bunte Häuser und wirklich schöne und ausdrucksvolle Grafitties.
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Am späten Nachmittag machten wir uns dann auf den Heimweg und kamen nach gut 1 ½ Stunden anstrengenden Busfahrten (mit umsteigen) bei Daniel am Campingplatz an. Er hatte zwischenzeitlich bei seinem Fahrzeug alle Öle gewechselt. Wir machten dann noch ein gemeinsames „Nachtessen“, denn am nächsten Tag sollten sich unsere Wege wieder trennen.
Wir frühstückten ein letztes Mal zusammen und fuhren dann zurück Richtung Süden.
Bis zu diesem Tag war unser Mobbi einwandfrei und problemlos gelaufen. Heute an einer Mautstelle ging er allerdings aus und sprang nicht wieder an. Wir blockierten für die nächsten 2 Stunden diese Mautstelle und sorgten für einen kilometerlangen Stau. Wie aus dem nichts erschienen plötzlich Leute von der Straßenwacht oder ähnlichem. Sie versuchten unser Fahrzeug zum Laufen zu bringen, aber ohne Erfolg, denn ich hatte schon versucht die Dieselleitung zu entlüften. Aber es kam kein Diesel am Filter an. Dann erschien ein Abschleppwagen und der zog uns dann aus der Mautstelle heraus. Die gleichen Helfer brachten mich dann zu einem Automechaniker, der kurz vor der Mautstelle seine Werkstatt hatte. In der Zwischenzeit verabschiedete sich der Abschlepper von Regine und wünschte ihr eine gute Weiterreise. Er sagte noch, dass wir den Mechaniker aber bezahlen müssten. Der Mechaniker kam kurze Zeit später mit mir zu unserem Fahrzeug und schraubte den Filter ab. Auch er versuchte vergeblich Diesel aus dem Tank zum Filter zu pumpen. Kein Diesel kam an, obwohl der Tank voll genug war. Wir kamen auf eine Idee: Wir legten eine neue Dieselleitung direkt vom Tankgeber zur Pumpe. Und siehe da, der Diesel ließ sich wieder fördern. Somit kamen wir zu dem Schluss, dass das Magnetventil verstopft sein muss und keinen Diesel durchlässt. Jedenfalls sprang das Mobbi bald wieder an. Wir waren sehr glücklich, denn so konnten wir die Reise fortsetzen. Der Mechaniker wollte 25.000 Pesos (etwa 34 €) für die zwei Stunden Arbeit und das war der einzige Betrag, den wir zu zahlen hatten, denn auch die Leute von der Straßenwacht waren mit einem Händedruck wieder abgefahren.
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Da es schon recht spät war, fuhren wir auf den Campingplatz Los Puentes, auf dem schon vorher gewesen waren und erholten uns von den Aufregungen.
Am nächsten Tag ging die Fahrt ohne Zwischenfälle weiter nach Talca, wo wir bei der Hotelanlage Casa Chueca in sehr schöner Umgebung für ca. 13 € stehen durften.
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Der nächste Übernachtungsplatz auf der langen Strecke gen Süden war dann Camping Paraiso
am Rio Chillan. Hier waren wir fast alleine auf einem riesigen Gelände mit Schwimmbad, aber leider kalten Duschen. Wir blieben auch nur eine Nacht und staunten ein wenig darüber, was die Leute alles als „Paradies“ empfanden.
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Wir machten uns weiter auf den Weg Richtung Süden und kamen am Abend auf einen Campingplatz, der für uns die einzige Möglichkeit in der Gegend war, nachdem der Platz, den wir eigentlich ansteuern wollten, sich als Getreidefabrik entpuppte. Dieser Campingplatz war von den Platzverhältnissen her sehr, sehr begrenzt und eng. Trotzdem wagten wir es ihn anzufahren.
Es ging in einen dunklen Waldweg hinein und wir mussten über eine Brücke (immerhin für 15 t ausgelegt) fahren, Dann standen wir vor einem Tor. Wir passten gerade so hindurch. Der Betreiber sagte: „Alles kein Problem und o.k., da könnt ihr euch einen Platz suchen.“ Es waren aber nur 2 Plätze vorhanden. Den 3. vorhandenen belegte ein netter Österreicher mit einem Fahrzeug der Größe Jeep. Ich fuhr also rückwärts in die freie Parkbox und mit Unterlegkeilen kamen wir einigermaßen zum geraden Stehen. Ungefähr 3 Meter vor uns rauschte ein reißender Fluß vorbei und 3 riesige Bäume begrenzten zudem unseren Manöver-Radius. Schnell dunkelte es in dieser Umgebung ein und wir machten uns auch alsbald zu Bett. Am frühen Morgen hatte es nur 5 Grad und gerade heute morgen wollte unsere Dieselheizung – aus welchen Gründen auch immer? - nicht anspringen. Also musste ich den mitgeführten kleinen Elektro-Heizkörper anschließen, um es im Mobbi zum Frühstücken einigermaßen warm zu haben. Nach dem Frühstücken ging die Rangiererei dann los. Zum Fluss hin war der vorhandene Patz räumlich doch sehr begrenzt und auch noch mit nassem rutschigem Gras bewachsen. Das machte die Rangiererei nicht einfacher. Ich fuhr vorwärts nach links aus unserer Box heraus, rechts wäre ich auch an den vorhandenen Bäumen nicht vorbeigekommen. Da die Österreicher schon vor uns weggefahren waren, fuhr ich an deren Box weiter vorbei und dann rückwärts in diese Box hinein. Dann konnte ich vorwärts ein Stück zum Fluß hinunter fahren und versuchen durch rangieren das Fahrzeug nach rechts zu manövrieren. Als ich das zweite Mal rückwärts und schräg in die Box wollte, dreht ein Rad durch und ich kam nicht vom Fleck weg. Also Allrad zuschalten und dann kam ich Gott sei Dank schräg in die Box und konnte endlich rechts herum steuern und den Weg in Angriff nehmen, den wir gestern hereingefahren waren. Ich hatte vorsichtshalber noch alle Sperren des Fahrzeug eingelegt und so konnte ich auch über eine glitschige Baumwurzel fahren, die sonst durchaus ein Hindernis gewesen wäre. Regine wies mich nach Kräften ein und sagte mir zum Glück genau, wie viel Platz wir an den engen Stellen immer noch hatten. Kurzum, irgendwann war ich dann an der Eingangspforte und hier ging es erst einmal nicht weiter. Gestern beim Reinfahren hatte ich die Flügel des Tors mit dem Aufbau ein bisschen tuchiert. Hatte ich gar nicht bemerkt. Jetzt heraus war erst einmal so nicht möglich, denn Schottergestein engte das rechte halbe Tor so ein, dass wir nicht herauskamen. Aber wir haben ja eine Schaufel an Bord. Also diese genommen und die händischen Erdbewegungen begannen. Nach etwa 5 Minuten war das Schottergestein von mir entfernt, und das Tor ließ sich um 10 cm weiter aufmachen. Nun waren wir nicht mehr gefangen und konnten diesen engen Campingplatz verlassen. Abenteuer pur.
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Von hier aus ging es dann auf der Autobahn weiter Richtung Süden. Wir wollten noch einmal nach Pucon, wo wir ja schon einmal waren. Wir kamen über Villarica und sahen schon hier den Vulkan Villarica in seiner majestätischen Pracht.
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Es waren nun nur noch 25 km nach Pucon und hier fanden wir in dem wunderschönen Örtchen direkt am Wasser ein Traumplätzchen. Auch von hier konnten wir den Vulcan bewundern. Traumhaft. Wir liefen ein wenig am Wasser herum und kein Mensch störte sich daran, dass wir die Parkplätze der PKW's mit unserem Mobbi belegten. Auch die vorbeifahrende Polizei störte es nicht, dass wir hier standen und wir hatten zwei wundervolle, ruhige Nächte. Abeds gingen wir hier noch in ein Lokal und tranken Pisco Sour und Caipi.
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Am nächsten Tag konnten ich noch einen wunderschönen, farbenprächtigen Vogel aus nächster Entfernung bewundern.
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Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zu den Termas Geometricas. Die hatten uns schon verschiedene Leute wärmstens empfohlen. Der Weg dorthin war bis auf das letzte Stück von etwa 18 km (Schotterpiste mit Baustelle)gut zu befahren und sehr hübsch. Wir kamen gegen Mittag an und zahlten dann den doch recht happigen Betrag von 28000 Pesos pro Person (etwa 35 €). Dafür bekamen wir aber auch eine grandiose Thermaleinrichtung (incl. Handtüchern) geboten und wir waren echt begeistert von diesr Einrichtung. Wir verbrachten in den zum Teil wirklich heißen Becken – bis zu 42° Celsius - den gesamten Nachmittag, und machten uns erst auf den Rückweg als unsere Haut allzu schrumpelig wurde.
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Wir hatten uns schon vorher einen geeigneten Übernachtungsplatz in dieser Gegend ausgesucht, den wir nun ansteuerten. Am Platz von Conaripe Christo Negro standen wir direkt am Wasser eines Sees und hatten wieder mal eine ungestörte Nacht.


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Am nächsten Tag setzten wir unsere Tour Richtung Süden fort und kamen über die Stadt Osorno und Frutillar in die Nähe des pitoresken Vulkans Osorno. Schon von weitem konnten wir ihn in seiner majestätischen Ausstrahlung sehen. Leider änderte sich das Wetter, so dass Osorno sich versteckte. Wir hatten uns wieder mal einen Platz ausgesucht, den wir aber wegen verschlossener Pforte nicht benutzen konnten. So fuhren wir auf Schotterpiste noch einige km weiter und kamen bald an einen großen freien Platz neben einer Fischereianlage. Wir eroberten diesen Platz und stellten uns zum Abendessen auf. Kurze Zeit später kam auch schon der Besitzer des Grundstücks und sprach uns in schönstem Hochdeutsch an, ob wir den Besitzer um Erlaubnis zum Betreten des Grundstücks gefragt hätten. Wir verneinten und so kam es, dass er sich als Eigentümer zu erkennen gab und so konnten wir ihn fragen (grins), ob wir denn hier für die Nacht stehen könnten, was er uns gerne bewilligte. So lernten wir den älteren Herrn Alfons Scheel kennen. Er schimpfte über die Leute, die alles liegen ließen und ihren Müll einfach auf seinem Grundstück entsorgten. Wir hatten auch hier eine erholsame ruhige Nacht und verabschiedeten uns am nächsten Morgen von Alfons. Vielen Dank, dass wir hier übernachten durften.
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Wie es weitergeht erfahrt ihr dann im letzten Bericht unserer Reise.

Herzlichst Regine und Wolfgang

Südamerika November 2018 - Bericht 4

Bericht 04 – November 2018

Hallo liebe Freunde,
hier nun wieder unser neuester Reisebericht.

Wir fuhren von Pucon auf der Autobahn Richtung Norden. An den Bezahlstationen mussten ich jedesmal darauf hinweisen, dass wir kein Camion (Lastwagen) sind, sondern ein Casa Rodante (Wohnmobil). Dann brauchte ich nur die Hälfte der Autobahngebühr zu entrichten. Manchmal brauchte es doch all meinen Charme, aber es klappte immer wieder. An diesem Tag gelangten wir nach Lautaro. Hier konnten wir den angestrebten Campingplatz nicht aufsuchen, denn die zu überfahrende Brücke war nur ein einziges Klappergerüst. Daniel hätte mit seinem leichteren Fahrzeug diese Hürde genommen, aber wir trauten uns mit Mobbi nicht darüber. Auch ein aufgesuchter Stadtpark erwies als nicht geeignet, denn er war geschlossen wegen umgestürzter riesiger Bäume. Allerdings machte sich hier ein junger Mann die Mühe und rief bei einem kleinen privaten Zoo an. Dort konnten wir hinkommen. Er machte sich sogar noch mehr Mühe und fuhr vor uns her, bis wir den Zoo erreichten. Hier wurden wir von Hunden und der Hausdame begrüßt und mussten auch noch gleich eine Führung durch diesen wirklich kleinen Zoo über uns ergehen lassen. Ein junger Hund hatte es uns angetan und er wich gar nicht mehr von unserer Seite. Bald gingen wir schlafen und hatten eine ruhig Nacht. Am nächsten Morgen weckten uns Papageiengeschnatter und Gebell. Als wir die Tür öffneten, saß der kleine Hund schon vor unserer Tür und schaute uns mit großen Augen an. Er war so süß, dass er von uns eine Wurst bekam, die er auch gierig verschlang. Ich glaube, er war traurig als wir abfuhren.
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Von diesem kleinen Privatzoo ging es dann weiter und am Nachmittag gelangten wir zu Juli und Egon und deren Familie. Es sind Bekannte von Claudia und Daniel und wir alle wurden ganz herzlich begrüßt. Hier konnten wir für die Nacht gut stehen und unterhielten uns mit den netten Gastgebern bis zum späten Abend. Ein gemeinsames Abendbrot beschloss diesen Tag.
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Am nächsten Tag verabschiedeten wir uns nach einem gemeinsamen Frühstück (liebe Gastgeber, nochmals ein herzliches Dankeschön für eure aufrichtige Gastfreundschaft) und fuhren weiter Richtung Norden. Wir besuchten ein Weingut, wo wir eine Weinprobe machten. Das Weingut heißt Neyen und ist für hoch preisigen, aber wirklich guten Wein bekannt. Wir konnten auch hier mit unseren Fahrzeugen übernachten. Wir machten dann eine kleine Weinprobe und der Rotwein, der vorgestellt wurde, war sehr, sehr lecker. Als wir jedoch dann den Preis für die Flasche erfuhren, verschlug es uns die Sprache: Die ¾ L Flasche kostete 55 €. Wir nahmen eine Flasche mit und teilten uns diesen Betrag. Wir wollten sie gemeinsam trinken, wenn sich unsere Wege trennen würden.
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Zürück am Mobbi sahen wir auf dem angrenzenden Rasenstück eine richtig große Vogelspinne. Wir konnten sie ausgiebig bestaunen und waren voller Freude, sie so hautnah erleben zu können.
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Am nächsten Morgen durften wir alle die warme Dusche benutzen, die extra für uns aufgeschlossen wurden, und taten dies auch ausgiebig. Dann ging es weiter denn wir waren gar nicht mehr weit von Santigao de Chile entfernt. Der angestrebte Campingplatz (Camping Los Puentes) lag etwa 50 km von der Hauptstadt entfernt. Diesen suchten wir auf und stellten unsere Fahrzeuge erst einmal auf eine große Wiese. Claudia hatte über den Campingplatzbetreiber ein Taxi für uns organisiert und so fuhren wir an diesem Nachmittag noch nach Santiago hinein. Eine riesige Metropole. Wir waren zufrieden, dass wir nicht selbst fahren mussten. Da wir alle großen Hunger hatten, gingen wir ins Grillrestaurant Las Vacas Gordas. Hier ließen wir uns Vorspeisen und Hauptgerichte richtig gut schmecken.
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Danach spazierten wir noch durch die Stadt zum Berg der Verliebten. Leider wurde er gerade geschlossen, als wir dort ankamen. Da wir Durst und Zeit hatten, tranken wir ein Bier auf dem großen Platz bei der Kathedrale. Um kurz vor 22 Uhr holte uns dann das Taxi wieder ab und brachte uns wieder zum Campingplatz zurück. Das Taxi brauchte für diese Strecke fast eine ganze Stunde.
Am nächsten Tag beschlossen wir zeitig aufzustehen und mit dem öffentlichen Bus in die Stadt zu fahren. Allerdings mussten wir 2,7 km bis zur Bushaltestelle laufen. Der Bus kam kurz nachdem wir die Haltestelle erreicht hatten. Klasse. Nach ca. 1 ½ Stunden waren wir dann preiswert irgendwo in der großen Metropole. Wir fuhren mit der U-Bahn etwa 6 Stationen und stiegen dann in der Nähe des Bergs aus. Heute Mittag war noch nicht so viel Andrang und wir konnten auf den Berg hinauf laufen.
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Oben angekommen, durften Regine und Daniel einer jungen Studentin ein Interview auf englisch geben. Die Studentin machte eine Umfrage, die sie für ihr Studium benötigte.
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Danach bummelten wir noch weiter durch die Stadt und gingen eine Kleinigkeit essen. Danach wurde ein wenig durch die Kaufhäuser spaziert und hier und da was eingekauft. Am frühen Nachmittag riefen wir wieder das Taxi und ließen uns nach „Hause“ chauffieren. Zurück am Campingplatz machte Daniel ein Asado mit einem richtig großen Rinderfilet. Hierzu ließen wir uns dann auch die Flasche Wein aus Neyen schmecken. Welch ein schöner Ausklang an diesem Abend.
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Tags darauf verabschiedeten uns die Campingplatzbetreiber mit der südamerikanischen Herzlichkeit. Alle wurden umarmt und mit Küsschen verabschiedet.
Es ging weiter Richtung Valparaiso. Hier in Maitenchillo am Pazifik kennt Daniel einen Gleitschirmplatz, wo er einige Flüge machen wollte.
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Da wir hier an diesem Platz nicht übernachten konnten, fuhren wir ein paar Kilometer aus dem Ort heraus und fanden bald einen – recht teuren – Campingplatz, der zudem auch noch sehr enge Parkbuchten hatte. Aber dafür war er ruhig und gesichert.
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Dann ging es wieder zum Gleitschirmplatz zurück und Daniel konnte uns seine Flugkunst zeigen.
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Es war ein sehr sonniger und wunderschöner Flugtag, den auch andere nutzen, sobald der Wind etwas aufgefrischt hatte.
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Begeisterung rief auch ein Vater mit seinen beiden Kindern hervor, die einen gemeinsamen Flug wagten.
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Nach einem ausgiebigen Strandspaziergang fuhren wir zum nächstgelegenen Supermercado um unsere Vorräte mal wieder zu ergänzen. Als wir vom Einkaufen zurück kamen, war gerade mal wieder jemand dabei, unsere Fahrzeuge zu fotografieren. Claudia sprach den Motorradfahrer an und sagte, es würde 2000 Pesos kosten. Über diese Frötzelei kamen die beiden ins Gespräch und Carlos, wie sein Name war, lud uns zu sich nach Hause ein, um auf seinem Grundstück zu übernachten. Wir nahmen die Einladung gerne an und verbrachten gemeinsam einen geselligen Abend. Carlos vielen Dank für deine außerordentliche Gastfreundschaft.
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Wie es weitergeht erfahrt ihr natürlich wieder im kommenden Berichtl.

Herzlichst Regine und Wolfgang

Südamerika November 2018 - Bericht 3

Bericht 03 – November 2018

Hallo liebe Freunde, hier nun unser neuester Reisebericht.

Nach einer recht ruhigen Nacht ging es am nächsten Tag zurück Richtung Puerto Madryn und von dort wieder über die 42 nach Las Canteras, damit auch die Kinder ihre ersten Wale sehen konnten. So freuten sich Marleen und Johnny, als sie – kaum am Meer – schon eine Walbegegnung hatten.
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Am frühen Nachmittag fuhren wir dann weiter zur Halbinsel Peninsula Valdes, mit Stopp im Tourismus-Center, bis Puerto Piramides auf den uns schon bekannten Campingplatz. Viele Guanakos gab es unterwegs zu sehen und am Abend meldeten wir uns gleich für den nächsten Morgen um 9.00 Uhr zur Wales-Watching-Tour an.
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Leider war das Wetter am nächsten Morgen nicht so schön und es regnete immer mal wieder. Die Wale hat das wenig gestört und sie waren sehr beeindruckend, aber die Fotos wurden nicht so supertoll, wie wir uns das vorgestellt hatten.
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Nach dem Mittag fuhren wir zum anderen Ende der Halbinsel nach Punta Cantor/ParadorLa Elvira,
wo wir die lustigen kleinen Pinguine beim Brutgeschäft beobachten konnten und ein Stückchen weiter auch Seeelefanten faul am Strand liegen sahen.
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Leider hat es auch hier immer mal wieder zum Teil heftig geregnet. Auch auf dem Rückweg zum Campingplatz war die Straße dann auch entsprechend weich und „glatt“, so dass wir mit dem Fahrzeug sehr vorsichtig fuhren. Entsprechend sah dann das Mobbi auch aus, als wir am Campingplatz ankamen.
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Wir beschlossen am nächsten Morgen die Peninsula Valdes nun wieder zu verlassen und die Fahrt in Richtung westliches Argentinien zu starten. Es ging über Trelew Richtung Süden und danach bogen wir auf die Ruta 25 nach Westen ab. Gegen Abend erreichten wir Villa Dique Florentino Ameghino.
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Durch Tunnel und über eine Staumauer erreichten wir einen total schön gelegenen Campingplatz Municipal, der fast menschenleer war, da es ja noch Vorsaison ist, und richteten uns dort häuslich ein. Zuerst wurde in der Grillstelle mal ein schönes Feuer gemacht und dann kam irgendwann das Fleisch auf den Grill. Die Männer waren glücklich und wir Frauen nicht mehr hungrig.
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Am nächsten Tag schafften wir es bis Tecka und auf der Strecke sahen wir recht viele Flamingos.
Nachdem wir am Tag darauf in Esquel eingekauft hatten, fuhren wir bei Trevlin in den Nationalpark Los Alerces.
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Am Eingang sahen wir uns kurz um, aber alles war noch verschlossen. So fuhren wir ein Stückchen weiter und kamen bald an eine Abtweigung zur Touristeninformation. Hier informierten wir uns ausgiebig über die Campingmöglichkeiten und machten im Anschluss daran einen kleinen Spaziergang zum nahen See. Wir bestaunten einen schönen Aukarienbaum und bewunderten eine kleine Kirche.
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Zurück an der Touristeninformation (die Dame sprach ein gutes Englisch) wollte Johnny sich eine Angellizens kaufen, aber der von ihm aufgesuchte Ranger hatte keine Formulare mehr und meinte, er solle man so angeln. Wir fuhren weiter und fanden einen sehr schönen Platz, wo man campieren durfte und Johnny hatte Glück beim Angeln und brachte am Abend 2 schöne Forellen mit.
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Am nächsten Morgen waren die Männer früh auf und Johnny holte noch drei große Forellen aus dem See.

Nach dem Frühstück ging es dann weiter nach El Bolson und von dort über einen sehr abenteuerlichen Weg zu einem Campingplatz der auch den Namen des NP Los Alerces hat.
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Eigentlich hatte der Campingplatz noch geschlossen, aber wir konnten dort trotzdem Wasser tanken und über Nacht stehen, jedoch gingen die Duschen noch nicht. So beschlossen Johnny und Marleen todesmutig im Fluß baden zu gehen, obwohl der wirklich kalt war. Dann ging es daran, die tollen Forellen zu grillen, zu braten und zu räuchern. Die waren soooooo lecker, egal wie sie zubereitet waren.
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Nachdem es die ganze Nacht geregnet hatte, mussten wir die abenteuerliche Strecke bis El Bolson erst einmal zurück und dann ging es weiter. Im strömenden Regen erreichten wir Bariloche und fanden etwa 2 km hinter dem Stadtzentrum einen Platz am Strand. Als der Regen nach dem Kaffee immer noch nicht aufgehört hatte, gingen wir trotzdem auf einen ersten Erkundungsrundgang und Johnny und Marleen suchten sich ein Zimmer im Hotel Tirol. So packten sie dann ihre Sachen und wir brachten sie zum Hotel und verabredeten uns für den nächsten Abend zum Essen in der Stadt. Wir stellten uns dann hinter die Bäume, damit wir etwas geschützter waren. Trotzdem rüttelte der Sturm heftig an unserem Mobbi.
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Am nächsten Morgen hatte der Regen aufgehört und wir machten uns auf den Weg in die Stadt. Wir kamen an der atraktiven
Kirche von Bariloche (Cathedral Nuestra Senora Del Nahuel Huapi) vorbei, aber sie hatte noch nicht geöffnet.
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Ein wenig durch die Einkaufsstraße bummeln, die Touri-Information aufsuchen, Geld tauschen, feststellen, dass die Post schon wieder geschlossen und das Museeum nicht geöffnet hat - waren unsere Aktivitäten am nächsten Tag. Das alte Zentrum ansehen kam noch dazu und dann fing es schon wieder an zu regnen. So beschlossen wir uns in den Bus zu setzten und einen Punkt anzusteuern, der uns empfohlen wurde. Da es aber mittlerweile stark regnete und auch die Scheiben des Busses beschlagen waren, so dass wir ohnehin nicht erkennen konnten, wo wir aussteigen mussten, fuhren wir fast bis zur Endstation der Linie 20. Dort beschlossen wir wieder umzukehren, denn bei dem Regen machte eigentlich gar nichts Spaß. Wir schauten uns noch die kleine Kapelle auf dem kleinen Berg an, aber auch die war geschlossen.

Als wir wieder hinunter kamen und noch überlegten, ob dort wohl die Bushaltestelle sei, sagte Wolfgang: “Schau mal, wer da ist!“, denn dort kamen unsere Kinder im Regen anmaschiert. Sie hatten eine Wanderung durch den Nationalpark gemacht. Gemeinsam fuhren wir zurück in die Stadt und beschlossen, dass wir sie um 19.00 Uhr in ihrem Hotel abholen. Die beiden hatten ein Restaurant ausgesucht, in dem wir supertolle, riesige, sehr leckere Steaks gegessen haben. Dann ging es noch auf einen Absacker ins Lokal Quilmes und schon war es Zeit, sich wieder von den beiden zu verabschieden, denn am nächsten Tag ging schon ihr Flieger nach Buenos Aires. So schnell vergeht die schöne Zeit!!!

Da wir feststellten, dass unsere Lichtmaschine die Starter-Batterien nicht mehr ladeten, beschlossen wir, eine Werkstatt aufzusuchen. Am nächsten Tag machten wir uns also auf die Suche nach einer diesbezüglichen Reparaturmöglichkeit, aber nachdem wir von einem zum anderen geschickt wurden und der letzte (fünfte) meinte, wir hätten keinen Keilriemen mehr, was aber nicht stimmte, gaben wir erst einmal auf. Wir halfen uns, indem wir die 24 V Starter-Batterien mit dem Spannungswandler vom Wohnbereich auf 220 V transformierten und dann mit einem 24 V-Ladegerät, welches sich an Bord befand, luden. Dies klappte von Tag zu Tag.

Die Sonne schien und wir beschlossen, die Strecke von gestern noch einmal mit dem Bus zu fahren und zu erkunden, wann denn die Schiffe in den Nationalpark Nahuel Huapi fahren.
Wir spazierten dort schön im Sonnenschein herum und wussten nun, dass das Schiff am nächsten Tag um 12 Uhr ablegen würde.

So ging es am nächsten Morgen zuerst zu Fuß in die Stadt, um die Busfahrkarte aufzuladen, dann zur Haltestelle und 45 Minuten mit dem Bus zum Hafen der Ausflugsschiffe. Nach dem Kauf der Schiffskarten musste man noch die Eintrittsgebühr für den Nationalpark bezahlen und dann konnten wir auch kurz darauf auf "unseren" Katamaran.
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Wir fuhren im strahlenden Sonnenschein zuerst auf die Insel Victoria, auf der wir den roten und den orangenen Trail abwanderten und die schönen großen Bäume, Vögel und die Aussichten bewunderten. Danach ging es dann weiter in den Parque Nacional Los Arrayanes, wo wir einen Rundgang durch den Märchenwald machten.
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Wir wollten aber noch mehr sehen und so machten wir uns am nächsten Morgen auf den Cerro Otto zu erklimmen. Auf dem Weg zur Busstation sahen wir zwei recht größe Vögel mit herrlich gebogenen Schnabel.
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Wir fuhren mal wieder mit dem Bus – diesmal bis zur Seilbahnstation – und stiegen hier aus. An der Station wurde noch eifrig gearbeitet und es fuhren leider überhaupt keine Bahnen. Eine freundliche Angestellte gab uns einen Prospekt und erklärte uns, wie wir zu Fuß auf den Berg kommen könnten. Sie zeichnete uns sogar einen geraden Weg in das Prospekt und sagte, es würde ca. eine dreiviertel Stunde dauern, auf den Gipfel zu gelangen.
Wir gingen los und fanden leider nicht den angegebenen Pfad. Auch Einheimische wussten nichts von diesem „geheimen Pfad“. Nachdem wir etwa eine Stunde eine Straße nach, stramm bergauf marschiert waren, zweigte ein kleine Weg bergauf ab. Wir folgten diesem und von nun an ging es nur noch richtig steil bergauf. Es war eigentlich gar kein richtiger Weg, sondern wir bewegten und kraxelten auf Geröll und nachgebendem Sand direkt unter den Seilen der Bahn aufwärts. Hier kamen wir wirklich schon an unsere körperlichen Grenzen. Die Abstände unserer Verschnaufpausen wurden immer kürzer. Als wir endlich nach weiteren eineinhalb Stunden völlig verschwitzt an der Bergstation ankamen, waren wir total erschöpft. Wir gingen in das Restaurant, für das wir auch noch Eintrittsgebühr bezahlen mussten, und bestellten uns etwas zu essen und zu trinken, damit wir wieder zu Kräften kamen.
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Es waren Wolken aufgezogen und es war windig, als wir uns an den Abstieg machten. Wir gingen diesmal der Straße nach und nach etwa einer halben Stunden fragten wir einen Autofahrer, ob er uns mit nach Bariloche nehmen würde. Er fuhr uns dann bis in die Stadt und wir waren froh darüber, denn der Weg zu unserem Mobbi war noch weit genug. Außerdem hatte es auch noch wieder angefangen zu regnen. Am Mobbi machten wir noch schnell was zu essen, duschten uns den Schweiß von den müden Gliedern und fielen ratzfatz und den wohlverdienten Schlaf.

Wir hatten von Claudia eine WhatsApp erhalten, ob wir nicht nach Pucon in Chile kommen wollten, das wäre gar nicht so weit von Bariloche entfernt. Da wir noch nie in Chile waren und uns auf ein Wiedersehen mit den lieben Weltenbummlern freuten, beschlossen wir, die 350 km nach Pucon zu fahren. Also machten wir uns gleich am Morgen auf den Weg und waren am späten Nachmittag in Pucon.
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Als wir im Supermarkt an der Kasse standen, wurden wir plötzlich liebevoll von hinten umarmt. Claudia und Daniel hatten unser Mobbi vor dem Supermarkt stehen sehen und waren gleich hineingegangen um uns zu begrüßen. War das eine Überraschung. Gemeinsam fuhren wir dann zu Jacki (Hannes), ein Freund der beiden, auf die Bacher Alm. Der Weg dorthin war wieder richtiges Offroad-Abenteuer, denn es regnete, es ging bergauf und der Weg war nur so mit Schlaglöchern überseht. Mobbi brachte uns jedoch ohne Probleme auf die Alm.
Hier wurden wir von Jacki und seinen Tieren (Schwein und Schweinchen, Esel und Stier sowie Hund Tasso) herzlichst willkommen geheißen.
Als wir am nächsten Morgen aufwachten, schien die Sonne vom blauen Himmel herunter und in der Ferne konnten wir den schneebedeckten Vulkan Villarica rauchen sehen.
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Jedoch zogen schon bald wieder Wolken auf. Dennoch machten wir uns mit Franzi (einem Freund von Jacki) auf eine Wanderung. Wir nahmen unsere Regenjacke und -Hose mit denn es fing schon am Startpunkt leicht an zu Regnen. Die Wanderung war herrlich, doch der Regen wurde immer stärker. An einem kräftigen Bach mussten wir über eine wackelige Brücke laufen, was nicht so ganz einfach war. Aber es ging alles gut. Wir sahen wunderschöne Pflanzen und die Gegend war für eine Wanderung echt gut geeignet. Nach einer guten Stunde kamen wir dann an eine Hütte und hier machten wir eine Pause, denn der Regen und auch noch einsetzender Wind machten die Wanderung nicht allzu angenehm.
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Am Nachmittag kamen wir dann wieder bei Jacki an und er hatte für uns schon ein wunderbares Gulasch vorbereitet. War wirklich lecker. Danach besuchten wir später noch den Franzi in seinem Haus und hier ließen wir uns einen guten Rotwein schmecken.
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Am Abend in der Dunkelheit sahen wir dann den Vulkan in einer besonderen Schönheit: In den Wolken spiegelte sich sein Feuer.
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Am Sonntag fuhren wir dann zusammen in eine Therme mit mehreren Poolen. Hier genossen wir fast den ganzen Tag den wärmsten Pool und fuhren erst am späten Nachmittag wieder zur Bacher Alm zurück. Mit einem schönen Asado ließen wir den Tag ausklingen. Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns dann von den lieben Menschen. Jacki, es war schön bei dir. Nochmals vielen lieben Dank für alles.
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Von Pucon fuhren wir dann mit Claudia und Daniel weiter Richtung Santiago de Chile. Die Stadt wollten wir uns ansehen. Aber erst einmal lagen fast 800 km Fahrstrecke vor uns.
Was wir weiter erlebt haben, erfahrt ihr im nächsten Bericht.

Herzlichst Regine und Wolfgang

Südamerika Oktober 2018 - Bericht 2

Bericht 02 – Letzte Woche Oktober 2018

Hallo liebe Freunde der Homepage Rewola: Hier unser neuester Bericht.

Auf dem Weg zur Halbinsel Peninsula Valdes machten wir Halt in Puerto Madryn.
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Im dortigen Carrefour ergänzten wir unsere Vorräte und trafen ein deutsches Paar (Ilka und Günther) mit einem ähnlichen Fahrzeug (MB 917), wie wir es haben. Wir verabredeten, uns auf einem nicht weit entfernten Campingplatz wieder zu treffen. Dort angekommen, stellten wir uns in eine freie Bucht. Wir verbrachten mit den beiden einen kurzweiligen, netten Abend.
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Wir blieben auf diesem ACA Campingplatz noch einen weiteren Tag (bei herrlichem Sonnenschein, aber nur kalten 13 Grad) und fuhren dann weiter direkt auf die Halbinsel. Als nächstes Ziel steuerten wir Puerto Piramides an. Dort befindet sich die einzige Campingmöglichkeit dieser Insel. Direkt hinter Puerto Madryn bogen wir von der asphaltieren Routa 2 auf die Gravelroad 42 ab. Diese Straße führt dicht an der Küste entlang und bietet viele schöne Strände. Leider regnete es und daher verwandelte sich die sehr breite Schotterpiste teilweise in extreme Schmierseife. An einem abwärtsführenden Stück geriet das Fahrzeug 2 Mal heftig ins Schleudern, sodass wir uns fast gedreht hätten. Nur durch reaktives Gegenlenken gelang es, das Mobbi wieder in die Spur zu bekommen. Wir guckten uns beide erschreckt an und waren froh, dass nichts passiert war. Hätte anders ausgehen können. Vorsichtig und viel langsamer fuhren wir diese Schotterpiste zu Ende und danach wieder auf normaler Teerstraße bis zur Touristeninformation. Hier bestaunten und fotografierten wir einige der dort ausgestellten Exponate. Besonders angetan waren wir von dem Orca-Gebiss mit seinen eindrucksvollen großen Zähnen.
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Danach war es dann gar nicht mehr weit bis zum Campingplatz, wo wir auf ein nettes, junges, deutsches Backpackerspaar (Jamila und Paul) trafen, mit dem wir schnell in Kontakt kamen.
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Wir unternahmen gleich am Nachmittag eine gemeinsame Wanderung auf den nächsten Hügel und von dort aus sahen wir - leider sehr weit draußen - tatsächlich unsere ersten Wale springen. Nach einer ruhigen Nacht und einem guten Frühstück mit selbst gebackenem Brot machten wir uns auf den Weg zur 5 km entfernten Seelöwen-Kolonie. Wir kamen auf dieser hügeligen Strecke ganz schön ins Schwitzen, obwohl wir nur 15 Grad hatten. Am Ziel erwarteten uns nicht nur Seelöwen, sondern wir konnten auch hier etliche Wale beobachten, die in der Bucht umher sprangen. Leider jedoch wieder nur recht weit von unserem Standort entfernt, aber für uns schon mal sehr eindrucksvoll.
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Auf dem Weg durch den Ort Puerto Piramides sahen wir noch dieses herrliche Stück Fleisch am Spiess. Wir wollten das später dann einmal mit den Kindern essen Gehen. (Leider wurde darauas nichts - sehr schade).
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Dieser Walflosse kamen wir ganz nah und konnten sie in Ruhe aufnehmen.
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Am Strand bestaunten wir dann auch noch diverse Fahrzeuge mit superlangen Trailervervindungen, die die Walbeobachtungsschiffe ins Wasser bringen und auch wieder heraus holen.
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Zurück am Fahrzeug machten wir uns eine wärmende Suppe, denn durch Regen und dieser niedrigen Temperatur waren wir doch durchgefroren. Danach begann ein Rudel-Duschen, denn die warmen Duschen waren eigentlich noch geschlossen, wie der Campingplatz auch, aber es gab eine Bekanntmachung, dass ab 17.00 Uhr die Duschen angeheizt wären. Allerdings galt das zuerst nur für die Männer und die Frauen mussten sich eine Weile gedulden, bis alle Herren fertig waren. Die Duschen waren rappelvoll, laute Musik ertönte und die Dunstwolke waberte so stark, dass man nichts mehr sehen konnte. Man hatte den Eindruck, dass das ganze Dorf erschienen war. Anschließend machten wir noch einen Spaziergang zum Meer, denn die Wolkendecke war aufgerissen und der blaue Himmel schaute hervor. Wir plauderten dann noch etwas mit Jamila und Paul, als ein deutsches Wohnmobil auf den Platz fuhr. Wolfgang sagte: „Dieses Fahrzeug kenn ich doch!“ und tatsächlich, es war das Auto von Christine und Josef, mit denen wir gemeinsam auf der Grande Hamburgo über den Atlantik geschippert waren. So klein ist Südamerika! Es gab ein herzliches Wiedersehen, aber da es schon auf halb neun ging und es wirklich kalt wurde, beschlossen wir, ein anderes Mal weiter zu plaudern.

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Von diesem Campingplatz verabschiedeten wir uns erst einmal und fuhren zum Wal-Beobachtungsplatz Las Canteras. Hier soll man auch gut über Nacht stehen können. Wir mussten also auf die Gravelroad 42 zurück und da es zum Glück nicht regnete, konnte diese Straße gut befahren werden. Bald sahen wir dann schon unsere ersten Wale. Leider noch zu weit draußen im Meer, aber als wir unseren Übernachtungsplatz erreicht hatten, beeilten wir uns sehr, denn es zeigten sich einige Wale in ziemlicher Ufernähe.

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Den Abend ließen wir dann bei einem guten Glas Wein angenehm ausklingen.
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Das angenehme Meeresrauschen wiegte uns abends in den Schlaf und am nächsten Morgen machten wir uns auf nach Trelew, wo wir unseren Sohn Johnny und seine Freundin Marleen, die von Iguazu angereist kamen, am Flughafen abholten. Alles klappte wunderbar. Über Nacht blieben wir dann an einer Tankstelle ganz in der Nähe. Es gab viel zu erzählen und so kamen wir erst spät zu Bett.

Herzlichst Regine und Wolfgang

Südamerika Oktober 2018 - Bericht 1

Bericht 01 – Oktober 2018

Hallo liebe Freunde der Homepage Rewola: Wir sind seit ein paar Tagen wieder in Südamerika unterwegs (zunächst Uruguay und später Argentinien) und erwarten die nächsten Abenteuer auf unserer Reise.

Wir sind wieder von Hamburg nach Montevideo geflogen und wurden herzlichst von Timo (Uruguay Storage) empfangen und zum Wohnmobil-Stellplatz gefahren. Unterwegs gab es natürlich den obligatorischen Halt beim Supermarkt um unsere Vorräte an Bier, Wein, Brot, Kartoffeln und ähnlichen Notwendigkeiten fürs tägliche Leben einzukaufen.

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Als wir endlich an/in unserem Mobbi waren, guckten wir uns happy in die Augen, denn das Fahrzeug wurde uns von den Jungs in einem astreinen Zustand sehr gepflegt übergeben.

Auf dem Campingplatz waren noch einige andere Reisende, mit denen wir schnell in Kontakt kamen und uns austauschten.
Bei den Jungs 25

Timo sagte uns aber auch, das wir wegen des nach 20 Jahren durchgerosteten Auspuffs doch noch einmal zu einem Auspuff-Spezialisten am nächsten Tag fahren müssten.
Also stellten wir uns den Wecker und waren am nächsten Morgen in der Nähe von Atlantida
bei besagtem Spezialisten. Die Mechaniker machten sich gleich an die Arbeit und innerhalb kurzer Zeit war der alte Topf ausgebaut. Ich sah ihn mir an und musste feststellen, dass dieser Pott nicht mehr zu reparieren war. Zum Glück hatte der Merchaniker einen Ersatztopf da und baute uns diesen und das gesamte Endrohr zu einem Preis von 190 € ans Fahrzeug an. Wir konnten es kaum glauben, denn der Preis war irreal.

Wir brachten auch noch unsere Yamaha zur Inspektion, denn sie wollte – trotz neuer Batterie - partout nicht anspringen. Dieser Service kostete uns ca. 40 €. Nun dachten wir, dass wir eigentlich startklar waren, aber auf dem Rückweg, direkt vor dem Tor von Uruguay Storage ging plötzlich das Gaspedal vom Mobbi nicht mehr; es ließ sich überhaupt nicht mehr bewegen und war irgendwie festgeklemmt. Wir rollten gerade noch so durch das Tor und als wir da so standen, kamen gleich alle um zu fragen, was los sei. Schnell kriegen Timo und Felix ihn wieder so weit flott, dass wir wenigstens auf unseren Stellplatz fahren konnten.

Wir unterhielten uns noch eine Weile mit Timo und erzählten, dass bald unser Sohn mit Schwiegertochter uns in Südamerika treffen wollen und im Mobbi mitfahren möchten. Er sagte: Ich baue euch dafür noch Sicherheitsgurte ein, damit die beiden sich im Fahrzeug anschnallen können. Dies wurde gemacht und nun können Marleen und Johnny kommen und mit uns mitfahren.
Timo am Arbeiten 25

Am Samstag gab es dann noch einen wunderbaren Abend mit Lagerfeuer und Essen aus dem Feuertopf und selbstgebackenes Kürbisbrot. Wirklich sehr lecker. Dazu Bier oder einen guten roten Tropfen und wir fühlten uns in der Runde der Weltenbummler gut aufgehoben.

Am Sonntag verabschiedeten wir uns von den Jungs von Uruguay-Storage und begannen nun endlich unsere eigentliche Reise. Da wir erst um 3 Uhr loskamen, entschieden wir uns nach Montevideo zum Leuchtturm zu fahren, wo wir auch übernachten wollten. Da wir heute einen sehr warmen und sonnigen Frühlingstag hatten, war in Montevideo am Wasser (Rio de la Plata) die Hölle los. Alle Menschen waren wohl ans Wasser zum Erholen gekommen. Wir fanden am Leuchtturm aber einen guten und ruhigen Stellplatz und nach einem guten Abendessen, fielen wir schon wieder ins Land der Träume.

Was kommen wird, wissen wir noch nicht, aber wir sind gespannt darauf.

Hier nun erst einmal die ersten Reiseziele unserer Herbstreise, die wirt ansteuern wollen in einer Kartenübersicht:
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Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück bei Sonnenschein los und wir fuhren bis Colonia del Sacramento ,  das wir uns anschauten. Wir schlenderten beeindruckt von den netten Gassen und den dicken, alten Stadtmauern in diesem kleinen Ort umher.
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Wir wollten aber weiter und genehmigten uns nur ein schnelles Mittagsmüsli. Wir waren noch nicht sehr weit gekommen, als es in einer Kurve ein Knallen und Klirren gab. Als ich mich erschreckt umdrehte, stellte ich fest, dass ich vergessen hatte unseren oberen Geschirrschrank zu verschließen und ein Haufen Scherben lag nun auf dem Boden. Ich ärgerte mich tierisch, weil Wolfgang ja gerade erst neue Teller (flache und tiefe) für das Mobbi besorgt hatte und wir so stolz waren, dass alles heil hergebracht hatten. Wir stoppten und stellten fest, dass nur zwei tiefe Teller und eine Müslischale kaputt gegangen waren und weder unser Ceranfeld (direkt unter dem Schrank) noch die anderen Teller, die auf dem Boden lagen, Schaden genommen hatten. Welch ein Glück!
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Danach ging es weiter Richtung Argentinische Grenze bei Fray Bentos. Bevor wir über die große Brücke über den Rio Uruguay fahren konnten, mussten noch die Grenzformalitäten erledigt werden, aber das gelang recht problemlos. Trotzdem war es bereits gegen 19.00 Uhr als wir argentinischen Boden unter uns fühlten und es wurde bereits dunkel. Wir wollten aber noch weiter bis Gualeguaychu, denn dort sollte man gut übernachten können. Wir hatten Glück, dass die Straße gut war und wir flott voran kamen, bis wir kurz vor dem Ort im Stau steckten. Etwa tausend andere wollten wie wir ans Flussufer und den warmen Frühlingsabend genießen. Es waren Buden aufgebaut, Kinder spielten, Verliebte schmusten, Motorräder knatterten und überall war Musik, die bis weit in die Nacht hinein andauerte. Trotzdem schliefen wir irgendwann ein.
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Am nächsten Morgen sprang unser Mobbi nicht an und wir mussten die Dieselleitung entlüften. (Durch eine defekte Tankanzeige ging ich - Wolfgang) irrtümlich davon aus, dass noch Diesel im kleineren Tank sei, jedoch an einer Steigung zog der Motor wohl Luft, was sich aber erst am Parkplatz bemerkbar machte, denn hier ging der Motor von alleine aus. Erst nach erfolgreicher Entlüftung konnte es dann weitergehen Richtung Zarate. Unterwegs gab Mobbi wieder dieses schrille, laute Rasseln von sich, aber als Wolfgang den Motor ausschaltete und neu startete, war es wieder weg. Wir hatten aber auch wieder das Gefühl, dass das Fahrzeug manchmal nicht richtig zog (wie gehabt) – vielleicht hat sich das Tankrelais noch einmal mit Dreck aus dem Tank zugesetzt?
In Zarate wurde im Carefour kräftig eingekauft, die vertrauten Orte (Eisdiele, Lokal mit WIFI) aufgesucht und dann ein Platz am Rio Parana gesucht, wo wir zwar etwas Brummen von der benachbarten Fabrik hörten, aber ansonsten eine gute Nacht verbrachten.
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Die Fahrt an den nächsten Tagen durch die Pampa war recht eintönig: viel Gegend, viele Rinder, einige Schafe und Vögel und sonst eigentlich nichts. In der nächsten Nacht auf dem Camping Municipal von Carlos Casares gab es ein heftiges Gewitter, das bis zum Morgen andauerte und als wir den Platz verließen, stellten wir fest, dass sich die Zufahrt durch den Regen in eine rutschige Schlammpiste verwandelt hatte. Ein Adrenalinschub am Morgen, aber Mobbi und Wolfi meisterten die schmierige Schlammstraße ohne Allrad und weiter ging's.
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Wir fuhren dann am nächsten Tag bis Pigüé und fanden einen Übernachtungsplatz am Bahnhof. Ja, ihr habt recht gelesen: Wir hatten vor, am Eisenbahnhof dieses Örtchens zu Übernachten. Und der Platz war gut, denn kein Hund bellte, keine Eisenbahn störte in der Nacht unseren Schlaf und ja, wir waren mit der Wahl des Platzes gut bedient. Erst am nächsten Morgen beim Frühstück setzte uns die laute Fanfare eines Zuges davon in Kenntnis, dass hier überhaupt Zugverkehr vorhanden ist.
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Nach Pigüé erreichten wir nach einigen hundert Kilometer Fahrstrecke den Atlantik bei El Cóndor. Wir fuhren zum Strand hinunter, aber der Weg führte dann in die Dünen und Wolfgang meinte: „Hier fahre ich besser nicht weiter, denn ich möchte hier nicht hängen bleiben. Es ist auch schon sechs Uhr und kalt ist es auch.“ Sprach's und fuhr weiter. Stoppte dann nach etwa zwanzig Metern , als der Sand noch weicher wurde und wollte rückwärts einfach nur wieder raus. Aber oh Mist, nach drei/vier Metern hingen wir fest. Also raus aus dem Führerhaus (bei nur 13°) und schaufeln, einen Meter weiter und wieder festgesteckt. Nun half nicht mehr viel, da musste dann doch die Luft abgelassen werden und so war es dann möglich, das Mobbi wieder zu befreien.
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Wir wendeten und fuhren zu einer Strandzufahrt, wo der Sand wirklich fest war und fanden dort einen ruhigen Platz für die Nacht.
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Am nächsten Morgen war unsere Sonne verschwunden und wir machten uns auf den Weg zu den Felsenpapageien in La Loberia. Leider war heute das Wetter nicht so schön (keine Sonne/wenig Licht), so dass wir von den Felsenpapageien keine so tollen Fotos machen konnten.13610002 25
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Wir fuhren dann weiter an der Küstenstraße entlang und hier gab es ab und zu Sandverwehungen in der Wellblechpiste.
Wolfgang donnerte manchmal mit 80 Sachen über die Wellblechpiste und durch die Sandverwehungen, die dann allerdings das Tempo schnell reduzierten. Es war jedoch auch hier auf dieser Straße mit der Nummer 1 höchste Konzentration erforderlich. Mobbi und Wolfgang machten das aber super und am Nachmittag kamen wir in Las Grutas an und fuhren wieder an den Strand. In einer Bucht etwas außerhalb der Ortes fanden wir einen ruhigen Nachtplatz. Am nächsten Morgen hatten wir wieder tolles Wetter und Sonnenschein. Nach dem Frühstück gingen wir zum Strand/Meer und konnten einen Seehund beim Sonnenbaden beobachten.
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Auf dem Weg zur Halbinsel Peninsula Valdez haben wir noch einmal einen schönen Strandabschnitt gefunden. Wir kamen schon am frühen Nachmittag an und haben einen längeren Spaziergang gemacht. Hinweistafeln deuteten daraufhin, dass sich auch hier durchaus Wale zeigen können. Wir haben jedoch keine Tiere gesehen. Dafür machten wir dann zurück am Mobbi einmal unsere Wäsche fertig und hängten sie zum Trocknen auf.
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Herzlichst Regine und Wolfgang