Südamerika 2019 (2)

 

Im Oktober 2019 beginnt der fünfteTeil unserer Südamerikatour. Die aktuellen Reiseberichte findet ihr hier.

Südamerika Oktober 2019 - Bericht 15

Bericht 15Oktober 2019

Hallo liebe Rewola-Freunde,
hier nun der zweite Bericht unserer Herbstreise durch Südamerika.

Nach einer sehr entspannten Nacht, mussten wir am nächsten Morgen feststellen, dass unsere Heizung leider immer noch nicht funktionierte. Anscheinend bekam sie immer noch keinen Diesel, aber erst einmal war es warm genug und so ging es nach unserem morgentlichen Frühstück auf zur nächsten Etappe. Wir fuhren zunächst durch ein wunderschönes Sumpfgebiet, in dem es viele Vögel: Störche Reiher und verschieden Raubvögel zu sehen gab. Danach tat sich wieder die endlose Pampa auf. Unser Ziel für den Tag hieß: Rafaela. Gine hatte schon im Vorfeld einen Übernachtungsplatz über Osmand herausgesucht und unterwegs hatten wir für ein erstes Grillen ein paar Hähnchenschenkel gekauft. Am Platz angekommen störte sich keiner daran, dass wir uns direkt neben die Grillstelle parkierten. Das Feuer war schnell entfacht und bald stieg vom Fleisch der bekannte Grillduft in unsere Nasen. Polizisten in ihrem vorbei fahrenden Fahrzeugen winkten uns fröhlich zu. So ließen wir uns dann bald die Hähnchenschenkel sowie einen leckeren Salat schmecken und genossen zu der doch schon sommerlichen Hitze gut gekühltes Bier.
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Am nächsten Tag fuhren wir dann weiter durch sehr viel Gegend und Wolfgang stellte nach einer Weile fest, dass die Lichtmaschine keinen Strom lieferte und überbrückte das zunächst mit unserem 24-Volt-Ladegerät. Da sich kein passender Übernachtungsplatz auftun wollte, stellten wir und hinter Colonia Dora auf einen Trucker-Platz. Dort war es sehr heiß und staubig, so dass keine Lima-Reparatur vorgenommen werden konnte. Obwohl der Platz sehr befahren und dicht an der Straße war und es so heiß war, so dass die Fenster nicht ganz geschlossen werden konnten, gelang es uns recht gut zu schlafen.

Am nächsten Morgen wurde es schnell wieder sehr heiß (so um die 35 Grad) und wir starteten nach dem Frühstück in Richtung der Thermas de Rio Hondo, wo wir gegen Nachmittag einen sehr schönen Campingplatz auf Gras und mit den warmen Thermen und sehr sauberen Sanitäranlagen fanden. Der Platzwart erklärte uns auf Nachfrage, dass die Temperaturen (36/37 Grad) für den Frühling normal seien. Im Sommer lägen sie so zwischen 45 und 50 Grad. Aha!!
Trotzdem machte Wolfgang sich daran, nach der Lichtmaschine zu sehen. Wieder einmal war der Kabelschuh gebrochen und Wolfgang konnte ihn austauschen und zum Glück war damit das Problem behoben. Leider war beim Abklappen des Führerhauses an der Halterung der Motorhaube ein Plastikteil abgebrochen, so dass die Haube nicht mehr zu schließen ging. Das musste natürlich auch repariert werden, aber auch das bekam  Wolfgang prima hin. Das Heizungsproblem konnte dagegen nicht geklärt werden und aus dem großen Tank konnte auch kein Diesel angesaugt werden – auch die das Benutzen Entlüftungspumpe brachte leider nichts. Nun gut, nur mit dem kleinen Tank geht es ja auch. Erschöpft von der Hitze und der Arbeit schliefen wir sehr ruhig.
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Ein Frühstück draußen, auf Rasen – wie wundervoll!!! Und da es uns bei den Thermas so gut gefallen hatte, beschlossen wir gleich die nächsten anzufahren: Die Thermas de Rosario de la Frontera. Dort gab es ein großes Hotel und ein schönes Thermal-Schwimmbad. Wir brauchten aber kein warmes Wasser, sondern ein kaltes Salta Bier und spazierten noch ein wenig um die Anlagen, ehe wir uns zur Kniffel- und Tridomrunde wieder an den Platz setzten. Auch hier war die Nacht recht ruhig, abgesehen von einer Hundemeute, die Wolfgang kurz weckte.
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Am nächsten Tag erreichten wir am frühen Nachmittag Salta und suchten dort den, uns bereits vertrauten, Platz am riesigen, leeren Schwimmbad auf, um hier auch noch einen Ruhetag einzulegen. Bald kam ein französisches Paar und stellte sich zu uns und im Laufe des Abends vermehrten die sich noch um zwei weitere Fahrzeuge. So hatten wir eine kleine europäische Enklave.
Da der Bäcker am Nachmittag nicht mehr öffnete, mussten wir zu unserer Grille und dem Tomatensalat Rosmarin-Kartoffeln machen. Das war alles total lecker.
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Am nächsten Tag wurde tatsächlich ein wenig (im Verhältnis zur Größe) Wasser in das Schwimmbad eingelassen, zur Freude von Kindern und Hunden und Wolfgang wollte am nächsten Morgen ein Foto davon machen, aber leider war das Wasser da wieder weg. Wie schade!

Bis zum nächsten Bericht
Regine und Wolfgang

Südamerika Oktober 2019 - Bericht 14

Bericht 14Oktober 2019

Hallo liebe Rewola-Freunde,
unsere Reiseerlebnisse halten wir wieder wie gewohnt fest. Somit geht es weiter mit Bericht 14.

Unsere diesjährige Südamerika-Reise soll uns von Montevideo Richtung Argentinien, Chile und Bolivien führen. Gerne würden wir auch noch einen Teil von Peru bereisen, aber ob dass machbar ist, wird sich zeigen müssen, denn wir haben zum Ende des Jahres nur noch 8 Wochen zur Verfügung und die zu bewältigenden Strecken sind enorm lang. Warum nur so einen kurzen Trip, werdet ihr euch fragen – aber zu Weihnachten wollen wir unsere Kinder und Enkelkinder in die Arme schließen und vorher noch eine Woche mit ihnen Ski laufen.

So starteten wir unsere Reise am 1. Oktober. Unser Flug nach Montevideo hatte einen 6-stündigen Aufenthalt in Madrid. Wir nutzten diese Zeit und fuhren mit einem Airport-Shuttle-Bus in die Innenstadt. Das Wetter war toll: blauer Himmel (eine Wohltat fürs Auge nach Hamburger Nieselregen) und etwa 25°C. Dort bummelten wir ein bisschen herum, aßen und tranken ein paar Kleinigkeiten und fuhren dann auch schon wieder zum Airport zurück.
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Nach den gewohnten langen Stunden im Flugzeug kamen wohlbehalten bei Timo, Felix und unserem Fahrzeug an. Die Jungs hatten die in Auftrag gegebenen Arbeiten an unserem Fahrzeug zu unserer Zufriedenheit ausgeführt.
Aber einige Arbeiten musste ich selbst doch noch ausführen: Die reparierte Webasto Dieselheizung musste eingebaut werden und auch neue Seiten-Strahler waren anzubringen. Dies zog sich zeitlich doch noch etwas hin.
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Aber nach 1 ½ Arbeitstagen und einem geselligen Abend mit grandiosem Asado und köstlichem Rotwein mit diesen lieben Menschen fuhren wir am Samstag weiter.
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In einem Rutsch fuhren wir die 300 km bis nach Mercedes (hier hatten wir im April schon einmal übernachtet) und staunten nicht schlecht, dass der Rio Negro unseren damaligen Stellplatz und auch andere überflutet hatte. So eroberten wir einen anderen Platz und hatten eine ruhige Nacht.
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Bevor es nach dem guten Frühstück weiterging, probierte ich die Heizung aus und stellte fest, dass sie immer wieder ausging und vermutlich keinen Diesel bekam. Wir fuhren dann trotzdem erst einmal los und vertagten das Problem auf den Abend. Bald kamen wir an die Grenze von Uruguay und Argentinien. Die sehr resolute argentinische Zöllnerin nahm uns alles sichtbare Obst (1 Apfel und 4 Kumquats) ab und inspizierte dann auch noch unseren Kühlschrank. Sie fragte Regine, ob wir noch mehr Früchte oder Gemüse hätten, worauf Regine antwortete: „Früchte? Nein.“ So konnten wir unsere Kartoffeln, die Möhren, die Zwiebeln und den Knoblauch retten. Im Kühlschrank fand sie dann allerdings noch Käse, Wurst, Salat und 8 frische, schöne große Eier. Das wollte sie alles einkassieren. Nicht mit uns! Frech und forsch nahmen wir ihr die Wurst aus der Hand und aßen die 2 Scheiben Mettwurst direktamente auf. Genauso verfuhren wir mit dem Käse (es war zum Glück nicht allzu viel). Dann forderte ich den fast schon einkassierten Schinken und die Eier zurück. Sie stutzte und guckte mich an. Ich sagte: „Wir werden die Eier und den Schinken braten.“ und baten sie das Mobbi zu verlassen. Sie nörgelte und sagte: „Ich komme wieder und kontrolliere nach dem Verzehr, ob alles „verschwunden“ ist.“
Wir aßen fast alles auf und nur einen kleinen Teil trug ich (Wolfi) auf dem Teller - an ihrer Nase vorbei - und warf den winzigen Rest in den Mülleimer. Ich ging auf sie zu und sagte, sie könne zur 2.ten Kontrolle kommen. Mit einem Mal hatte sie keine Lust mehr und brabbelte etwas von „Gute Reise“.
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Unseren nächsten Halt fanden wir dann in Victoria auf einem Campingplatz. Wir handelten den Preis von 12 auf 8 € herunter – was nur für ein einfaches Stehen auch noch genug war.
Wir relaxten im warmen Sonnenschein bei 22°C und aßen nur noch ein gemeinsames Käse-Brötchen (die Eier lagen doch noch sehr im Magen) und vom nächstgelegenen Baum ein paar süss/säuerlich schmeckende Maul-Beeren.
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Hier wurde auch die Heizung untersucht und Wolfgang stellte fest, dass dort ein Riss im Zuführungsschlauch war, den er schnell reparieren konnte. Auch schauten wir herumlaufenden schwarzen Meerschweinchen beim Grasen zu und verbrachten später eine ruhige Nacht.

Bis zum nächsten Bericht
Regine und Wolfgang